Demnächst im Kino: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Das war er also, mein erster Besuch einer Pressevorführung. Zwei Dinge hatte ich mir für diesen Tag gewünscht: Zum einen, dass man mir meine Nervosität nicht anmerkt und zum anderen, dass mir der gezeigte Film gefällt. Schließlich sollte solch ein Tag nicht mit einer negativen Kritik enden. Nun, zumindest einer der beiden Wünsche wurde mir erfüllt…

Worum geht’s

Der im Beruf wie bei den Frauen erfolgreiche Jan (Benno Fürmann) genießt gerade seine Verabredung mit der naiven Melanie (Annika Kuhl), als er aus dem Fenster heraus beobachten muss, wie sein Auto beim Einparkversuch der abgehetzten Katrin (Jessica Schwarz) beschädigt wird. Mit einer Digitalkamera bewaffnet eilt er zum Parkplatz, um die Unbekannte zur Rede zu stellen. Währenddessen trifft Jans Mitbewohner Rüdiger (Matthias Matschke) auf die in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassene Melanie. Für beide Paare ist es Liebe auf den ersten Blick. Während Melanie und Rüdiger sich schon bald das Jawort geben, sehen sich Katrin und Jan mit alltäglichen Problemen und den Avancen der Sekretärin Angie (Nadja Becker) und des Abenteurers Jonathan (Uwe Ochsenknecht) konfrontiert…

Meine Meinung

Um das Rätsel zu lüften: Ja, man hat mir meine Unsicherheit angemerkt. Dieser Wunsch wurde also nicht erfüllt. Folglich hat mir „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ gefallen. Dank origineller Inszenierung und zahlreicher absurder Ideen sogar erstaunlich gut.

Statt sich mit einer typisch deutschen Beziehungskomödie zu begnügen, nutzte Regisseur Leander Haußmann die Sachbuchvorlage, um einen Lehrfilm zu inszenieren. Ja, richtig gelesen, einen Lehrfilm. Immer wieder wird die eigentliche Geschichte unterbrochen, um das Geschehen mit Hilfe von Projektorfolien, Rückblenden in die Steinzeit und einer Stimme aus dem Off zu erklären und zu kommentieren. Diese Unterbrechungen bilden den Grundstein für zahlreiche absurde Szenen und ermöglichen gleichzeitig amüsante Einblicke in die Probleme zwischen Mann und Frau. Egal ob es sich um das männliche Balzverhalten, die Unterhaltung während eines Fußballspiels oder die Beurteilung einer Sekretärin handelt, jede Szene strotzt vor kreativer Einfälle. Positiv anzumerken ist, dass der Erzählfluss dadurch keineswegs negativ beeinflusst wird. Die Unterbrechungen fügen sich hervorragend in den Film ein, ohne jemals störend zu wirken oder überhand zu nehmen.

Dass nicht alle Gags zünden und die eine oder andere Szene bereits seit Jahrzehnten durch die Kinogeschichte geistert, sieht man dem Film ob seiner sonstigen Vorzüge gerne nach. Zumal zu diesen Vorzügen auch die Darsteller gehören. Während die sympathische Jessica Schwarz nur selten die Chance bekommt, in ihrer Rolle aufzugehen, begeistern Benno Führmann und Uwe Ochsenknecht als konkurrierende Alphamännchen. Vorallem Führmann liefert als zwischen Selbstbewusstsein, Selbstüberschätzung und Selbstmitleid schwankender Jan eine tolle Vorstellung.

Mein Fazit

„Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ ist eine äußerst unterhaltsame Beziehungskomödie, die sich durch ihre originelle Inszenierung wohltuend von der Masse abhebt und mit sympathischen Darstellern punkten kann. Der perfekte Film fürs erste Date, möchte man spätere Missverständnisse im Keim ersticken.

Meine Wertung: 8/10

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Schwarzenegger: 312 – Stallone: 140

Wolltet ihr schon immer mal wissen, wieviele Personen Arnold Schwarzenegger in seinen Filmen hat über die Klinge springen lassen? Oder wieviele Menschen tatsächlich in „Rambo 3“ ihr Leben lassen mussten? Oder ob Paul Verhoeven seinem „gewalt-igen“ Ruf gerecht wird?

Für Fans sinnloser und makaberer Statistiken gibt es dafür die Seite Movie Body Counts.

Diese noch recht junge Seite (Ende 2005) bietet Freunden tödlicher Details neben der Einzelabfrage von Filmen, Schauspielern und Regisseuren auch diverse Charts, sortiert nach z.B. Genre, Charakter oder Jahrzehnt.

Viel Spaß beim Stöbern, Wundern und Nachzählen. Und vielen Dank an Jörn für den Hinweis auf diese Seite!

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Demnächst im Kino: Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene

So langsam überkommt mich ein Gefühl der Angst: Mit „Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ wurde bereits der vierte gute Film in Folge in der Kieler CinemaxX-Sneak gezeigt. Nach dem Gesetz der Sneak muss es demnächst also wieder steil bergab gehen…

Worum geht’s

Der junge FBI-Mitarbeiter Eric O’Neill (Ryan Phillippe) ist klug, ehrgeizig und hat nur ein Ziel: FBI-Agent zu werden. Umso enttäuschter ist er, als er von seiner derzeitigen Beschattung abgezogen und in die neu gegründete Abteilung „Informationssicherung“ versetzt wird. Als Assistent des arroganten Sowjet- und IT-Experten Robert Hanssen (Chris Cooper) soll er ihn der sexuellen Belästigung überführen. Was Eric nicht ahnt: Hanssen verkauft unter dem Decknamen „Ramon“ seit Jahren Informationen an die Sowjets, was bereits mindestens zwei Agenten das Leben gekostet hat. Und Eric wurde auserkoren, ihn zu überführen…

Meine Meinung

„Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ ist kein Thriller im eigentlichen Sinn. Vielmehr würde ich den Film als Drama mit Thrillerelementen bezeichnen, bei dem viel Wert auf die Charaktere gelegt wurde. Die spannenden Szenen lassen sich an einer Hand abzählen und bestehen ausschließlich aus Dialogen oder zeitkritischen Aufgaben wie dem Herunterladen von Informationen. Actionszenen sucht man bei diesem auf einem wahren Fall beruhenden Film vergebens, was jedoch keineswegs negativ zu verstehen ist.

Wieso man als Zuschauer dem Treiben auf Leinwand trotz der ruhigen Inszenierung und des bekannten Ausgangs der Geschichte interessiert folgt, lässt sich leicht erklären. Zum einen sind da die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere, welche überaus authentisch gezeichnet wurden. Etwa wenn Eric seinem Ziel Hanssen menschlich immer näher kommt, sich aber gleichzeitig immer weiter von seiner Frau entfernt. Oder er durch seine Vorgesetzte erkennt, was für Opfer gebracht werden müssen, um ein FBI-Agent zu sein. Oder Hanssens Gründe, für die Gegenseite zu spionieren. Oder oder oder.

Der zweite Grund sind die Darsteller. Ryan Phillippe („Flags Of Our Fathers“, „Eiskalte Engel“) und Chris Cooper („Die Bourne Identität“) können als Träger des Films ebenso überzeugen wie die Nebendarsteller (u.a. Laura Linney, Kathleen Quinlan und Dennis Haysbert). Auch wenn Chris Cooper als gottesfürchtiger Doppelagent das größere Lob verdient, kann sich Ryan Phillippe jederzeit gegen ihn behaupten und seiner Figur mehr Profil verleihen, als es ihm viele zugetraut hätten.

Und zu guter Letzt wäre da noch die Geschichte selbst. Deren Ausgang ist zwar bekannt, dennoch ist es durchaus interessant, einen kleinen Einblick in die Arbeit des FBI zu erlangen.

Mein Fazit

„Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ fesselt durch tolle Charaktere und zwei perfekt harmonisierende Hauptdarsteller. Mehr Drama als Thriller, bleibt der Film jederzeit so interessant, dass man den Ausgang der Geschichte miterleben möchte. Dass kein Zuschauer die Sneak vorzeitig verlassen hat, spricht in diesem Fall für sich.

Meine Wertung: 8/10

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US-Erfolgsserie „Heroes“ ab Mittwoch auf RTL2

Eine Info/Erinnerung für all diejenigen, die wie ich immer nach neuen und vorallem sehenswerten TV-Serien Ausschau halten:

Am Mittwoch, den 10.10.2007 startet die in den USA hochgelobte Mystery-Serie „Heroes“ endlich in Deutschland. Um 20:15 Uhr geht es auf RTL2 (ja, auch mir wäre VOX lieber gewesen) los.

Im Mittelpunkt der Serie stehen verschiedene Menschen, die unabhängig voneinander außergewöhnliche Fähigkeiten an sich entdecken und deren Schicksale miteinander verknüpft zu sein scheinen. Während die „Heroes“ versuchen, ihre Kräfte zu erforschen, werden unerwartet mächtige Feinde auf sie aufmerksam…

In den Hauptrollen dürfen wir unter anderem Ali Larter („Resident Evil: Extinction“, „Final Destination“) und Milo Ventimiglia („Rocky Balboa“, „Verflucht“) bewundern.

Glaubt man den herübergeschwappten Stimmen, handelt es sich bei „Heroes“ um eine der vielversprechendsten Produktionen der letzten Jahre. Ich bin gespannt, ob die Serie ihren Vorschusslorbeeren gerecht wird.

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DVD Vision geht – WIDESCREEN Vision kommt

Ich fasse es einfach nicht: Mein geliebtes Klomagazin (nicht, weil es beschissen ist, sondern weil ich es immer auf dem Klo lese – zu viele Infos? Ups… 😉 ) DVD Vision wurde eingestellt. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird es durch die WIDESCREEN, meinem persönlichen Hassmagazin, ersetzt.

Ich weiß, ich bin mal wieder etwas spät dran, aber diese Hiobsbotschaft hat mich nun mal gerade erst erreicht.

Die Kündigung meines Abos ist schon per E-Mail raus. Wehe denen, wenn sie von mir eine schriftliche Kündigung für ihr „Fachmagazin“ verlangen oder versuchen, mich von dessen Qualität zu überzeugen…

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Im Kino: Superbad

CSK* 16 gem. EÖSchG**
Die folgende Review ist für Personen über 16 Jahren nicht geeignet.

Nach dem technischen Desaster der letzten Tage, das bestätigt hat, dass regelmäßige Backups eine feine Sache sind, gilt es nun, sich wieder dem Ernst des Lebens zu widmen. Und was spiegelt den Ernst des Lebens besser wider, als ein Film, der vom Ficken (=> von der körperlichen Liebe zwischen Mann und Frau) handelt.

Worum geht’s

Die drei Außenseiter Evan (herrlich sensibel: Michael Cera), Seth (herrlich obszön: Jonah Hill) und Fogell (herrlich freakig: Christopher Mintz-Plasse) stehen kurz vor ihrem Schulabschluss. Und davor, die Schule als männliche Jungfrauen zu verlassen. Als Seth von seiner heimlichen Flamme Jules (Emma Stone) zu deren Party eingeladen wird, wittern die drei ihre große Chance: Party + Alkohol = Sex! Doch der Weg zum Alkohol, zur Party und zum Sex ist mit zahlreichen Hindernissen wie einem Überfall, der Polizei und einer menstruierenden Schlampe (=> Dame mit Frauenproblemen) gepflastert…

Meine Meinung

Habt ihr auch schon mal einen Film gesehen, für den man sich ob seines Niveaus eigentlich in Grund und Boden schämen müsste, den man aber dennoch irgendwie mag? Sicher habt ihr das. Aber habt ihr auch schon mal einen Film gesehen, für den man sich ob seines Niveaus eigentlich in Grund und Boden schämen müsste, der aber mit so viel Charme und Herz erzählt wird, dass man all die Obszönitäten, schlüpfrigen Peinlichkeiten und derben Dialoge einfach nur noch liebenswert findet? „Superbad“ ist solch ein Film.

Bereits die ersten Minuten machen deutlich, aus welcher Richtung der Wind weht. Hier wird nicht um den heißen Brei herumgeredet, die Dinge werden beim Namen genannt. Es geht um Titten (=> Brüste), Muschis (=> Vaginas), Schwänze (=> Penisse) und natürlich ums Ficken (=> den Beischlaf ausüben). Wer sich jetzt schockiert über meine Ausdrucksweise beschweren möchte: Ich zitiere lediglich den O-Ton des Films. Tut mir leid. Dass solch eine gnadenlos-direkte Ausdrucksweise für zahlreiche Lacher sorgt, ist keine Selbstverständlichkeit. Zu leicht hätte der Film in einem peinlichen (Verbal)Erguss enden können. Doch die Macher verstehen ihr Handwerk: Ja, die Dialoge sind obszön. Aber sie sind auch geschliffen und treffsicher.

Ebenso treffsicher wie die Dialoge ist auch der restliche Humor des Films. Egal ob es die Bekanntschaft mit zwei durchgeknallten Polizisten oder der unappetitliche Kontakt mit Menstruationsblut ist, es gibt viel zu lachen. Leider schleicht sich mit Beginn des zweiten Drittels die eine oder andere Länge in „Superbad“ ein. Doch wie heißt es so schön: Nobody is perfect.

Wer nun dazu neigt, den Film auf seine Obszönitäten und die Situationskomik zu beschränken, tut ihm Unrecht. Wie auch „Beim ersten Mal“ erhält der Film seine Klasse durch die leisen Zwischentöne. Durch die Unsicherheit der Protagonisten. Durch das Verständnis für die Probleme Jugendlicher. Und durch ein Ende, das zeigt, dass Werte wie Freundschaft und Respekt auch (oder gerade) in der heutigen Zeit noch gelebt werden sollten.

Mein Fazit

„Superbad“ ist eine ungewohnt obszöne Teenie-Komödie, die mit geschliffenen Dialogen, gelungener Situationskomik, tollen Hauptdarstellern und vorallem viel Charme und Herz punkten kann. Ein Film für alle, die krampfhaft auf ihren ersten Fick (=> ihr erstes Mal) hinarbeiten oder jemals darauf hinarbeiten mussten.

Meine Wertung: 9/10

* CineKies Selbstkontrolle
** Gesetz zum Schutze der Erwachsenen in der Öffentlichkeit

=> Übersetzung für Spießer anständige Menschen

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Planet Terror

Ihr mögt „From Dusk Till Dawn“? Ihr mögt „Braindead – Der Zombie-Rasenmähermann“? Gut, dann dürft ihr beruhigt weiterlesen. Allen anderen empfehle ich, diese Review zu überspringen. Glaubt mir: „Planet Terror“ ist nichts für euch.

Worum geht’s

Stripperin Cherry Darling (heiß: Rose McGowan) möchte ihren Beruf an den Nagel hängen. Abschleppwagenfahrer El Wray (cool: Freddy Rodríguez) möchte seine Ex zurückerobern. Ärztin Dr. Dakota Block (ebenfalls heiß: Marley Shelton) möchte ihren Mann verlassen. Arzt Dr. William Block (auf psychopathische Art cool: Josh Brolin) möchte seine Frau töten. Kneipenbesitzer J.T. Hague (alt geworden: Jeff Fahey) möchte die besten Barbecues in Texas anbieten. Sheriff Hague (viel zu selten im Kino: Michael Biehn) möchte seinem Bruder das Rezept für dessen Barbecues entlocken. Jede Menge Pläne, die vorerst alle zurückstecken müssen, da zombieähnliche Mutationen über die Stadt herfallen und die Bewohnen dezimieren. Als nur nur noch eine kleine Gruppe Überlebender übrig ist, holt diese zum Gegenschlag aus und fällt dabei dem mysteriösen Leutnant Muldoon (Bruce Willis) und dessen Männern in die Hände…

Meine Meinung

Herrlich. Was für ein herrlich sinnloser Spaß. Das war so ziemlich der einzige Gedanke, den ich beim Verlassen des Kinos in mir trug. Blicke ich auf das bisherige Kinojahr zurück, übertreibe ich nicht, wenn ich sage, bislang von keinem Film so gut unterhalten worden zu sein wie von „Planet Terror“.

Ursprünglich als Double Feature mit „Death Proof – Todsicher“ geplant, ist auch „Planet Terror“ eine Verbeugung vor dem Grindhouse-Kino der 60er- und 70er-Jahre. Wirken die absichtlich platzierten Bild- und Tonfehler bei Quentin Tarantinos Werk noch ein wenig aufgesetzt, fügen sie sich bei „Planet Terror“ perfekt ins Gesamtergebnis ein. Mehr noch: Sie unterstützen die Atmosphäre erheblich, indem sie z.B. die Wirkung der nahenden Bedrohung durch unscharfe Bilder oder Bildabbrüche verstärken.

Die Gewalt in „Planet Terror“ ist wahrlich nichts für Zartbesaitete. Schleimige Pusteln platzen fröhlich vor sich hin, das Blut spritzt fontänenartig über die Leinwand, Menschen werden in zwei, drei oder auch vier Teile zerrissen und Köpfe zu Brei geschossen. Klingt eklig? Kling brutal? Ist es auch. Allerdings wird die Gewalt bei „Planet Terror“ so überzogen zelebriert, dass ich eher applaudieren als mich wegdrehen wollte. Wer mich jetzt für einen kranken Psychopathen hält, dem sei gesagt: Mir doch egal! 😉

Ein großes Lob gebührt der musikalischen Untermalung, die das Geschehen auf der Leinwand optimal unterstützt. Da die Macher des Films sich im Abspann bei ihm bedanken, dürfte es kein Zufall sein, dass viele Stücke denen von John Carpenter ähneln.

Bevor ich gar kein Ende finde, komme ich zu meinem letzten Lob und damit zu den Darstellern. Während Freddy Rodríguez die Coolness in Person darstellt, spielt Josh Brolin so dermaßen schleimig-psychopathisch, dass es eine Wonne ist. Rose McGowan und Marley Shelton sehen nicht nur heiß aus, sondern können auch wunderbar austeilen. Und auch die Nebenrollen sind mit Michael Biehn, Jeff Fahey, Bruce Willis, Quentin Tarantino und Tom Savini grandios besetzt. Heimlicher Star ist für mich jedoch erneut Michael Parks als Earl McGraw, dessen Papst-Spruch ich am ehesten mit „Treffer – Versenkt“ bezeichnen würde.

Mein Fazit

Ein Fest für humorvolle Splatterfans und alle, die es werden wollen. „Planet Terror“ ist herrlich schräg, überdreht und blutig sowie mit zahlreichen Anspielungen versehen, die man beim ersten Anschauen gar nicht alle erfassen kann. Heiße Frauen, coole Typen, reichlich Witz und Gore – Splatterherz, was willst du mehr.

Meine Wertung: 10/10

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Spider-Man auf Blu-ray Disc: Die Trilogie, die keine sein wollte…

Seit der Ankündigung habe ich mich auf die Veröffentlichung der Spider-Man-Reihe auf Blu-ray Disc gefreut. Heute Morgen war es endlich soweit: Aufstehen, nach Kiel fahren, die heiß ersehnte Trilogie bei Media Markt (verdammtes exklusives Verkaufsrecht) kaufen und wieder ab nach Hause. Und was passiert immer dann, wenn man sich besonders auf etwas freut? Richtig: Man wird enttäuscht. In meinem Fall durch ein fehlerhaftes Boxset:

Meiner Spider-Man-Trilogie fehlt der dritte Teil der Serie. Trotz korrekter Beschriftung enthält die Blu-ray Disc von „Spider-Man 3“ den ersten Teil.

Mit Sony Pictures Home Entertainment habe ich bereits telefoniert, ein genereller Fehler wird ausgeschlossen. Die fehlerhafte Blu-ray Disc möge ich bitte zuschicken, nach Prüfung wird mir dann eine Ersatz-Disc zugeschickt. Immerhin etwas.

Bleibt zu hoffen, dass ich wirklich nur ein Unglückskind bin und nicht noch andere Käufer von diesem Problem betroffen sind…

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IBM wirbt im TV für Bullshit-Bingo

Die meisten TV-Werbespots langweilen mich. Nur wenige amüsieren mich. Und nur alle Jubeljahre kommt es vor, dass mir mal einer aus der Seele spricht. Und weil das beim aktuellen IBM-Spot der Fall ist, ist er mir einen Beitrag wert.
 
Für alle, die nicht wissen, was Bullshit-Bingo (engl. Buzzword Bingo) ist, empfehle ich einen Blick in die Wikipedia.
 
Mal schauen, ob ich es nun endlich schaffe, genug Kollegen/-innen davon zu überzeugen, dieses grandiose Spiel auf der nächsten Personalversammlung zu spielen…

[youtube nAKxJbcec8U]

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Die Fremde in dir

Mal unter uns: Jeder hat sich doch schon einmal gewünscht, dem Trottel, der in der letzten Reihe…Moment, diese Einleitung kommt mir irgendwie bekannt vor! Hatte ich die etwa schon? Da war doch was…ah, ich hab’s: Bei „Death Sentence“! Na gut, dann lasse ich mir halt einen neuen Text einfallen. Was schreibe ich nur…ach, wisst ihr was: Ich lasse die Einleitung diesmal einfach weg.

Worum geht’s

Während eines abendlichen Spaziergangs werden Erica (Jodie Foster) und ihr Verlobter David (Naveen Andrews) von einer Gang überfallen. David stirbt, Erica überlebt schwer verletzt. Aus dem Krankenhaus entlassen, versucht sie, ihr Leben so gut wie möglich fortzuführen und ihren Verlust zu verarbeiten. Als Erica zufällig Zeugin eines Mordes wird, erschießt sie den Täter, verwischt die Spuren und verlässt unbemerkt den Tatort. Fortan streift sie nachts durch die Straßen, auf der Suche nach Verbrechern, gegen die die Polizei machtlos zu sein scheint. Schon bald wird der rechtschaffende Detective Mercer (Terrence Howard) auf Erica aufmerksam…

Meine Meinung

Selbstjustiz, die Zweite. Nach dem erst kürzlich angelaufenen „Death Sentence“ schicken sich nun Regisseur Neil Jordan („The Crying Game“) und Hauptdarstellerin Jodie Foster („Das Schweigen der Lämmer“) an, der Thematik neue Seiten abzugewinnen. Während Kevin Bacons Rachefeldzug auf Action und die Spirale der Gewalt ausgelegt ist, liegt der Schwerpunkt bei „Die Fremde in dir“ auf dem persönlichen Schicksal der Protagonistin und den Reaktionen der Gesellschaft. Allerdings macht dies den Film weder interessanter noch anspruchsvoller – und auf keinen Fall unterhaltsamer.

Dass Selbstjustiz in einem Rechtsstaat nichts zu suchen hat, in gewissen Situationen jedoch naturbedingt Zustimmung hervorruft, ist wahrlich keine Neuigkeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Bürger Ericas Taten gutheißen, anstatt sie zu verurteilen. Neil Jordans Versuch, die Moral des Publikums im Laufe des Films zurecht zu rücken, schlägt aufgrund der charakterlosen Verbrecher und der viel zu plumpen Vorgehensweise vollkommen fehl. Als Beispiel sei an dieser Stelle eine im Radio geführte Diskussion zum Thema Selbstjustiz genannt.

Dass man als Zuschauer die Taten nicht als falsch anerkennen will, kann auch Jodie Foster nicht ändern. Zwar spielt sie das Opfer gewohnt souverän, doch kann sie bei den seelischen Folgen ihres Handelns nicht überzeugen. Von der inneren Zerrissenheit und der Abscheu gegen ihre eigenen Taten ist zwar viel zu sehen, aber nicht viel zu spüren.

Die Krone der Unglaubwürdigkeit wird dem Film durch ein Finale aufgesetzt, welches ich im günstigsten Fall als unpassend und um ungünstigsten Fall als bedenklich bezeichnen würde. Egal wie man das Ende bezeichnen möchte, es führt die Charaktere und den Film ad absurdum.

Zum Glück kann „Die Fremde in dir“ auf Thrillerebene überzeugen und sich dadurch über die Laufzeit retten. Ericas nächtliche Streifzüge wurden ebenso spannend inszeniert wie Detective Mercers Suche nach dem Vigilanten. Sicherlich werden hierbei keine neuen Akzente gesetzt, doch kann man sich immerhin über eine solide Inszenierung und einige interessante Dialoge zwischen Erica und Mercer erfreuen.

Mein Fazit

Konventioneller Thriller, der versucht, sich von anderen Genrevertretern abzusetzen, jedoch an seinen eigenen Ansprüchen und seinem vollkommen unpassenden Ende gründlich scheitert. Als Drama nicht erwähnenswert, als Thriller ganz passabel. Nicht mehr und nicht weniger.

Meine Wertung: 5/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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