Neuer Trailer zu „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ erschienen

Und wieder ein verfilmter Bestseller, von dem ich noch nie etwas gehört, geschweige denn den ich gelesen habe. Vielleicht ist das aber auch mein Glück, denn abgesehen von dem, was der Trailer zeigt, habe ich nicht die geringste Ahnung, worum es genau geht. Und den Trailer finde ich durchaus interessant.

Ich lasse mich ab dem 16. Oktober einfach mal überraschen …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=L5nlis_lbFM]

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„Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“: Der erste Trailer ist da!

Unzählige Fans haben bereits auf ihn gewartet, heute wurde der erste Trailer zu „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ nun endlich veröffentlicht. Wirklich schade, dass sich meine Vorfreude auf den dritten Teil nach den beiden Vorgängern, die mir so gar nicht zugesagt haben, arg in Grenzen hält. Der Trailer sieht nämlich gar nicht übel aus …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=xwCdOkHBF1U]

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Erster Trailer zu „Die Tribute von Panem – Mockingjay: Teil 1“ erschienen

Das Finale beginnt! Ab dem 20.11.2014 können wir gemeinsam erleben, wie es in Panem weitergeht. Mein Tipp: Friedlich wird es nicht ablaufen …

Wieder mit dabei sind Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Philip Seymour Hoffman, Jeffrey Wright, Stanley Tucci und Donald Sutherland. Neu hinzu stößt Julianne Moore als Präsidentin Alma Coin.

Wieso ich euch das alles erzähle? Weil heute der erste kurze Trailer veröffentlicht wurde, den ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten möchte!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=9qDwHYsgZg8]

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Comic-Con-Trailer zu „Mad Max: Fury Road“ erschienen

George Miller, Regisseur der ursprünglichen Mad-Max-Trilogie, verzichtet im Reboot auf Mel Gibson und lässt stattdessen Tom Hardy als Max Rockatansky Waffen und Wagen sprechen.

Und statt darüber zu schreiben, wie verdammt geil das aussieht (und das tut es), lasse ich ganz flott einfach den Trailer für sich sprechen:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=5VsWk5zbfBI]

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Im Kino gesehen: The Raid 2

Der Überraschungserfolg „The Raid“ wird, obwohl erst drei Jahre alt, schon jetzt gerne als Klassiker des Actionfilms bezeichnet. Und das meiner persönlichen Meinung nach völlig zu recht. Mit der Reduzierung auf das Nötigste und den perfekt choreografierten Actionszenen hat „The Raid“ das Rad zwar nicht neu erfunden, mir als Genre-Fan aber das gegeben, was ich in den meisten Hollywood-Actionproduktionen vermisse: handgemachte Action, die bereits beim Zuschauen weh tut. Dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich dann auch an die direkte Fortsetzung „The Raid 2“. Und wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil …

Worum geht’s

Nachdem er das Massaker in der Verbrecherhochburg überlebt hat, wird Rama (Iko Uwais) von dem Polizisten Bunawar (Cok Simbara) um Hilfe gebeten. Rama soll die Bande des einflussreichen Gangsterbosses Bangun (Tio Pakusodewo) unterwandern und Bunawar Beweise für korrupte Polizisten liefern. Zu diesem Zweck wird Rama in das Gefängnis eingeschleust, in dem Banguns Sohn Uco (Arifin Putra) eine Haftstrafe verbüßt. Als es ihm gelingt, einen Mordanschlag auf Uco zu vereiteln, ist dies Ramas Eintrittskarte in Banguns Syndikat. Doch der aufkeimenden Konflikt zwischen Bangun und der japanischen Goto-Familie sowie die intriganten Spiele des aufstrebenden Gangsters Bejo (Alex Abbad) lassen Ramas Suche nach Beweisen zu einen brutalen Kampf auf Leben und Tod werden …

Meine Meinung

Was für eine Fortsetzung wäre wohl entstanden, hätte es sich bei „The Raid“ um eine Hollywoodproduktion gehandelt? Vermutlich wäre Rama erneut in ein (noch höheres) Hochhaus geschickt worden und hätte es dort erneut mit (noch größeren) Verbrecherhorden zu tun bekommen. Glücklicherweise handelt es sich weder bei „The Raid“ noch bei dessen Fortsetzung um eine Hollywoodproduktion, so dass Regisseur und Drehbuchautor Gareth Evans mehr oder weniger freie Hand hatte – und mit „The Raid 2“ kurzerhand ein 150 Minuten langes Gangster-Epos voller ruhiger Dialoge, aber auch faszinierender Actionszenen geschaffen hat.

Letztere haben es abermals in sich und können in Sachen Choreografie, Härte und vor allem Abwechslung nicht nur mit dem Vorgänger mithalten, sondern übertreffen diesen sogar. Während sich „The Raid“ situationsbedingt auf Schießereien und waffenlose Kämpfe in engen Räumen und Korridoren konzentrierte, dürfen sich die Beteiligten in der Fortsetzung unter anderem in einem Gefängnishof, einer Diskothek und sogar während einer Verfolgungsjagd auf den Straßen Jakartas austoben, bis Rama sich dann im packenden Finale erneut durch ein Gebäude voller Verbrecher kämpfen muss. Dieses Finale, in dem sich Rama nicht nur unzähligen Handlangern, sondern gleich drei ebenbürtigen Gegnern stellen muss, ist an fesselnder und perfekt choreografierter Action kaum zu überbieten und dürfte auf lange Sicht die Messlatte für kommende Filme darstellen.

Auch wenn die Kamera in den Actionszenen zeitweise etwas zu sehr wackelt, bleibt die Übersichtlichkeit glücklicherweise stets gewahrt. Dies ist auch bitter nötig, denn insbesondere die Kampfszenen sind so schnell und dynamisch, dass jedes Blinzeln bedeuten kann, etwas zu verpassen. Die Geschwindigkeit, in der sich Hauptdarsteller Iko Uwais durch die Gegnerhorden kämpft, ist erneut faszinierend. So wie die handgemachten Stunts erneut wesentlich fesselnder sind, als es jede CGI-Actionszene jemals sein wird.

Obwohl „The Raid 2“ mehr Action als der Vorgänger zu bieten hat, fühlt sich der Film aufgrund der enorm gesteigerten Laufzeit von 100 auf 150 Minuten weniger wie ein Actionfilm an. Das macht aber gar nichts, da auch die ruhigen Szenen mit überraschend talentierten Darstellern, gelungener Bildsprache und toller musikalischer Untermalung überzeugen können. Gareth Evans gestaltet nicht nur die Action, sondern auch die ruhigen Szene mit so viel Stil, dass die teils etwas in die Länge gezogenen (und ehrlich gesagt nicht besonders originellen) Dialoge nur äußerst selten negativ auffallen. Positiv fällt dafür auf, dass Evans nicht nur die Figuren (bis hin zur kleinsten Nebenfigur) fest im Griff hat, sondern auch Spannung und Dramatik während der 150 Minuten kontinuierlich zu steigern versteht. Wenn Evans diese Qualitäten beibehält, darf „The Raid 3“ gerne kommen!

Mein Fazit

Perfekt choreografiertes Actionmeisterwerk mit fantastischen Bildern und grandioser musikalischer Untermalung, dem lediglich etwas Feinschliff in den Dialogen fehlt. Trotzdem lege ich mich schon jetzt fest und behaupte ganz dreist, dass dies der Actionfilm des Jahres sein wird!

Meine Wertung: 9/10

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Im Kino gesehen: 22 Jump Street

Eigentlich ist das Wetter viel zu schön, um am Rechner zu sitzen und eine Review zu schreiben. Doch ich habe mir fest vorgenommen, mein Blog wieder mit mehr Leben zu füllen. Also muss das Wetter hintenanstehen – braune Haut und eine gesunde Gesichtsfarbe werden ohnehin stark überschätzt. Außerdem habe ich gestern in der Sneak „22 Jump Street“, die Fortsetzung zum Reboot der 80er-Jahre-Teenager-Krimiserie „21 Jump Street“, sehen dürfen. Ein toller Film, der es verdient, in meinem Blog verewigt zu werden!

Worum geht’s

Nachdem sie ihren ersten Undercover-Einsatz an der Highschool überraschend erfolgreich gemeistert haben, werden die beiden Polizisten Jenko (Channing Tatum) und Schmidt (Jonah Hill) ans College geschickt. Dort ist eine Studentin der neuen Designerdroge WhyPhy zum Opfer gefallen, weswegen Jenko und Schmidt den Dealer und durch diesen die Quelle der Droge ausfindig machen sollen. Im Laufe der Ermittlungen steigt Jenko zum Star des Football-Teams auf – und beginnt, den Fall sowie seinen Partner zu vernachlässigen …

Meine Meinung

Was für ein sympathischer Blödsinn! „22 Jump Street“ schafft es mühelos, den Überraschungserfolg „21 Jump Street“ in jeglicher Hinsicht zu übertreffen. Und das, obwohl sich die Geschichte, wenn auch mit vertauschten Rollen, beinahe 1:1 wiederholt. Den Film als Abklatsch zu bezeichnen, wäre dennoch nicht gerechtfertigt, denn die Wiederholung ist durchaus gewollt, hat System und dient nicht nur als Grundlage zahlreicher Anspielungen auf typische Hollywood-Sequels, sondern spielt auch inhaltlich im richtigen Moment mit der Erwartungshaltung des Publikums, nur um es letztlich dann doch an der Nase herumzuführen.

Wie bereits im Vorgänger, sind die Dialoge auch in „22 Jump Street“ oft weniger auf die eigentliche Handlung, sondern vielmehr auf den Film selbst bezogen. Der überraschend erfolgreiche erste Einsatz, das verdoppelte Budget, die nach zerstörerischen Momenten erforderlichen Sparmaßnahmen – die beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller („Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“, „Lego“, „21 Jump Street“) nutzen jede nur denkbare Möglichkeit, um sich über die typischen Regeln und Klischees einer Fortsetzung und somit über ihren eigenen Film lustig zu machen. Und sind die Dialoge mal nicht auf die Produktion des Films bezogen, dann auf die latent homoerotische Beziehung zwischen Jenko und Schmidt. So gut wie jeder Satz lädt zur Doppeldeutung ein, so dass es schier unmöglich sein dürfte, alle Anspielungen beim ersten bzw. einmaligen Anschauen zu erkennen. Dass der Film dennoch nie in peinliche Lächerlichkeiten abdriftet und die Figuren trotz absurder Szenen mit Respekt behandelt, ist dabei vermutlich die eigentliche Meisterleistung. Lediglich die beiden Auftritte von Dave Franco und Rob Riggle (bitte auch den Abspann abwarten!) bewegen sich ein wenig unterhalb der lädierten Gürtellinie und hätten in dieser Form nun wirklich nicht sein müssen.

Von diesen beiden Szenen einmal abgesehen, glänzt „22 Jump Street“ neben den bereits erwähnten Dialogen und Anspielungen mit gelungenen Actionszenen und unzähligen popkulturellen Anspielungen. Dass die Beteiligten allesamt einen an der Klatsche zu haben scheinen (ja, das ist absolut positiv gemeint) und ihren Spaß hatten, merkt man dem Film dabei in jeder Minute an. Insbesondere Channing Tatum und Jonah Hill harmonieren einmal mehr perfekt miteinander und drehen zeitweise auf, als gäbe es kein Morgen mehr. Und auch Ice Cube darf dieses Mal ein wenig mehr von seinem durchaus vorhandenen komödiantischen Talent zeigen – und für die lustigsten Szenen des Films sorgen.

Mein Fazit

Exzellent aufgelegte Darsteller, eine extrem hohe Gagdichte und zahlreiche Anspielungen auf den Hollywood-Wahnsinn machen „22 Jump Street“ zu einem der besten Sequels der letzten Jahre. Ich freue mich schon jetzt auf „23 Jump Street“! Und auf „24 Jump Street“! Und auf „25 Jump Street“! Und auf …

Meine Wertung: 9/10

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Im Kino gesehen: Transformers: Ära des Untergangs

Bevor ich mich dem aktuellen Teil der Transformers-Reihe widme, gebe ich euch zur Orientierung noch mal einen kurzen Rückblick auf meine Meinung zu den bisherigen Filmen: „So sehr ich auch darüber nachdenke, mir will einfach nichts einfallen, was ich „Transformers“ negativ ankreiden könnte.“ schrieb ich damals über den ersten Teil – und dazu stehe ich auch heute noch. „Transformers“ ist für mich nach wie vor perfektes Blockbuster-Kino und unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Minute. Dann kam der zweite Teil, der an Peinlichkeiten (auf Menschen pinkelnde Transformers, Transformers mit baumelnden Geschlechtsorganen) und nervigen Figuren (die beiden „Beavis-and-Butthead“-Transformers) kaum zu überbieten war und dessen Actionszenen nicht mehr wohl dosiert, sondern nur noch ausufernd waren und dadurch letztlich langweilten. Meine Güte, was war ich enttäuscht. Und sauer. Im dritten Teil wurde der Fremdschämfaktor glücklicherweise wieder zurückgefahren, allerdings auch noch weniger Wert auf eine schlüssige Geschichte und dafür noch mehr auf die Action gelegt. Mit dem Ergebnis, dass in den ersten 75 Minuten so gut wie nichts (sinnvolles) passierte und die übrigen 80 Minuten komplett aus technisch zwar gelungenen, jedoch selten originellen und sich dafür oft wiederholenden Actionszenen bestanden. Immerhin habe ich mich über den dritten Teil nicht mehr ärgern müssen, sondern war von ihm „nur noch“ gelangweilt. Womit ich auch gleich den perfekten Übergang zu „Transformers: Ära des Untergangs“ formuliert habe …

Worum geht’s

Seit dem verheerenden Kampf in Chicago, der unzähligen Menschen das Leben kostete, werden die noch lebenden Transformers wie Terroristen gejagt. Durch Zufall gerät der Erfinder Cade Yeager (Mark Wahlberg) an einen alten Truck, der sich als verletzter Optimus Prime entpuppt. Kurze Zeit später stehen Agenten der CIA auf Cades Grundstück und bedrohen nicht nur ihn, sondern auch seine junge Tochter Tessa (Nicola Peltz). Dank Optimus Prime und Tessas Freund Shane (Jack Reynor) können sie fliehen, werden nun jedoch nicht nur von der CIA, sondern auch von dem außerirdischen Kopfgeldjäger Lockdown gejagt. Ihre Flucht führt die ungleiche Gruppe zu dem Wissenschaftler Joshua Joyce (Stanley Tucci), der es geschafft hat, eigene Transformers zu bauen. Und dabei einen folgenschweren Fehler begangen hat …

Meine Meinung

So langsam muss sich Michael Bay die Frage gefallen lassen, ob er sein Publikum noch ernst nimmt. Und wir als Publikum uns die Frage, ob Filme wie „Transformers: Ära des Untergangs“ wirklich das sind, womit wir unsere Freizeit füllen möchten. Denn außer dass der Film kein pubertierender Totalausfall wie „Transformers: Die Rache“ ist und die Effekte abermals äußerst gelungen sind, lässt sich kaum etwas positives über den vierten Teil der Reihe sagen.

Der Aufbau folgt schon beinahe sklavisch dem dritten Teil. Wieder gibt es einen zähen und viel zu langen Einstieg, dessen Inhalt auch in wesentlich kürzerer Zeit hätte erzählt werden können. Und wieder besteht die zweite Hälfte des Films aus endlos aneinander gereihten Actionszenen, die jegliche Dramatik und Originalität vermissen lassen und nach kürzester Zeit langweilen. Okay, statt aus einem umstürzenden Hochhaus (die einzig sehenswerte Szene des dritten Teils) müssen unsere Helden dieses Mal aus einem startenden Raumschiff entkommen, aber ansonsten bietet „Transformers: Ära des Untergangs“ nichts, was nicht bereits in den vorherigen Teilen zu sehen war. Sich stets aus denselben Kameraperspektiven wahlweise vor, neben oder hinter Explosionen auf dem Boden rollende und dabei schießende Transformers, gerne auch in Zeitlupe, und die Bay-typischen Kamerafahrten auf Figuren zu oder um Figuren herum dominieren komplett das Geschehen. Wie Michael Bay sich selbst kopiert, lässt sich schon als frech bezeichnen. Erinnert ihr euch an die Szene in „Transformers 3“, in der Bumblebee und Sam einem Hindernis ausweichen müssen, Bumblebee sich dazu in Zeitlupe transformiert und Sam mit sich schleudert? Exakt dieselbe Szene dürft ihr im vierten Teil noch mal bewundern, dieses Mal jedoch mit einem anderen Transformer und drei statt einem Menschen. Hut ab vor so viel Einfallsreichtum. Und selbstverständlich, wie sollte es auch anders sein, begeht Michael Bay erneut den großen Fehler, die Actionszenen nicht von Mal zu Mal größer werden zu lassen, sondern schöpft von Anfang an aus dem Vollen, so dass keine Steigerung mehr möglich ist und der Wow-Effekt im späteren Verlauf des Films völlig ausbleibt.

Wobei, ich tue Michael Bay vielleicht ein wenig Unrecht. Es ist nämlich nicht so, dass gar keine Steigerung erkennbar wäre. Was Logiklöcher, Anschlussfehler und Product Placement angeht, hat sich Bay im vierten Teil wahrlich selbst übertroffen. Hier ergibt so gut wie nichts mehr einen Sinn, verleitet aber immerhin zum Kauf von Beats-Lautsprechern und Victoria’s-Secret-Unterwäsche. Einzelne Szenen (z.B. der komplette Anfang) haben für den Film keinerlei Bedeutung und Figuren tauchen immer dort auf, wo Bay sie für die nächste Actionsequenz gerade benötigt – auch wenn das im Widerspruch zu der unmittelbar zuvor gezeigten Szene steht. Ein schlüssiges Gesamtbild will nie aufkommen, wobei insbesondere der Einbruch in ein Firmengelände negativ auffällt. Ohne zu viel verraten zu wollen, werden unsere Helden beim Einbruch und sogar bei der Zerstörung von Firmeneigentum erwischt, was für den weiteren Verlauf der Szene jedoch komplett ohne Konsequenzen bleibt. Dass Erklärungen und Regeln, die in den Vorgängern aufgestellt wurden, ebenfalls keinerlei Bedeutung mehr haben, überrascht da irgendwie auch nicht mehr.

Wer sich in den bisherigen Teilen über die hektische Art Shia LaBeoufs geärgert hat, darf aufatmen. Mark Wahlberg geht seine Rolle typbedingt wesentlich ruhiger an, darf dafür aber auch nur einen eifersüchtigen Klischee-Vater spielen und bleibt letztlich genauso austauschbar wie alle anderen menschlichen Hauptfiguren. Die neuen Nebenfiguren spielen so gut wie gar keine Rolle und werden zudem schneller fallen gelassen als sie eingeführt werden. Als Zuschauer mit diesen Figuren mitzufiebern, ist schlicht nicht möglich. Und vermutlich nicht mal vorgesehen.

Mein Fazit

Als Science-Fiction-Actionfilm getarnte, monotone Technikdemo ohne Sinn und Verstand, die nicht mal geringste Ansprüche an einen Film (im Sinne eines schlüssigen Gesamtwerkes) zufriedenstellen kann. Optimus Prime bewahre uns vor dem fünften Teil!

Meine Wertung: 3/10 (aus Respekt vor den Special-Effects-Verantwortlichen, sie sich sichtlich ins Zeug gelegt haben)

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Trailer zur Kriegs-Action „Herz aus Stahl“ mit Brad Pitt erschienen

Regisseur und Drehbuchautor David Ayer lässt Brad Pitt im April 1945 mit seiner fünfköpfigen Panzerbesatzung (u.a. Shia LaBeouf und Michael Peña) gegen eine Übermacht deutscher Soldaten antreten. Das kann durchaus etwas werden. Oder fürchterlich in die Hose gehen (ich denke an den enttäuschenden „Sabotage“ zurück). Lassen wir uns einfach mal überraschen – ab dem 1. Januar 2015 sind wir alle schlauer.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=bY_-Z7xIhqU]

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Im Kino gesehen: The Signal

Vier Wochen Urlaub neigen sich dem Ende entgegen. Eigentlich wollte ich in dieser Zeit zahlreiche Filme geschaut (und natürlich auch darüber geschrieben) haben, doch geglückt ist mir dies nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich in diesen vier Wochen so gut wie gar nichts geschafft. Na gut, ich bin ein Jahr älter geworden, habe einen Polterabend sowie den Geburtstag meiner (zu diesem Zeitpunkt noch) Verlobten gefeiert und letzte Woche schlussendlich geheiratet, doch hatte ich mir eigentlich mehr vorgenommen. Sei’s drum, gestern habe ich es endlich mal wieder ins Kino geschafft. Meine Flucht vor dem zähen Ehealltag führte mich in den Science-Fiction-Independent-Streifen „The Signal“. Ob sich diese Flucht gelohnt hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen …

Worum geht’s

Die beiden Studenten und Freizeit-Hacker Nic (Brenton Thwaites) und Jonah (Beau Knapp) möchten eigentlich nur Nics Freundin Haley (Olivia Cooke) beim Umzug helfen, als sie auf dem Weg von dem mysteriösen Hacker Nomad angeschrieben werden. Nomad hatte sich vor einiger Zeit nicht nur ins MIT gehackt, sondern es auch so aussehen lassen, als wären Nic und Jonah für diesen Hack verantwortlich. Als die beiden eine Chance sehen, Nomads Aufenthaltsort aufzuspüren, machen sie sich gemeinsam mit Haley auf den Weg. Das Signal führt die drei Freunde zu einem kleinen Haus in der Wüste Nevadas, doch statt auf Nomad zu treffen, werden Nic, Jonah und Haley von Unbekannten angegriffen und verlieren das Bewusstsein. Kurze Zeit später erwacht Nic in einer unterirdischen Forschungsstation und muss sich den Fragen des undurchsichtigen Dr. Wallace Damon (Laurence Fishburne) stellen …

Meine Meinung

Es gibt sie also noch, jene kleinen Science-Fiction-Filme, die ohne großes Budget auskommen, sich nicht über ihre Effekte definieren und trotzdem, oder gerade deswegen, zu fesseln wissen. Zugegeben, inhaltlich weiß „The Signal“ dem Genre nicht viel Neues hinzuzufügen. Der Film ist eine Mischung aus … nein. Dies zu verraten, wäre schon zu viel des Guten. Denn am besten dürfte „The Signal“ funktionieren, wenn man nichts darüber weiß. Deshalb nur so viel: Was als Roadmovie beginnt, entwickelt sich nach einem ebenso kurzen wie wirkungsvollen Gruselabschnitt im Found-Footage-Stil zu einem Puzzle, das nicht nur das Publikum, sondern auch Hauptfigur Nic zu lösen versucht. Was ist mit den drei Freunden in dem Haus geschehen? Aus welchem Grund werden sie in einem Forschungslabor festgehalten? Wieso darf Nic seine Familie nicht anrufen? Und weshalb tragen die Angestellten allesamt Schutzanzüge?

Aus diesen Fragen und der daraus entstehenden Atmosphäre schöpft „The Signal“ seine Spannung. Und kann diese, trotz gelegentlicher Längen in den Dialogen, erstaunlich lange halten. Erst zum Ende hin, wenn dann endlich Antworten geliefert und doch noch eine Handvoll Actionszenen eingestreut werden, baut der Film ein wenig ab. Zum einen, weil die Auflösung weit weniger originell ist, als sie hätte sein können. Und zum anderen, weil einige Fragen schlicht unbeantwortet bleiben. Andererseits werden auch im echten Leben längst nicht alle Fragen beantwortet. Und die Grundidee ist vielleicht nicht neu, aber dennoch faszinierend und bietet durchaus Stoff für interessante Diskussionen.

Optisch weiß „The Signal“ trotz des geringen Budgets zu überzeugen, auch wenn man dem Film die beschränkten Mittel natürlich an ein oder anderer Stelle, zum Beispiel in den wenigen Actionszenen, ein wenig anmerkt. Negativ bemerkbar macht sich dies jedoch nie. Insbesondere die sterile Forschungsstation hinterlässt einen hervorragenden Eindruck und trägt einen großen Anteil zur gelungenen Atmosphäre bei. Und auch die Darsteller machen ihre Sache gut, allen voran Hauptdarsteller Brenton Thwaites, der die Gemütszustände seiner Figur eindrucksvoll und glaubhaft auf die Leinwand transportiert. Ich bin schon jetzt sehr gespannt, wie sich Thwaites‘ Karriere in den nächsten Jahren entwickeln wird. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.

Mein Fazit

Spannende Science-Fiction-Mystery-Mischung mit interessanter Grundidee, die weniger durch Originalität, als durch gelungene Atmosphäre und überzeugende Darsteller besticht. Genrefans mit einer Vorliebe für Independentfilme dürfen bedenkenlos einen Blick riskieren.

Meine Wertung: 8/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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