Jule – Mai 2018

So, liebe Leute, heute muss ich etwas tun, was ich nur sehr ungern tue: Ich muss mal kurz ernst werden. Ihr lasst mir leider keine andere Wahl.

Der folgende Text ist insbesondere den Frauen gewidmet, die sich meine Fotos seit Wochen oder gar Monaten anschauen und prinzipiell Lust auf ein Shooting hätten, sich aber nicht trauen mich anzuschreiben. Ihr ahnt vielleicht schon, was jetzt kommt …

Immer wieder höre ich von Frauen, die ich fotografiere, dass es sie große Überwindung gekostet hätte mich anzuschreiben. Schließlich seien die Frauen, die ich fotografiere, immer so hübsch – und sie selbst könnten da ja gar nicht mithalten (Punkt 1). Jule, eine junge, unheimlich sympathische Schauspielerin, die ich im Mai fotografieren durfte, hatte diese Bedenken (glaube ich) zwar nicht, erwähnte während unseres Shootings jedoch, dass sowohl meine Fotos (Punkt 2) als auch meine Internetseite (Punkt 3) so professionell aussähen, dass es Wochen dauerte, bis sie sich endlich einen Ruck gab und mich anschrieb. Auch das habe ich bereits öfter gehört. Also nehme ich das Shooting mit Jule mal zum Anlass, etwas zu diesem Thema zu schreiben.

Punkt 1

Hört auf euch einzureden, ihr wärt nicht hübsch genug (für was auch immer)! Erstens liegt Schönheit stets im Auge des Betrachters und zweitens ist mir der menschliche Faktor viel wichtiger als ein (am gängigen Schönheitsideal gemessen) makelloses Aussehen. Ob ich jemanden (auf TfP-Basis) fotografiere, entscheide ich danach, ob diese Person (charakterlich, sowohl optisch als auch menschlich) zu meiner Art der Fotografie passen könnte oder nicht. Und nicht danach, ob diese Person perfekt aussieht.

Soll heißen: Du brauchst eine gewisse Grundausstrahlung, die mich anspricht (was das bedeutet, kann ich nicht beschreiben – ich muss Fotos sehen und denken „jau, passt“) und musst sympathisch rüberkommen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und selbst wenn ein TfP-Shooting (aus was für Gründen auch immer – manchmal hat das auch ganz banal zeitliche oder finanzielle Gründe) für mich nicht interessant ist, bleibt dir im Zweifel immer noch die Möglichkeit eines Pay-Shootings.

Punkt 2

Meine Fotos sind NICHT professionell! Und ich bin es auch nicht. Ich fotografiere jetzt seit gerade mal knapp drei Jahren (in meiner Freizeit), bin froh, die Kamera inzwischen einigermaßen im Griff zu haben und mache vieles aus reiner Intuition heraus. Ein Profi kann immer dasselbe Ergebnis reproduzieren, weil er genau weiß, was er da tut. Oder er hat ein Bild vor Augen und weiß genau, was er tun muss, um dieses Bild aufzunehmen. Ich kann das nicht bzw. benötige dazu zahlreiche Versuche. Kennt ihr den Spruch „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“? DAS bin ich! Klar habe ich inzwischen ansatzweise ein Auge für die Fotografie entwickelt, aber vom Begriff „Profi“ bin ich so weit entfernt wie der typische RTL2-Zuschauer vom Nobelpreis.

Punkt 3

Meine Internetseite ist erst recht nicht professionell! Das hier ist eine selbst zusammengezimmerte WordPress-Seite, wie es sie im Netz millionenfach gibt. Die kann wirklich jeder aufsetzen, der sich mal ’nen halben Tag lang damit beschäftigt (sonst könnte ich es ja auch nicht). Lasst euch bitte nicht davon täuschen, dass das hier einigermaßen schick aussieht – das sind fast alles Voreinstellungen der von mir ausgewählten Oberfläche, die ich einfach so übernommen habe. Professionell ist daran absolut gar nichts.

Lange Rede, kurzer Sinn: Falls dir meine Fotos gefallen und du Lust hast, mal mit mir zusammen loszuziehen, dann schreib mich einfach an. Ob TfP oder eher Pay für mich infrage kommt, sehen wir dann – und sooo unsympathisch, dass ich gar nicht mit dir shooten möchte, wirst du schon nicht sein. Oder?

Sorry Jule, dass ich unser Shooting für diesen langen Text missbraucht habe, aber das musste einfach mal raus. Ich mach’s beim nächsten Shooting wieder gut!

Hier nun endlich die Fotos:

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Maraike – Mai 2018

Ich geb’s zu: Ich bin menschlich extrem einfach zu beeindrucken. So reicht es zum Beispiel völlig aus, sich vor mein Filmregal zu stellen und wohlwollend zu nicken, statt mich aufgrund der vielen Filme direkt für bekloppt zu erklären. Wenn die Person dann noch anfängt, über eher unbekannte Horrorfilme zu reden, steht für mich fest: Dieser Mensch ist cool!

Allerdings birgt es auch ein gewisses Risiko in sich, vor einem Shooting mit mir über Filme zu reden. Ratzfatz sind dann nämlich 60, 70, 80 oder auch 90 Minuten um, ohne dass auch nur ein Foto im Kasten ist. So was kann einen Zeitplan schon mal durcheinander bringen.

Wie ich dazu komme, euch das gerade jetzt zu erzählen? Keine Ahnung. Eigentlich wollte ich euch nur ein paar Fotos von Maraike zeigen, die ich letzten Monat bei mir begrüßen und fotografieren durfte. Zusammenhänge mit der oberen Geschichte sind rein zufällig …

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Isabell – Mai 2018

Im Februar bekam ich eine Mail, die mit folgendem Satz begann:

„Du kennst das sicherlich vom hören sagen, sitzen zwei Mädels in einer Bar, bei nem entspannten Drink und kommen ins Plaudern.“

Klingt ein wenig nach dem Beginn eines schlechten Witzes über Frauen, entpuppte sich jedoch glücklicherweise als eine der sympathischsten Shooting-Anfragen, die ich bislang das Vergnügen hatte zu lesen. Und wer wie Isabell mehr schreibt als „Bock zu shooten?“ und dieses Mehr dann auch noch witzig verpackt, hat bei mir ja bekanntlich direkt einen Stein im Brett.

Nach mehreren (mal mehr, mal weniger sinnvollen) Mails kam es im Mai dann endlich zum Shooting. Auf ihren Vorschlag hin ließ ich mich von Isabell zur Steilküste nach … Mist, ich hab vergessen, wo genau das war. Also noch mal: Auf ihren Vorschlag hin ließ ich mich von Isabell zu einer Steilküste entführen. Irgendwo zwischen Kiel und Eckernförde. Fragt mich nicht. War auf jeden Fall sehr nett dort. Und mit nett meine ich … nett. Positiv nett.

Damit ihr mir glaubt, dass es dort wirklich nett (ich bin fest entschlossen, diesen Begriff zu rehabilitieren) war, gibt’s hier nun ein paar der dort entstandenen Fotos. Zugegeben, man sieht von der Steilküste gar nicht sooo viel – aber man erkennt, dass die Fotos nicht im heimischen Garten entstanden sind! Das muss reichen …

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Nathalie – März 2018

Neuer Monat – neue Fotos. Jaaa, okay, die Fotos sind bereits im März entstanden und damit eigentlich nicht mehr neu. Aber ich habe sie euch hier noch nicht gezeigt, also sind sie doch wieder neu. Irgendwie zumindest. Ach, ihr wisst schon, wie ich das meine …

Generell verrückt, wie die Zeit vergeht. So hatten zum Beispiel Nathalie und ich nach unserem ersten Shooting im April 2017 geplant, uns in absehbarer Zeit für ein zweites Shooting zu treffen. Bis es dazu kommen sollte, verging dann allerdings fast ein komplettes Jahr. Aber egal, wir haben es geschafft – nur das zählt. Und ich bin guter Dinge, dass das dritte Shooting nicht erst 2019 stattfinden wird. Hoffnung. So wichtig.

So, genug gefaselt. Hier nun endlich die Fotos:

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Hochzeit von Lisa und Dannie

Fragt mich bitte nicht, wie es dazu gekommen ist, aber irgendwie hat es sich ergeben, dass ich dieses Jahr mehr Hochzeiten fotografieren darf, als ich bislang insgesamt fotografiert habe. Was mich natürlich außerordentlich freut. Zum einen, weil jede Hochzeit ihre ganz eigene Atmosphäre hat, sich immer tolle Motive finden lassen und ich bei jeder einzelnen Hochzeit unheimlich viel dazulerne. Und zum anderen, weil es ein unfassbar großes Kompliment ist, einen der wichtigsten Tage im Leben zweier Menschen fotografieren zu dürfen. Auch wenn man es mir nicht immer anmerkt: Ich bin jedem einzelnen Paar unheimlich dankbar dafür!

Nun aber zu Lisa und Dannie, mit denen ich meine diesjährige Hochzeitssaison eröffnen durfte. Nach der Trauung im Standesamt Kiel ging es für das Brautpaarshooting und die anschließende Feier zur Großen Grünen Schützengilde von 1412 e. V.. Eine unfassbar schöne Location! Mitten in Kiel und gleichzeitig mitten im Wald. Mit einem schönen Teich und einer sehr schicken Brücke – die wir eigentlich für das Shooting nutzen wollten, dann aber nicht betreten konnten, weil eine Gans darauf ihr Nest gebaut hatte. So ist sie, die Natur: fast so unberechenbar wie das Wetter. Fand das Probeshooting wenige Wochen vorher noch im Schnee bei eisiger Kälte statt, hatten wir zur Hochzeit strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, die uns ordentlich schwitzen ließen. Es dürfte für andere Hochzeiten schwer werden, diese Abwechslung zu toppen.

Danke Lisa und Dannie! Dafür, dass ich euch an diesem Tag begleiten durfte! Und selbstverständlich auch dafür, dass ich eine kleine Auswahl unserer Fotos hier zeigen darf!

Alles Gute für eure weitere Zukunft!

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Tabea – März 2018

Auch wenn ich mich wiederhole: Ich liebe es, Menschen zu fotografieren, die noch nie vor der Kamera standen. Zum einen, weil sie nicht direkt in einstudierte Posen verfallen, die ich ihnen erst noch mühsam austreiben muss. Und zum anderen, weil sie mangels Erfahrung mit anderen Fotografen keine große Erwartungshaltung an mich haben.

Wo ich gerade bei Erwartungen bin: Was die Ergebnisse eines Shootings angeht, sind meine relativ gering. Zugegeben, nicht bezogen auf die Qualität der Fotos. Wer mich kennt, weiß, dass ich mit meinen Fotos nur selten zufrieden bin und eigentlich immer Details entdecke, die ich hätte besser machen können bzw müssen. Nein, meine niedrigen Erwartungen beziehen sich auf die Anzahl der Ergebnisse. Um ehrlich zu sein, bin ich bereits dann zufrieden, wenn auch nur ein einziges Foto dabei ist, bei dem ich der Meinung bin, dass sich das Shooting für eben dieses eine Foto gelohnt hat.

Im Fall von Tabea, die ich Anfang März fotografieren durfte, ist dies das Foto mit der Nummer 1. Womit ich nicht sagen möchte, dass ich die anderen Fotos für misslungen halte (dann würde ich sie nicht veröffentlichen). Doch selbst wenn alle anderen Fotos nichts geworden wären, wäre das Shooting für mich nur aufgrund dieses Fotos dennoch ein Erfolg gewesen. Was zugegebenermaßen weniger an meinen fotografischen Fähigkeiten, sondern vielmehr an Tabea liegt – ihr Gesicht ist einfach wie geschaffen für diese Art von Foto!

Wie ist das bei euch? Legt ihr Wert darauf, dass bei einem Shooting so viele Fotos wie möglich entstehen? Oder seid auch ihr eher auf der Suche nach „diesem einen Foto“?

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Susan – Januar 2018

Ich lobe mich ja nur selten (und noch dazu äußerst ungern), aber meine Güte, war ich heute fleißig! Gleich drei Shootings habe ich bearbeitet – und auch wenn noch Fotos offen sind, so bin ich doch einen großen Schritt vorwärts gekommen. Wie heißt es so schön: Wenn es erst mal läuft, dann läuft’s. Und heute lief es richtig gut.

Und weil es so gut lief, kann ich euch nun endlich die Fotos von Susan zeigen. Auf Susans Instagram-Profil hatte ich schon seit Längerem ein Auge geworfen, aber bis ich eine Frau von mir aus ohne Anlass frage, ob ich sie fotografieren darf, vergehen … nun ja, Monate. Dementsprechend glücklich war ich, als Susan sich von sich aus bei mir meldete, und sich bereit erklärte, mich beim Testen einer neuen Kamera-/Objektivkombination zu unterstützen. Problem gelöst!

Hier nun eine kleine Auswahl der Ende Januar entstandenen Fotos. Ich hoffe, sie gefallen euch!

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Alisha – Oktober 2017

Es klingt banal, aber bevor das eigentliche Shooting beginnt, unterhalte ich mich immer gerne ein wenig mit meinem Model. Mal ein wenig kürzer, mal ein wenig länger. Auf jeden Fall stets lange genug, um die Person, die ich gleich fotografieren darf, zumindest ansatzweise kennenzulernen und einschätzen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass eine gewisse Basis auf persönlicher Ebene für entsprechende Fotos vorhanden sein muss – und hoffe, dass sich dies in meinen Fotos auch irgendwie widerspiegelt.

Wenn mir mein Model im Laufe dieser Unterhaltung dann verrät, dass es bei Fotos eher anspruchsvoll ist, fühle ich mich zum Glück absolut gar nicht, niemals und in keinster Weise unter Druck gesetzt. Und erst recht sitze ich dank meines extrem ausgeprägten Selbstbewusstseins danach nicht zu Hause und denke immer und immer wieder „Hoffentlich gefällt ihr mindestens ein Fotos. Hoffentlich gefällt ihr mindestens ein Foto. Hoffentlich …“.

Dementsprechend blickte ich auch den Ergebnissen aus dem Shooting mit Alisha komplett gelassen entgegen. Und selbstverständlich gefiel ihr mindestens ein Foto (puh!). Um genau zu sein, gefielen ihr sogar gleich mehrere Fotos (juhu!). Und weil Alisha ein netter Mensch ist, darf ich euch diese Fotos hier sogar zeigen. Danke noch mal!

Langer Rede, kurzer Sinn: Viel Spaß beim Betrachten der Fotos!

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Hochzeit von Swenja und Mathias

Was meine fotografischen Fähigkeiten angeht, sehe ich mich selbst ja nach wie vor als (beinahe) blutigen Anfänger. Dennoch werde ich ab und an gefragt, ob ich nicht auch eine Hochzeit fotografieren könnte. Und gelingt es mir nicht, dies dem zukünftigen Ehepaar „auszureden“, nehme ich diese Herausforderung sogar an. So auch bei Swenja und Mathias, die sich am 15.09. das Ja-Wort gegeben haben und deren Hochzeit ich fotografisch begleiten durfte.

Freundlicherweise haben die beiden mir erlaubt, euch eine kleine Auswahl der dabei entstandenen Fotos hier zu zeigen. Was ich hiermit tue. Ich hoffe, die Fotos gefallen euch!

Danke, Swenja und Mathias, für euer Vertrauen und dafür, dass ich die Fotos hier zeigen darf! Und selbstverständlich alles Gute für eure weitere gemeinsame Zukunft!

P.S.: Sind die kleinen Gäste nicht goldig?

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Nebliger Sonnenaufgang an der Kiellinie

Ich gehe oft (und inzwischen auch gerne) spazieren. In der Woche morgens, mittags und abends, am Wochenende je nach Lust, Laune und Wetter. Dabei habe ich mir angewöhnt, grundsätzlich auch eine Kamera bei mir zu tragen. Also zusätzlich zum Smartphone, welches ja eh immer dabei ist. Meistens läuft es dabei auf eine OM-D E-M10 von Olympus hinaus, die mit einem 17-mm-Objektiv recht handlich, vielseitig und als Immer-dabei-Kamera dementsprechend gut geeignet ist.

Auch die folgenden Fotos sind mit dieser Kombination am Dienstag auf dem Weg zur Arbeit entstanden. Und zeigen hoffentlich, WIESO ich grundsätzlich eine Kamera dabei habe. Klar hätte ich die Fotos auch mit dem Smartphone aufnehmen können, aber ganz ehrlich: Dieser Sonnenaufgang war es wert, mit einer „richtigen“ Kamera fotografiert zu werden. Da soll noch mal einer behaupten, Kiel hätte nicht auch seine schönen Seiten …

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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