Im Kino vorgelesen bekommen: „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“

Vor kurzer Zeit, in einem Kino, gar nicht weit entfernt …

[Projektix liest „Krieg der Sterne“]

Es herrscht Vorfreude. Die pünktlich erschienenen Zuschauer, deren Eintrittskarten am Eingang wachenden Auges kontrolliert wurden, haben ihren ersten Sieg gegen die nachrückenden Gäste errungen.

Während der Platzwahl ist es den gut gelaunten Zuschauern gelungen, einen Blick auf die ausgebreiteten Hilfsmittel der Comic-Lese-Gruppe Projektix zu werfen, den REQUISITEN, eine Sammlung, deren Umfang ausreicht, um ein ganzes Kinderzimmer zu füllen.

Angetrieben von einer bekannten Melodie, erheben sich Thies, Dirk, Jessica und Eric von ihren Plätzen in Richtung Bühne, als Sprecher der bekannten Figuren, die ihre Fans seit Jahrzehnten begeistern und dem Publikum auch an diesem Abend große Freude bereiten werden …

Donnerstagabend. 20:30 Uhr. Meine attraktivere Hälfte und ich sitzen im Kino. Doch zur Abwechslung schauen wir keinen Film, sondern lassen uns „Krieg der Sterne“ vorlesen. Um ganz exakt zu sein, wir lassen uns „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ vorlesen. In der Special Edition. Von der in Kiel beheimateten Comic-Lese-Gruppe Projektix, bestehend aus den Sprechern bzw. Darstellern Thies John, Dirk Rath, Jessica Dahlke, Eric Gabriel und dem für die Technik zuständigen Pierre Schmalfeldt.

Von allerlei Kinderspielzeug und zweckentfremdeten Alltagsgegenständen wie Pfannen, Mülleimern und ausgemusterten Sicherungen unterstützt, lesen die vier Sprecher die Originaldialoge des Films, schlüpfen in die absurdesten Kostüme und hauchen den Figuren dank verschiedener Dialekte gänzlich neues Leben ein. Selbstverständlich nicht, ohne dabei ab und an dezent vom Originaldrehbuch abzuweichen und einzelne Szenen respektvoll ins Lächerliche zu ziehen.

Was genau sich die Gruppe alles hat einfallen lassen, werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Ich werde nicht mal Beispiele bringen, denn oft ist es die Überraschung, die der Szene ihre Macht verleiht. Glaubt mir einfach, wenn ich schreibe, dass die Pointen zahlreich sind, zu 99% sitzen und man sich als Filmnerd zusätzlich über diverse Anspielungen auf andere Filmreihen freuen darf. Lediglich eine Idee mit eingespielten Liedern aus dem Pop- und Schlagerbereich nutzte sich meiner Meinung nach mit der Zeit etwas ab, aber das ist Meckern auf verdammt hohem Niveau.

„Ich kann so nicht manövrieren!“

Zur wohl größten Stärke der Gruppe gehört in meinen Augen, dass kleine Pannen und Aussetzer nicht nur charmant überspielt, sondern spontan in das Programm eingebunden werden. Oft war ich mir gar nicht sicher, ob die Szene in der dargestellten Form wirklich geplant oder schlicht improvisiert war. Dafür hatte ich in jeder Minute das Gefühl, dass hier mit viel Spaß und vor allem Herz gearbeitet wird. Und dieser Spaß überträgt sich definitiv auf die Zuschauer!

In diesem Sinne vielen Dank an die Projektix-Gruppe für den spaßigen Abend! Wir sehen uns spätestens bei eurer „Das Imperium schlägt zurück“-Lesung. Möge die Macht bis dahin mit euch sein!

P.S.: Falls ihr euch die Lesung nach all dem Lob gerne anschauen würdet, muss ich euch leider enttäuschen: Derzeit scheint es keine weiteren Vorstellungen zu geben, ich habe wohl die vorletzte (die letzte findet statt, während ich diese Zeilen tippe) erwischt. Ich drücke euch aber die Daumen, dass die Gruppe nur pausiert und ihre Tour demnächst fortsetzt. Besucht am besten regelmäßig die offizielle Projektix-Seite, dort findet ihr nicht nur künftige Termine, sondern auch diverse Hintergrundinformationen und Bilder.

Update vom 31.03.

Am 24. April gibt es einen Zusatztermin in der Wiker Post! Also: Karten reservieren! Hingehen! Spaß haben!

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“Mission: Impossible – Rogue Nation”: Nach dem Teaser folgt der Trailer!

Nachdem gestern der erste kurze Teaser veröffentlicht wurde, folgt bereits heute der komplette Trailer zur fünften scheinbar unmöglichen Mission. Und das sogar in deutscher Sprache.

Was der Trailer zeigt? Rasante Action, hübsche Frauen, coole Sprüche, witzige Szenen – und natürlich Tom Cruise. Oder anders formuliert: Eine Mischung, die mich definitiv ins Kino treiben wird!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=yfH0UNrMs4o]

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Ein kurzes Fazit zu … „Fifty Shades Of Grey“

Mauerblümchen Anastasia Steele (Dakota Johnson) darf ihre kränkelnde Mitbewohnerin vertreten und den mysteriösen Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) für eine Studentenzeitung interviewen. Voneinander angezogen, beginnen Ana und Christian eine Beziehung, die durch Christians Vorlieben alsbald auf eine harte Probe gestellt wird …

So sehen also die verfilmten SM-Fickelfantasien eines fünfzigjährigen Twilight-Groupies aus. Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass ich Vorurteile habe, seit ich weiß, dass es sich bei „Fifty Shades Of Grey“ ursprünglich um nichts anderes als die Fan-Geschichte einer Beinahe-Fünfzigjährigen handelt, die so sehr von der Twilight-Saga begeistert war, dass sie sich genötigt fühlte, eine eigene Geschichte rund um Bella Swan und Edward Cullen zu schreiben. Oder dass der Film so ziemlich jedes meiner Vorurteile bestätigt.

Für Ana, die sich, so naiv wie wuschig, alles gefallen lässt, um ihren gutaussehenden, reichen Prinzen zu halten (nicht zuletzt, weil dieser im Inneren bestimmt ein total romantisches Kerlchen ist, dem nur die richtige Frau fehlt), würde jeder männliche Autor auf dem Scheiterhaufen des modernen Feminismus verbrannt werden. Und dass Christians sexuelle Vorlieben selbstverständlich das Ergebnis traumatischer Kindheitserlebnisse sind, ist schlicht ärgerlich und dürfte ein Schlag ins Gesicht derer sein, die solche Praktiken ausüben und dadurch einmal mehr in die Psycho-Ecke geschoben werden. Hinzu gesellen sich vermeintlich bedeutungsschwangere Dialoge („Ana.“ „Christian.“ … „Schläfst du jetzt mit mir?“ „Ich schlafe nicht mit jemandem. Ich ficke … hart.“), für die sich beim Vorlesen selbst ein Grundschüler schämen würde, und „skandalöse“ Sex-Szenen, die so harmlos sind, dass sie allenfalls prüde Amerikaner und verklemmte Christen erröten lassen dürften. Mal unter uns: Wer schon mal das Licht beim Sex angelassen hat, nicht ausschließlich die Missionarsstellung kennt und weiß, dass ein Körper beim Liebesspiel mehr als nur gestreichelt werden kann, wird von dem Gezeigten nicht überrascht werden.

Was bleibt, ist eine inhaltlich mehr als dürftige Geschichte. Und ein biederes Weltbild, welches mehr über die Autorin aussagt, als dieser lieb sein kann.

Meine Wertung: 3/10

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Der erste Trailer zum „Poltergeist“-Remake ist erschienen!

Tobe Hoopers „Poltergeist“ war mein erster Gruselfilm.
Tobe Hoopers „Poltergeist“ hat mich zum Fan des Horrorgenres werden lassen.
Tobe Hoopers „Poltergeist“ ist nach wie vor einer der unheimlichsten und atmosphärischsten Gruselfilme aller Zeiten.

Bin ich beim Remake trotz Regisseur Gil Kenan, Produzent Sam Raimi und Hauptdarsteller Sam Rockwell skeptisch? Mehr als das!

Und dennoch freue ich mich darauf. Zumal der frisch erschienene Trailer einen hervorragenden Eindruck hinterlässt! Nur auf 3D hätte gerne verzichtet werden dürfen …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=IA94cJmImZk]

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Black Sea

Wer kennt sie nicht, die Filme, die man alleine deshalb sehen möchte, weil Jude Law darin mitspielt. Was, euch fällt keiner ein? Nun, mir ehrlich gesagt auch nicht. Und daran wird auch das wirr erzählte U-Boot-Abenteuerdrama Black Sea, in dem sich eine zusammengewürfelte U-Boot-Crew auf eine gefährliche Schatzsuche begibt, nichts ändern. Ganz abgesehen davon, dass ausnahmslos alle Figuren so unsympathisch sind, dass ich denen nicht mal das Leben eines Kanarienvogels, geschweige denn mein eigenes, anvertrauen würde, handeln sie auch noch völlig ohne Sinn und Verstand, bedienen dafür aber, so wie der gesamte Film, jedes noch so schlechte Seemannsklischee.

Wirklich schade, dass der Klabautermann die Macher des Films nicht vor dem Dreh gewarnt hat. Uns wäre viel erspart geblieben …

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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