AnlĂ€sslich der derzeit in unseren Kinos laufenden Fortsetzung habe ich nun endlich „Die Bestimmung – Divergent“ nachgeholt. Mein ursprĂŒnglicher Plan sah vor, unmittelbar danach ins Kino zu eilen und dort „Die Bestimmung – Insurgent“ zu schauen. Doch es sollte anders kommen. Denn leider ist „Divergent“ so belanglos, dass ich danach so gar keine Lust mehr verspĂŒrte, den zweiten Teil zu schauen. Zumindest nicht im Kino.
An der Geschichte rund um die jugendliche Tris (Shailene Woodley), die als Unbestimmte eine Gefahr fĂŒr das durch und durch auf Planung ausgelegte System darstellt, und schlieĂlich einer tödlichen Verschwörung auf die Spur kommt, liegt dies freilich nicht. Diese ist zwar nicht besonders originell und auch ein wenig unglaubwĂŒrdig, aber durchaus interessant genug, um einen Film bzw. eine Filmreihe zu tragen. Die Macher haben es jedoch leider nicht geschafft, neben der durchaus gelungenen Optik auch so etwas wie Spannung einzufangen. Das Geschehen dĂŒmpelt bis zum Finale recht ereignislos vor sich hin, konzentriert sich zu sehr auf Tris‘ Ausbildung und vernachlĂ€ssigt dabei die fĂŒrs bessere VerstĂ€ndnis erforderlichen HintergrĂŒnde. Dadurch bleibt nicht nur die Geschichte erschreckend oberflĂ€chlich, auch den Figuren fehlt es an jeglicher Tiefe. Und so nimmt man es höchstens mit einem Achselzucken zur Kenntnis, wenn einige davon, teilweise auf durchaus tragische Art, aus dem Skript scheiden.
Positiv anzumerken ist, dass die Actionszenen, auch wenn sie eine gewisse HÀrte vermissen lassen, durchaus ansprechend inszeniert sind. Allerdings können diese den Film nicht vor der totalen Belanglosigkeit retten.
Im TV nachgeholt und gleich wieder vergessen: âDie Bestimmung â Divergentâ
10. April 2015 | Filme und Serien | 3 Kommentare
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Sven Kietzke
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Irgendwie mochte ich den Film, ohne zu wissen wieso. Ich hab allerdings nicht viel verstanden (aber auch nicht ĂŒbermĂ€Ăig aufmerksam zugeschaut), weder zu wem Winslet nun gehörte und warum sie die Regierung umstĂŒrzen wollte (ich dachte die ganze Zeit, sie wĂ€re ohnehin schon die Regierung). Auch das Unbestimmtsein klingt irgendwie bedeutungsvoller als es tatsĂ€chlich ist â auch, da scheinbar ziemlich viele Leute im Grunde „unbestimmt“ sind. Hatte dann zuerst vor fĂŒr die Fortsetzung ins Kino zu gehen und es dann doch gelassen. Dann halt mal im TV đ
Genau das meine ich mit den fehlenden HintergrĂŒnden. Unbestimmte sind eine Gefahr – doch inwiefern sind sie so gefĂ€hrlich? Die Regierung soll gestĂŒrzt werden – doch wieso genau eigentlich? Vieles wird angedeutet, bleibt aber so vage, dass es nicht wirklich greifbar wird.
Vielleicht beantwortet der zweite Teil ja ein paar Fragen. Jetzt heiĂt es fĂŒr uns beide nur noch warten, bis dieser im TV lĂ€uft. đ
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich diesen Film nicht so schlecht fand wie ich anfangs erwartet hatte. Aber ich kann verstehen was du meinst. Irgendwie hat er SpaĂ gemacht und ungefĂ€hr einen Tag lang wollte ich wissen wie es weiter geht. Er kann definitiv nicht mit „The Hunger Games“ usw. mithalten aber fĂŒr einen Abend an dem man sich nur berieseln lassen möchte und mal nicht nachdenken will fand ich ihn ganz gut.