Wie meine Stammleser wissen, bin ich kein Mann großer und vor allem vieler Worte (und frage mich gerade, wie sich das in Verbindung mit meiner Tätigkeit als Blogger einigermaßen sinnvoll erklären lässt), daher fasse ich mich gewohnt kurz:
Habt auch ihr euch schon mal gefragt, wie Blogger ihre Blogs eigentlich finanzieren?
Diese Frage lässt sich in meinem Fall ganz einfach beantworten: Indem ich arbeiten gehe. Tagein. Tagaus. In einem Büro. Jenseits der Filmwelt. Denn dieses Filmblog ist ein reines Hobby, das mir keinerlei Einnahmen beschert, dafür aber durchaus Kosten verursacht. Durch die Domain. Durch den Webspace. Und ja, sogar durch Versandkosten, die entstehen, wenn ich mal wieder Gewinnspielmaterial an euch verschicke. Mein Lohn sind eure Kommentare. Und das eine oder andere Rezensionsexemplar, das mir von den Verleihern zugeschickt wird. Ja, ich bin schon ein selbstloses Kerlchen. Und das aus voller Überzeugung.
Ihr findet meine Einstellung (oder gar mich) sympathisch? Lest interessiert meine Reviews? Wühlt euch gerne durch meine Blogbeiträge? Und habt euch schon immer gefragt, was ihr tun könnt, um mich hier seelisch und moralisch ein wenig zu unterstützen?
Genau zu diesem Zweck rufe ich hiermit die Aktion Gebt Filmen ein Zuhause! ins Leben!
Hinter diesem Link verbirgt sich eine Amazon-Wunschliste mit zahlreichen Filmen, die ihren Weg noch nicht in meine Sammlung gefunden haben. Wer möchte, kann mir hierüber ab sofort jederzeit eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Zum Beispiel zu meinem nächsten Blog-Geburtstag. Zu Weihnachten. Oder einfach nur mal so zwischendurch. Ganz ohne Zwang. So wie auch ich weiter ohne Zwang bloggen werde.
In diesem Sinne!

Am Donnerstag startet Wes Andersons neuer Film „Grand Budapest Hotel“ in unseren Kinos. Als Filmliebhaber sollte ich es vielleicht nicht zugeben, aber Andersons bisherige Filme (u.a. „Die Royal Tenenbaums“, „Die Tiefseetaucher“ und „Moonrise Kingdom“) gehören trotz ihrer Skurrilität nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Gleichwohl freue ich mich stets auf sein nächstes Werk. Nicht zuletzt, da Wes Anderson es üblicherweise schafft, tolle Darsteller vor der Kamera zu vereinen und der großartige Bill „Fucking“ Murray zu seinen Stammdarstellern gehört.


„RoboCop“ mit familienfreundlicher FSK-12-Freigabe? In den Achtzigern wäre dies ein schlechter Scherz gewesen, beim Remake des zynisch-brutalen Klassikers ist es Realität. Doch oh Wunder, der Film funktioniert! Nicht zuletzt, weil Regisseur José Padilha zwar die Rahmenhandlung übernimmt und das Original in vielen kleinen Anspielungen würdigt, dabei jedoch inhaltlich neue Wege einschlägt, andere Prioritäten setzt und das Geschehen dem heutigen Zeitgeist anpasst.
Achtung, wichtige Warnung: Aufgrund akuter Müdigkeit zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Review kann der nun folgende Text Spuren von zusammenhanglosen Sätzen und wirrem Geschreibsel enthalten. Ich bitte dies zu entschulddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd … bin wach! Bin wach!
Meine Meinung
Die gute Nachricht: An Chris Pine scheitert der Film definitiv nicht. Pines Darstellung ist engagiert, zuweilen überraschend vielschichtig und empfiehlt ihn durchaus für zukünftige Jack-Ryan-Abenteuer. Dasselbe gilt für Kevin Costner, der als väterlicher Mentor mit Rat und Tat zur Seite steht – wenn’s darauf ankommt, auch mit dem Gewehr im Anschlag. Auch Keira Knightley weiß (nicht nur optisch) zu gefallen, obgleich ihre Entwicklung von Jack Ryans misstrauischer Freundin hin zum unverzichtbaren Teammitglied arg unglaubwürdig und zuweilen unfreiwillig komisch wirkt. Doch das ist immer noch besser als Kenneth Branagh, der als russischer Bösewicht zwar solide aufspielt, jedoch zum reinen Abziehbild alter Feindbilder verkommt.
Und damit sind wir auch schon bei dem Grundproblem des Films angekommen: Er bietet nur altbekannte Kost. Und was noch schlimmer ist: Er verpackt diese nicht mal sonderlich gut. Die durchaus nicht uninteressante Geschichte wird pflichtbewusst, aber überraschungs- und leider auch recht spannungsarm vorangetrieben. Jacks Einbruch in Cherevins EDV-System, während selbiger von Cathy beim Abendessen abgelenkt wird, gehört sicherlich zu den besseren Momenten, lädt den genreerprobten Zuschauer aber auch nicht gerade zum Fingernägelkauen ein. Und die wenigen Actionszenen in Form kurzer Prügeleien, Schießereien und Verfolgungsjagden sind zwar solide inszeniert, zeigen aber auch nichts, was man nicht anderswo schon spektakulärer und vor allem packender gesehen hat.
Dienstag stand ich vor einer schwierigen Entscheidung: „American Hustle“ oder „Winter’s Tale“? Diverse verliehene Preise, zehn Oscar-Nominierungen, begeisterte Kritiker und die Empfehlungen sowohl bei Twitter als auch bei Facebook ließen meine Wahl auf David O. Russells („Silver Linings“, „The Fighter“) „American Hustle“ fallen. Doch wirklich glücklich bin ich mit dieser Entscheidung im Nachhinein nicht.