Wie mag wohl CineKies Filmsammlung inzwischen aussehen?

Ihr habt es vermutlich schon mitbekommen: Meine Filmsammlung hat inzwischen eine recht respektable Größe erreicht. Und seit meinem Umzug nach Kiel ein eigenes Zimmer, in dem sie weiter wachsen und gedeihen darf. Inspiriert von Xander, der seine Sammlung vor kurzem in Form eines schicken Fotos präsentiert hat, dachte ich mir, dass es euch vielleicht interessieren könnte, wie meine Filmsammlung inzwischen aussieht. Daher hier nun auch von mir ein aktuelles Foto meines Videothekenzimmers:

Filmsammlung

Im ersten Regalschrank von links tummeln sich meine Action- und Thriller-DVDs. Im zweiten folgen dann die Horror-, im dritten die Science-Fiction-, Fantasy- und Abenteuer-DVDs. Dann geht’s weiter zu den Komödien und Dramen, bis im fünften Schrank die HD DVDs und Blu-rays beginnen. Diese sind momentan allerdings noch unsortiert, da ich mir noch nicht im Klaren darüber bin, wie ich meine Sammlung künftig aufstellen (sortieren) möchte.

In dem linken rechten Schrank befinden sich all die Filme, die ich bislang noch nicht gesehen habe. Also die, über die ihr seit ein paar Wochen abstimmen dürft. Abschließend folgen dann noch meine Videospiele, die ich an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähne (bevor ihr lange rätselt, was da steht 😉 ).

Ach, und oben sowie als Lückenfüller verteilt seht ihr dann noch meine Serien- und Sammler-Boxsets. Wobei ich davon jetzt nicht sooo viele besitze …

Ihr seht: Ein bisschen Platz für Neuanschaffungen habe ich noch. Doch irgendwann muss sicherlich eine größere Wohnung oder besser noch ein Haus her … 😉

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Seth MacFarlanes Oscars-2013-Song „We saw your boobs“

Das Lied „We saw your boobs“, in dem Oscars-2013-Moderator Seth MacFarlane aufzählt, wessen Brüste in welchem Film zu sehen sind, dürfte schon jetzt ein Klassiker sein. Einfach herrlich!

Ich bin mir nur noch ein wenig unschlüssig, wessen Reaktion mir am besten gefällt.

Die von Naomi Watts in 0:09?
Die ihres Sitznachbarn in 0:10?
Die von Jennifer Lawrence in 0:30?
Oder doch eher die von Charlize Theron in 0:42?

Ach, ich bin so hin und hergerissen …

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=pRSEmKKiNms]

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Im Heimkino gesehen: Casablanca

So langsam werde ich müde. Wer mir bei Twitter folgt (oder einen Blick auf den Kalender wirft und eins und eins zusammenzählt), weiß auch, wieso. Richtig, ich habe mir in der letzten Nacht statt zu schlafen die Oscar-Verleihung angeschaut. Und erfreue mich nun an einem Tag Urlaub – den ich als alter Mann nach einer Nacht ohne Schlaf auch dringend benötige. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Nein, heute beschäftige ich mich mit dem Filmklassiker „Casablanca“, einen der wohl am häufigsten zitierten Filme überhaupt. In diesem Sinne: Schau mir in die Review, Kleines!

Worum geht’s

Während des zweiten Weltkrieges versuchen zahlreiche Flüchtlinge, aus den von den Nazis besetzten Ländern nach Amerika überzusiedeln. Der einzig sichere Hafen liegt in Lissabon, doch ist dieser nur noch schwer zu erreichen. Eine der wenigen Möglichkeiten stellt die im neutralen Marokko gelegene Stadt Casablanca dar. Hier betreibt der zynische Amerikaner Rick Blaine (Humphrey Bogart) eine Bar, die als Treffpunkt für Flüchtlinge auf der Suche nach Ausreisepapieren gilt. Rick selbst hält sich stets aus allen illegalen Geschäften raus. Diese Einstellung und die regelmäßigen Roulette-Gewinne des französischen Polizeichefs Captain Louis Renault (Claude Rains) sichern ihm ein ruhiges Leben und profitable Gewinne. Eines Abends betreten der von den Nazis gesuchte Widerstandskämpfer Victor Laszlo (Paul Henreid) und dessen Frau Ilsa Lund (Ingrid Bergman) Ricks Bar. Die beiden benötigen dringend einen Flug nach Lissabon, da die Nazis ihnen bereits auf den Fersen sind. Was Victor nicht ahnt: Rick und Ilsa haben eine gemeinsame Vergangenheit …

Meine Meinung

Das ist er also, DER große Klassiker, den jeder Filmfan gesehen haben sollte. Aus historischer Sicht betrachtet, stimme ich dem sogar zu, doch wenn ich ganz ehrlich bin, hat mich der Film selbst ein kleines bisschen enttäuscht. Zugegeben, Humphrey Bogarts zynische Kommentare sowie seine überheblichen Sprüche sind eine Klasse für sich. Der von Claude Rains hervorragend gespielte schlitzohrige Polizeichef ist herrlich undurchsichtig und gleichzeitig für viele Schmunzler gut. Und die Geschichte ist an Tragik und Dramatik nur schwer zu überbieten und überrascht im berühmten und durchaus spannenden Finale am Flughafen sogar mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung.

Dennoch hat mir etwas gefehlt. Und zwar ausgerechnet die Leidenschaft, von der im Zusammenhang mit „Casablanca“ zwar oft gesprochen wird, von der im Film selbst jedoch nur selten auch wirklich etwas zu spüren ist. Viel zu emotionslos wirkt der Umgang der Figuren miteinander, als dass ich von großen Gefühlen sprechen mag, die sich da vor mir auf dem Fernseher abspielten. Lediglich Ingrid Bergman schaffte es zeitweise, mich davon zu überzeugen, dass hier so etwas wie Liebe im Spiel ist. Humphrey Bogart und Paul Henreid hingegen wirkten auf mich viel zu sachlich und ihre, zum Glück niemals schwülstigen, Liebesschwüre dadurch letztlich unglaubwürdig. Die an sich ergreifende Dreiecksgeschichte und insbesondere die eigentlich tragische Abschiedsszene ließen mich dadurch leider völlig kalt.

Dennoch bin ich froh, „Casablanca“ endlich gesehen zu haben. Nicht nur, weil ich nun endlich den Ursprung zahlloser Zitate und Anspielungen kenne. Auch nicht, weil ich nun weiß, dass es nicht „Schau mir in die Augen, Kleines“, sondern je nach Synchronfassung „Ich schau“ bzw. „Ich seh dir in die Augen, Kleines“ heißt. Nein, ich bin froh, weil „Casablanca“ trotz seiner Schwächen ein guter Film und eine gelungene Mischung aus tragischer Romanze und patriotischem Spionagethriller ist, die einen interessanten Blick auf die damalige Zeit ermöglicht.

Mein Fazit

Ein zynischer Protagonist, gelungene Dialoge, ein wenig Spionage, viel Tragik und eine große Liebe – von der im Film leider nur wenig zu spüren ist. „Casablanca“ vereint gekonnt mehrere Genres in sich und ist stets interessant, bleibt letztlich aber zu kühl, um wirklich zu fesseln.

Meine Wertung: 7/10

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Ihr wählt den Film – CineKie schaut den Film #4

Da wird sich meine hübschere Hälfte freuen: Dank der letzten Abstimmung kommen wir nun endlich in den Genuss des Klassikers „Casablanca“. Das wird auch so langsam Zeit. Immerhin ziert der Film in Form eines gezeichneten Fotocomics bereits seit Monaten unsere Wohnzimmerwand …

Eine Abstimmung endet, die nächste beginnt. Dieses Mal wieder mit deutlich frischeren Filmen, damit auch die Jüngeren unter euch sich angesprochen fühlen. 😉

Welchen Film soll ich am kommenden Wochenende rezensieren?

  • Ziemlich beste Freunde (38%, 12 Votes)
  • The Grey - Unter Wölfen (28%, 9 Votes)
  • 21 Jump Street (16%, 5 Votes)
  • 50/50 - Freunde fürs (Über)Leben (13%, 4 Votes)
  • Die drei Musketiere (6%, 2 Votes)

Bislang haben abgestimmt: 32

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Die Abstimmung endet am Donnerstag, den 28. Februar um 23:59 Uhr.

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Im Kino gesehen: Ghost Movie

Es gibt Filme, die so außergewöhnlich sind, dass einfache Worte ihnen nicht gerecht werden. Filme, die Gefühle entfachen, welche sich nicht oder nur schwer beschreiben lassen. „Ghost Movie“ ist einer dieser außergewöhnlichen Filme. Daher habe ich mir für diese Review etwas ganz Besonderes einfallen lassen …

Worum geht’s

Malcolm (Marlon Wayans) ist der glücklichste Mann auf Erden, denn endlich ziehen er und seine geliebte Kisha in ein gemeinsames Haus. Doch bereits in der ersten Nacht geschehen seltsame Dinge. Schon bald müssen Malcolm und Kisha erkennen, dass sie in dem neuen Haus nicht alleine sind. Ein unberechenbarer Dämon treibt seine düsteren Spiele mit den Bewohnern. Und hat es anscheinend auf Kisha abgesehen …

Meine Meinung

Wie ich oben bereits schrieb, fällt es mir außerordentlich schwer, der Found-Footage-Parodie „Ghost Movie“ mit einer normalen Review gerecht zu werden. Daher habe ich beschlossen, euch meine im Kino erlebten Gefühle anhand eines höchst komplexen Zeichensatzes minutengenau darzulegen. Jede einzelne der insgesamt 86 Minuten des Films habe ich euch wie folgt visualisiert:

„+++“ steht für einen zwerchfellerschütternden Brüller

„++-“ für einen durchschnittlichen Lacher.

„+–“ für einen leichten Grinser.

Und „—“ steht schlussendlich für eine Minute, in der ich gelangweilt und ohne den Anflug eines Grinsens im Gesicht auf das Ende des Films gewartet habe.

Seid ihr bereit? Los geht’s!

— — — — — (Minute 1-5)
— — — — — (Minute 6-10)
— — — — — (Minute 11-15)
— — — — — (Minute 16-20)
— — — — — (Minute 21-25)
— — — — — (Minute 26-30)
— — — — — (Minute 31-35)
— — — — — (Minute 36-40)
— — — — — (Minute 41-45)
— — — — — (Minute 46-50)
— — — — — (Minute 51-55)
— — — — — (Minute 56-60)
— — — — — (Minute 61-65)
— — — — — (Minute 66-70)
— — — — — (Minute 71-75)
— — — — — (Minute 76-80)
— — — — — (Minute 81-85)
— (die 86. und glücklicherweise letzte Minute)

Ihr seht: Manchmal sagen Striche mehr als Tausend Worte …

Mein Fazit

Unfassbar langweilige Parodie, die nicht einen einzigen gelungenen Einfall, geschweige denn eine gelungene Pointe zu bieten hat. Jedes weitere Wort über diesen Film wäre, wie der Kinobesuch auch, reine Zeitverschwendung.

Meine Wertung: 1/10

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Im Kino gesehen: Warm Bodies

Manch einer behauptet, der Zombiefilm sei schon seit Jahren tot. Wird es die romantische Horrorkomödie „Warm Bodies“ schaffen, dem Genre neues Leben einzuhauchen? Nun, da ich diese beiden offensichtlichen Kalauer gleich zu Beginn verbraten habe, müsst ihr keine Angst mehr vor weiteren billigen Wortspielen haben und könnt euch ganz auf die jetzt folgende Review freuen …

Worum geht’s

An seinen vollen Namen erinnert sich R (Nicholas Hoult) nicht mehr. Auch nicht daran, wie es dazu gekommen ist, dass er heute ein Dasein als Zombie fristet. Rs einzige Erinnerungen sind die seiner Opfer, die er in sich aufnimmt, indem er deren Gehirne verspeist. Gut fühlt R sich dabei zwar nicht, aber ein Zombie muss tun, was ein Zombie tun muss. Eines Tages trifft R auf die hübsche Julie (Teresa Palmer). Und verliebt sich in sie. Um sie vor den anderen Zombies zu schützen, nimmt R Julie mit in sein Zuhause. Trotz ihrer Angst erkennt Julie schnell, dass R anders als die übrigen Zombies ist – und niemals aufgehört hat, an die eigene Menschlichkeit zu glauben …

Meine Meinung

Was haben fast alle Zombiefilme gemeinsam? Richtig, ihre düstere, von Hoffnungslosigkeit geprägte Stimmung. „Warm Bodies“ ist anders. „Warm Bodies“ ist ein Gute-Laune-Film. Ein Appell an die Kraft der Menschlichkeit. An die Kraft der Liebe. Und an die Kraft der Hoffnung. Das klingt jetzt unglaublich kitschig, aber keine Angst, „Warm Bodies“ verpackt seine zuckersüße Botschaft so sympathisch, dass man diesen Film einfach mögen muss. Den größten Anteil daran trägt R. Der wohl menschlichste Zombie aller Zeiten ist nicht nur Protagonist des Films, sondern auch Erzähler im Hintergrund. Seine aus dem Off kommenden Erklärungen und Kommentare sind größtenteils zum Brüllen komisch und lassen so einige Zombie-Verhaltensweisen in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Oder hättet ihr gedacht, dass Zombies von ihrer eigenen Trägheit genervt sind und sich am liebsten viel schneller bewegen würden?

Nicholas Hoult („X-Men: Erste Entscheidung“) spielt den sensiblen Zombie R herrlich tranig-sympathisch. Sympathisch. Das sind in diesem Film so gut wie alle Figuren. Die von Teresa Palmer („Ich bin Nummer Vier“) gespielte Julie, die zwischen Angst, Neugierde und später Zuneigung hin- und hergerissen ist. Julies beste Freundin Nora (Analeigh Tipton), die die aufkeimende Beziehung zwischen Julie und R erfreulich locker nimmt. Und dann wäre da noch Rs bester Freund M (Rob Corddry), der Julie zwar am liebsten verspeisen würde, seinem Freund aber dennoch zur Seite steht, wenn es darauf ankommt. Hach, man muss sie einfach alle mögen.

Doch es gibt nicht nur Licht, sondern auch Schatten. In diesem warten zum Beispiel die Skelette. Dabei handelt es sich um jene Zombies, denen jegliche Menschlichkeit abhanden gekommen ist, und die nun als nur mäßig animierte CGI-Figuren sowohl auf Menschen als auch auf Zombies Jagd machen. Nein, unheimlich oder gar bedrohlich wirken diese viel zu künstlichen Kreaturen nicht. Eher unfreiwillig komisch.

Außerdem ging mir die Wandlung der übrigen Zombies sowie das finale Aufeinandertreffen von Zombies, Skeletten und Menschen etwas zu schnell über die Bühne. Insbesondere die letzten 20 bis 25 Minuten hinterlassen doch einen leicht gehetzten Eindruck, der mit etwas längerer Laufzeit hätte vermieden werden können.

Mein Fazit

Gelungene Gute-Laune-Zombie-Liebeskomödie mit sympathischen Darstellern und witzigen Einfällen, der jedoch die mittelmäßigen CGI-Effekte und das gehetzt wirkende letzte Drittel im Weg stehen. Dennoch ein toller Film, der trotz Zombies hervorragend fürs erste Date geeignet ist!

Meine Wertung: 7/10

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=sWcA5NUF-Ic]

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Media Monday #86

Meine letzte Teilnahme an einem Media Monday liegt nun schon viele Monde zurück. Wo sind wir inzwischen eigentlich angelangt? Schon beim Media Monday #86? Na dann mal los …

1. Michael Fassbender gefiel mir am besten in „Eden Lake“.

2. Wolfgang Petersen hat mit „Outbreak – Lautlose Killer“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich Seuchenthriller liebe und dieser Film alle guten Tugenden dieses Genres in sich vereint.

3. Jodie Foster gefiel mir am besten in „Inside Man“. Zumindest war ihre Rolle dort angenehm klein.

4. So ziemlich jede Serie, die aufgrund schlechter Zuschauerzahlen vorzeitig eingestellt wurde, hatte ein wirklich enttäuschendes Ende, denn meist enden solche Serien mit einem fiesen Cliffhanger, der niemals aufgelöst wird und die treuen Fans im Regen stehen lässt. Wie ich es hasse …

5. Der schlechteste Thriller der letzten Jahre war für mich „Intruders“.

6. Ein Musical, das ich gerne einmal sehen würde ist „Rocky“, weil ich die Filme sowie die dazugehörige Musik liebe. AAAADRIAAAN!!!

7. Mein zuletzt gelesenes Buch ist „Größenwahn“ und das war bzw. ist bislang recht interessant. Viel mehr kann ich dazu allerdings noch nicht sagen, weil ich erst auf Seite 60 bin. 😉

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Im Heimkino gesehen: Warrior

Es gibt Filme, die nicht unbedingt ins Kino gehören. Weil sie durchschnittlich sind. Weil sie Massenware sind. Weil sie nichts Besonderes sind. Und die es dann dennoch irgendwie ins Kino schaffen. Und es gibt Filme, die eindeutig auf die große Leinwand gehören. Und die dort, aus was für Gründen auch immer, nie ankommen. Das hervorragende Kampfsportdrama „Warrior“ ist einer dieser Filme …

Worum geht’s

Der inzwischen trockene Alkoholiker Paddy (Nick Nolte) führt ein einsames Leben. Zu seinen beiden Söhnen Brendan (Joel Edgerton) und Tommy (Tom Hardy) hat er seit Jahren keinen Kontakt mehr. Und auch die Brüder selbst gehen seit ihrer Jugend getrennte Wege. Dies ändert sich, als Tommy nach 14 Jahren plötzlich vor seinem Vater steht und ihn bittet, ihn für ein hoch dotiertes Mixed-Martial-Arts-Turnier zu trainieren. Der ansonsten äußerst abweisend reagierende Tommy stellt klar, dass es ihm ausschließlich um das Training geht. Dennoch willigt Paddy, der sich eine Versöhnung mit seinem Sohn wünscht, ein. Auf dem Turnier treffen die beiden überraschend auf Brendan. Der ehemalige MMA-Kämpfer und jetzige Physiklehrer hatte aus Liebe zu seiner Frau vor Jahren mit dem Kämpfen aufgehört. Doch nun droht der jungen Familie aufgrund einer gescheiterten Finanzierung der Verlust des gemeinsamen Hauses. Und um das Eigenheim retten zu können, ist Brendan auf das Preisgeld dringend angewiesen …

Meine Meinung

Es ist wirklich eine Schande, dass dieser Film es nicht in die deutschen Kinosäle geschafft hat. Dabei bringt er alles mit, was ein gelungenes Kinoerlebnis ausmacht: Interessante Figuren, tolle Darsteller, eine ergreifende Geschichte und packende Action in Form erstklassiger Mixed-Martial-Arts-Kämpfe.

Bis es zu diesen Kämpfen kommt, vergeht allerdings eine Weile. Und das ist auch gut so. Die erste Stunde konzentriert sich, von zwei kurzen Einführungskämpfen abgesehen, auf die Figuren und deren angespannte Verhältnisse zueinander. Regisseur Gavin O’Connor lässt sich Zeit damit, Paddy, Brendan und Tommy vorzustellen. Nach und nach wird mehr aus dem jeweiligen Leben offenbart, wobei die Sympathien recht früh bei dem vorwärts gewandten Brendan liegen, während Tommy und Paddy eher Geiseln ihrer eigenen Vergangenheit sind, derer sie sich nicht entreißen können. Die Geschichte kommt dabei leider nicht ohne bekannte Strukturen und Klischees aus. Auch trägt sie ab und an einen Hauch zu dick auf und strapaziert die Nerven zuweilen mit etwas zu viel Pathos. Dennoch bleibt das Geschehen jederzeit glaubhaft und bereitet die Figuren sowie uns Zuschauer perfekt auf das anstehende Turnier vor.

Wenn dieses dann nach über einer Stunde Laufzeit beginnt und die ersten Kämpfe ausgetragen werden, offenbart sich, wie wichtig eine gelungene Charaktereinführung für einen Kampsportfilm doch ist. Ich habe lange nicht mehr so intensiv mitgefiebert wie mit den beiden ungleichen Brüdern. Und praktisch jeden Schlag, den sie einstecken müssen, am eigenen Körper gespürt. Genau so, wie es sein muss. Die Kämpfe sind allesamt hervorragend choreografiert, höchst abwechslungsreich gestaltet und schon beinahe unerträglich spannend. Auch wenn man tief im Inneren natürlich ahnt, wer das Turnier letztlich als Sieger verlässt.

Dass „Warrior“ so hervorragend funktioniert, ist jedoch nicht nur der einfühlsamen Geschichte und den packenden Kämpfen, sondern insbesondere den erstklassigen Darstellern geschuldet. Während Joel Edgerton als besonnen agierender Brendan einen echten Sympathieträger darstellt, überzeugt Tom Hardy mit innerlicher Zerrissenheit und physischer Präsenz. Eine Klasse für sich ist Nick Nolte, der den bereuenden und um Vergebung flehenden Vater erfreulich unaufdringlich spielt. Und uns Zuschauern einen der wohl emotionalsten Momente der jüngsten Filmvergangenheit beschert.

Mein Fazit

Hervorragendes Kampfsport-/Familiendrama mit erstklassigen Darstellern, glaubhaften Figuren, einer rührenden Geschichte und extrem packenden Kämpfen. Oder anders formuliert: Ein Film, den meiner Meinung nach jeder gesehen haben sollte!

Meine Wertung: 9/10

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Ihr wählt den Film – CineKie schaut den Film #3

Puh, da habe ich ja gerade noch mal Glück gehabt – und darf mich nun auf „Warrior“ freuen, statt vor „Der Tag, an dem die Erde stillstand 2“ zittern zu müssen. Bevor ich nun beruhigt ins Bett gehe, gibt’s hier auch schon die nächste Abstimmung, die dann am Donnerstag, den 21. Februar um 23:59 Uhr endet.

Für die dritte Runde habe ich mir ausschließlich Filme ausgesucht, die man als Filmliebhaber auch tatsächlich gesehen haben sollte. Klassiker. Alte Klassiker. Richtig alte Klassiker. Aber seht selbst …

Welchen Film soll ich am kommenden Wochenende rezensieren?

  • Casablanca (38%, 12 Votes)
  • Vertigo (25%, 8 Votes)
  • Ben Hur (19%, 6 Votes)
  • Rio Bravo (9%, 3 Votes)
  • Vom Winde verweht (9%, 3 Votes)

Bislang haben abgestimmt: 32

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Ich freue mich auf eure Wahl! Und ja, ich habe diese Filme wirklich noch nicht gesehen!

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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