Xennials

Wir sind zu ernst für Generation X.
Zu direkt für Millennials.
Zu alt für Gen Z.
Und zu online für die Boomer.

von Marc, gefunden über Christian

Endlich weiß ich, wieso ich stets das Gefühl habe, nirgends wirklich dazuzugehören: Ich bin gar kein komischer Kauz, ich bin ein Xennial!

Und ja, natürlich ist mir klar, dass so eine grobe Verallgemeinerung Quatsch ist. Aber ein Funken Wahrheit steckt schon drin …

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Kleine (aber feine) Änderung in eigener Sache: Auf der Startseite sowie auf den Archivseiten werden jetzt unter jedem Beitrag zwei Links angezeigt. Einer führt ganz schlicht zum jeweiligen Beitrag, der andere direkt zum Kommentarformular.

Damit sind dann auch die Mikroblogbeiträge ohne Titel einzeln aufrufbar. Ich hoffe übrigens, dass diese überall korrekt angezeigt werden. In meinem Blog scheint alles gut auszusehen und auch in Feedly werden sie trotz des fehlenden Titels korrekt dargestellt. Falls euch doch irgendwo etwas auffällt, sagt gerne Bescheid!

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Mal wieder geschaut: „Fear City – Manhattan 2 Uhr nachts“ (1984)

Ein Psychopath mit Martial-Arts-Kenntnissen macht in Manhattan Jagd auf Stripperinnen, fügt ihnen grausame Verstümmelungen zu und überlässt sie dann ihrem Schicksal. Während die Polizei im Dunkeln tappt, versucht der ehemalige Boxer und jetzige Manager Matt Rossi (Tom Berenger), seine Freundin Loretta (Melanie Griffith) vor dem Killer zu beschützen …

Das letzte Mal dürfte ich „Fear City“ als Teenager gesehen haben – und es ist schon irgendwie faszinierend, was mir davon in Erinnerung geblieben ist. Nicht etwa die nackten Brüste, die beinahe im Minutentakt in die Kamera gehalten werden, nein, es waren der Martial-Arts-Killer und der finale Kampf, an die ich mich noch erinnern konnte. Ja, ich wusste schon immer, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Sei’s drum. „Fear City“ ist ein Film, wie ihn nur die Achtziger hervorbringen konnten. Slasher. Erotikthriller. Martial-Arts-Actionfilm. Drama. Dieser Film ist alles und nichts zugleich. Der Killer kämpft mit dem Messer, dem Schwert oder einem Nunchaku. Der Held kämpft mit seinen Fäusten und seiner tragischen Vergangenheit. Die Angebetete des Helden kämpft mit ihren Drogenproblemen. Und wir als Zuschauer kämpfen damit, aus all dem irgendwie ein schlüssiges Ganzes zusammenpuzzeln zu müssen. Zum Ende hin gibt’s dann tatsächlich noch eine Trainingsmontage, bei der eigentlich nur noch „Gonna Fly Now“ gefehlt hätte. Und im finalen Aufeinandertreffen darf der Held, Achtung Spoiler, erst stilecht unterlegen sein, sich dann aber zu heroischer Musik aufraffen und dem Schurken doch noch zeigen, wo der Boxhandschuh hängt. So gehört sich das schließlich.

Eines muss man „Fear City“ lassen: Der Film ist zweifellos gut besetzt und durchaus atmosphärisch. Aber halt auch ziemlich dumm – und dennoch irgendwie verdammt unterhaltsam. Ein typischer 80er-Jahre-Film halt.

Meine Wertung: 7/10

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Gehört: „61 Stunden“ von Lee Child

Jack Reacher strandet während eines Schneesturms in der Kleinstadt Bolton in South Dakota. Pech für ihn, Glück für die örtliche Polizei. Diese ist nämlich gerade damit beschäftigt, die Zeugin eines Drogendeals vor dem Attentäter des skrupellosen Drogenbarons Plato zu beschützen – und Reachers Fähigkeiten kann die Polizei sehr gut gebrauchen …

Für letzten Freitag war ein großer Schneesturm angekündigt – beste Voraussetzungen, um mit dem Hörbuch „61 Stunden“ zu beginnen. Immerhin muss Reacher sich in diesem nicht nur mit brutalen Gegnern, sondern auch mit einem fiesen Schneesturm herumschlagen. Während die Schneekatastrophe in der Realität, zumindest hier in Kiel, komplett ausblieb, sorgt das Wetter in „61 Stunden“ für eine herrlich frostige Atmosphäre und zahlreiche spannende Situationen. Situationen, in denen selbst Reacher immer wieder an seine Grenzen getrieben wird. Körperlich, aber auch emotional. Denn der sonst so menschenscheue Reacher schließt dieses Mal fast so etwas wie Freundschaften – was zwangsläufig eine entsprechende Fallhöhe mit sich bringt.

Nach dem actionreichen „Underground“ geht es in „61 Stunden“ wieder deutlich ruhiger zur Sache. Ruhiger, aber keineswegs langweilig. „61 Stunden“ ist mehr Krimi als Actionthriller, und die Reacher-typischen Gewaltausbrüche gibt’s im Grunde „nur“ im Finale. Das macht aber gar nichts, da die neuen Figuren allesamt interessant und sympathisch sind, die Story spannende Haken schlägt und der eine oder andere Moment mich tatsächlich mit einem Kloß im Hals zurückließ.

Außerdem muss ich einen Satz aus meiner letzten Review korrigieren. Dort schrieb ich, dass Jack-Reacher-Romane stets nach demselben Muster ablaufen, aber ob ihr es glaubt oder nicht: Reacher hat in „61 Stunden“ keinen Sex. Ja, so habe ich am Ende des Romans auch geguckt. Vermutlich gab’s das Szenario einfach nicht her. Es ist halt wirklich kalt in Bolton …

Wie dem auch sei: Ich bin einmal mehr sehr zufrieden. Auf diesem Niveau darf’s gerne weitergehen.

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Ich spiele mal wieder mit dem Gedanken, hier im Blog auch kurze Ein- oder Zweizeiler zu veröffentlichen (statt drüben bei Mastodon). Und ja, dieser Beitrag ist ein Test, um zu prüfen, wie das dann optisch aussieht.

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Nicht angeforderte Passwort-Reset-Mails von Instagram: Fehlfunktion oder Datenleck?

Habt ihr in letzter Zeit Passwort-Reset-Mails von Instagram erhalten, die ihr selbst nicht angefordert habt? Nun, damit seid ihr nicht alleine. Nicht ganz klar ist, wie es zu diesen Mails gekommen ist. Instagram behauptet, es wäre eine harmlose Fehlfunktion gewesen. Laut Malwarebytes hingegen gab es (bereits 2024) ein Datenleck, und die hierbei erbeuteten Daten würden nun im Dark Web zum Kauf angeboten. Die Passwort-Reset-Mails könnten darauf hindeuten, dass Betrüger bereits versuchen, mit diesen Daten Zugriff auf Instagram-Konten zu erhalten.

Wer nun vertrauenswürdiger ist, Instagram aka Meta oder Malwarebytes, darf gerne jeder für sich selbst beurteilen. Mein (genereller) Rat lautet: Aktiviert auf jeden Fall die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Und solltet ihr nicht angeforderte Passwort-Reset-Mails erhalten, klickt dort nichts an.

[Update] Inzwischen berichten auch heise online und Computerbase. Wer mehr Hintergrundinformationen und weitere Erkenntnisse sucht, wird dort fündig.

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Geschaut: „Inside a Skinhead“ (2001)

Danny (Ryan Gosling) ist überzeugter Neonazi, wobei sich sein Hass insbesondere gegen Juden richtet. Aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten genießt Danny in der faschistischen Organisation des intellektuellen Curtis Zampf (Billy Zane) eine gewisse Anerkennung. Seine Welt gerät jedoch ins Wanken, als ein Journalist herausfindet, dass Danny selbst Jude ist …

Es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen. Zum Beispiel, wie man Menschen so sehr hassen kann, dass man sie auslöschen möchte. Ja, es gibt Menschen, mit denen auch ich nichts anzufangen weiß oder die mir höchst zuwider sind. Extremisten jeglicher Art. MAGA-Anhänger. AfD-Sympathisanten. Religiöse oder esoterisch angehauchte Menschen. Menschen, die den Dark Mode bevorzugen. Aber Menschen den Tod wünschen, weil sie andere Werte vertreten oder an etwas glauben, was ich für Schwachsinn halte? Nein. Nicht mal dann, wenn ich deren Verhalten für gefährlich halte oder sie etwas Furchtbares anstellen. Diese Art von Hass wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Was vermutlich auch ganz gut so ist.

Dementsprechend lassen mich Filme wie „Inside a Skinhead“ immer ein wenig ratlos und verzweifelt, aber auch fasziniert zurück. Wobei insbesondere dieser Film zum Nachdenken anregt, da der von Ryan Gosling hervorragend gespielte Danny kein „typischer“ Nazi ist, was seinen Hass umso weniger nachvollziehbar macht. Letztlich ist (wie vermutlich oft) eine Mischung aus Enttäuschung und Selbsthass die Wurzel allen Übels. Dementsprechend ist es alles andere als angenehm, Danny bei seiner Abwärtsspirale zuzuschauen. Nicht zuletzt, da immer wieder durchschimmert, dass auch er im Grunde nur das (seiner Meinung nach) Richtige tun möchte. „Inside a Skinhead“ verweigert sich einfachen Antworten, ist von der ersten Minute an bedrückend und definitiv kein Gute-Laune-Film – und genau deshalb absolut sehenswert.

Meine Wertung: 8/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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