Geschaut: „Bone Lake“ (2024)

Ein paar entspannte Tage an einem idyllischen See – genau so haben sich die eher ruhig veranlagten Sage (Maddie Hasson) und Diego (Marco Pigossi) ihr Wochenende vorgestellt. Dummerweise tauchen kurz nach ihrer Ankunft die extrovertierten Cin (heißer als die derzeitigen Außentemperaturen: Andra Nechita) und Will (Alex Roe) auf, die das Haus aufgrund eines Fehlers im System ebenfalls gebucht haben. Da das Anwesen groß genug ist, beschließen die beiden Paare, aus der Not eine Tugend zu machen und sich die Unterkunft zu teilen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto seltsamer verhalten sich Cin und Will …

„Bone Lake“ beginnt mit einem nackten Paar, das durch einen Wald gejagt und brutal ermordet wird. Dementsprechend ist von Anfang an klar, worauf die Chose hinausläuft. Das bedeutet aber keineswegs, dass „Bone Lake“ deswegen langweilig ist. Ganz im Gegenteil. Dass Cin und Will Psychopathen sind, einen perfiden Plan verfolgen und mit ihren Opfern spielen, ist mehr als offensichtlich. Dennoch bietet der Film auf dem Weg zum Finale zahlreiche kleinere Wendungen und Überraschungen, die die Spannung aufrechterhalten. Außerdem ist das Vorgehen von Cin und Will herrlich durchtrieben und auf eine böse Art verdammt unterhaltsam. Und wenn am Ende die Karten auf den Tisch gelegt werden und sich die Spannung entlädt, wird aus dem bislang eher ruhigen Thriller ein knallharter und überaus brutaler Überlebenskampf, der dank seiner handgemachten Effekte auch Gore-Freunde zufriedenstellt. Seine 18er-Freigabe hat sich der Film redlich verdient.

Was mich besonders gefreut hat: Die Protagonisten verhalten sich (im Rahmen der Genre-Grenzen) nicht nur erfreulich clever, sondern sind auch verdammt sympathisch. Ja, dieses Paar hat seine Probleme, aber wie Sage und Diego reagieren, wenn es darauf ankommt, davon können sich viele Paare mal ’ne Scheibe abschneiden. Nicht ohne Grund habe ich den beiden bis zum Ende die Daumen gedrückt und gehofft, dass sie doch noch irgendwie heil aus der Nummer rauskommen.

Das Rad erfindet „Bone Lake“ gewiss nicht neu, aber als eine sexy Variante von „Speak No Evil“ hat er für mich dennoch ausgesprochen gut funktioniert.

Meine Wertung: 7/10

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Neu im Filmregal: Mitte April bis Juli 2026

Es wird mal wieder Zeit für ein Update meiner Filmsammlung – die ich übrigens immer noch mit dem guten alten DVD Profiler verwalte. Irgendwann werde ich mich mal nach Alternativen umsehen müssen. Nicht nur, weil der DVD Profiler schon seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wird, sondern auch, weil er im Grunde die einzige Software ist, für die ich mich noch an meinen Windows-Rechner setzen muss. Mal schauen. Irgendwann. Vielleicht.

Folgende Filme und Serien sind in den letzten Monaten in mein Filmregal gewandert:

Ultra HD Blu-ray

10 Cloverfield Lane (Steelbook)
Alien: Romulus (Steelbook)
Arlington Road (Mediabook)
Avatar: Fire and Ash (Steelbook)
Cash Truck
Cold Storage
Crawl (Steelbook)
Die Dämonischen (Mediabook)
Deep Blue Sea (Steelbook)
Deep Star Six (Mediabook)
Der Chill Faktor
Der Patriot (Steelbook)
Der weiße Hai (Steelbook)
E.T. – Der Außerirdische (Steelbook)
Eraser (Steelbook)
Es: Welcome to Derry – Staffel 1
Fight Club (Steelbook)
Flucht aus L.A. (Steelbook)
Greenland 2 (Steelbook)
Jurassic Park (Steelbook)
Karate Kid: Legends (Steelbook)
Lee Cronin’s The Mummy (Steelbook)
Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
Rain Man
Ronin
Schindlers Liste (Steelbook)
Scream 7 (Steelbook)
Send Help
Shell – Schönheit hat ihren Preis (Mediabook)
Snatch – Schweine und Diamanten
Source Code (Mediabook)
Spaceballs – Das Mediabook
Spaceballs – Das Steelbook
Tanz der Teufel (Steelbook)
The Bride! – Es lebe die Braut (Steelbook)
The Descent (Steelbook)
The Housemaid – Wenn sie wüsste (Steelbook)
The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen (Mediabook)
The Texas Chainsaw Massacre (Legendary Edition)
The Untouchables – Die Unbestechlichen (Steelbook)
WarGames – Kriegsspiele

Blu-ray

Accident Man
American Monster (Mediabook)
Crazy Instinct (Mediabook)
Death Wish 1-5 Collection
Diary of the Dead
Fear City
Judgment Night – Zum Töten verurteilt (Mediabook)
Killer Whale
Land of the Dead
Last Man Standing
Maximum Risk
Moonwalker (Mediabook)
Nico
Red Heat
Shadowchaser
Sherlock – Staffel 4
The Seed
The Strangers: Chapter 1
The Strangers: Chapter 2
The Strangers: Chapter 3
Tödliche Nähe
Zombie
Zombie 2 – Das letzte Kapitel

Uuund fertig. Ich muss mir echt mal angewöhnen, meine Käufe regelmäßig zu erfassen. Also nicht nur regelmäßig alle drei bis vier Monate …

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Geschaut: „Scary Movie 6“ (2026)

Die gute Nachricht: „Scary Movie 6“ ist besser als der unsägliche fünfte Teil. Die schlechte Nachricht: Er ist komplett belanglos. So belanglos, dass ich sogar darauf verzichte, auf die Story einzugehen. Denn es gibt schlicht keine. Die „Handlung“ orientiert sich lose an dem 2022er „Scream“ und an „Scream VI“, ist aber im Grunde kaum mehr als eine Nummernrevue. Ohne Sinn und Verstand werden die unterschiedlichsten Horrorfilme der letzten Jahre aneinandergereiht und parodiert. Oder sagen wir lieber: Es wird versucht, sie zu parodieren. Leider wollten die meisten Witze bei mir so gar nicht zünden. Die ersten Minuten fand ich noch ganz unterhaltsam, ebenso das (überraschend böse) Finale. Dazwischen hingegen gab’s auch immer mal wieder minutenlange Phasen, in denen mein Mundwinkel nicht mal zuckte. Und das ist bei einer Komödie nie ein gutes Zeichen.

Irgendwie war es dennoch schön, die alten Recken nach all der langen Zeit wiederzusehen. Zumal diese beim Dreh ganz offensichtlich ihren Spaß hatten. Zu schade, dass sich dieser Spaß bei mir nicht auch einstellen wollte.

Meine Wertung: 4/10 (mit aufgesetzter Nostalgie-Brille)

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Geschaut: „The Body – Die Leiche“ (2012)

Mitten in der Nacht wird Inspektor Jaime Peña (Jose Coronado) zur Leichenhalle gerufen, weil der Nachtwächter während seiner Schicht in Panik vor ein Auto gerannt ist und nun schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Als die ermittelnden Polizisten feststellen, dass die Leiche der kurz zuvor eingelieferten Geschäftsfrau Mayka Villaverde (Belén Rueda) verschwunden ist, gerät deren Ehemann Álex Ulloa (Hugo Silva) in Verdacht. Was der Inspektor und seine Kollegen nicht ahnen: Álex hat seine Frau umgebracht, um ein neues Leben mit seiner Geliebten Carla (Aura Garrido) beginnen zu können. Allerdings hat er nichts mit dem Verschwinden der Leiche zu tun – und bekommt nun Zweifel, ob seine Frau tatsächlich tot ist …

Meine Meinung

Die erste gute Nachricht: Mein ausgemusterter und inzwischen 15 Jahre alter Blu-ray-Player von Sony konnte meine scheinbar unlesbare „The Body“-Disc tatsächlich problemlos abspielen. Die zweite gute Nachricht: Der Film war den Aufwand mehr als wert, denn ich habe schon lange nicht mehr einen so spannenden, atmosphärischen und unvorhersehbaren Thriller gesehen. Hier stimmt von der ersten Minute an so ziemlich alles. Die Geschichte beginnt herrlich mysteriös und liefert nach und nach immer mehr Puzzlestücke, nur um das sich langsam ergebende Bild mit neuen Wendungen immer wieder einzureißen. Hier darf fröhlich bis zum Ende hin mitgerätselt werden – und doch wird vermutlich niemand die überraschende und erfreulich stimmige Auflösung erraten. So gehört sich das!

Und nicht nur die Story, auch die Darsteller überzeugen. Hugo Silva spielt den immer paranoider werdenden Ehegattenmörder, der sich nach und nach in immer mehr Widersprüche verstrickt, mit einer gelungenen Mischung aus Abgebrühtheit und Verzweiflung, während Jose Coronado den clever ermittelnden Inspektor insbesondere in den emotionalen Szenen erfreulich menschlich wirken lässt. Belén Rueda hat als Dritte im Bunde nicht ganz so viel Screentime, in ihren Szenen als kontrollsüchtige und manipulative Geschäfts- und Ehefrau aber dennoch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Falls ihr mal wieder Lust auf eine unheimliche Atmosphäre im Stil von „Nightwatch – Nachtwache“ habt und wendungsreiche Geschichten mögt, liegt ihr hier goldrichtig. Thriller- und Mysteryfans kommen bei „The Body – Die Leiche“ gleichermaßen auf ihre Kosten, ohne dass es dabei für Gelegenheitsgucker zu gruselig wird. Ein durch und durch sehens- und empfehlenswerter Film!

Meine Wertung: 9/10

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Geschaut: „A Good Woman Is Hard to Find“ (2019)

Eigentlich wollte ich heute den hochgelobten Thriller „The Body – Die Leiche“ schauen, musste aber einmal mehr feststellen, dass einen Film auf Blu-ray zu besitzen nicht bedeutet, ihn auch tatsächlich gucken zu können. Kaum hatte ich die Blu-ray eingelegt, machte mein UHD-Player Geräusche, als würde er jeden Moment explodieren. Nachdem ich einen Blick auf die Blu-ray geworfen hatte, war mir auch klar, wieso: Die Scheibe war an den Rändern deutlich verfärbt. Auch nach einer ausgiebigen Reinigung wollte sich die Disc nicht abspielen lassen. Neugierig wie ich war, legte ich sie noch kurz in meine gute alte PS3 (die bekanntlich alles abspielt), und tatsächlich hatte ich dort ein Bild. Aber leider keinen Ton. Oder zumindest nur einen halben Ton. Die Stimmen fehlten komplett, nur die Hintergrundmusik war zu hören. Sehr ärgerlich. Wie dem auch sei: Schlussendlich landete ich stattdessen bei dem Thrillerdrama „A Good Woman Is Hard to Find“, um das es hier jetzt gehen soll. Mal schauen, ob ich morgen noch mal meinen alten BD-Player anschließe und teste, ob ich die Disc damit zum Laufen bekomme …

Worum geht’s

Seit ihr Mann ermordet wurde, hält sich die zurückhaltende Sarah (stark: Sarah Bolger) mit ihren beiden Kindern Ben (Rudy Doherty) und Lucy (Macie McCauley) mehr schlecht als recht über Wasser. Auf der Flucht vor konkurrierenden Drogendealern dringt eines Tages der Kleinkriminelle Tito (Andrew Simpson) in die Wohnung der Familie ein. Um ihre Kinder zu beschützen, gewährt Sarah dem Mann Unterschlupf und wird so unfreiwillig in dessen Drogengeschäfte verstrickt, die schon bald eskalieren …

Meine Meinung

Neulich fragte mich eine Kollegin, wie ich immer zu den ganzen Filmen finde, die außer mir kaum jemand zu kennen scheint. Bei „A Good Woman Is Hard to Find“ war es wie folgt: Vor ein paar Monaten gab’s im Capelight-Shop eine Aktion mit im Preis reduzierten Mediabooks – und mir gefielen sowohl der Titel als auch das Cover. So einfach kann’s manchmal sein. Glücklicherweise hat auch der Film selbst einiges zu bieten. Zum Beispiel eine zwar ruhig erzählte, aber dennoch jederzeit spannende Geschichte, die mich trotz des einen oder anderen seeehr unwahrscheinlichen Zufalls durchaus zu fesseln wusste. Eine gelungene Mischung aus Sozialdrama und Gangsterthriller, deren Ebenen zwar nicht immer perfekt miteinander harmonieren, die aber mit einem herrlich befriedigenden Finale punkten kann. Und eine Hauptdarstellerin, die sowohl die schüchterne Witwe als auch die über sich hinauswachsende Mutter richtig RICHTIG stark spielt. Tatsächlich ist Sarah Bolger vielleicht nicht der einzige, aber definitiv der beste Grund, sich „A Good Woman Is Hard to Find“ anzuschauen. Dies ist definitiv ihr Film!

Wer hauptsächlich Thrill und Action sucht, wird mit „A Good Woman Is Hard to Find“ vermutlich eher nicht glücklich werden. Die Spannung entsteht hier eher aus der sich langsam steigernden Eskalation und der Frage, wie die vom Leben gebeutelte Sarah damit umgehen wird. Mir hat der Film trotz leichter Abzüge in der B-Note ausgesprochen gut gefallen. Kein Meisterwerk, aber ein mehr als solides und (ich wiederhole mich gerne) stark gespieltes Thrillerdrama.

Meine Wertung: 7/10

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Geschaut: „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ (2021)

Janet (Kerry Bishé) und Tom (Joel McHale) sind seit 14 Jahren verheiratet – und immer noch glücklich. So glücklich, dass sie nie streiten, täglich Sex haben, kaum die Hände voneinander lassen können und damit ihrem gesamten Freundeskreis gehörig auf die Nerven gehen. Eines Tages steht ein Fremder (Stephen Root) vor ihrer Tür und erklärt ihnen, dass ihre perfekte Liebe lediglich ein Defekt sei, der behoben werden müsse. In ihrer Panik erschlägt Janet den Fremden, nicht ahnend, dass dies nur der Beginn eines verdammt merkwürdigen Wochenendes ist …

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, was ich hier gerade geschaut habe. Ist „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ eine Komödie? Ein Thriller? Oder doch eher ein Science-Fiction-Mystery-Drama? Und was will mir der Film abschließend sagen? Ich werde es wohl nie erfahren. Was ich aber weiß, ist, dass ich verdammt viel Spaß damit hatte. Ich habe laut gelacht, mitgerätselt, war zeitweise überraschend angespannt und vielleicht, nur vielleicht, habe ich am Ende sogar eine kleine Träne der Rührung verdrückt. „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ gelingt das Kunststück, einerseits herrlich absurd, andererseits aber auch überraschend bodenständig zu sein – eine Mischung, die mich komplett abgeholt hat.

Sofern es euch nicht stört, wenn Filme nichts, wirklich absolut gar nichts erklären (und vieles auch ins Leere laufen lassen), gebt „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ unbedingt eine Chance. Und tut euch selbst einen Gefallen und lest vorher so wenig wie möglich über den Inhalt. Je weniger ihr vorab wisst, desto besser. Der Film lebt davon, dass man als Zuschauer keine Ahnung hat, was einen erwartet.

Meine Wertung: 8/10

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Geschaut: „Red Sonja“ (2025)

Seit sie als Kind mitansehen musste, wie ihr gesamtes Dorf dahingemetzelt wurde, lebt Sonja (Matilda Lutz) zurückgezogen im Wald und ist dort zu einer mutigen Kriegerin herangereift. Eines Tages wird sie von Imperator Draygan (Robert Sheehan) gefangengenommen und gezwungen, in einer Arena gegen Gladiatoren und grausame Bestien zu kämpfen. Doch Sonja kann fliehen – und wird ungewollt zur Anführerin einer Rebellion gegen Draygan …

Es gibt Filme, da denke ich schon nach wenigen Minuten „Oh oh, das wird nix.“. Der 2025er „Red Sonja“ ist solch ein Film. Schon die ersten Szenen im Dorf lassen erahnen, was der bemitleidenswerte Zuschauer in den kommenden zwei Stunden zu ertragen hat: grauenvoll künstliche und nach Pappe aussehende Kulissen, darstellerische Leistungen auf dem Niveau einer Laienschauspielgruppe und ein Schnitt, der immer dann abblendet, wenn es interessant zu werden droht. Später kommen dann noch erbärmlich schlechtes CGI, hölzerne Dialoge zum Fremdschämen und eine übertrieben theatralische Musik hinzu, die selbst in den unpassendsten Momenten so heftig aus den Lautsprechern dröhnt, dass es nur noch lächerlich ist. Während des gesamten Films habe ich mich gefragt, ob die Chose tatsächlich ernst gemeint sein oder nicht doch eher als Parodie verstanden werden soll. Wir werden es wohl nie erfahren.

Wer mir wirklich leid tut, neben mir selbst, ist Matilda Lutz. Dass sie starke Frauenrollen spielen kann, hat die Schauspielerin in dem sehenswerten Thriller „Revenge“ eindrucksvoll bewiesen. Hier kämpft sie aber in jeglicher Hinsicht auf verlorenem Posten – da kann selbst die knappe Bikini-Rüstung nichts retten. Alles richtig gemacht hat hingegen Rhona Mitra, die sich schon nach wenigen Filmminuten ins Jenseits schießen lässt und sich damit eine Menge Leid erspart hat. Clever.

Meine Wertung: 2/10

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Geschaut: „Over Your Dead Body“ (2026)

Schon lange ist Dan (Jason Segel) in seiner Ehe mit Lisa (Samara Weaving) unglücklich. So unglücklich, dass er beschließt, seine Frau während eines Wochenendausflugs in einer einsamen Waldhütte zu töten. Dumm nur, dass Lisa nicht minder unglücklich ist und dasselbe plant. Als dann auch noch zwei entflohene Mörder (Timothy Olyphant, Keith Jardine) mitsamt ihrer Fluchthelferin (Juliette Lewis) auftauchen, ist das Chaos perfekt …

Zuerst das Wichtigste: Bei „Over Your Dead Body“ handelt es sich um das Remake des norwegischen Films „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ – den ich bislang leider noch nicht gesehen habe. Dementsprechend kann ich nicht beurteilen, wie der Film im Vergleich abschneidet, sondern nur, ob ich meinen Spaß damit hatte. Und verdammt, den hatte ich! Und das, obwohl mir, selbst ohne das Original zu kennen, von Anfang an klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln und wie sie letztlich enden würde. Aber wie so oft gilt: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist nicht nur verdammt witzig, sondern auch verdammt blutig. Und verdammt böse. Eine Vorliebe für schwarzen Humor und die eine oder andere Grenzüberschreitung sollte man idealerweise mitbringen, um „Over Your Dead Body“ genießen zu können.

Dass mir der Film so gut gefallen hat, liegt nicht zuletzt an Jason Segel und Samara Weaving, deren Dan und Lisa trotz ihrer Charakterschwächen, Streitereien und Mordpläne jederzeit menschlich und sympathisch rüberkommen. Klar, dass ich den beiden von Anfang an die Daumen gedrückt und mir gewünscht habe, dass sie das Wochenende gemeinsam überstehen und wieder zueinanderfinden. Tief im Inneren hält sich in mir halt doch ein Romantiker versteckt. Und obwohl jedem klar sein sollte, wie der Film endet, so hält er dennoch genug kleinere Wendungen und Überraschungen parat, um die Geschichte bis zum Ende hin spannend zu halten.

Neben Romantikern kommen auch Gore-Liebhaber auf ihre Kosten, denn neben den typischen Schuss- und Stichwaffen kommen hier auch diverse Gartenwerkzeuge zu ihrem wohlverdienten Einsatz. Zwar dauert es etwas, bis die Eskalation beginnt, aber wenn es erst mal so weit ist, hält die Kamera stets voll drauf. Gefangene werden hier keine gemacht, und selbst Sympathieträger sind nicht davor gefeit, das eine oder andere Körperteil zu verlieren. So mag ich das.

Langer Rede kurzer Sinn: „Over Your Dead Body“ ist eine ebenso blutige wie unterhaltsame Mischung aus rabenschwarzer Komödie und bitterbösem Thriller, die genau meinen Geschmack getroffen hat. Ich bin mehr als begeistert!

Meine Wertung: 8/10

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Kurz kommentiert: „The Disappointments Room“ (2016)

Nach einem tragischen Vorfall ziehen Dana (Kate Beckinsale), David (Mel Raido) und ihr Sohn Lucas (Duncan Joiner) in ein abgelegenes Haus auf dem Land. Als Dana auf dem Dachboden einen mysteriösen Raum entdeckt, kommt sie einem grausamen Geheimnis auf die Spur …

Zuerst das Positive: „The Disappointments Room“ ist aus dem Jahr 2016, ergo sieht Kate Beckinsale hier noch wie Kate Beckinsale aus. Leider war’s das dann auch schon, denn abgesehen von seiner attraktiven Hauptdarstellerin hat der Film nichts, aber wirklich rein gar nichts Interessantes zu bieten. Nicht, dass „The Disappointments Room“ wirklich schlecht wäre, er ist einfach nur komplett belanglos. Die Story? Schon tausendmal gesehen. Die Inszenierung? Ohne jegliches Gespür für Spannung. Die Auflösung? Ideenlos und vorhersehbar. Oder anders formuliert: Der Film hat seinem Namen alle Ehre gemacht und mich auf allen Ebenen enttäuscht. Von Regisseur D.J. Caruso („Disturbia“, „Eagle Eye“) hatte ich wahrlich mehr erwartet.

Meine Wertung: 4/10

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