Geschaut: „Over Your Dead Body“ (2026)

14. Juni 2026 | Filme und Serien | 0 Kommentare

Schon lange ist Dan (Jason Segel) in seiner Ehe mit Lisa (Samara Weaving) unglücklich. So unglücklich, dass er beschließt, seine Frau während eines Wochenendausflugs in einer einsamen Waldhütte zu töten. Dumm nur, dass Lisa nicht minder unglücklich ist und dasselbe plant. Als dann auch noch zwei entflohene Mörder (Timothy Olyphant, Keith Jardine) mitsamt ihrer Fluchthelferin (Juliette Lewis) auftauchen, ist das Chaos perfekt …

Zuerst das Wichtigste: Bei „Over Your Dead Body“ handelt es sich um das Remake des norwegischen Films „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ – den ich bislang leider noch nicht gesehen habe. Dementsprechend kann ich nicht beurteilen, wie der Film im Vergleich abschneidet, sondern nur, ob ich meinen Spaß damit hatte. Und verdammt, den hatte ich! Und das, obwohl mir, selbst ohne das Original zu kennen, von Anfang an klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln und wie sie letztlich enden würde. Aber wie so oft gilt: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist nicht nur verdammt witzig, sondern auch verdammt blutig. Und verdammt böse. Eine Vorliebe für schwarzen Humor und die eine oder andere Grenzüberschreitung sollte man idealerweise mitbringen, um „Over Your Dead Body“ genießen zu können.

Dass mir der Film so gut gefallen hat, liegt nicht zuletzt an Jason Segel und Samara Weaving, deren Dan und Lisa trotz ihrer Charakterschwächen, Streitereien und Mordpläne jederzeit menschlich und sympathisch rüberkommen. Klar, dass ich den beiden von Anfang an die Daumen gedrückt und mir gewünscht habe, dass sie das Wochenende gemeinsam überstehen und wieder zueinanderfinden. Tief im Inneren hält sich in mir halt doch ein Romantiker versteckt. Und obwohl jedem klar sein sollte, wie der Film endet, so hält er dennoch genug kleinere Wendungen und Überraschungen parat, um die Geschichte bis zum Ende hin spannend zu halten.

Neben Romantikern kommen auch Gore-Liebhaber auf ihre Kosten, denn neben den typischen Schuss- und Stichwaffen kommen hier auch diverse Gartenwerkzeuge zu ihrem wohlverdienten Einsatz. Zwar dauert es etwas, bis die Eskalation beginnt, aber wenn es erst mal so weit ist, hält die Kamera stets voll drauf. Gefangene werden hier keine gemacht, und selbst Sympathieträger sind nicht davor gefeit, das eine oder andere Körperteil zu verlieren. So mag ich das.

Langer Rede kurzer Sinn: „Over Your Dead Body“ ist eine ebenso blutige wie unterhaltsame Mischung aus rabenschwarzer Komödie und bitterbösem Thriller, die genau meinen Geschmack getroffen hat. Ich bin mehr als begeistert!

Meine Wertung: 8/10

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Sven Kietzke
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Blogger. Fotograf. Filmnerd. Videospieler.
Kiel, Schleswig-Holstein

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