Media Monday #80

Und wöchentlich grüßt der Media Monday

1. Joe Pesci gefiel mir am besten in „Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf“. Seit ich von Fröschi weiß, sehe ich Leo Getz mit anderen Augen …

2. Robert Zemeckis hat mit „Zurück in die Zukunft“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er damit schlicht und einfach den besten Zeitreisefilm aller Zeiten gedreht hat. Punkt.

3. Julia Stiles gefiel mir am besten in „10 Dinge, die ich an dir hasse“.

4. Eure Meinung zur Zensur- und Indizierungspolitik in Deutschland: Gerechtfertigt, egal oder absolute [zensiert]? Auch wenn es unhöflich ist, beantworte ich diese Frage mit einer Gegenfrage: Wieso müssen Filme, Spiele, etc., die ohnehin nur für Erwachsene freigegeben sind, aus Jugendschutzgründen zusätzlich auch noch zensiert werden? Der Promillegehalt alkoholischer Getränke wird doch auch nicht künstlich beschränkt, nur weil Kinder und Jugendliche sich an der Minibar der Eltern bedienen könnten …

5. Dass viele die Originalfassungen von Filmen und Serien bevorzugen steht außerfrage und ist insbesondere im Englischen ja durchaus gut verständlich, wie aber handhabt ihr es – sofern ihr ebenfalls dieser Gattung angehört – mit Produktionen aus Ländern, deren Sprache euch überhaupt nicht geläufig ist? Da ich so gut wie alles synchronisiert schaue, muss ich mir darüber keine Gedanken machen …

6. In letzter Zeit versuchen immer mehr Serien – wie Filme es schon länger tun – mit Sex und Gewalt, sprich Blut und Brüsten, Zuschauer anzulocken (zumindest wird ihnen das gerne unterstellt). Wie ist eure Meinung (gerne anhand eines oder mehrerer Beispiele)? Da ich Serien meist erst Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung schaue, kann ich diesen angeblichen Trend weder bestätigen noch widerlegen. Fragt mich einfach in fünf Jahren noch mal.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Quarantäne 2 – Terminal“ und der war eine echte Überraschung, weil er für eine Direct-to-Video-Produktion erstaunlich hochwertig aussieht, die in „Quarantäne“ begonnene Geschichte schlüssig fortführt und zudem eine ganz andere Richtung als das Original einschlägt.

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Im Heimkino gesehen: Killer Joe

Nachdem ich die außerordentlich lobende Review bei EquilibriumBlog.de gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich „Killer Joe“ unbedingt sehen wollte. So schnell wie möglich. Wie es immer so ist, hat es dann doch ein wenig gedauert, bis ich mich dem Film endlich widmen konnte. Er drohte gar in Vergessenheit zu geraten. Bis eine weitere, ebenfalls außerordentlich lobende Review im Medienjournal erschien. Nun konnte mich nichts mehr halten. Ob ich genau so euphorisch wie Stefan und Wulf bin, erfahrt ihr, wenn das Licht ausgeht ihr weiterlest …

Worum geht’s

Der Kleinkriminelle Chris (Emile Hirsch) sitzt in der, nennen wir es beim Namen, Scheiße. Seine Mutter hat ihm seine Drogen geklaut, um damit die Reparatur ihres Autos zu finanzieren. Nun sitzt ihm sein Zulieferer, der gnadenlose Digger Soames (Marc Macaulay), im Nacken. Durch einen Zufall erfährt Chris, dass seine Mutter eine Lebensversicherung über 50.000 Dollar abgeschlossen hat, deren Begünstigte Chris‘ kleine Schwester Dottie (Juno Temple) ist. Gemeinsam mit seinem Vater Ansel (Thomas Haden Church) und dessen neuer Frau Sharla (Gina Gershon) beschließt Chris, seine laut einhelliger Meinung ohnehin nichtsnutzige Mutter ermorden zu lassen, um das Geld untereinander aufzuteilen. Den Job soll der Polizist und nebenbei als Auftragskiller arbeitende Joe Cooper (Matthew McConaughey) erledigen. Doch dieser hat klare Regeln, zu denen unter anderem auch die Vorauskasse gehört. Kein Geld, kein Job. Glücklicherweise erklärt Joe sich bereit, in diesem Fall eine Ausnahme zu machen. Wenn er Dottie als Pfand erhält …

Meine Meinung

Um die Spannung gleich am Anfang zu töten: Nein, ich bin nicht so euphorisch wie meine Kollegen. Zugegeben, die Darsteller sind klasse und Matthew McConaughey spielt den kultiviert-pervers-psychopathischen Killer Joe grandios. Auch ist die Atmosphäre schön düster und in ihrer Trostlosigkeit nur schwer zu überbieten. Dennoch hat mir etwas gefehlt. Und zwar ein stimmiger Erzählfluss. Jede Szene für sich ist durchaus gelungen, doch fügen sich die vielen gelungenen Szenen, ich kann es nicht anders beschreiben, nur selten zu einem stimmigen Film zusammen. Das mag von Regisseur William Friedkin so gewollt oder vielleicht auch der Tatsache geschuldet sein, dass es sich bei „Killer Joe“ um die Verfilmung eines Theaterstücks handelt, doch auf mich wirkte diese ruckartige Inszenierung der Handlung(en) unpassend.

Versteht mich bitte nicht falsch: „Killer Joe“ ist ein guter Film. Eine wirklich interessante Mischung aus Drama, Thriller und extrem schwarzhumoriger White-Trash-Komödie. Die Darsteller, allen voran Matthew McConaughey und Juno Temple, sind allesamt klasse, die Gewaltspitzen kommen unerwartet und wirken dadurch umso wuchtiger und die finale Familienzusammenkunft ist auf spannende Art und Weise so dermaßen erniedrigend und entlarvend zugleich, dass ich nicht wusste, ob ich lachen oder angewidert sein soll. Doch irgendwie wollte der Funke ob der oben bereits genannten Inszenierung trotz aller positiver Eigenschaften nie so recht überspringen. Schade.

Mein Fazit

Interessanter Thriller mit toller Besetzung, dessen ruckartiger Erzählfluss mir leider ein wenig die Freude an dem Film genommen hat. Eine Empfehlung ist „Killer Joe“ aber allemal!

Meine Wertung: 7/10

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Im Kino gesehen: Jack Reacher

Als bekannt wurde, dass Tom Cruise die Hauptrolle in dem Actionthriller Jack Reacher übernehmen würde, war das Gezeter groß. Zu unterschiedlich seien Tom Cruise und der titelgebende Romanheld. Ein 1,70 Meter kleiner Hänfling soll einen 1,96 Meter großen Hünen spielen? Für viele Fans undenkbar! Zu meinem Glück sind mir die Jack-Reacher-Romane gänzlich unbekannt, so dass ich mir solche Fragen nicht zu stellen brauchte und einfach nur den Film genießen konnte …

Worum geht’s

Scheinbar wahllos werden in Indiana fünf Menschen erschossen. Der Täter in Person des ehemaligen Militär-Scharfschützen James Barr (Joseph Sikora) ist schnell ermittelt. Obwohl alle Beweise gegen ihn sprechen, legt Barr kein Geständnis ab. Stattdessen verlangt er nach dem so genialen wie unberechenbaren Ex-Militärermittler Jack Reacher (Tom Cruise). Jack hat mit Barr noch eine offene Rechnung zu begleichen und hofft, ihn für dieses Massaker endgültig ins Gefängnis bringen zu können. Allerdings muss er schon bald feststellen, dass nichts so offensichtlich ist, wie es auf den ersten Blick scheint …

Meine Meinung

Wer nach dem Trailer einen Nonstop-Actionfilm mit einem Hauch von Thrill erwartet, sollte seine Erwartungen korrigieren. „Jack Reacher“ ist ein schon beinahe altmodischer Kriminalthriller, in dem die spannenden Ermittlungsarbeiten den größten Teil der Laufzeit für sich beanspruchen. Actionszenen gibt es zwar auch, doch sind diese, von einer unnötigen Verfolgungsjagd und dem packenden Finale einmal abgesehen, stets kurz und knackig gehalten. Der Fokus liegt eindeutig auf der Aufdeckung der Verschwörung. Und auf Jack Reacher, der nicht nur mit seinen Fäusten, sondern auch mit Worten gut kontern kann. Stets mit einem lässigen, aber niemals gewollt wirkenden Spruch auf den Lippen, lässt Jack Reacher keine Zweifel daran aufkommen, dass er seinen Gegnern überlegen ist.

Die Befürchtung, Tom Cruise könne diese Überlegenheit nicht auf die Leinwand transportieren, erweist sich als gänzlich unbegründet. Dank selbstsicherer Ausstrahlung und effektiver Kampftechnik wirkt Cruises Jack Reacher nahezu unantastbar, ohne dabei wie eine Karikatur zu wirken. Selbiges kann ich von dem Drahtzieher der Verschwörung leider nicht behaupten. Dieser soll vermutlich besonders bedrohlich und kaltblütig wirken, hinterlässt bei mir jedoch einen eher unfreiwillig komischen Eindruck.

Dass der Film knapp an einer höheren Wertung vorbeischrammt, verdankt er dann auch eben diesem Bösewicht, den ich leider zu keiner Zeit ernst nehmen konnte. Und der Tatsache, dass die Verschwörung uns Zuschauern von Anfang an klar ist, was die Spannung leider ein wenig ausbremst. Schöner hätte ich es gefunden, wenn die Macher von „Jack Reacher“ uns ein wenig länger im Dunkeln hätten tappen lassen.

Mein Fazit

Unterhaltsamer und spannender Kriminal-/Verschwörungsthriller mit interessanter Hauptfigur, bissigen Dialogen und knackigen Actionszenen. Für die sicherlich kommende Fortsetzung wünsche ich mir jedoch einen würdigen Gegenspieler.

Meine Wertung: 7/10

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Gehört: Star Wars – Erben des Imperiums: Der Wächter des Mount Tantiss

51uCbqcBGcL__SL500_AA240_Timothy Zahns Thrawn-Trilogie zählt zu den beliebtesten “Star Wars”-Romanen und stellt für viele Fans die legitime Fortsetzung der beliebten Sternenkriegersaga dar. Obwohl ich “Star Wars”-Fan bin, muss ich gestehen, dass ich die Bücher bis heute nicht gelesen habe. Und auch nichts von den darauf beruhenden Hörspielen mitbekommen hatte. Bis Amazon den ersten Teil für 5,- Euro in den MP3-Bestsellerlisten führte …

“Erben des Imperiums: Der Wächter des Mount Tantiss” ist der erste von insgesamt vier Teilen, die allesamt auf dem Roman “Erben des Imperiums” beruhen. Die Handlung setzt fünf Jahre nach der Zerstörung des zweiten Todessterns ein. Nach dem Sieg gegen das Imperium befindet sich die neue Republik im Aufbau. Während Luke Skywalker, Han Solo und die schwangere Leia Organa-Solo die Planeten und Völker zu vereinen versuchen, arbeitet der imperiale Oberbefehlshaber Großadmiral Thrawn an einem Plan, der die neue Republik zerstören und das Imperium zu alter Stärke verhelfen soll …

Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich das typische “Star Wars’”-Gefühl bei mir eingestellt hatte. Von dem fehlenden visuellen Erlebnis abgesehen, bietet “Erben des Imperiums: Der Wächter des Mount Tantiss” alles, was ich von “Star Wars” erwarte. Die Geschichte wird spannend und ohne Längen erzählt, geizt nicht mit Actionszenen und macht von Anfang an Lust auf mehr. Und auch die professionelle Umsetzung lässt sich nur als gelungen bezeichnen. Die Musik und Toneffekte stammen allesamt aus den Originalfilmen, so dass man als Hörer bei jedem Geräusch sofort das entsprechende Bild im Kopf hat. Abgefeuerte Laserwaffen, wirbelnde Lichtschwerter, vorbeijagende Raumschiffe – der Begriff “Kopfkino” ist hier tatsächlich mal angebracht. Der absolute Traum sind jedoch die Sprecher. Als Stimmen von Luke, Han, Leia und C-3PO konnten glücklicherweise dieselben Sprecher verpflichtet werden, die den Figuren bereits in der klassischen Filmtrilogie ihre Stimmen geliehen haben. Fantastisch! Auch alle anderen Sprecher machen ihre Sache gut und verleihen den Figuren das nötige Leben. Nur selten, wirklich ganz selten, klingen die Dialoge ein wenig hölzern und lassen ein stures Ablesen vermuten …

Nichtsdestoweniger: Wer “Star Wars” mag und keine tödliche Allergie gegen Hörspiele hat, sollte sich “Erben des Imperiums” nicht entgehen lassen. Und darauf hoffen, dass nach der Veröffentlichung des vierten Teils dieser Hörspielreihe auch die Romane “Die dunkle Seite der Macht” und “Das letzte Kommando” vertont werden!

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Im Heimkino gesehen: [Rec]³ Génesis

rec3Aller guten Dinge sind drei. Und so habe ich gestern nicht nur “[Rec]” und “[Rec]²”, sondern bei der Gelegenheit auch gleich “[Rec]³ Génesis” geschaut, welcher sich in vielerlei Hinsicht von seinen Vorgängern unterscheidet. Ob der Film dennoch (oder vielleicht auch gerade deswegen) einen Blick wert ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen …

Worum geht’s

Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden. Umgeben von ihren Familien und Freunden geben sich Clara (Leticia Dolera) und Koldo (Diego Martín) das Ja-Wort. Alles scheint perfekt. Doch plötzlich stürzt Koldos scheinbar betrunkener Onkel vom Geländer, rappelt sich wieder auf, beißt die ihm zu Hilfe eilende Frau und bespuckt weitere Gäste mit Blut. Innerhalb weniger Minuten sind die meisten Gäste infiziert und machen nun Jagd auf die wenigen Menschen, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten …

Meine Meinung

“[Rec]³ Génesis” ist ein deutlicher Schritt weg von den Wurzeln der Serie. Die engen Korridore des Wohnhauses weichen einer weitläufigen Anlage, die bedrohliche Atmosphäre wird durch Humor und deftige Splatterszenen entschärft und nicht zuletzt geht’s auch dem Found-Footage-Stil an den Kragen. Der Film beginnt zwar wie ein typischer Vertreter dieses Genres, doch mit dem Ausbruch der Infektion wird auch die Kamera zerstört und der Film wechselt in die gewohnte Erzählperspektive. Bereits diese Szene lässt erahnen, dass man “[Rec]³ Génesis” im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht allzu ernst nehmen sollte. Und spätestens wenn Koldo sich in einer Ritterrüstung Zombies mit einem Pürierstab entgegenstellt, der Kinderclown Spongejohn (“Ist so ‘ne Urheberrechtssache.”) sich mit einer Schrotflinte verteidigt und die Braut mit einer Kettensäge auf Zombiejagd geht, sollte auch der letzte Zuschauer erkennen, dass es hier nicht ausschließlich um gepflegten Horror, sondern ebenfalls um Spaß geht.

Womit ich keinesfalls sagen möchte, dass es sich bei “[Rec]³ Génesis” um eine Komödie handelt. Auch im dritten Teil der Serie, der, wie ein Fernseher im Hintergrund verrät, zeitgleich zu den Geschehnissen der ersten beiden Teile spielt, gibt es düstere Momente und gelungene Schreckszenen. Allerdings wirken diese durch die konventionelle Inszenierung und die humorigen Einlagen weit weniger verstörend als in den Vorgängern. Dies muss kein Nachteil sein – sofern man mit den richtigen Erwartungen an den Film heran geht. Ob einem die klaustrophobische Inszenierung der Vorgänger oder der humorige Stil des aktuellen Teils besser gefällt, entscheidet letztlich der persönliche Geschmack. Ich für meinen Teil bin froh darüber, dass die Serie sich weiter entwickelt und nicht zum Abklatsch ihrer selbst wird.

Was man dem dritten Teil allerdings vorwerfen kann, ist, dass er die in den Vorgängern erzählte Geschichte nicht voran bringt und eher wie ein eigenständiger Film denn wie ein dazugehöriger Teil der Serie wirkt. Doch vielleicht lässt sich das große Ganze auch erst in dem bereits angekündigten “[Rec] Apocalypse” erkennen …

Mein Fazit

Etwas konventionelle, aber durchweg unterhaltsame Fortsetzung, die außer dem Titel und den Infizierten nur wenig mit den Vorgängern gemeinsam hat und deren Stilbruch beim Publikum sicherlich gemischte Gefühle hinterlassen wird.

Meine Wertung: 7/10

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Im Heimkino gesehen: [Rec]²

rec2Durch Zufall bin ich letzte Woche auf den Trailer zu “[Rec]³ Génesis” gestoßen. Dieser gefiel mir so gut, dass ich es mir am liebsten sofort auf der Couch gemütlich gemacht und den Film geschaut hätte. Doch zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal Teil 2 gesehen hatte. Zum Glück war auch dieser Film bei Amazon sofort lieferbar …

Worum geht’s

Nachdem der Funkkontakt zu den eingeschlossenen Personen abgebrochen ist, wird eine Spezialeinheit unter der Leitung des Wissenschaftlers Dr. Owen (Jonathan D. Mellor) in das unter Quarantäne gestellte Haus geschickt. Doch Dr. Owens Interesse gilt nicht den etwaigen Überlebenden, sondern der Dachgeschosswohnung und den darin verborgenen Geheimnissen des Vatikans …

Meine Meinung

Nichts hasse ich mehr als Fortsetzungen, die das offene Ende des Vorgängers ignorieren oder gar für nichtig erklären. Diesbezüglich macht der ebenfalls im Found-Footage-Stil gedrehte “[Rec²]” alles richtig. Die Handlung schließt unmittelbar an den ersten Teil an, greift die letzten Erkenntnisse auf und führt die Geschichte (mehr oder weniger) logisch fort. Daraus folgt, dass sich “[Rec]²” vom Infizierten-Horror entfernt und stattdessen die kirchliche Verschwörung rund um Dämonen und Besessenheit das Geschehen dominiert. Wer sich mit dem Story-Schwenk im Finale des ersten Teils nicht anfreunden konnte und einen gradlinigen Zombiefilm erwartet, sollte also tunlichst die Finger von der Fortsetzung lassen. Alle anderen dürfen sich über einen nach wie vor atmosphärischen Horrorfilm freuen, der zwar weniger spannend, dafür aber deutlich unheimlicher als der Vorgänger daherkommt. Denn auch wenn an der Decke krabbelnde und mit fremder Stimme sprechende Besessene wahrlich nichts originelles sind, so verfehlen sie dennoch ihre Wirkung nicht.

Abzüge bekommt “[Rec]²” für seine inhaltlichen Schwächen (man darf sich z.B. schon fragen, wieso der Vatikan für Experimente mit Besessenen ausgerechnet ein bewohntes Mietshaus wählt) und einen inszenatorischen Fehlgriff. Dieser besteht darin, dass die Handlung in der Mitte kurzzeitig unterbrochen wird, um das Geschehen aus einer anderen Perspektive erneut aufzugreifen. Auch wenn die beiden Handlungsstränge recht zügig miteinander vereint werden, kostet dies dem Film einiges an Spannung. Erschwerend kommt hinzu, dass die neu auftretenden Charaktere, welche selbstverständlich ebenfalls stets eine Kamera bei sich führen, recht nervig sind und außerordentlich dumm agieren. Auch wenn durch die neuen Figuren neue Kameraperspektiven ermöglicht werden, hätte ich auf diesen Handlungsstrang gut verzichten können …

Mein Fazit

Wenig originelle, dafür aber konsequent weitergesponnene Fortsetzung, die das Genre zwar nicht neu erfindet, sich aber auch nicht zu verstecken braucht.

Meine Wertung: 7/10

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Gewinnt 2 x 2 Kinokarten für “Beasts of the Southern Wild”

beastsofthesouthernwildWährend die Kinowelt sich derzeit allein um Peter Jacksons “Der Hobbit – Eine unerwartete Reise” zu drehen scheint, droht ein kleiner Film ein wenig unterzugehen. Ein Film, der es, sofern man den Kritikern und zahlreichen Auszeichnungen glauben darf, nicht verdient hat, unterzugehen.

Aus diesem Grund verlose ich nun 2 x 2 Kinokarten für das Fantasy-Drama Beasts of the Southern Wild, in welchem sich die sechsjährige Hushpuppy einem tödlichen Sturm und prähistorischen Tieren stellen muss, um ihren kranken Vater zu retten.

Geht einfach auf die offizielle Seite zum Film oder besucht die dazugehörige Facebook-Seite, schaut euch den Trailer zum Film an – und wenn ihr dann wie ich der Meinung seid, dass dieser Film es verdient, angeschaut zu werden, dann bestätigt es hier in Form eines Kommentars. Unter allen Teilnehmern verlose ich dann am 20.12., pünktlich zum offiziellen Kinostart, die o.g. Kinokarten.

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Sollen wir beginnen? Der deutsche „Star Trek Into Darkness“-Teaser ist da!

Ich war nie ein großer „Star Trek“-Fan. Bis J.J. Abrams kam und 2009 einen der unterhaltsamsten Science-Fiction-Filme in die Kinos brachte, den ich bislang gesehen habe. Im Mai 2013 startet die von mir sehnsüchtig erwartete Fortsetzung „Star Trek Into Darkness“, zu der heute der erste Teaser veröffentlicht wurde. Und bereits dieser ist so gut, dass ich nicht die geringste Ahnung habe, wie ich die Zeit bis zum Kinostart überstehen soll. Aber seht und urteilt selbst:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=6927QNxye6k]

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7 Psychos … 7 Blogger … sind wir nicht alle ein wenig psycho?

DCM_7PSYCHOS_FINAL_webAnlässlich des morgigen Kinostarts der schwarzhumorigen Komödie 7 PSYCHOS wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, einer von sieben Psycho-Bloggern zu werden. Ursprünglich wollte ich diese Anfrage ablehnen, da ich bekanntermaßen vieles bin, aber keineswegs psychopathisch. Außerdem fehlte mir für solch einen Beitrag schlicht die Zeit, da ich gerade damit beschäftigt war, meiner hübscheren Hälfte einen Streich zu spielen. Falls ihr es noch nicht wusstet, ich liebe es, dieses zarte Wesen zu erschrecken. Und dieses Mal hatte ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen, nämlich einen kleinen Stromschlag durch einen in die Dusche geworfenen Föhn. Selbstverständlich bei abgeschaltetem Licht, denn nichts fürchtet meine Kleine mehr als die Dunkelheit. Wie jeden meiner Streiche habe ich auch diesen mit einer versteckten Kamera für die Nachwelt festgehalten:

SONY DSC

Dieses Foto ist leider auch das letzte, welches meine Nachtsichtkamera aufgenommen hat. Aus einem mir unbekannten Grund kam es direkt nach dem Wurf des Föhns zu einer … sagen wir Stromschwankung, die der Kamera nicht gut getan hat.

Wie dem auch sei, seit diesem Streich redet meine Freundin nicht mehr mit mir. Um genau zu sein, hat sie die Duschkabine seitdem nicht verlassen. Aber hey, es ist gerade mal eine Woche her – die beruhigt sich schon wieder!

Dadurch, dass meine Freundin schmollt (bzw. mich auf dem Boden liegend mit Schweigen straft), hatte ich wider Erwarten nun doch genügend Zeit, mich mit den 7 PSYCHOS zu beschäftigen.

In dem neuen Film des “Brügge sehen… und sterben?”-Regisseurs Martin McDonagh sucht der erfolglose Autor Marty (Colin Farrell) nach Anregungen für sein neues Drehbuch. Diese erhofft er sich von seinen Freunden Billy (Sam Rockwell) und Hans (Christopher Walken), die sich als Hundekidnapper ein profitables Geschäft aufgebaut haben. Problematisch wird es, als Billy den Hund des durchgeknallten Gangsters Charlie (Woody Harrelson) entführt, der nun alles daran setzt, sein geliebtes Haustier zurückzubekommen – und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt …

Klingt durchgeknallt, sieht durchgeknallt aus und wird sicherlich auch durchgeknallt sein. Da “Brügge sehen… und sterben“?” für mich einer der Überraschungshits 2008 war, sind meine Erwartungen entsprechend hoch. Ab morgen wird sich zeigen, ob Martin McDonagh meine Erwartungen erfüllen und das hohe Niveau halten kann!

Nun werde ich erst mal schauen, was die anderen sechs Psycho-Blogger in ihren Blogs www.cone-online.com, www.filmherum.de, www.kinofilmer.de, www.millus.kulando.de, www.myofb.de und www.wewantmedia.de über den Film zu berichten haben. Und meiner bockigen Freundin zumindest ein Handtuch bringen. Dass die nicht friert, obwohl sie seit Tagen nackt in der Dusche liegt und lieber mit mir schmollt, statt aufzustehen und gemeinsam mit mir über den Streich zu lachen … Frauen!

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Media Monday #75

media-monday-75

Lieber mit einem Tag Verspätung als gar nicht kommt hier mein Beitrag zum aktuellen Media Monday:

1. Jude Law gefiel mir am besten in “Gattaca” und “eXistenZ”.

2. Wes Craven hat mit “Scream” seine beste Regiearbeit abgelegt, weil dieser Film Horror und Humor perfekt miteinander vereint und die Krise eines gesamten Genres beendet hat.

3. Olivia Wilde gefiel mir am besten in “TRON: Legacy”. Mjam.

4. Über welches Geschenk aus dem Bereich Film/Literatur würdest du dich dieses Jahr zu Weihnachten besonders freuen? Über je ein Blu-ray-Rezensionsmuster zu “The Raid” und “The Cabin In The Woods”. Zwinkerndes Smiley

5. Mein Filmtipp Nr. 1 für die Vorweihnachtszeit ist ganz klar “Tatsächlich… Liebe”. Ein Film, bei dem mir jedes Mal nicht nur eine Träne die Wange hinab kullert.

6. In punkto Film geht meiner Meinung nach der Trend im nächsten Jahr weiter in Richtung 3D. Und zwar so lange, bis auch der letzte Zuschauer bemerkt, dass man sich an dieser Technik schnell satt gesehen hat.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist “Freddy vs. Jason” auf Blu-ray und der war mal wieder ein herrlicher Spaß, weil das Zusammentreffen dieser beiden Horror-Ikonen inkl. aller Klischees nicht passender hätte umgesetzt werden können!

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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