WhatsApp: Werbefrei-Abo kündigt sich an

Dass Werbung auch in WhatsApp Einzug halten wird, ist seit rund einem halben Jahr bekannt. Und damit war im Grunde auch klar, dass es eine Möglichkeit geben wird, zwischen Werbung und einem kostenpflichtigen Abo zu wählen. So wie es bei Facebook und Instagram schon länger der Fall ist.

Nun sind erste Hinweise auf eben dieses Werbefrei-Abo aufgetaucht. Der monatliche Preis soll bei 4 Euro liegen. Wann es letztlich losgeht, ist noch nicht bekannt.

Mir kann’s im Grunde egal sein: Letzten August habe ich mich von WhatsApp verabschiedet, noch ein paar Monate lang einen entsprechenden Hinweis als Profilbild hinterlegt gehabt und mein Konto vor rund zwei Wochen endgültig gelöscht. Insofern bin ich nur noch indirekt betroffen – und durchaus ein wenig gespannt, wie die WhatsApp-Nutzer reagieren, wenn es so weit ist. Werden sie die Werbung schlucken? Oder lieber bezahlen? Oder gar auf eine Alternative wechseln?

Ich persönlich würde es ja gut finden, wenn wir uns auf RCS einigen könnten. Keine zusätzliche App. Kein Überlegen, wen man worüber erreicht. Einfach die Standard-Nachrichten-App nehmen und gut ist. Utopisch und naiv, ich weiß. Aber träumen werde ich ja wohl noch dürfen …

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Geschaut: „Hounds of War“ (2024)

Ursprünglich wollte ich diesen Beitrag bereits gestern geschrieben haben, aber Isaac Florentines neuestes Actionmeisterwerk „Hounds of War“ war so dermaßen packend und mitreißend, dass ich direkt danach nur noch mit halb geöffneten Augen ins Bett torkeln konnte. Und damit ist im Grunde bereits alles gesagt …

Worum geht’s

Eigentlich hatte Ryder (Frank Grillo) mit seinem Leben als Söldner bereits abgeschlossen, doch seinem jüngeren Bruder Tommy zuliebe nimmt er an einem letzten Einsatz in Libyen teil. Es kommt, wie es kommen muss: Die Einheit wird von ihrem Vorgesetzten Colonel Hart (Robert Patrick) verraten, der sogar Tommys schwangere Frau tötet. Nur Ryder überlebt das Massaker – und plant gemeinsam mit seiner Ex-Freundin Selina (Rhona Mitra) seine Rache …

Meine Meinung

Wofür ist Regisseur Isaac Florentine bekannt? Richtig, für cool inszenierte Martial-Arts-Action. Wofür ist Frank Grillo bekannt? Richtig, für brachiale Martial-Arts-Action. Was bekommt man also, wenn Isaac Florentine und Frank Grillo gemeinsam einen Film drehen? Richtig, uninspirierte 08/15-Action und gähnende Langeweile.

Ich weiß gar nicht, was ich enttäuschender finde: Dass die Actionszenen größtenteils komplett belanglos ausfallen, oder dass Frank Grillo in den meisten davon nicht mal mitmischen darf. Ab der Hälfte des Films schaut Grillo nur noch vom Spielfeldrand aus zu – zumindest was die Action angeht. Als Planer wirkt er immer noch mit. Und Himmel, ist der Plan idiotisch. Noch idiotischer sind nur die offenbar komplett unfähigen Regierungsagenten, die im Ernstfall so dämlich und kopflos reagieren, dass es fast schon wieder witzig ist.

Aber „Hounds of War“ soll nun mal keine Komödie sein, sondern ein düsterer Rache-Actionfilm. Und als solcher versagt er leider fast auf ganzer Linie. Zugegeben, ein paar einzelne Kämpfe sind ganz nett, Frank Grillo ist charismatisch wie immer und Rhona Mitra ist nach wie vor herrlich badass. Trotzdem überwiegt leider die Langeweile, sodass es insgesamt nicht mal zum Durchschnitt reicht. Enttäuschend.

Meine Wertung: 4/10

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Geschaut: „The Toxic Avenger“ (2023)

Freitag. Später Nachmittag. Eine viel zu lange Woche neigt sich ihrem Ende entgegen. Und ja, ich weiß, dass jede Woche gleich lang ist. Aber ihr wisst schon, wie ich das meine. Um das Wochenende angemessen einzuläuten, habe ich es mir nach Feierabend auf der Couch gemütlich gemacht und … bin eingeschlafen. Danach habe ich dann „The Toxic Avenger“ eingelegt. Zwei Stunden später als geplant, aber was soll’s. Mich hetzt ja niemand.

Worum geht’s

Seit seine Freundin an Krebs gestorben ist, schlägt sich der so schlichte wie gutmütige Winston (Peter Dinklage) mit seinem Stiefsohn Wade (Jacob Tremblay) mehr schlecht als recht durchs Leben. Als auch bei Winston eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird, bittet er seinen Chef Bob Garbinger (Kevin Bacon) um Hilfe. Als dieser ihn eiskalt abblitzen lässt, bricht Winston in seiner Verzweiflung bei seinem Arbeitgeber ein, um das benötigte Geld zu stehlen. Dabei kommt er J. J. (Taylour Paige) in die Quere, die gerade belastende Beweise gegen den kriminellen Garbinger besorgen möchte. Auf der Flucht wird Winston von Garbingers Auftragsmördern tödlich verletzt und in giftigem Schlamm versenkt. Doch Winston überlebt – und kehrt körperlich entstellt als Toxic Avenger zurück, um für Gerechtigkeit zu sorgen …

Meine Meinung

Es gibt schlechte Filme. Und es gibt Filme, die einerseits schlecht sind, denen man andererseits aber auch anmerkt, dass alle Beteiligten mit Herzblut dabei waren, ihren Spaß hatten und ganz genau wussten, was sie da tun. Genau so ein Film ist „The Toxic Avenger“. Und dies gilt sowohl für das 84er Original als auch für die aktuelle Neuauflage.

Um „The Toxic Avenger“ genießen zu können, sollte man schon ein gewisses Faible für B-Movie-Trash mitbringen. Und auch mal das eine oder andere Auge zudrücken können. Ja, der Film ist rund 15 Minuten zu lang. Ja, bei der Gewalt hätte gerne noch eine Schippe draufgelegt werden dürfen. Ja, das CGI fällt manchmal negativ auf. Und ja, der Humor zündet nicht immer. Insgesamt trägt „The Toxic Avenger“ das Herz aber am rechten Fleck. Die Geschichte ist so absurd wie warmherzig. Die Splatterszenen sind komplett überzogen und dementsprechend spaßigIm. Der Wortwitz erinnert In seinen besten Momenten an den guten alten ZAZ-Humor. Und die Darsteller sind über alle Zweifel erhaben. Wirklich schön, dass Größen wie Peter Dinklage, Kevin Bacon und Elijah Wood sich für so einen Quatsch nicht zu schade sind.

Doch, ich hatte mit „The Toxic Avenger“ trotz kleiner Abzüge in der B-Note definitiv meinen Spaß. Hätten die Macher bei der Gewalt mehr auf praktische Effekte gesetzt und wären generell etwas zeigefreudiger gewesen (teilweise wird tatsächlich im Off gekillt – HALLO?!?), hätte hier etwas ganz Großes entstehen können. Also relativ. Größe liegt ja oft im Auge des Betrachters. Toxie ist hierfür das beste Beispiel.

Meine Wertung: 7/10

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Kurz kommentiert: „Dante’s Peak“ (1997)

Ich habe gerade mal wieder „Dante’s Peak“ geschaut (zum ersten Mal in feinstem 4K) und ich bleibe dabei: Dieser Film gehört zu den besten Katastrophenthrillern, die die 90er hervorgebracht haben. Die Figuren sind (trotz teilweise dummer Entscheidungen) sympathisch, der eher gemächliche Einstieg macht die zweite Hälfte umso packender und die größtenteils handgemachten Effekte sind hervorragend gealtert und können auch heute noch absolut überzeugen.

Definitiv ein Film, den ich immer wieder gerne schaue. Es hat schon seine Gründe, wieso ich „Dante’s Peak“ hier auf DVD, auf Blu-ray und nun auch auf Ultra HD Blu-ray im Regal stehen habe.

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Geschaut: „The Rip“ (2026)

Meine Güte, bin ich müde. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass ich gestern Nacht spontan die erste Staffel von „Hijack“ durchgebingt habe. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Blogbeitrag. Im Grunde schreibe ich das hier auch nur, weil mir einfach keine sinnvolle Einleitung für das eigentliche Thema einfallen wollte. Clever, oder?

Worum geht’s

Kurz nach der Ermordung ihres Captains erhält das Miami TNT einen Tipp für ein angebliches Geldversteck. Im Haus der jungen Desi (Sasha Calle) findet das Team von Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon) und Detective Sergeant J.D. Byrne (Ben Affleck) tatsächlich Geld, allerdings weitaus mehr als ursprünglich angenommen. Satte 20 Millionen Dollar wurden hinter einer Wand versteckt. Statt den Fund direkt zu melden, ordnet Dane an, das Geld erst mal zu zählen. Das weckt das Misstrauen der übrigen Gruppe, nicht zuletzt, da das FBI einen korrupten Verräter im TNT vermutet, der auch für den Tod des Captains verantwortlich sein könnte …

Meine Meinung

Ein Actionthriller von Joe Carnahan mit Matt Damon und Ben Affleck? Hätte da überhaupt etwas schiefgehen können? Oh ja, das hätte es. Schließlich ist Joe Carnahan nicht unbedingt für seine konstante Qualität bekannt. In diesem Fall ist aber alles gut gegangen. Mehr als das. „The Rip“ ist ein erfreulich spannender Cop-Thriller und weckte bei mir Erinnerung an den ebenfalls schwer unterhaltsamen „Verhandlungssache“. Zwar geht’s hier nicht um eine Geiselnahme, aber gewisse Ähnlichkeiten lassen sich dennoch nicht leugnen. Der Mord zu Beginn. Die schwer kontrollierbare Situation im begrenzten Raum. Das wachsende Misstrauen untereinander. Und nicht zuletzt das actionreiche Finale, in dem die Karten auf den Tisch gelegt werden. Das macht schon alles eine Menge Spaß – genau so mag ich solche Filme!

Zugegeben, wer einigermaßen aufmerksam und nicht völlig auf den Kopf gefallen ist, erkennt zumindest einen der zahlreichen Bluffs direkt in den ersten Minuten. Und ja, wirklich anspruchsvoll oder innovativ ist hier im Grunde auch nichts. Das macht aber gar nix, da das Gesamtpaket einfach stimmt. Matt Damon und Ben Affleck sind gemeinsam eh immer eine sichere Bank, die anderen Darsteller machen ebenfalls einen guten Job und die Dynamik innerhalb des TNT hat mir so gut gefallen, dass ich mir glatt eine Fortsetzung wünsche. Von diesem sympathischen Team würde ich wirklich gerne noch mehr sehen!

Meine Wertung: 7/10

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Auf 3D hätte ich verzichten können, aber davon ab sieht auch der neue Trailer zu dem Survival-Thriller „Send Help“ von Sam Raimi nach ’ner Menge Spaß aus. Ich bin echt gespannt, worauf die Story letztlich hinausläuft. Und ob Bruce Campbell wirklich nur als Foto im Mülleimer landet oder auch sonst im Film auftaucht …

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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