Seit sie als Kind mitansehen musste, wie ihr gesamtes Dorf dahingemetzelt wurde, lebt Sonja (Matilda Lutz) zurückgezogen im Wald und ist dort zu einer mutigen Kriegerin herangereift. Eines Tages wird sie von Imperator Draygan (Robert Sheehan) gefangengenommen und gezwungen, in einer Arena gegen Gladiatoren und grausame Bestien zu kämpfen. Doch Sonja kann fliehen – und wird ungewollt zur Anführerin einer Rebellion gegen Draygan …
Es gibt Filme, da denke ich schon nach wenigen Minuten „Oh oh, das wird nix.“. Der 2025er „Red Sonja“ ist solch ein Film. Schon die ersten Szenen im Dorf lassen erahnen, was der bemitleidenswerte Zuschauer in den kommenden zwei Stunden zu ertragen hat: grauenvoll künstliche und nach Pappe aussehende Kulissen, darstellerische Leistungen auf dem Niveau einer Laienschauspielgruppe und ein Schnitt, der immer dann abblendet, wenn es interessant zu werden droht. Später kommen dann noch erbärmlich schlechtes CGI, hölzerne Dialoge zum Fremdschämen und eine übertrieben theatralische Musik hinzu, die selbst in den unpassendsten Momenten so heftig aus den Lautsprechern dröhnt, dass es nur noch lächerlich ist. Während des gesamten Films habe ich mich gefragt, ob die Chose tatsächlich ernst gemeint sein oder nicht doch eher als Parodie verstanden werden soll. Wir werden es wohl nie erfahren.
Wer mir wirklich leid tut, neben mir selbst, ist Matilda Lutz. Dass sie starke Frauenrollen spielen kann, hat die Schauspielerin in dem sehenswerten Thriller „Revenge“ eindrucksvoll bewiesen. Hier kämpft sie aber in jeglicher Hinsicht auf verlorenem Posten – da kann selbst die knappe Bikini-Rüstung nichts retten. Alles richtig gemacht hat hingegen Rhona Mitra, die sich schon nach wenigen Filmminuten ins Jenseits schießen lässt und sich damit eine Menge Leid erspart hat. Clever.
Meine Wertung: 2/10
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