Ich fotografiere, also drucke ich!

Nennt mich ruhig alt(modisch), aber ja, ich drucke meine Fotos noch aus und schaue sie mir auf Papier an. Nicht alle, dafür sind es dann doch zu viele, aber meine persönlichen Favoriten.

Ich finde, dass gedruckte Fotos einen ganz anderen Wert vermitteln. Und ich glaube, dass wir durch die riesige Bilderflut im Internet langsam verlernen, Fotos wirklich anzuschauen. Foto *klick* nächstes Foto *klick* nächstes Foto *klick* … hält man ein Foto in der Hand oder betrachtet es in einem Buch oder gar in einer Ausstellung, kehrt beim Betrachten gleich viel mehr Ruhe ein. Und ja, ich betrachte Fotos gerne in Ruhe, statt hektisch von einem Foto zum nächsten zu springen, nur um ja keines zu verpassen.

Wie bereits geschrieben, nennt mich ruhig alt(modisch) …

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[Trailer] Within (2017)

Oh, eine Familie zieht in ein Haus mit unheimlicher Vergangenheit. Oh, in dem Haus passieren seltsame Dinge. Oh, die Familie gerät in Gefahr. Meine Güte, ist das aaabgedroschen. Aber wisst ihr was: IST MIR EGAL! Ich stehe auf solche Filme! Romantiker beschweren sich ja auch nicht darüber, dass in Liebesfilmen letztlich immer dasselbe passiert. 😛

Außerdem spielt in „Within“ Erin Moriarty mit, die ich erst neulich in „Blood Father“ zu schätzen gelernt habe. Von daher: Wieder ein Film für meine Liste …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=-YoHNfYusd4]

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Ouija: Ursprung des Bösen (2016)

Immer öfter höre oder lese ich, dass Horrorfilme heutzutage gar nicht mehr richtig gruselig wären. Gleichzeitig erlebe ich, dass besagte Horrorfilme bei Tageslicht auf einem kleinen Notebook-Bildschirm geschaut werden, während sich nebenbei unterhalten oder mit dem Smartphone gespielt wird (ja, das ist ein Extrembeispiel). Mal ehrlich, Leute: So kann ja auch keine unheimliche Atmosphäre aufkommen!

Es gibt gewisse Regeln, die man beachten muss, um einen Horrorfilm zu genießen:

1. Enthalte dich jeder Form von Licht, Licht ist ungleich Atmosphäre.

2. Nicht reden und keine Smartphones. Das alles fällt unter Ablenkung, Ablenkung ist die Erweiterung von Nummer 1.

3. Du darfst nie, niemals, unter keinen Umständen denken „Es ist nur ein Film!“ – denn es ist nicht nur ein Film!

Ich zum Beispiel schaue Horrorfilme am liebsten alleine. Komplett im Dunkeln. Mit (guten) Kopfhörern, um nichts von der Außenwelt wahrzunehmen und wirklich komplett im Film zu versinken. Ihr würdet euch wundern, wie oft ich dadurch selbst bei durchschnittlichen Filmen zusammenzucke. Probiert es ruhig selbst mal so aus – oder habt ihr etwa … Angst?

Worum geht’s

Seit dem Tod ihres Mannes hält sich Alice Zander (Elizabeth Reaser) mit gefälschten Séancen mehr schlecht als recht als Medium über Wasser. Wackelnde Tische, ausgepustete Kerzen, unheimliche Schatten – gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Lina (Annalise Basso) und Doris (Lulu Wilson) stellt Alice scheinbar Kontakt zu Verstorbenen her, um den zahlenden Kunden das zu sagen, was sie hören möchten. Um ihre Darstellung ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, nimmt Alice eines Tages ein Ouija-Brett hinzu. Mit überraschenden Folgen, denn plötzlich kann Doris tatsächlich mit der Geisterwelt kommunizieren. Während Alice recht sorglos mit der neuen Gabe ihrer Tochter umgeht, bemerkt Lina, dass die scheinbar friedlichen Geister immer mehr Besitz von ihrer Schwester zu ergreifen scheinen – und wendet sich hilfesuchend an Pater Hogan (Henry Thomas) …

Meine Meinung

Wenn schon, denn schon: Zur Vorbereitung auf „Ouija: Ursprung des Bösen“ habe ich mir auch noch mal dessen Vorgänger (bzw. eigentlich ja Fortsetzung) „Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel“ angeschaut. Und entgegen der allgemeinen Meinung bleibe ich bei dem, was ich bereits 2015 in wenigen Sätzen geschrieben habe: Definitiv alles andere als ein Meisterwerk, aber absolut guckbar. Insofern war ich einem weiteren Ouija-Film gegenüber generell ohnehin nicht abgeneigt. Als dann auch noch die Info kam, dass Mike Flanagan, der mit „Oculus“ und „Still“ zwei extrem stimmige Genrebeiträge abgeliefert hat, die Regie übernehmen würde, stellte sich sogar eine gewisse Vorfreude bei mir ein. Zu recht (so viel sei direkt verraten): „Ouija: Ursprung des Bösen“ legt qualitativ nämlich eine ordentliche Schippe drauf und ist somit nicht nur guckbar, sondern eine echte Empfehlung!

Blasse Charaktere, eine gehetzte Geschichte und der kaum vorhandene Spannungsbogen waren die Hauptkritikpunkte des ersten Ouija-Films. Mike Flanagan hat sich allen drei vorbildlich angenommen und zwar keinen besonders innovativen, aber einen im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten schon beinahe perfekten Gruselfilm der alten Schule abgeliefert. Die sich behutsam entwickelnde Geschichte gibt den Figuren genügend Zeit, während gleichzeitig die Bedrohung von Anfang an spürbar ist und wie ein dunkler Schatten über dem nur scheinbar harmlosen Treiben liegt. Die Spannung wird dabei durch Kleinigkeiten stetig steigert, bis sie sich (im schon beinahe zu actionreichen) Finale entlädt. Ein besonderes Lob gebührt Mike Flanagan außerdem für die gelungene 60er-Jahre-Atmosphäre, die er sogar beim alten Universal-Logo, bei der Titeleinblendung und durch das Einblenden von Filmrollenwechsel-Löchern im Bild berücksichtigt hat. Ich liebe solche Kleinigkeiten!

Von den Hauptdarstellern kann insbesondere die kleine Lulu Wilson punkten. Wenn sie dem Freund ihrer großen Schwester ein ganz bestimmtes Erlebnis detailliert beschreibt und dem Romeo danach grinsend eine gute Nacht wünscht, läuft es einem als Zuschauer eiskalt den Rücken herunter. Sehr gefreut habe ich mich außerdem über den kurzen Gastauftritt von „Still“-Hautdarstellerin Kate Siegel. Und nach dem Abspann gibt es dann sogar noch ein Wiedersehen mit Lin Shaye, welches direkt eine Brücke zum Vorgänger schlägt. Nett!

Mein Fazit

Atmosphärisch mehr als gelungener Gruselfilm mit sympathischen Figuren, der das Rad zwar nicht neu erfindet, dem Vorgänger jedoch in allen Punkten deutlich überlegen ist.

Meine Wertung: 8/10

Ihr möchtet noch andere Meinungen zu „Ouija: Ursprung des Bösen“ lesen? Dann mal los:

Kino7.de
myofb.de
We Want Media

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Blood Father (2016)

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen ich (so wie Millionen andere Menschen) nur für Mel Gibson ins Kino gegangen bin. Heute hingegen muss man als Zuschauer froh sein, den Mann überhaupt noch in irgendwelchen Filmen zu sehen. Es ist schade. So verdammt schade. Statt hier nun etwas zur Person Mel Gibson zu schreiben, empfehle ich euch lieber Duoscopes Porträt: Wahn und Wirklichkeit des Mel Gibson – und widme mich stattdessen direkt seinem letzten Film, dem Actiondrama „Blood Father“.

Worum geht’s

Seit Jahren hat John Link (Mel Gibson) nichts mehr von seiner Tochter Lydia (Erin Moriarty) gehört, nun hat er sie plötzlich, mit zittriger Stimme um Geld bittend, am Telefon. Und Lydia zittert zu Recht: Seit sie versehentlich ihren kriminellen Freund Jonah (Diego Luna) erschossen hat, versuchen dessen Männer sie umzubringen. Zum Glück für Lydia hat auch ihr Vater eine kriminelle Vergangenheit und immer noch Kontakte in der Szene. Schon bald findet John heraus, dass hinter der Jagd auf seine Tochter mehr steckt als reine Rache …

Meine Meinung

Als deutscher Zuschauer darf man sich gleich zu Beginn auf eine Überraschung gefasst machen: Mel Gibson wird nicht von seinem Stammsprecher Elmar Wepper synchronisiert, sondern von Martin Umbach. Dieser spricht sonst z.B. Russell Crowe, macht seine Sache aber hervorragend, so dass der stimmliche Wechsel nach ein paar Minuten der Umgewöhnung keine Rolle mehr spielt. Außerdem gibt es in „Blood Father“ noch andere Veränderungen an Mel Gibson, die von der Stimme ablenken. Zum Beispiel der scheinbar unkontrolliert wuchernde Bart. Oder die Muskeln. Meine Fresse, was hat der Mann an Muskelmasse zugelegt. Da fühle ich mich gleich noch spiddeliger als ohnehin schon. Wie dem auch sei, zu der Rolle des mittellosen Ex-Knackis passt Gibsons bulliges, leicht verkommendes Aussehen wie die Faust aufs Auge. Und auch darstellerisch zeigt Gibson einmal mehr, was noch in ihm steckt. Sowohl in den ruhigen Momenten mit seiner Filmtochter als auch in den Actionszenen weiß der inzwischen 61-Jährige nach wie vor zweifellos zu überzeugen.

Letztere hätten dabei ruhig etwas zahlreicher vorkommen dürfen. Dass Regisseur Jean-François Richet packende Actionthriller inszenieren kann, hat er mit dem mehr als nur gelungenen Remake „Das Ende – Assault on Precinct 13“ bewiesen. In „Blood Father“ hingegen hält Richet sich mit der Action (zu) stark zurück und rückt stattdessen das angespannte Verhältnis zwischen Vater und Tochter in den Vordergrund. Dadurch wird der Film zwar alles andere als langweilig, doch hatte ich des Öfteren das Gefühl, als bekäme ich hier lediglich eine Light-Version dessen zu sehen, was bei der Prämisse möglich gewesen wäre. Zumal das Tempo erst im letzten Drittel ordentlich anzieht und in einem überraschend inkonsequenten konsequenten (ja, dieser scheinbare Widerspruch ist gewollt) Finale mündet.

Wer sich auf einen Film mit leicht angezogener Handbremse einstellt, wird von „Blood Father“ nicht enttäuscht werden. Und als Mel-Gibson-Fan macht man hier sowieso nichts verkehrt, zumal trotz der düsteren Geschichte sogar sein komödiantisches Talent ab und an durchblitzt. Einen Knaller wie „Taken“ aka „96 Hours“ solltet ihr aber nicht erwarten.

Mein Fazit

Nicht überwältigende, aber durchaus gelungene Mischung aus Drama und Actionthriller, der ein wenig mehr Tempo und Action nicht geschadet hätten. Auf jeden Fall lässt sich festhalten: Mel Gibson kann’s noch!

Meine Wertung: 7/10

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Josefine – Februar 2017

„Ich hab da eine Kollegin, die ist bildschön und total nett! Die musst du unbedingt mal fotografieren!“ sagte Maria Paula während unseres Shootings. Klar, dass ich da neugierig wurde. Außerdem hatte ich während des Shootings ziemlich schnell gelernt, dass es absolut sinnlos ist, Maria Paula zu widersprechen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wie dem auch sei, gestern war es dann auch schon so weit und ich durfte Fine bei mir begrüßen. Und was soll ich sagen: Maria Paula hat nicht zu viel versprochen. Sympathisch, witzig, frech – und ja, okay, ganz hübsch aussehen tut sie auch. Aber wer achtet schon auf solche Oberflächlichkeiten …

Viel Spaß beim Betrachten der neuen Fotos!

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Annika – Januar 2017

Mit Annika hatte ich im Januar (nach einer gefühlten Ewigkeit) abermals eine Arbeitskollegin vor der Kamera. Ursprünglich wollten wir uns bereits im Sommer 2016 an einem Sportshooting versuchen, aber wie das immer so ist, kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt.

Glücklicherweise ist das Sportshooting nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Dass es bis zum nächsten Sommer noch ein paar Monate sind, ist auch ganz gut so. Das gibt mir nämlich die Möglichkeit, ein wenig an meiner praktisch nicht vorhandenen Armmuskulatur zu arbeiten, um im Sommer zumindest ansatzweise mit Annika mithalten zu können.

Hört gefälligst auf zu lachen! Ich schaff das! ?

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Lana – Januar 2017

„Die Aktfotografie gilt wie die Porträt-Fotografie als hohe Schule der Fotografie.“ So steht es in der Wikipedia. Und ich teile diese Meinung. Nicht ohne Grund habe ich einen Heidenrespekt vor Fotografen, die es hinkriegen, nackte Menschen zu fotografieren, ohne dass es billig, blöd oder billig und blöd aussieht. Licht, Pose und nicht zuletzt die Chemie zwischen Model und Fotografen – in der Aktfotografie muss für ein gutes Ergebnis so ziemlich alles stimmen.

Der wundervollen Lana sei Dank, hatte ich nun die Möglichkeit, mich auch mal in diesem Bereich zu versuchen. Und was soll ich sagen: Für „mein erstes Mal“ bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden – was nicht zuletzt an Lana liegen dürfte, die es mir mit ihrer lockeren Art auch wirklich sehr, sehr einfach gemacht hat.

Noch mal vielen Dank dafür, Lana! Und für dein Vertrauen! Und dafür, dass ich die Fotos hier zeigen darf!

Ich hoffe, die Fotos gefallen euch so gut wie Lana und mir! Ich werde mir dann jetzt mal Gedanken machen, ob ich mich intensiver mit der Aktfotografie befassen möchte. Wobei, eigentlich gibt’s da nicht viel zu überlegen …

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Maria Paula – Januar 2017

Juhu, ein neues Gesicht! Maria Paula verfolgte ich bereits länger bei Instagram (das liest sich jetzt gruseliger, als es tatsächlich ist – ehrlich!), bis ich mir eines Tages einen Ruck gab, sie einfach mal anschrieb und fragte, ob sie Lust auf ein Shooting mit mir hätte. Und siehe da: Sie hatte!

Ursprünglich wollten wir bereits 2016 an der frischen Luft loslegen, doch das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. Und da wir beide keine Lust hatten, auf den nächsten Frühling zu warten, lief es dann im Januar auf ein Indoor-Shooting hinaus (da ich gerade eine echte Vorliebe für Indoor-Shootings habe, kam mir das durchaus sehr gelegen).

Was ich euch nach dem extrem spaßigen Shooting schon mal versprechen kann: Ihr werdet Maria Paula hier auf meiner Seite wiedersehen. Spätestens im Frühling …

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Svea – Januar 2017

Nachdem ich sie bereits im Sommer 2016 am Falckensteiner Strand fotografieren durfte, kam mich die sympathische Strahlebacke Svea (oh Gott, ich muss dringend aufhören RTL zu gucken) dieses Mal für ein muckeliges Inndor-Shooting besuchen. Bei diesem feucht-kühlen Wetter macht’s draußen aber auch einfach keinen Spaß. Zumindest dann nicht, wenn man wie ich eine Pussy ist.

Wie bereits bei Lisa kam auch dieses Mal ausschließlich Fensterlicht zum Einsatz – warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht?

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Puls (2016)

John Cusack und Samuel L. Jackson in der Verfilmung eines Romans von Stephen King – von welchem Film ist hier die Rede? Nein, nicht von „Zimmer 1408“ (welchen ich persönlich nach wie vor grandios finde), sondern von „Puls“. Dieser sollte ursprünglich von Eli Roth inszeniert werden, später dann als Miniserie erscheinen und erblickt nun doch als Film in Form einer Direct-to-Video-Premiere das Licht der Welt. Und wer nun befürchtet, dieses Hin und Her könnte dem Film geschadet haben, dem entgegne ich entschieden: Stimmt.

Worum geht’s

Eben noch sucht Comiczeichner Clay (John Cusack) auf dem Flughafen nach einer Möglichkeit sein Smartphone aufzuladen, da ertönt plötzlich ein mysteriöses Signal aus den Handys und verwandelt alle telefonierenden Menschen in reißende Bestien. Nur mit Glück können er und der U-Bahn-Fahrer Tom (Samuel L. Jackson) der tödlichen Situation entkommen und sich in Clays Wohnung in Sicherheit bringen. Während die Welt im Chaos versinkt, machen sich Clay, Tom und Nachbarin Alice (Isabelle Fuhrman) auf die Suche nach Clays Frau Sharon (Clark Sarullo), deren gemeinsamen Sohn Johnny (Ethan Andrew Casto) und einem sicheren Zufluchtsort …

Meine Meinung

Kennt ihr das? Ihr schaut einen Film und denkt „Mensch, diese Situation hätte packend sein können, wenn …“ oder „Okay, das sollte jetzt vermutlich spannend sein, aber …“? So ging es mir bei „Puls“. Und das praktisch ununterbrochen.

Zugegeben, das erste Auftreten des Signals ist durchaus gelungen. Nicht nur, dass das Geräusch selbst wirklich unangenehm ist, auch das darauf folgende Chaos wurde rasant inszeniert und macht Lust auf mehr. Doch leider baut der Film unmittelbar nach dem flotten Einstieg auch direkt wieder ab. Und das deutlich.

So laufen nicht nur die späteren Angriffe der Zombies so genannten Phoner überraschungsarm und wenig kreativ ab, auch die gesamte Geschichte entwickelt sich zwischenzeitlich in verschiedene Richtungen, bis man als Zuschauer nicht mehr weiß, was das Ganze denn nun eigentlich zu bedeuten hat und wohin die ganze Chose schlussendlich führen soll. Phoner, die telepathisch miteinander verbunden sind. Ein Antagonist, der Clays Comicfigur ähnelt. Gemeinsame Alpträume. Vieles wird angedeutet, doch nichts wird zu einem befriedigenden Ende gebracht. Es wirkt fast so, als wäre der Topf voller guter Ideen gewesen, dann aber schlicht die Zeit ausgegangen, um diese auch alle komplett umzusetzen. Was mich zu der Vermutung hinreißen lässt, dass eine Miniserie vielleicht doch die bessere Variante gewesen wäre.

Leider bleiben auch die Charaktere erschreckend flach und unausgearbeitet. Dass in einem Endzeitszenario wie diesem früher oder später auch unter den Sympathieträgern schwere Entscheidungen zu treffen und Opfer zu beklagen sind, ist keine große Überraschung. Doch werden diese Situationen in „Puls“ so oberflächlich und nach Vorschrift abgearbeitet, dass jegliches Mitgefühl für die Figuren im Keim erstickt wird. Passend dazu spielen sowohl John Cusack als auch Samuel L. Jackson so emotionslos, als würden sie stur auf Autopilot laufen. Lediglich Isabelle Fuhrman, die mich bereits in dem spannenden Thriller „Orphan – Das Waisenkind“ zu beeindrucken wusste, schafft es, ihrer Figur zumindest ansatzweise so was wie Charakter zu verleihen.

Hmm, das liest sich jetzt alles ziemlich katastrophal, doch ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht. So sind ein John Cusack oder ein Samuel L. Jackson auf Autopilot immer noch besser als die typischen Darsteller in billig heruntergekurbelten C-Horrorfilmen (kurz zuvor habe ich „Wrong Turn 6: Last Resort“ gesehen, spreche also aus Erfahrung). Und auch wenn die Geschichte unausgegoren wirkt, so gibt es doch immerhin Stellen, die durchaus Potenzial erkennen lassen. Kurz: Für einen regnerischen Nachmittag vor dem Fernseher reicht’s allemal – mehr als einen anspruchslosen Zeitvertreib für zwischendurch solltet ihr aber nicht erwarten.

Mein Fazit

Gute, aber leider auch gelangweilt wirkende Darsteller in einem Film voller verschenkter Möglichkeiten. Da wäre definitiv mehr drin gewesen. Aber auch deutlich weniger, wie ein Blick auf andere Stephen-King-Verfilmungen beweist.

Meine Wertung: 5/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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