Geschaut: „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ (2021)

Janet (Kerry Bishé) und Tom (Joel McHale) sind seit 14 Jahren verheiratet – und immer noch glücklich. So glücklich, dass sie nie streiten, täglich Sex haben, kaum die Hände voneinander lassen können und damit ihrem gesamten Freundeskreis gehörig auf die Nerven gehen. Eines Tages steht ein Fremder (Stephen Root) vor ihrer Tür und erklärt ihnen, dass ihre perfekte Liebe lediglich ein Defekt sei, der behoben werden müsse. In ihrer Panik erschlägt Janet den Fremden, nicht ahnend, dass dies nur der Beginn eines verdammt merkwürdigen Wochenendes ist …

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, was ich hier gerade geschaut habe. Ist „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ eine Komödie? Ein Thriller? Oder doch eher ein Science-Fiction-Mystery-Drama? Und was will mir der Film abschließend sagen? Ich werde es wohl nie erfahren. Was ich aber weiß, ist, dass ich verdammt viel Spaß damit hatte. Ich habe laut gelacht, mitgerätselt, war zeitweise überraschend angespannt und vielleicht, nur vielleicht, habe ich am Ende sogar eine kleine Träne der Rührung verdrückt. „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ gelingt das Kunststück, einerseits herrlich absurd, andererseits aber auch überraschend bodenständig zu sein – eine Mischung, die mich komplett abgeholt hat.

Sofern es euch nicht stört, wenn Filme nichts, wirklich absolut gar nichts erklären (und vieles auch ins Leere laufen lassen), gebt „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ unbedingt eine Chance. Und tut euch selbst einen Gefallen und lest vorher so wenig wie möglich über den Inhalt. Je weniger ihr vorab wisst, desto besser. Der Film lebt davon, dass man als Zuschauer keine Ahnung hat, was einen erwartet.

Meine Wertung: 8/10

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Dr. Evil ist zurück! Wenn das Team eh wieder vereint ist, könnten sie doch eigentlich auch gleich einen neuen Austin-Powers-Film drehen …

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Eine Frau und ich betreten unmittelbar hintereinander den Supermarkt und greifen nach demselben Einkaufskorb. Sie zieht ihre Hand zurück und lächelt, ich ziehe meine Hand zurück und lächle. Sie signalisiert, dass ich zugreifen soll, ich signalisiere, dass sie zugreifen soll. Wir schauen uns kurz unentschlossen an, dann greife ich zu und reiche ihr den Korb. Sie lacht, ich lache.

Wieso können Begegnungen im Alltag nicht immer so harmonisch ablaufen?

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Geschaut: „Red Sonja“ (2025)

Seit sie als Kind mitansehen musste, wie ihr gesamtes Dorf dahingemetzelt wurde, lebt Sonja (Matilda Lutz) zurückgezogen im Wald und ist dort zu einer mutigen Kriegerin herangereift. Eines Tages wird sie von Imperator Draygan (Robert Sheehan) gefangengenommen und gezwungen, in einer Arena gegen Gladiatoren und grausame Bestien zu kämpfen. Doch Sonja kann fliehen – und wird ungewollt zur Anführerin einer Rebellion gegen Draygan …

Es gibt Filme, da denke ich schon nach wenigen Minuten „Oh oh, das wird nix.“. Der 2025er „Red Sonja“ ist solch ein Film. Schon die ersten Szenen im Dorf lassen erahnen, was der bemitleidenswerte Zuschauer in den kommenden zwei Stunden zu ertragen hat: grauenvoll künstliche und nach Pappe aussehende Kulissen, darstellerische Leistungen auf dem Niveau einer Laienschauspielgruppe und ein Schnitt, der immer dann abblendet, wenn es interessant zu werden droht. Später kommen dann noch erbärmlich schlechtes CGI, hölzerne Dialoge zum Fremdschämen und eine übertrieben theatralische Musik hinzu, die selbst in den unpassendsten Momenten so heftig aus den Lautsprechern dröhnt, dass es nur noch lächerlich ist. Während des gesamten Films habe ich mich gefragt, ob die Chose tatsächlich ernst gemeint sein oder nicht doch eher als Parodie verstanden werden soll. Wir werden es wohl nie erfahren.

Wer mir wirklich leid tut, neben mir selbst, ist Matilda Lutz. Dass sie starke Frauenrollen spielen kann, hat die Schauspielerin in dem sehenswerten Thriller „Revenge“ eindrucksvoll bewiesen. Hier kämpft sie aber in jeglicher Hinsicht auf verlorenem Posten – da kann selbst die knappe Bikini-Rüstung nichts retten. Alles richtig gemacht hat hingegen Rhona Mitra, die sich schon nach wenigen Filmminuten ins Jenseits schießen lässt und sich damit eine Menge Leid erspart hat. Clever.

Meine Wertung: 2/10

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Geschaut: „Over Your Dead Body“ (2026)

Schon lange ist Dan (Jason Segel) in seiner Ehe mit Lisa (Samara Weaving) unglücklich. So unglücklich, dass er beschließt, seine Frau während eines Wochenendausflugs in einer einsamen Waldhütte zu töten. Dumm nur, dass Lisa nicht minder unglücklich ist und dasselbe plant. Als dann auch noch zwei entflohene Mörder (Timothy Olyphant, Keith Jardine) mitsamt ihrer Fluchthelferin (Juliette Lewis) auftauchen, ist das Chaos perfekt …

Zuerst das Wichtigste: Bei „Over Your Dead Body“ handelt es sich um das Remake des norwegischen Films „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ – den ich bislang leider noch nicht gesehen habe. Dementsprechend kann ich nicht beurteilen, wie der Film im Vergleich abschneidet, sondern nur, ob ich meinen Spaß damit hatte. Und verdammt, den hatte ich! Und das, obwohl mir, selbst ohne das Original zu kennen, von Anfang an klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln und wie sie letztlich enden würde. Aber wie so oft gilt: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist nicht nur verdammt witzig, sondern auch verdammt blutig. Und verdammt böse. Eine Vorliebe für schwarzen Humor und die eine oder andere Grenzüberschreitung sollte man idealerweise mitbringen, um „Over Your Dead Body“ genießen zu können.

Dass mir der Film so gut gefallen hat, liegt nicht zuletzt an Jason Segel und Samara Weaving, deren Dan und Lisa trotz ihrer Charakterschwächen, Streitereien und Mordpläne jederzeit menschlich und sympathisch rüberkommen. Klar, dass ich den beiden von Anfang an die Daumen gedrückt und mir gewünscht habe, dass sie das Wochenende gemeinsam überstehen und wieder zueinanderfinden. Tief im Inneren hält sich in mir halt doch ein Romantiker versteckt. Und obwohl jedem klar sein sollte, wie der Film endet, so hält er dennoch genug kleinere Wendungen und Überraschungen parat, um die Geschichte bis zum Ende hin spannend zu halten.

Neben Romantikern kommen auch Gore-Liebhaber auf ihre Kosten, denn neben den typischen Schuss- und Stichwaffen kommen hier auch diverse Gartenwerkzeuge zu ihrem wohlverdienten Einsatz. Zwar dauert es etwas, bis die Eskalation beginnt, aber wenn es erst mal so weit ist, hält die Kamera stets voll drauf. Gefangene werden hier keine gemacht, und selbst Sympathieträger sind nicht davor gefeit, das eine oder andere Körperteil zu verlieren. So mag ich das.

Langer Rede kurzer Sinn: „Over Your Dead Body“ ist eine ebenso blutige wie unterhaltsame Mischung aus rabenschwarzer Komödie und bitterbösem Thriller, die genau meinen Geschmack getroffen hat. Ich bin mehr als begeistert!

Meine Wertung: 8/10

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Kurz kommentiert: „The Disappointments Room“ (2016)

Nach einem tragischen Vorfall ziehen Dana (Kate Beckinsale), David (Mel Raido) und ihr Sohn Lucas (Duncan Joiner) in ein abgelegenes Haus auf dem Land. Als Dana auf dem Dachboden einen mysteriösen Raum entdeckt, kommt sie einem grausamen Geheimnis auf die Spur …

Zuerst das Positive: „The Disappointments Room“ ist aus dem Jahr 2016, ergo sieht Kate Beckinsale hier noch wie Kate Beckinsale aus. Leider war’s das dann auch schon, denn abgesehen von seiner attraktiven Hauptdarstellerin hat der Film nichts, aber wirklich rein gar nichts Interessantes zu bieten. Nicht, dass „The Disappointments Room“ wirklich schlecht wäre, er ist einfach nur komplett belanglos. Die Story? Schon tausendmal gesehen. Die Inszenierung? Ohne jegliches Gespür für Spannung. Die Auflösung? Ideenlos und vorhersehbar. Oder anders formuliert: Der Film hat seinem Namen alle Ehre gemacht und mich auf allen Ebenen enttäuscht. Von Regisseur D.J. Caruso („Disturbia“, „Eagle Eye“) hatte ich wahrlich mehr erwartet.

Meine Wertung: 4/10

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Aufgrund eines Preisfehlers habe ich heute die 4K-UHD vom neuen „Scary Movie“ für 17,99 Euro vorbestellen können. Es sind die Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machen.

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Kurz kommentiert: „Mission: Gardener – Der grüne Daumen der Rache“ (2025)

Als der Politiker Serge Shuster (Michaël Youn) an brisante Informationen gelangt, setzt seine Regierung ihn auf eine Todesliste. Ein Killerkommando macht sich alsbald an die Arbeit, hat aber nicht mit Serges Gärtner Leo (Jean-Claude Van Damme) gerechnet …

Jean-Claude Van Damme gehört zweifellos zu DEN Actionstars meiner Jugend. Und ja, ich sehe ihn auch heute noch gerne. Auch wenn die Qualität seiner Filme oftmals zweifellos zu wünschen übrig lässt. Höflich formuliert. Glücklicherweise handelt es sich bei „Mission: Gardener – Der grüne Daumen der Rache“ um keinen dieser Totalausfälle, sondern um eine durchaus unterhaltsame Actionkomödie. Sofern man sich mit dem recht albernen Humor und der stark schwankenden Tonalität anfreunden kann. Überdrehter Pipi-Kacka-Humor und blutige Hinrichtungen geben sich hier munter die Klinke in die Hand, was mitunter doch ziemlich deplatziert wirkt. Außerdem ist die Action stellenweise etwas unglücklich geschnitten, was vermutlich auch Jean-Claude Van Dammes Alter geschuldet sein dürfte. Dennoch hatte ich durchaus meinen Spaß mit dem Film – Fans des Belgiers dürfen also ruhig mal einen Blick riskieren.

Meine Wertung: 5/10

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