Im Heimkino gesehen: The Raid

1. Februar 2013 | Filme und Serien | 1 Kommentar

UrsprĂŒnglich wollte ich diese kurze Review bereits am Montag geschrieben haben, doch irgendwie wollte mich die Muse an diesem Tag nicht kĂŒssen. Aus Montag wurde Dienstag. Aus Dienstag Mittwoch. Aus Mittwoch Donnerstag. Und ehe ich so richtig begriff, was hier gerade passiert, war auch schon der Freitag angebrochen. Doch wie heißt es so schön: Was lange wĂ€hrt, wird endlich gut fertig.

Worum geht’s

Der Gangsterboss Tama hat das oberste Stockwerk eines unĂŒbersichtlichen Appartementblocks fĂŒr sich beansprucht und herrscht von dort mit skrupelloser Gewalt. Um das brutale Treiben ein fĂŒr alle Mal zu beenden und Tama sowie seine Gang zu verhaften, wird ein Sondereinsatzkommando zu dem GebĂ€ude geschickt. Der Plan sieht vor, sich still Stockwerk fĂŒr Stockwerk nach oben durchzuschlagen. Im sechsten Stock wird die Eliteeinheit jedoch von Tamas MĂ€nnern entdeckt und in einem blutigen Kampf gnadenlos dezimiert. Lediglich fĂŒnf Polizisten ĂŒberleben und stehen nun einer gewaltigen Übermacht gegenĂŒber. Unter ihnen befindet sich auch der junge Rama (Iko Uwais), dessen Überlebenswille lediglich von seinen KampffĂ€higkeiten ĂŒbertroffen wird. Und der fĂŒr diesen Einsatz ganz persönliche GrĂŒnde hat …

Meine Meinung

Yeah, genau so einen Film habe ich mal wieder gebraucht! „The Raid“ ist exakt auf ein spezielles Publikum ausgerichtet, befriedigt dessen BedĂŒrfnisse nahezu perfekt und versucht gar nicht erst, sich bei dem restlichen Publikum anzubiedern. Charakterzeichnung? Fehlanzeige. Story? Nicht der Rede wert. Action? Praktisch ununterbrochen! „The Raid“ bietet sowohl blutige Schießereien als auch, sobald die Munition erst mal aufgebraucht ist, beeindruckende KĂ€mpfe, die mit Messern und FĂ€usten ausgetragen werden. Diese KĂ€mpfe sind hart, schnell, kompromisslos – und dĂŒrften dem einen oder anderen in ihrer Gewaltdarstellung wohl schon einen Schritt zu weit gehen. Wer sich jedoch auf den hohen HĂ€rtegrad einlĂ€sst, wird mit Martial Arts belohnt, wie es sie schon lange nicht mehr zu sehen gab. Besonders der finale Kampf zwischen Rama, Andi und Mad Dog ist schlicht fantastisch und ein Fest fĂŒr Fans.

Und ja, bei solch einer gelungenen Action verzeihe ich es auch gerne, dass die Story auf einen Bierdeckel passt, die unnötige Familiengeschichte arg deplatziert wirkt und die Darsteller außerhalb der Actionszenen nicht so recht ĂŒberzeugen können (freundlich ausgedrĂŒckt).

Die Blu-ray

Das Bild ist recht dunkel, wirkt leicht unscharf und stellenweise arg verrauscht. Allerdings entspricht es damit exakt dem Bild, das ich aus dem Kino in Erinnerung hatte. Dies sehe ich also als Stilmittel an. Kritisieren muss ich allerdings die unregelmĂ€ĂŸig auftretenden Kompressionsartefakte, welche einer aktuellen Blu-ray-Veröffentlichung definitiv nicht wĂŒrdig sind.

Am Ton hingegen lĂ€sst sich nicht viel bemĂ€ngeln. Die (wenigen) Dialoge sind gut zu verstehen, der Raumklang kommt gut zur Geltung und die krĂ€ftigen BĂ€sse unterstĂŒtzen die Actionszenen mit ordentlichem Druck. So soll es sein!

Mein Fazit

„The Raid“ ist ein multipler Martial-Arts-Orgasmus mit zahlreichen Höhepunkten. Zumindest aus Action-Sicht betrachtet. Dass der Film bei der Story und den Figuren schwĂ€chelt, lĂ€sst sich nicht leugnen. Doch tut dies dem Spaß keinen echten Abbruch und sorgt lediglich fĂŒr leichte AbzĂŒge in der B-Note.

Meine Wertung: 8/10

Weitere Stimmen aus der deutschen BlogosphÀre:

Filmblog Filmherum
Kais Trashcorner
Medienjournal

GefÀllt mir:

1 Kommentar

  1. Habe den Film am Dienstag mit Patrick geguckt 🙂 Fanden den auch ganz gut!

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Sven Kietzke
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