Im Kino gesehen: Crank 2 – High Voltage

Kennt Ihr das auch? So gar keine Lust auf gar nichts zu haben? So geht es mir aktuell. Ich habe nicht mal Lust ins Kino zu gehen. Und ich habe erst recht keine Lust diese Review zu schreiben. Andererseits möchte ich mein Blog ja auch nicht komplett verkümmern lassen. Und deswegen gibt es jetzt mit reichlich Verspätung meine Review zu “Crank 2 – High Voltage”. Das Gute daran: Sollte diese Review etwas inhaltsleer wirken, kann ich das voll und ganz auf den Film schieben und muss mir nicht den Vorwurf der Motivationslosigkeit gefallen lassen …

Worum geht’s

Nachdem Profikiller Chev Chelios (Jason Statham) am Ende des ersten Teils unsanft auf dem Boden der (vermeintlich) toten Tatsachen aufgeschlagen ist, wird er auch schon von den Triaden im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße gekratzt und in einen Operationsraum verfrachtet. Im halbwachen Zustand muss Chev miterleben, wie ihm sein Herz entfernt und durch ein Kunstherz ersetzt wird, welches ihn lediglich lange genug am Leben halten soll, um auch noch andere Körperteile zu entfernen. Doch bevor es dazu kommt, kann Chev fliehen. Außer sich vor Wut und von einem Kunstherz angetrieben, das regelmäßig mit Strom versorgt werden muss, macht er sich auf die Jagd nach seinem Herzen …

Meine Meinung

Entgegen der allgemeinen Meinung finde ich “Crank” zwar durchaus amüsant und brauchbar, aber auch nicht mehr. Irgendwie ist Chev Chelios’ erster Auftritt für mich weder Fisch noch Fleisch. Für einen Actionfilm ist der Film zu unspektakulär, für eine Komödie ist er nicht lustig genug. “Crank 2 – High Voltage” ist da schon wesentlich konsequenter. Der Film ist eine reine, völlig abgedrehte Komödie. Ein Cartoon mit echten Schauspielern. Unrealistisch bis zum Abwinken, schwachsinnig bis zur letzten Minute und so niveaulos, wie ein Film nur sein kann. Und genau deswegen gefällt er mir um Längen besser als der erste Teil.

Chev Chelios flucht, tötet und vögelt (gerne auch alles gleichzeitig) sich durch den Film, dass es eine Wonne ist. Vollkommen befreit von Logik oder political correctness. Und so ist es nur konsequent, dass Jason Statham dem Publikum zum Abschied den Stinkefinger zeigt. Während der (möchtegern-)intellektuelle Zuschauer sich bereits 90 Minuten früher angewidert abgewendet haben dürfte, hat der Rest sich in der Zwischenzeit diverse Biere gegönnt, den Schwachsinn einfach genossen und fragt sich nun, wieso er nicht so cool wie Chev Chelios ist, obwohl er doch mindestens genau so viele Schimpfwörter und Beleidigungen kennt.

Doch es gibt auch Anlass zur Kritik. Wer mit dieser, ich nenne es mal speziellen Art von Humor nichts anzufangen weiß, wird sich sehr schnell langweilen. Denn spannend ist “Crank 2” zu keiner Minute. Gab es im ersten Teil noch den Hauch einer Geschichte, so verpufft hier alles in lautem Getöse.

Außerdem wirken einige Szenen etwas zu lang gezogen und bremsen den Film unnötig aus. Als Beispiel seien hier eine Therapie-Sitzung und ein Talkshow-Besuch genannt, die zwar beide nicht unbedingt schlecht und durchaus für einen Schmunzler gut sind, vom Timing her jedoch einfach nicht in den Film passen wollen.

Positiv anzumerken sei zum Schluss dieser Review noch, dass so ziemlich jeder Darsteller des ersten Teils wieder mit von der Partie ist. Und wenn auch nur als sprechender Kopf in einem Wasserbecken …

Mein Fazit

Unlogisch, niveaulos, unrealistisch, vulgär … oder anders formuliert: Ein Heidenspaß für jeden, der sein Hirn komplett ausschalten kann – oder noch nie eingeschaltet hat. Wem “Crank” wie mir noch zu normal war, der wird an “Crank 2 – High Voltage” trotz einiger kurzer Längen (kann eine Länge überhaupt kurz sein?) seine helle Freude haben.

Meine Wertung: 8/10

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Im Kino gesehen: Monsters vs. Aliens 3D

Die Kinolandschaft steht vor einer Revolution. Oder ist es doch nur eine Modeerscheinung? Fakt ist, dass immer mehr Filme in 3D erscheinen und mit der UCI Multiplex GmbH endlich eine größere Kinokette in Deutschland auf digitales 3D umgerüstet hat. Doch was bietet das so genannte RealD-Verfahren wirklich? Um diese Frage zu beantworten, bin ich gestern ins 60 Kilometer entfernte Flensburg gefahren und habe es getestet …

Worum geht’s

Am Tag ihrer Hochzeit wird Susan von einem Meteor getroffen und mutiert zur 20-Meter-Frau. Noch bevor sie realisiert, was ihr gerade widerfahren ist, wird Susan auch schon vom Militär eingefangen und in einem Geheimversteck eingesperrt. Da sie eine Gefahr für die Menschheit darstelle, erklärt ihr General K.O. Putsch, müsse sie vom Militär bewacht werden. In der Anlage trifft Susan, vom Staat offiziell in Gigantika umgetauft, auf den Tausende von Jahren alten Fischmenschen Missing Link, den genialen aber leicht verrückten Insekt-Mensch-Mischling Prof. Dr. Kakerlake, die unzerstörbare gallertartige Masse B.O.B. und auf die riesige Larve Insektosaurus. Zum Wohl der Menschheit fristen die sympathischen Monster ein trostloses Leben in Isolation. Erst als der außerirdische Herrscher Gallaxhar der Erde mit Tod und Versklavung droht, dürfen Gigantika, Missing Link, Prof. Dr. Kakerlake, B.O.B. und Insektosaurus zeigen, was in ihnen steckt …

Meine Meinung

“Monsters vs. Aliens” ist ein typischer Dreamworks-Animationsfilm: Ausreichend Action, jede Menge Situationskomik und unzählige Filmzitate. Gerade letztere bieten dem Filmfan zahlreiche Schmunzler. Zwar muss man kein Filmfreak sein, um die Anspielungen auf z.B. “Angriff der 20-Meter-Frau”, “Der Schrecken vom Amazonas”, “Die Fliege”, “Der Blob”, “Godzilla”,  “Independence Day” oder “Der weiße Hai” zu erkennen, doch es hilft ungemein, möchte man jedes Zitat als solches wahrnehmen.

Die Situationskomik, für die sich größtenteils der grandiose B.O.B. zuständig zeichnet, ist wie von Dreamworks gewohnt auf hohem Niveau. Den Vogel schießt hierbei der Präsident der Vereinigten Staaten ab. Egal ob beim ersten Kontakt mit der außerirdischen Lebensform oder als Teilnehmer des Krisenstabs, er ist immer für einen oder mehrere Lacher gut. Und seine Performance von Axel F. dürfte so ziemlich Jedem Tränen in die Augen treiben.

Auch die Action kann sich erneut sehen lassen. Sowohl Susans Flucht vor dem Riesenroboter als auch die Jagd durch das außerirdische Mutterschiff sind klasse inszeniert und lassen keine Wünsche offen.

All diese gelungenen Elemente können jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es Dreamworks nach wie vor an guten Geschichten und gelungener Charakterisierung mangelt. Ja, die Figuren sind sympathisch, aber sie wachsen einem nicht ans Herz. Und ja, die Geschichte ist zweckmäßig, doch nimmt man das Treiben auf der Leinwand lediglich wohlwollend zur Kenntnis, aber niemals wirklich daran teil. Was bleibt, sind 94 Minuten gute Unterhaltung, die den Eindruck hinterlassen, als wäre noch wesentlich mehr möglich gewesen.

Und nun zum 3D-Effekt: Wer bei 3D an den eher zweifelhaften Effekt der alten Rot-Grün-Brillen denkt und dankend abwinkt, tut dem neuen RealD-Verfahren Unrecht. Und verpasst einiges. Man muss selbst erlebt haben, wie plastisch das Bild dank der neuen Technik wirkt. Der 3D-Effekt beschränkt sich keineswegs auf einige ausgewählte “Buh-Szenen”, sondern kommt mit seiner tollen Tiefenwirkung den ganzen Film über zum Tragen. Personen, die im Hintergrund stehen, stehen auch wirklich im Hintergrund. Hubschrauber, die durchs Bild fliegen, fliegen auch wirklich durchs Bild. Die Schärfe des Bildes leidet darunter zum Glück nicht. Lediglich wenn Objekte sich besonders nah am Publikum bewegen, benötigt das Auge ein wenig Zeit, um sich darauf einzustellen.

Abschließend lässt sich sagen, dass RealD durchaus gelungen ist (allerdings könnten die Brillen etwas größer sein) und den Film tatsächlich aufwertet. Das Auge isst nun mal mit. Für mich steht fest: 3D-Filme werden auch nur noch in 3D geschaut. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Effekt in einem Realfilm wirkt. Ab dem 20.05.2009 weiß ich mehr: Dann startet mit “My Bloody Valentine 3D” der erste RealD-3D-Horrorfilm.

Mein Fazit

Unterhaltsamer Animationsfilm mit guter Situationskomik und zahlreichen Filmanspielungen, den man unbedingt in 3D gesehen haben sollte.

Meine Wertung: 6/10 (in 3D 7/10)

P.S.: Beim Abspann bitte nicht sofort den Saal verlassen …

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Im Kino gesehen: Der Kaufhaus Cop

kaufhaus_cop_poster Statt meiner üblichen Einleitung werde ich euch dieses Mal lediglich einen Link präsentieren: www.deppenleerzeichen.de. Wieso ich diesen Link ausgerechnet bei “Der Kaufhaus Cop” ins Spiel bringe, überlasse ich eurer Phantasie … bin ich eigentlich der Einzige, der sich über Rechtschreibfehler in Filmtiteln aufregt?

Worum geht’s

Paul Blart (Kevin James) würde gerne der Polizei angehören, doch ein Zuckerschock beim Eignungstest lässt seinen Traum in weite Ferne rücken. Stattdessen hält sich der herzensgute Single mit einem Job als Wachmann in einem Einkaufszentrum über Wasser. Mit der Ruhe ist es jedoch schlagartig vorbei, als sich Pauls neuer Kollege Veck (Keir O’Donnell) als Kopf einer Verbrecherbande entpuppt, die die Kreditkartenterminals hacken möchte. Während Paul sich in einer Spielhalle bei einer Partie “Guitar Hero” vergnügt, evakuieren Veck und seine Partner das Einkaufszentrum und verschanzen sich mit einer Hand voll Geiseln in der Bankfiliale. Als Paul mitkriegt, was passiert ist, begibt er sich auf Anweisung seines Chefs sofort zum Ausgang des Einkaufszentrums. Doch als er herausfindet, dass sich unter den Geiseln auch seine Tochter Maya (Raini Rodriguez) und seine heimliche Liebe, die Verkäuferin Amy (Jayma Mays), befinden, holt Paul zum Gegenschlag aus …

kaufhaus_cop_szene1 Meine Meinung

Ich sage es lieber gleich: “Der Kaufhaus Cop” ist Durchschnittsware. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Story ist nett, aber selbstverständlich absolut vorhersehbar. Die Witze sind brauchbar bis gut, Kreativität sucht man bei den Pointen allerdings größtenteils vergeblich. Und die Liebesgeschichte ist zwar süß, aber gleichzeitig auch ziemlich unglaubwürdig.

Dass der Film dennoch sehenswert ist, verdankt er einzig und allein dem wie immer überaus sympathischen Kevin James. Durfte der “King Of Queens”-Star im Kino bislang nur unterstützend tätig sein (was nichts daran ändert, dass er dennoch der heimliche Star in “Hitch” und “Chuck und Larry” ist), bekommt er diesmal die Chance, sich als Hauptdarsteller zu beweisen – und meistert diese Aufgabe mit Bravour.

kaufhaus_cop_szene2 Egal ob er einem Rollstuhlfahrer einen Strafzettel geben möchte, versucht, einen Streit zweier Frauen beim BH-Kauf zu schlichten, sich beim Flirten blamiert oder betrunken eine After-Work-Party sprengt, Kevin James hat die Sympathien stets auf seiner Seite. Und wenn er im Verlauf des Films vom unsicheren Schussel zum entschlossenen Einzelkämpfer mutiert und in neuem Outfit über sich hinaus wächst, beweist der pfundige Darsteller durchaus Actionqualitäten. Schwarz macht halt nicht nur schlank, sondern auch verdammt cool.

Mein Fazit

Durchschnittliche Komödie, die von dem Sympathiebonus ihres Hauptdarstellers lebt. Kevin-James-Fans kommen voll auf ihre Kosten, alle anderen Zuschauer dürften sich immerhin solide unterhalten fühlen.

Meine Wertung: 6/10

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Abspannszenen

Gestern, am 03. April 2009 war es mal wieder so weit: Der Film “Spritztour” ist zu Ende, der Abspann beginnt – und das Publikum verlässt fluchtartig den Kinosaal. Die letzte Szene sah nur noch ich. Deswegen beginne ich heute damit, auf der Seite Abspannszenen von A-Z all die Filme zu sammeln, bei denen man den Abspann abwarten sollte, möchte man wirklich alles vom Film gesehen oder gehört haben.

Da diese Auflistung eine spontane Idee von mir ist (und eigentlich so gar nicht in meinen Zeitplan passt), wird sie von mir nach und nach ausgebaut. Anfangs werde ich mich auf die Titel beschränken, später kommen dann noch Beschreibungen der Szenen hinzu.

Vorschläge für Filme könnt ihr gerne, sogar sehr gerne entweder hier oder auf der entsprechenden Seite als Kommentar hinterlassen – wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen, eine einigermaßen vollständige Liste auf die Beine zu stellen …

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Meine Kinowoche 02.04. bis 08.04.2009

Nachdem ich letzte Woche geschwächelt und das Kino nicht ein einziges Mal besucht habe, greife ich diese Woche wieder an. Und zwar richtig:

Prinzessin Lillifee

Bekomme ich es hin, mein Büro rechtzeitig zu verlassen, beginne ich morgen mit der süßen Prinzessin Lillifee und ihrem Freund Pupsi. Bekomme ich es nicht hin, beginne ich halt nicht damit. Wirklich traurig wäre ich in diesem Fall allerdings nicht, da mir schon der Trailer Angst einflößt und ich den Film nur der Vollständigkeit halber schauen würde.

John Rabe

Sieht aus wie „Schindlers Liste“ und klingt wie „John Rambo“. Der Trailer weckte so gar keine Interesse in mir – abgesehen von Steve Buscemi, den ich immer gerne auf der großen Leinwand sehe.

Spritztour

Wenn diese Teenie-Komödie nur halb so blöd und albern wie der Trailer ausfällt, dürfte dies der perfekte Abschluss für einen langen Arbeits- und Kinotag sein.

Der Kaufhaus Cop

Kevin James in einer Komödie mit „Stirb Langsam“-Story? Klingt gut, wird vermutlich aber eher durchschnittlich ausfallen. Ich ahne schon, worauf die meisten Witze hinauslaufen …

Die Herzogin

Keira Knightley ist eine hübsche junge Frau. Über den Film … weiß ich nichts. Aber erwähnte ich schon, dass Keira Knightley eine hübsche junge Frau ist?

Fast & Furious

Vermutlich bin ich der einzige Mensch auf Erden, dem die „Fast & Furious“-Reihe von Teil zu Teil besser gefällt. Und einer der wenigen männlichen, heterosexuellen Erdbewohner, die Paul Walker mögen. Und als dieses seltene Exemplar freue ich mich dann doch schon ziemlich auf den vierten Teil. Freilich ohne wirklich viel davon zu erwarten.

Notorious B.I.G.

Möchte ich nicht drüber sprechen. Schaue ich nur, weil’s nichts extra kostet und ich nichts Besseres vor habe.

Sneak-Preview

Nach langer Zeit lasse ich mich mal wieder im Kino überraschen. Hoffentlich bereue ich diese Entscheidung nicht …

Die Vorstadtkrokodile

Den Trailer fand ich ganz unterhaltsam – und so langsam fange ich sogar an, wieder Gefallen an Kinder- und Jugendfilmen zu finden.  Okay, bezahlen würde ich dafür dennoch nicht …

Knowing

Nicolas Cage in einem Film von Alex Proyas – kann der Film überhaupt schlecht sein? Glaubt man den Kritikern: Ja. Ich bleibe dennoch optimistisch – immerhin finde ich auch „I, Robot“ klasse.

Ihr seht: Mein Plan hat es in sich. Und als ob mein Kinoprogramm nicht schon genug wäre, wird auch noch in der Formel 1 schon wieder ein Rennen ausgetragen. Das wird mal wieder hart …

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

1.251 Beiträge
1 Folgende(r)

Kategorien

Archiv

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner