Lisa – Januar 2017

Nachdem mein für Samstag geplantes Shooting krankheitsbedingt verschoben werde musste, wurde Lisa die Ehre zuteil, mein erstes Model 2017 sein zu dürfen. Und es war definitiv ein Shooting nach meinem Geschmack: 1 1/2 Stunden lang fotografieren, 2 1/2 Stunden lang über Filme und Serien quatschen. Dazu Tee und Schokolade – so gefällt mir das!

Obwohl es draußen ziemlich düster war, kam ausschließlich Fensterlicht zum Einsatz. Kein Dauerlicht, kein Aufheller – nur Lisa, das Fenster, die Kamera und ich.

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The Invitation (2015)

Zwei Jahre lang hat Will (Logan Marshall-Green) nichts von seiner Ex-Frau gehört, nun erhalten er und seine neue Lebensgefährtin Kira (Emayatzy Corinealdi) eine Einladung zu einer Dinnerparty. Gemeinsam mit all ihren wichtigsten Freunden möchten Eden (Tammy Blanchard) und ihr neuer Mann David (Michiel Huisman) einen schönen Abend verbringen. Während die offensichtlich zutiefst glücklichen Eden und David teuren Wein servieren und von ihrer Zeit in Mexiko schwärmen, entwickelt Will ob des doch sehr eigenwilligen Verhaltens zunehmend Zweifel an den Absichten der Gastgeber. Doch sind es wirklich Eden und David, die sich merkwürdig benehmen? Oder ist Wills immer paranoider wirkendes Verhalten nur das Ergebnis des von ihm nicht verarbeiteten Unfalltods des gemeinsamen Sohnes?

Hui, was für ein toller Film! Dass „The Invitation“ ein kleiner Geheimtipp sein soll, hatte ich ja schon öfter gelesen – aber dass er mir so gut gefallen würde, das habe ich dann doch nicht erwartet. Dabei passiert in dieser kleinen Thrillerperle eine lange Zeit augenscheinlich nur wenig. Menschen bzw. Freunde sitzen an einem Tisch und unterhalten sich. Das war’s. Doch in jedem dieser scheinbar banalen Gespräche, in jedem freundlichen Lächeln, in jeder noch so kleinen Geste steckt etwas Unheilvolles, das mich von Anfang an packte. Viele Kleinigkeiten, die einzeln betrachtet unbedeutend erscheinen, wirken in ihrer Gesamtheit plötzlich bedrohlich. Wieso sind die Fenster vergittert? Wieso schließt David die Haustür ab und steckt den Schlüssel ein? Und wo bleibt eigentlich der letzte Gast? Dass Will die Party mit Skepsis beobachtet, kann man als Zuschauer nur allzu gut nachvollziehen. Ob diese Skepsis gerechtfertigt ist, lässt der Film lange Zeit offen – und soll an dieser Stelle auch nicht verraten werden.

Fast noch spannender als die Auflösung ist die Frage, wie wir selbst in solch einer Situation handeln würden. Würden wir nett lächelnd über das merkwürdige Verhalten gewisser Personen hinwegsehen? Würden wir unsere Freunde offen darauf ansprechen? Oder würden wir einfach gehen? Wo würden wir, bei aller Toleranz, die Grenze ziehen? Alleine für diese Fragen lohnt es sich, den Film ein zweites Mal zu schauen – und dabei ruhig auch mal unsere Gesellschaft und insbesondere sich selbst zu hinterfragen.

Dass „The Invitation“ so gut funktioniert, verdankt der Film nicht nur dem so langsamen wie effektiven Spannungsaufbau, sondern auch der tollen Kameraarbeit, dem bedrohlichen Score und insbesondere Hauptdarsteller Logan Marshall-Green („Devil“, „Prometheus“). Dieser ist mit Vollbart und Zottelmähne zwar fast nicht wiederzuerkennen, zeigt unter all den Haaren aber ein enormes Spektrum an menschlichen Gefühlen. Toll!

Falls ihr es noch nicht bemerkt habt: Ich bin wirklich begeistert von diesem Film! Alleine dafür hat sich das Netflix-Abo diesen Monat schon wieder gelohnt. Die Blu-ray habe ich für meine Sammlung trotzdem zusätzlich bestellt. Einen Platz in meinem Filmregal hat sich „The Invitation“ definitiv verdient!

Meine Wertung: 9/10

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Der erste Trailer zu „Alien: Covenant“ ist da!

Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt ist zurück. Und erneut führt Ridley Scott Regie. Prinzipiell ein Grund zur Freude – wäre da nicht der Vorgänger „Prometheus“, den ich dann doch eher enttäuschend fand.

Aber hey, der Trailer sieht ganz nett aus. Vielleicht bekommt Scott ja die Kurve. Und falls nicht, bleibt immer noch die Hoffnung auf Neill Blomkamps geplante Fortsetzung mit Sigourney Weaver und Michael Biehn.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=iKeW5kkeK0E]

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Auch keine Liebe auf den zweiten Blick: „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ in der Ultimate Edition

Das Aufeinandertreffen der beiden legendären DC-Ikonen war für mich eine der größten Enttäuschungen des aktuellen Jahres. Ich kann mich nur wiederholen: Hier stimmte einfach nichts. Wer möchte, darf sich meine Worte von damals gerne noch mal durchlesen (sind eh nicht so viele).

Als eine 30 Minuten längere Fassung angekündigt wurde, wuchs in mir die Hoffnung, dass diese einige der Schwachpunkte ausbessern würde. Zumindest sollten sich die zahlreichen Logiklöcher doch schließen lassen können. Und wie heißt es so schön: Jeder verdient eine zweite Chance.

Um es kurz zu machen: Auch die Ultimate Edition macht aus „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ keinen sehenswerten Film. Ja, gerade zu Beginn wird einiges detaillierter erklärt, aber der größte Mumpitz wird eh am Ende auf die Zuschauer losgelassen – und an diesem wurde auch in der Ultimate Edition nichts geändert. Hinzu kommt, dass die (nur mit viel gutem Willen als schlüssig zu bezeichnende) Geschichte nun noch länger braucht, um endlich Fahrt aufzunehmen.

Nein, „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ und ich werden einfach keine Freunde. Die Ultimate Edition hat aus einer Enttäuschung lediglich eine Enttäuschung mit 30 Minuten längerer Laufzeit werden lassen. Schade eigentlich.

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Blogger-Special: Des Bloggers liebstes Enterprise-Besatzungsmitglied ist …

J.J. Abrams‘ „Star Trek“ war 2009 eine faustdicke Überraschung für mich: Sympathische Darsteller, tolle Action und eine Story, die sowohl als Fortsetzung als auch als Reboot funktionierte – besser hätte man die Neuausrichtung der berühmten Science-Fiction-Reihe meiner Meinung nach nur schwer umsetzen können. Selbst ich, der mit den vorangegangenen „Star Trek“-Filmen nur wenig anfangen kann, musste anerkennend meinen nicht vorhandenen Hut ziehen.

Der ebenfalls von Abrams inszenierte „Star Trek: Into Darkness“ konnte mit seinem Vorgänger zwar nicht mehr ganz mithalten, war aber immer noch ein grundsolides und durchaus unterhaltsames Science-Fiction-Abenteuer. Beim seit heute im Handel erhältlichen dritten Teil mit dem Titel „Star Trek: Beyond“ war Abrams nur noch als Produzent involviert, Regie führte der „Fast & Furious“-Veteran Justin Lin. Eine nicht unumstrittene Entscheidung, deren Zweifler, zu denen auch ich gehörte, sich spätestens beim actionreichen Trailer bestätigt sahen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=m4LtmJCP0Qg]

Rückblickend lässt sich sagen, dass die Zweifel zwar angebracht waren, glücklicherweise aber nur teilweise bestätigt wurden. Denn obgleich „Star Trek: Beyond“ durchaus reich an Action ist, so ist er doch kein reiner „Fast & Furious“ im Weltall geworden. Zumindest habe ich den Film aus dem Kino durchaus positiv in Erinnerung, muss aber gleichwohl zugeben, dass ich eben diese Erinnerung dringend noch mal auffrischen muss (die Blu-ray ist schon auf dem Weg zu mir).

Anlässlich des Heimkinostarts von „Star Trek: Beyond“ wurden einige meiner Bloggerkollegen und ich nach unserem Favoriten der Enterprise-Besatzung gefragt. An dieser Stelle müsste ich eigentlich den von Karl Urban verkörperten Dr. Leonard „Pille“ McCoy nennen (ich mag diesen zynischen Meckerkopf einfach), doch stattdessen werde ich lieber ganz kurz ernst:

Leicht hyperaktiv. Manchmal sogar ein wenig nervig. Und doch stets sympathisch. Die Rede ist selbstverständlich von Pavel Andreievich Chekov. Eine Figur, die nicht so viel Platz bekam wie andere. Und die doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Dies haben wir dem sympathischen Anton Yelchin zu verdanken. Jenem jungen Schauspieler, von dem wir noch viel zu erwarten hatten. Und der 2016 mit nur 27 Jahren leider viel zu früh und äußerst tragisch von uns gegangenen ist. Es kommt äußerst selten vor, dass mich der Tod fremder Menschen berührt – bei Anton Yelchin war und ist dies definitiv der Fall.

Wie auch immer „Star Trek“ weitergeht, Anton Yelchin wird mir darin fehlen. Und deswegen gibt es auf die oben genannte Frage für mich nur eine angemessene Antwort: Pavel Andreievich Chekov. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht nur ich diese Figur und insbesondere diesen Darsteller vermissen werde.

Die Favoriten meiner Bloggerkollegen … kenne ich derzeit selbst nicht. Irgendwie scheint unser Verteiler gerade zu streiken. Ich reiche die Links nach, sobald sie mir vorliegen. erfahrt ihr, wenn ihr auf die folgenden Links klickt:

Filmblog Filmherum
Kino7.de
Mind Your Own F*** Business
We Want Media
Kinofilmer.de

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Danke für deine tollen Figuren, Anton. Wir sehen uns auf der anderen Seite!

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Pünktlich zum Heimkinostart von „Pets“ (welch ein Zufall): Blogger verraten ihre Lieblingsanimationsfilmtiere (welch ein Wort)

Ich mag Animationsabenteuer. Ehrlich. Dennoch muss ich zugeben, dass es mir mit ihnen so geht, wie vielen anderen mit dem anhaltenden Boom an Comicverfilmungen: Ich bin derzeit schlicht gesättigt. Nicht zuletzt, weil Animationsfilme sich vom Aufbau und von der Machart her oft mehr als nur ähnlich sind (man achte einfach mal auf die typischen Nebenfiguren). Gut, das sind Comicverfilmungen, Horrorfilme und Actionfilme auch, aber das ist natürlich etwas völlig anderes. 😉

Dieses Gefühl der Sättigung hat dann auch dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten, trotz teilweise sehr guter Kritiken, nur wenige Animationsfilme geschaut habe. Spontan fällt mir eigentlich nur „Zoomania“ ein – der mir dann auch prompt ganz hervorragend gefallen hatte.

Der seit heute fürs Heimkino erhältliche „Pets“ war eine der wenigen Ausnahmen, die ich mir fürs Kino vorgenommen hatte. Geschafft hatte ich es aus zeitlichen Gründen dann jedoch leider nicht. Nun wird der Film zu Hause nachgeholt – und wehe, das köttelnde Kaninchen ist nicht so knuffig wie im putzigen Trailer!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=A2lyqlIgI60]

Passend zu den Hauptfiguren des Films haben einige meiner Bloggerkollegen und ich uns Gedanken gemacht, welches Animationsfilmtier unser persönlicher Liebling ist. Wobei, groß darüber nachdenken musste ich ehrlich gesagt nicht (was auch ganz gut ist, denken ist nicht so meine Stärke).

Bei mir läuft es auf eine Figur hinaus, die mir persönlich sowohl körperlich als auch charakterlich durchaus nicht unähnlich ist: Esel aus „Shrek“. Behaart, etwas begriffsstutzig, eine große Klappe und keine Ahnung, wann man diese besser zu halten hat – aber auch ein treuer Freund und das Herz am rechten Fleck tragend. So ein Wesen muss man doch einfach lieben! Oder? ODER?

Ob „Pets“ mir einen neuen Liebling bescheren wird? Ich denke nicht – dafür ist Esel einfach viel zu cool (hmm, ist das jetzt eigentlich eine Form von Eigenlob?). Aber ich bin gespannt, was die zahlreichen Haustiere in ihrer Freizeit so treiben. Und ob der Film es schafft, sich vom typischen Animationsabenteuer abzugrenzen. Wie mir der Film gefallen hat, werdet ihr hier sicherlich demnächst lesen dürfen. Habt ihr den Film damals zufällig im Kino gesehen? Freue ich mich zurecht darauf?

Welche Filmtierfavoriten meine Bloggerkollegen haben, erfahrt ihr hingegen nicht bei mir, sondern nur, wenn ihr die folgenden Links anklickt:

Filmblog Filmherum
Kino7.de
We Want Media
Mind Your Own F*** Business
Kinofilmer.de

Viel Spaß beim Besuch – die Kollegen sind auch allesamt richtig Nette, versprochen!

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[Heimkino] Kickboxer: Die Vergeltung

An dieser Stelle sollte eigentlich eine raffiniert formulierte Einleitung stehen, die meine Vergangenheit als Kampfsportler (man sieht es mir heute nicht mehr an, aber ich war tatsächlich jahrelang aktiver Karateka), mein Alter (den 89er „Kickboxer“ habe ich damals sogar im Kino gesehen) und das ab morgen erhältliche Remake „Kickboxer: Die Vergeltung“ miteinander in Verbindung bringt. Sollte. Doch nach 3 1/2 Tagen Betreuung eines Messestandes bin ich zu der hierfür notwendigen verbalen Genialität einfach nicht mehr in der Lage. Also müsst ihr euch mit dem zufrieden geben, was ihr eben gelesen habt. Tut mir leid …

Worum geht’s

Von der Promoterin Marcia (Gina Carano) wird Karate-Weltmeister Eric Sloane (Darren Shahlavi) nach Thailand gelockt, um dort gegen den ungeschlagenen Champion Tong Po (Dave Bautista) anzutreten. Erics jüngerer Bruder Kurt (Alain Moussi) ist zwar gegen diesen Kampf, reist Eric aber hinterher, um ihm am Ring beizustehen. Dort kann Kurt jedoch nur hilflos mitansehen, wie Tong Po seinen Bruder brutal tötet. Vom Gedanken an Rache getrieben, versucht Kurt Tong Po zu erschießen, scheitert jedoch und muss bei dem zurückgezogen lebenden Meister Durand (Jean-Claude Van Damme) untertauchen. Nach anfänglichem Zögern erklärt Durand sich bereit, Kurt zu trainieren und auf den alles entscheidenden Kampf gegen Tong Po vorzubereiten …

Meine Meinung

Ja, sie sind irgendwie dämlich. Und ja, sie sind definitiv nicht mehr zeitgemäß. Aber das ist mir egal. Ich vermisse einfach diese sinnlosen Martial-Arts-Filme, in denen der hoffnungslos unterlegene Held erst ordentlich auf die Omme bekommt, dann ein paar Wochen trainiert, erneut auf seinen Erzfeind trifft, auch dieses Mal zu verlieren droht, den Kampf dann aber zu heroischer Musik dreht und als Sieger den Ring verlässt. „Karate Kid“, „Karate Tiger“, „Kickboxer“ – diese Filme haben meine Jugend geprägt. Und ich finde es sehr bedauerlich, dass solche Filme heute so gut wie nicht mehr gedreht werden.

Umso euphorischer war ich, als ich erstmalig las, dass es ein Remake von „Kickboxer“ geben würde – und das sogar mit Jean-Claude Van Damme in einer (größeren) Nebenrolle. Nachdem ich den Film nun gesehen habe, stellt sich jedoch eine gewisse Ernüchterung ein. Versteht mich dabei bitte nicht falsch: „Kickboxer: Die Vergeltung“ ist kein schlechter Film. Sofern ihr, wie ich, ein Fan anspruchsloser Martial-Arts-Filme seid.

Die Handlung *räusper* wird flott erzählt und die überraschend zahlreichen Kämpfe sind abwechslungsreich, auf eine positive Art und Weise altmodisch und dabei erfreulich übersichtlich choreografiert. Außerdem … nein, das war’s eigentlich auch schon. Mehr zeichnet Filme wie diesen ohnehin nicht aus, also verzichte ich auch darauf, diesen Text künstlich aufzublähen.

Was dem Film leider fehlt, ist der naive Charme des Originals. Die heroische Musik im finalen Kampf (das kann doch so schwer nicht sein). Und, jetzt bitte nicht lachen, ein Hauptdarsteller wie Jean-Claude Van Damme. Denn auch wenn Alain Moussi ein begnadeter Kämpfer und absolut nicht unsympathisch ist, so fehlt ihm dann doch das Charisma des berühmten Belgiers. Dieser darf übrigens gleich mehrere Kämpfe bestreiten und beweisen, wie fit er mit Mitte 50 noch immer ist. Ich bin ehrlich beeindruckt.

Mein Fazit

Solider Martial-Arts-Streifen mit schick gefilmten Kämpfen, aber einem viel zu blassen Hauptdarsteller. Jean-Claude Van Damme reißt’s aber definitiv raus!

Meine Wertung: 6/10

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Bye, bye Kino.

Seit 1995 bin ich Stammkunde des CinemaxX Kiel. Acht Jahre lang war ich Inhaber einer CinemaxX-GoldCard. Nun geht (m)eine Kino-Ära zu Ende. Statt auf der großen Leinwand werde ich Filme ab sofort „nur“ noch im Heimkino schauen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zusatzkosten jetzt auch für Inhaber von CinemaxX-Zeitkarten

Bislang konnte ich als Nutzer einer CinemaxX-GoldCard für 399 Euro ein Jahr lang beliebig oft ins Kino gehen. Ohne zusätzliche Kosten wie Reservierungs- oder Logenzuschläge. Mit den neuen VIP-Plätzen ändert sich dies nun. Für diese zahlen ab Februar 2017 auch Inhaber einer Zeitkarte einen Zuschlag in Höhe von 1,50 Euro. Da diese VIP-Plätze an meinem Standort in vier Sälen die erste Logenreihe bilden, also die Reihe mit der angenehmen Beinfreiheit, müsste ich in diesen Sälen entweder den Aufpreis zahlen oder auf schlechtere Plätze ausweichen.

Zugegeben, die 1,50 Euro pro Vorstellung würden mich finanziell nicht ruinieren (obgleich sich auch diese mit der Zeit summieren), doch darum geht es mir auch gar nicht. Mir geht es ums Prinzip. Wenn ich (nicht gerade wenig) Geld für eine Kino-Flatrate ausgebe, dann möchte ich dafür auch eine Kino-Flatrate bekommen – und mir eben keine Gedanken darüber machen müssen, welche Plätze ich nehmen darf und was ggf. für Zusatzkosten auf mich zukommen.

Das Publikum

Ich schrieb es in einem früheren Blogbeitrag schon mal: Das Publikum nervt. Insbesondere in ruhigen Filmen. Es wird geredet. Smartphones werden genutzt. Mit den Fingern wird im Popcorn gewühlt, als würde sich darin ein Schatz verbergen, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Und bittet man um Ruhe oder darum, den Saal nicht mit dem Smartphone auszuleuchten, wird man im schlimmsten Fall auch noch angepöbelt. Bereits mehrfach musste ich mir Filme zwei Mal anschauen, weil ich den Film in der ersten Vorstellung wegen des Publikums nicht genießen konnte. Und gefühlt wird es immer schlimmer.

Keine Ahnung, ob das Publikum immer weniger Respekt vor dem Medium Film (und den Mitmenschen) hat oder ich einfach nur immer empfindlicher werde, aber das ist letztlich auch egal. Fakt ist: Ich bin immer häufiger so genervt, dass ich mich nicht auf den Film konzentrieren kann.

Das Programm

Während Blockbuster gefühlt ewig laufen, werden „kleine“ Filme oftmals recht zügig ins Spätprogramm verlegt. Und ich gebe es zu: Ich bin langsam in einem Alter, in dem ich um 23 Uhr an mein Bett denke – und nicht an die nächste Spätvorstellung.

Hinzu kommt, dass Filme mit Überlänge in den ersten Wochen häufig nur mit einer Pause gezeigt werden – und diese für mich einen absolut unnötigen, ja sogar ärgerlichen Atmosphäre-Killer darstellt. Also warte ich, bis der Film auch ohne Pause gezeigt wird. Mit der Konsequenz, ihn dann nicht nur später, sondern meistens auch nur in einem kleineren Saal sehen zu können.

Mehr als genug Filme fürs Heimkino

Sooo viele Filme – bin ich eigentlich der einzige Filmliebhaber, der sich von dem (Über)Angebot der heutigen Zeit ein wenig erschlagen fühlt? Amazon Prime, Netflix, Sky – ich weiß gar nicht, was ich zuerst und zuletzt schauen soll. Und da ist das Kino noch nicht mal mit drin.

Hinzu kommt, dass Filme nach ihrer Kinoauswertung immer schneller bei den großen Anbietern verfügbar sind – oder dort sogar direkt veröffentlicht werden, ohne vorher den Umweg über das Kino zu gehen.

Die Zeit

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Zeit. Jeweils 30 Minuten für den Weg zum Kino und zurück. 20 Minuten Puffer für das Abholen der Karten und den obligatorischen Toilettengang. 30 Minuten Werbung und Trailer. Für einen typischen 2-Stunden-Film muss ich ca. vier Stunden einplanen. In der Zeit, die ich für einen Kinofilm aufbringen muss, kann ich zu Hause zwei Filme schauen. Oder nur einen und direkt danach noch eine kurze Review dazu schreiben.

Als Filme noch mein einziges Hobby waren, war mir das egal. Doch seit ich mich zusätzlich auch noch mit der Fotografie beschäftige, merke ich, dass ein typischer Tag schlicht und einfach viel zu wenig Stunden hat. Und ich meine Zeit effizienter nutzen muss!

365 Tage ohne Kino

Und das werde ich nun ab sofort auch tun. Indem ich künftig auf das Kino verzichte und mich stattdessen auf das Heimkino konzentriere. Und weil ich Herausforderungen liebe, ziehe ich das ab sofort ohne Ausnahme durch (und dabei starten demnächst so coole Filme – aber da muss ich jetzt durch).

Ich bin gespannt, ob ich während der nächsten 12 Monate das Gefühl haben werde, etwas zu verpassen. Oder ob sich vielleicht sogar ein ganz neues Gefühl der „Freiheit“ einstellt …

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Meine erste (offizielle) Hochzeit

Über fünf Wochen ist sie nun schon her, meine erste „offizielle“ Hochzeit. Also die erste Hochzeit, die ich ganz offiziell als Fotograf begleiten durfte. Alleine. Ohne Unterstützung. Huijuijui …

Um es typisch norddeutsch auf den Punkt zu bringen: Ja, ich war aufgeregt. Und dennoch lief alles wie am Schnürchen. Christina und Felix haben es mir aber auch wirklich extrem einfach gemacht. Ein äußerst sympathisches, witziges, kurz: ein tolles Paar!

Freundlicherweise haben die beiden mir gestattet, euch einige der entstandenen Fotos zu zeigen. Dafür, und für das in mich gesetzte Vertrauen, noch mal vielen Dank, ihr zwei!

Eine weitere Hochzeit habe ich in diesem Jahr noch geplant. Und während ich bei Christina und Felix „nur“ bei der kirchlichen Trauung und zum Paarshooting anwesend war, werde ich das nächste Paar von morgens bis nachts begleiten, also eine echte Hochzeitsreportage erstellen. Das wird sicherlich spannend. Und herausfordernd. Und anstrengend. Kurz: Ich freue mich darauf!

Doch nun genug geschrieben – viel Spaß mit den Fotos meiner ersten (offiziellen) Hochzeit!

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[Kino] Ein kurzes Fazit zu „The Purge: Election Year“

Weil ihre Familie während einer Purge getötet wurde, kämpft die Senatorin und aussichtsreiche Präsidentschaftskandidatin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell) für die Abschaffung dieser barbarischen Nacht. Um die herrschenden Machtverhältnisse zu sichern, beauftragen die neuen Gründungsväter ein Killerkommando mit dem Mord an Roan. Zum Glück hat diese mit Leo Barnes (Frank Grillo) einen kampferprobten Beschützer an ihrer Seite …

Was als düsterer Home-Invasion-Thriller begann, ist nun endgültig im Action-Genre angekommen. Und das ist keinesfalls negativ gemeint. Die Action ist hart, kompromisslos und sauber inszeniert, die Story bietet weiterhin eine gewisse Gesellschaftskritik, trotz der düsteren Atmosphäre schwingt stets ein bisschen Hoffnung mit und Frank Grillo ist schlicht und einfach eine coole Sau. Kurz: Fans von Action härterer Gangart kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

Ja, „The Purge: Election Year“ bietet letztlich keine Überraschungen. Und ja, die Möglichkeiten, die die Geschichte bietet, werden wieder einmal nicht voll ausgenutzt. Packend ist der Film aber dennoch. Und hey, so bleibt weiterhin Luft nach oben. Das ist doch auch was Schönes.

Meine Wertung: 7/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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