Lieber spät als nie: “Der weiße Hai”-Blu-ray mit Originalsynchronisation

Mir fällt gerade auf, dass in den letzten Tagen überdurchschnittlich viele Besucher meinen Beitrag Petition für Originalsynchronisation auf “Der weiße Hai”-Blu-ray gestartet aufgerufen haben. Da ich es bislang versäumt habe, mich zu dem Ergebnis zu äußern, hier die (viel zu späte, sorry) freudige Botschaft:

Universal hat das Flehen der Filmfans erhört und wird neben der neuen auch die alte Synchronisation mit auf die Blu-ray pressen! DANKE Universal!

Damit steht der Kauf für mich fest! Ich freue mich schon wie ein Schnitzel auf den Film – und hoffe, dass Universal auch den zweiten Teil zügig auf Blu-ray veröffentlichen wird …

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Ich bin genervt!

Ja, richtig gelesen: Ich bin genervt. Immer häufiger genervt. Sowohl im Kino als auch zu Hause. Vielleicht liegt’s an fehlender Toleranz gegenüber den mit mir in einem Kinosaal sitzenden Personen. Vielleicht liegt’s am fehlenden Verständnis für die Kinobetreiber und die Filmstudios. Vielleicht liegt’s einfach an meinem “fortgeschrittenen” Alter und daraus resultierender gestiegener Nörgelbereitschaft. Und vielleicht liegt’s auch einfach nur daran, dass ich Filme legal erwerbe und außerdem nicht nur schaue, um Zeit totzuschlagen, sondern weil ich sie wirklich sehen und genießen möchte. Ich weiß es nicht. Fakt ist: Ich bin genervt.

Es beginnt bereits beim Lesen der Filmankündigungen. Und nein, das läuft jetzt nicht auf eine generelle Ablehnung von Sequels, Prequels und Remakes hinaus (denen stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber). Gerade erst durften die Sternenkrieger ihre Lichtschwerter in 3D schwingen und die Titanic in 3D noch einmal untergehen, da werden auch schon “Jurassic Park” und “Independence Day” in 3D angekündigt. Jetzt mal ehrlich: Geht irgendjemand wirklich ins Kino, um diese Filme in 3D zu sehen? Oder gehen wir nicht vielmehr deshalb ins Kino, um diese Filme überhaupt noch einmal (oder auch zum ersten Mal) auf der großen Leinwand sehen zu können? Ich habe wahrlich nichts gegen Wiederaufführungen von alten Filmen. Ganz im Gegenteil. Aber muss das in 3D sein? Zumal die Konvertierung von 2D- in 3D-Material nicht selten zu einem schlechteren Bild führt – wofür wir als Publikum dann sogar einen Aufpreis zahlen sollen (was wohl der wahre Grund für die unnötige 3D-Konvertierung sein dürfte).

Irgendwann folgt dann der Blick ins aktuelle Kinoprogramm. Was könnte ich diese Woche gucken? “Die Tribute von Panem” soll toll sein. Oder “The Avengers”. Doch was steht hinter den Titeln? Richtig: Der Hinweis “Inklusive Pause”. Als offizielle Begründung wird gerne angegeben, dass solch eine Pause aus Rücksicht auf das Publikum stattfindet. Liebe Kinobetreiber: Die Zuschauer, die ihre Blase nicht lange genug unter Kontrolle halten können (oder schlicht zu dumm waren, vor dem Film noch mal Wasser zu lassen), müssen dann halt während des Films auf die Toilette gehen. Wie bei jedem anderen Film auch – egal ob dieser nun eine Laufzeit von 90, 140 oder 190 Minuten hat. Resultat: Ich sitze im Kinosaal, bin voll im Film drin, freue mich über die gelungene Atmosphäre, habe Spaß – und werde unerbittlich für 15 Minuten rausgerissen, damit, das ist jetzt nur eine Vermutung meinerseits, der Kinobetreiber nicht nur vor, sondern auch während der Vorstellung ein paar Getränke verkaufen kann. Mit ganz viel Glück läuft der Film nach ein paar Wochen auch ohne Pause – selbstverständlich zu unmöglichen Zeiten und nur noch im kleinsten Saal. Da kommt Freude auf!

Doch selbst wenn der Film nicht in unnötigem 3D gezeigt oder durch eine noch unnötigere Pause verunstaltet wird, laufen meine Kinobesuche in letzter Zeit alles andere als zufriedenstellend oder gar entspannend ab. Zugegeben, für das Publikum kann der Kinobetreiber nichts. Deswegen meine Bitte:

Liebe Zuschauer, wenn ihr euch für den Film nicht wirklich interessiert und euch lieber unterhalten oder mit eurem Smartphone spielen möchtet, statt ruhig sitzend dem Geschehen auf der Leinwand zu folgen, dann verabredet euch das nächste Mal doch lieber zu einem Kneipenbesuch! Vielen Dank!

Wofür der Kinobetreiber jedoch etwas kann, ist mangelhafte Bildqualität. Nicht selten kommt es vor, dass das Bild schlicht unscharf ist. Und das, obwohl ein Angestellter zu Beginn des Films die Lautstärke regelt, dabei aber offensichtlich nicht auf die Bild(un)schärfe achtet. Also muss ich aufstehen, den Saal verlassen, einen Angestellten suchen und diesen bitten, die Schärfe zu korrigieren. Und verpasse dabei mindestens zwei Minuten des Films. Ist es denn wirklich so schwer, zu Beginn des Films zu prüfen, ob alles optimal eingestellt ist?

Okay, ich muss ja auch nicht ins Kino gehen. Wofür gibt es schließlich DVDs und BDs?! Und so bleibe ich in letzter Zeit immer öfter einfach zu Hause, suche mir gemütlich den Film aus, den ich (ohne 3D, ohne Zwangspause, ohne nerviges Publikum und in ordentlicher Bild- und Tonqualität) schauen möchte und lege die entsprechende Scheibe in meinen Blu-ray-Player. Was dann folgt, ist leider nur selten der gewünschte Film. Stattdessen gibt’s erst mal unzählige Belehrungen (Raubkopien sind böse, schaden der Filmindustrie und außerdem haben Raubkopierer kleine Pimmel), Warnungen (Raubkopierer werden mit fünf Mal lebenslänglicher Beschallung durch Stefan Mross bestraft), Hinweise (alles, was vor, während oder nach dem Film gesagt wird, entspricht aus rechtlichen Gründen nicht zwangsläufig auch unserer Meinung) und Update-Aufforderungen (falls unsere Scheibe nicht funktioniert, liegt’s bestimmt an deinem blöden Blu-ray-Player – frag doch mal den Hersteller nach einem Update). Diesen Einblendungen folgen dann oft nicht überspringbare Trailer und eine ebenfalls nicht überspringbare “Thank You”-Animation. Dankeschön? Wofür eigentlich? Dafür, dass ich Geld für diesen Film ausgegeben habe und mir Urlaub nehmen muss, um ihn zeitlich überhaupt schauen zu können?

Wie angenehm es laufen kann, zeigt ausgerechnet das Trash-Studio The Asylum: Dort startet der Film direkt nach dem Einlegen der Scheibe und das Menü kann bei Bedarf eingeblendet werden. Okay, dafür sind die Filme absoluter Müll. Aber irgendwas ist ja immer …

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Auf DVD gesehen: Dexter – Season 1

Da wir mit der vierten Staffel von “Prison Break” einfach nicht vorankommen (Gott, hat sich diese Serie miserabel entwickelt), sind meine Freundin und ich vor kurzem ins “Dexter”-Universum eingestiegen. Die ersten drei Folgen hatte ich damals bereits in der Free-TV-Erstausstrahlung gesehen und für gut genug befunden, um die Serie komplett sehen zu wollen. Inzwischen stehen die ersten vier Staffeln in meinem Regal, so dass einem werbefreien Genuss nichts mehr im Wege stand …

Worum geht’s

Dexter Morgan (Michael C. Hall) ist gutaussehend, charmant und ein hervorragender Forensiker des Miami-Metro Police Departments. Niemand ahnt, dass sein freundliches Auftreten nur eine Fassade und Dexter in Wirklichkeit ein Serienkiller ist. Lediglich Dexters verstorbener Adoptivvater Harry hatte seine dunkle Seite rechtzeitig erkannt und Dexter beigebracht, seine tödlichen Triebe zu steuern. Und so tötet Dexter nur die Personen, die es nach Harrys Kodex verdient haben: Mörder, die der Justiz durch die Finger schlüpfen. Eine besondere Herausforderung stellt der so genannte “Kühllaster-Killer” dar, welcher seine Opfer blutleer und in ihre Körperteile zerlegt geradezu künstlerisch hinterlässt und der mit Dexter eine persönliche Schnitzeljagd beginnt …

Meine Meinung

Als Protagonisten einen Serienkiller zu wählen, darf ohne Zweifel als mutig bezeichnet werden. Und diesen Serienkiller so sympathisch erscheinen zu lassen, dass man als Zuschauer mit ihm mitfiebert und ihm seine Taten alles andere als übel nimmt, ist nahezu grandios. Ja, Dexter ist ein Mörder. Aber hey, wenn er schön töten muss, dann doch bitte die Richtigen! Fantastisch, wie die Serienmacher mit unserem Moralverständnis spielen, bis wir selbst nicht mehr zu wissen scheinen, was richtig und was falsch ist.

Als Glücksgriff erweist sich hierbei Dexter-Darsteller Michael C. Hall. Dieser spielt den sympathischen Serienkiller mit genau der richtigen Mischung aus Ernst und Augenzwinkern. Ein Highlight sind hierbei Dexters morbide Gedanken, welche oft von dem abweichen, was er laut aussprechen muss, um sein wahres Ich zu verbergen.

Doch nicht nur Dexter, auch die restlichen Charaktere hatte ich von der ersten Folge an in mein Herz geschlossen. Wobei ich zugeben muss, dass ich Dexters ordinäre Adoptivschwester Debra (Jennifer Carpenter) und seinen pietätlos-versauten Kollege Masuka (C.S. Lee) besonders liebgewonnen habe. Außerdem gibt’s ein Wiedersehen mit Julie Benz (Darla aus “Buffy – Im Bann der Dämonen” und “Angel – Jäger der Finsternis”), welche Dexters emotional gebrochene Alibi-Freundin Rita spielt, die einfach zum in den Arm nehmen niedlich verkorkst ist.

Ihr merkt schon: Die Figuren haben es mir angetan. Und auch die Story hat mich vollends überzeugt. Die Jagd nach dem Kühllaster-Killer ist spannend, bietet mehrere raffinierte Wendungen und gipfelt in einem emotional hoch dramatischen Finale. Ein Vorteil ist dabei sicherlich, dass die Staffel aus lediglich 12 Folgen besteht, so dass die Geschichte äußerst straff erzählt wird. Ein Nachteil ist, dass die Staffel viel zu schnell vorbei ist. Aber zum Glück sollte es ja nicht bei der einen bleiben …

Meine Wertung: 9/10

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Auf Blu-ray gesehen: Red Scorpion

Als Fan knackiger 80er-Jahre-Action muss man Joseph Zitos “Red Scorpion” angeblich gesehen haben. Nachdem ich das nun endlich getan habe, frage ich mich: Wieso?

An Dolph Lundgren kann es nicht liegen. Dieser läuft zwar einen Großteil des Films mit entblößtem und knackig durchtrainiertem Oberkörper durch die Gegend, präsentiert ansonsten aber maximal 1 1/2 Gesichtsausdrücke und wirkt als Tötungsmaschine mit Gewissen zuweilen unfreiwillig komisch.

An der Story kann es auch nicht liegen. Diese ist nämlich nicht nur einfältig (was ich bei 80er-Jahre-Action eigentlich als Pluspunkt empfinde), sondern auch noch extrem holprig und vor allem zäh inszeniert. Der Wandel vom Befehle ausführenden Elitesoldaten hin zum Kämpfer für die Unterdrückten wurde selten langweiliger und unglaubwürdiger dargestellt als hier.

Liegt’s also an der Action? Nun, diese ist zwar nicht schlecht (und vor allem handgemacht), aber viel zu rar gesät. Eine recht schicke Verfolgungsjagd zu Beginn, ein zwei bedeutungslose Keilereien in der Mitte und die kurze finale Schießerei (gewürzt mit ein paar Explosionen) am Ende hätten mich auch vor 20 Jahren nicht vom Hocker gerissen.

Insgesamt bietet “Red Scorpion” also nichts, was länger in Erinnerung bleibt oder gar das Gefühl hinterlässt, einen kultigen Actionfilm gesehen zu haben. Was bleibt, ist lediglich die Gewissheit, dass man auch als 80er-Jahre-Actionfilm-Fan nicht jeden Film dieser Ära gesehen haben muss …

Meine Wertung: 4/10

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Media Monday #49

media-monday-49Unfassbar, aber wahr: Es ist schon wieder Montag! Und somit Zeit für den Media Monday #49

1. Der beste Film mit Clark Gable ist für mich ein großes Fragezeichen, da ich nicht einen einzigen Film mit ihm gesehen habe (Schande über mich).

2. Pedro Almodóvar hat mit irgendeinem seiner Filme bestimmt seine beste Regiearbeit abgelegt, weil irgendeine nun mal die beste seiner Regiearbeiten sein muss. Das Problem ist: Ich kenne nicht einen seiner Filme (schon wieder Schande über mich).

3. Der beste Film mit Jennifer Connelly ist für mich “Dark City”.

4. Jeder hat so seine Filme, von denen sie/er glaubt, dass sie außer einem selbst kaum jemand kennt, obwohl sie unglaublich gut, spannend, witzig oder was auch immer sind. Raus damit, was sind eure Geheimtipps?
Oha, nun muss ich aber mal gaaanz tief in mich gehen … und einen Blick in meine Filmsammlung werfen. Okay, los geht’s: “11:14 – elevenfourteen”, “Dämonisch”, “Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt”, “Ich kann’s kaum erwarten”, “Lesbian Vampire Killers”, “Lucky # Slevin”, “Malice – Eine Intrige”, “Real Love”, “Running Scared”, “Thursday – Ein mörderischer Tag”, “Titan A.E.”, “Triangle”, “Wer früher stirbt, ist länger tot” und, auch wenn relativ bekannt, “Der Sternwanderer” und “Kick-Ass”.

5. Ein neuer Film von Joss Whedon kann ja nur unglaublich unterhaltsam sein. Hoffentlich wird sein nächster Film ein weiterer Ausflug ins Firefly-Universum. Wobei mir ein Buffy-Kinofilm mit der Serienbesetzung fast noch lieber wäre. Nun, man wird ja noch träumen dürfen …

6. Einen Film zu schauen und dabei nicht von Dritten gestört zu werden, ist für mich der perfekte Filmeabend.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist Four Lions und der war ein wenig enttäuschend, weil ich mir aufgrund der guten Kritiken mehr Biss und Humor erhofft hatte. Sehenswert ist der Film dennoch.

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Media Monday #48

media-monday-48Montag. Die Sonne scheint. Ich sitze mit dem Notebook auf dem Balkon. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, um zum ersten Mal am Media Monday teilzunehmen?

1. Der beste Film mit Chevy Chase ist für mich Last Action Hero.

2. Christopher Smith hat mit Severance – Ein blutiger Betriebsausflug seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film eine gelungene Mischung aus schwarzhumoriger Komödie und fesselndem Terrorkino ist, die raffiniert mit den Erwartungen des Publikums spielt.

3. Der beste Film mit Diane Kruger ist für mich Inglourious Basterds.

4. Der Sommer scheint endlich und wirklich Einzug gehalten zu haben in unseren Breitengraden. Wirkt sich das (und wenn ja wie) auf euren Filmkonsum aus?
Ehrlich gesagt: Nein, nicht im Geringsten. Obwohl … wer im Sommer ins Kino geht, besonders nachmittags, tut dies meist, um auch wirklich den Film zu sehen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Weniger Knallchargen, die nur aus Langeweile ins Kino gehen und mir durch ihr ständiges Gequatsche den Film versauen. Vielleicht gehe ich dementsprechend sogar wieder häufiger ins Kino …

5. Mit Filmen über asoziale Niederländer kann man mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken.

6. Drogen-Komödien im weiteren Sinne oder auch Kiffer-Komödien im engeren Sinne sind meist nur unwesentlich unterhaltsamer als Filme über asoziale Niederländer.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist “Men In Black” und der war dringend nötig, weil ich ihn zuletzt vor vielen vielen Jahren gesehen habe und mich auf “Men In Black 3” vorbereiten muss, welchen ich diese Woche im Kino sehen möchte.

Das war er also, der Media Monday #48. Ich denke, ich werde auch nächste Woche wieder mit dabei sein …

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Im Kino gesehen: Lockout

Ihr habt mal wieder Lust auf einen coolen Helden mit noch cooleren Sprüchen? Und euch schon immer gefragt, wie wohl eine Mischung aus “Escape From New York” und “Fortress 2” aussehen würde? Dann ist “Lockout” genau der richtige Film für euch!

Die Geschichte ist schnell und einfach zubereitet: Man nehme ein Hochsicherheitsgefängnis im Weltall, eine Präsidententochter auf humanitärer Erkundungstour, den obligatorischen Aufstand und einen in jeder noch so aussichtslosen Situation toughen Helden – fertig ist das Science-Fiction-Action-Rundum-Sorglos-Paket!

Auch wenn die zusammengeschusterte Story von “Lockout” bei Plagiatsjägern kaum eine Chance hätte und der Film wahrlich alles andere als innovativ ist, so gibt es doch ein echtes Highlight zu vermelden: Den von Guy Pearce verkörperten Snow. Dieser haut Feinden (als auch Verbündeten) Sprüche um die Ohren, die einen Joe Hallenbeck vor Neid erblassen lassen würden. Wie bei Hallenbeck (wem dieser Name nichts sagt, sei an dieser Stelle angeraten, sich verflixt noch mal endlich “Last Boy Scout” mit Bruce Willis anzuschauen) handelt es sich auch bei Snow keineswegs um einen unverwundbaren Übermenschen, sondern um einen Mann, dessen größte Stärke es ist, scheinbar unendlich einstecken und dennoch irgendwie weiterkämpfen zu können. Und so prügelt und schießt Guy Pearce sich Sprüche klopfend durch den Film, dass es eine wahre Freude ist.

Weniger erfreulich sind hingegen die viel zu hektisch geschnittenen Actionszenen und die teils doch arg billig aussehenden Effekte. Als Negativhighlight sei an dieser Stelle die anfängliche Verfolgungsjagd auf einem Motorrad genannt, die in erhöhter Geschwindigkeit runtergespult wird und mehr an ein (schlechtes) Videospiel als an einen Kinofilm erinnert. Insgesamt betrachtet geht die Action zwar in Ordnung, doch hätte mir eine ruhigere Kameraführung deutlich besser gefallen. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur alt …

So oder so: “Lockout” weiß, auch aufgrund seiner knackigen Laufzeit von gerade mal knapp über 90 Minuten, gut zu unterhalten. Und zum Ende sogar mit einem kleinen Twist zu überraschen. Mehr sollte man von solch einem Film vielleicht auch gar nicht erwarten …

Meine Wertung: 6/10

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Explosionen, Schießereien, Prügeleien und coole Sprüche – die Entbehrlichen sind wieder da!

Sly vermöbelt Van Damme, Arnie reißt die Tür aus einem Smart und Chuck Norris ballert einhändig mit ’nem MG durch die Weltgeschichte – das kann nur eines bedeuten: Der Trailer zu „The Expendables 2“ ist da. Und er macht mächtig Laune!

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=-01tT4fQ1gM]

Nachtrag vom 06.06.2012: Den Trailer gibt’s nun auch in deutscher Sprache. Ich habe den Link entsprechend angepasst.

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Im Kino gesehen: Die Frau in Schwarz

Nachdem wir am Wochenende “Iron Man”, “Der unglaubliche Hulk”, “Iron Man 2”, “Thor” und “Captain America – The First Avenger” geschaut hatten, wollten meine hübschere Hälfte und ich am Sonntag als Finale den hochgelobten “The Avengers” schauen. Leider hatten wir das rege Zuschauerinteresse unterschätzt – und ganz ehrlich: Einen Film wie “The Avengers” schaut man nicht vom äußersten Rand aus! Zum Glück sind wir spontan. Und so saßen wir kurze Zeit später in “Die Frau in Schwarz” …

Worum geht’s

Der junge Anwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) wird in ein entlegenes Dorf geschickt, um den Nachlass einer jüngst verstorbenen Anwohnerin zu regeln. Die Bewohner reagieren auf seine Ankunft mit Abneigung und raten Kipps, schnellstmöglich nach London zurückzukehren. Im Haus der Verstorbenen angekommen, muss Kipps erfahren, dass die Warnungen nicht unbegründet waren. Eine schreckliche Tat liegt in der Vergangenheit verborgen – und ein Geist in Form einer Frau in Schwarz sinnt auf Rache …

Meine Meinung

Sehr schön! Regisseur James Watkins (“Eden Lake”) macht vieles richtig, was modernen Gruselfilmen weitestgehend abgeht. Er nimmt sich genügend Zeit für die Charaktere, baut einen gut funktionierenden Spannungsbogen auf und setzt auf Atmosphäre statt auf plumpe Effekte. Regen, Nebel, knarzende Türen, unheimliche Schatten … “Die Frau in Schwarz” ist ein in jeder Hinsicht erfreulich altmodischer Gruselfilm mit all seinen Stärken. Dass die Geschichte wenig innovativ und das Finale leicht vorhersehbar ist, nehme ich Watkins aufgrund der überdurchschnittlichen Inszenierung nicht übel.

Dass es dennoch nicht für den Gruselolymp reicht, liegt größtenteils am Hauptdarsteller. Bevor ihr jetzt denkt, ich würde verbal auf den armen Daniel “Harry Potter” Radcliffe einprügeln wollen: Dieser leistet durchaus gute Arbeit. Das Problem ist vielmehr, dass Radcliffe für die Rolle des verwitweten! Anwalts!! mit Kind!!! gefühlte 10 Jahre zu jung ist und der gesamte Film dadurch an Glaubwürdigkeit verliert. Dass mir das Ende einen Hauch zu kitschig ausgefallen ist, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt …

Mein Fazit

Überdurchschnittlicher Gruselfilm mit toller Atmosphäre, der darunter leidet, dass Hauptdarsteller Daniel Radcliffe schlicht und einfach zu jung für die Rolle ist.

Meine Wertung: 7/10

Nun entschuldigt mich, ich muss mich auf “The Avengers” vorbereiten. Und heute haben wir Karten reserviert …

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Colin Farrell im deutschen „Total Recall“-Trailer

Prinzipiell bin ich wirklich gewillt, Len Wisemans Remake zu mögen. Ehrlich. Doch der Trailer hinterlässt bei mir irgendwie gemischte Gefühle: Die Action sieht zwar nett aus, wirkt aber schon beinahe überzogen futuristisch. Colin Farrel ist bestimmt keine schlechte Wahl, schaut mir jedoch ein wenig zu debil in die Kamera. Und Kate Beckinsale hätte ich auch lieber als Melina statt als Lori gesehen. Mal abwarten, wie der fertige Film ausfällt. Paul Verhoevens Original mit Arnold Schwarzenegger wird ohnehin unerreicht bleiben …

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=A1AfdM_qQeU]

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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