Tjorven – Oktober 2024

Kurz vor Jahresende gibt’s noch mal einen Schwung neuer Bilder von mir. Dieses Mal von der lieben Tjorven, die mich im Oktober besuchen kam und meine Wohnung verschönerte, indem sie es sich auf meiner Fensterbank gemütlich machte. Ich weiß, ich klinge wie eine abgenudelte Schallplatte, aber was soll’s: Wenn es eines gibt, was ich liebe, dann schlichte Porträts wie diese. Selbstverständlich sind an dem Tag noch mehr Fotos entstanden. Diese gibt’s wie immer nach und nach drüben bei Instagram zu sehen.

Wie immer gilt: Falls dir meine Porträts gefallen und du Lust hast, auch mal vor meiner Kamera zu stehen (bzw. zu sitzen), gibt’s hier weitere Informationen.

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What Lies Below (2020)

Eben noch schmachtete die 16-jährige Libby (Ema Horvath) im Ferienlager ihren heimlichen Schwarm an, nun sitzt sie mit ihrer furchtbar überdrehten Mutter Michelle (Mena Suvari) im Auto und sehnt bereits die nächsten Ferien herbei. Zu Hause angekommen, hat Michelle eine Überraschung für Libby, die dann auch ihren komplett außer Kontrolle geratenen Gemütszustand erklärt: Sie hat einen neuen Satisfyer Freund. Und dieser, er selbst nennt sich John Smith (Trey Tucker), ist so gutaussehend, charmant und intelligent, dass auch bei Libby direkt sämtliche Hormone verrückt spielen. Doch schon bald stellt Libby sich die Frage, ob ein Mann wirklich derart perfekt sein kann …

Spoiler: Nein, kann er nicht. Nicht zuletzt, weil wir es hier mit einem Horrorfilm zu tun haben. Mit einem Creature-Horrorfilm, um genau zu sein. Und meine Güte, ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. „What Lies Below“ ist auf so vielen Ebenen so schlecht, dass ich mehrmals laut lachen musste. Schon die ersten Minuten reichen aus, um zu verstehen, was für einen Film man sich hier gerade antut. Die Kamera? Stets viel zu nah dran. Die Dialoge? Offenbar von einem Schimpansen mit Entwicklungsstörung geschrieben. Die Figuren? Uninteressant bis nervig. Und die Darsteller? Nun, während Mena Suvari die notgeile sich nach Liebe und Zärtlichkeit sehnende Mutter so dermaßen over the top spielt, dass ich am liebsten vor Fremdscham im Erdboden versunken wäre. wurde Trey Tucker dazu verdammt, in wirklich jeder passenden (und unpassenden) Situation sein Shirt auszuziehen und verführerisch in die Kamera zu grinsen. Lediglich Ema Horvath zieht sich einigermaßen gekonnt aus der Affäre. Dennoch: Insgesamt ist das alles so dermaßen dumm und übertrieben, dass man es fast schon gesehen haben muss, um es zu glauben.

Tragischerweise ist die Geschichte selbst gar nicht mal so uninteressant. Das Problem dabei: Sie führt zu nichts. Johns Faszination für Meeresparasiten lässt schnell erahnen, in welche grobe Richtung sich der Film später entwickeln wird. Und tatsächlich haut „What Lies Below“ zu Beginn des dritten Akts plötzlich eine Enthüllung nach der anderen raus – nur um dann nichts damit anzufangen und abrupt zu enden. Ich sehe es bildlich vor mir, wie die Verantwortlichen damals am Tisch saßen und diskutierten:

„Okay, so weit so gut. Die ersten 80 Minuten sind abgedreht. Kompliment ans Team! Allerdings habe ich das Gefühl, wir haben uns mit der Geschichte etwas verrannt. Wie soll’s damit denn jetzt weitergehen?“

„Keine Ahnung, das ergibt irgendwie alles keinen Sinn mehr. Wisst ihr was: Wir klatschen einfach den Abspann ran und machen Feierabend. Wird schon keinem auffallen.“

Tja, und so kam es dann auch. Und das ist nicht nur faul, es ist schlicht frech. Zumal sich insbesondere aus den letzten Minuten unzählige Fragen ergeben, von denen keine auch nur ansatzweise beantwortet wird. Und das bricht dem Film dann endgültig das Genick. Ich habe wahrlich nichts gegen offene Enden, aber das hier ist wirklich ein Schlag ins Gesicht. Und leider keiner der positiven Art.

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Ice Nine Kills: A Work of Art

„The story, all names, characters, and incidents portrayed in this production are based on people we hated from our childhood. Any similarities with actual persons – living or deceased – is an intentional attempt to slander them and ruin their lives.“

Hach, ich liebe diese Art von Humor. Und damit viel Spaß mit dem folgenden Musikvideo, das ich eben nur durch Zufall entdeckt habe, weil ich wissen wollte, was Art-the-Clown-Darsteller David Howard Thornton sonst noch so gemacht hat. Aber seid gewarnt: Es wird blutig. Oder anders formuliert: Art the Clown macht mal wieder Art-the-Clown-Dinge …

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Nobody Wants This – Staffel 1 (2024)

In den letzten zwei Tagen habe ich meinen angekündigten „Paranormal Activity“-Marathon durchgezogen (Review zum letzten Teil folgt). Als ich gestern um 22 Uhr damit durch war, stöberte ich noch ein wenig durch meine RSS-Feeds und stolperte dabei über einen Artikel zur neuen Netflix-Serie „Nobody Wants This“. Neugierig startete ich die erste Folge – und beendete die Staffel um 2:30 Uhr morgens. Ganz offensichtlich hat sie mir also gefallen. Warum? Wieso? Weshalb? Das verrate ich euch … jetzt.

Worum geht’s

Noah (Adam Brody) ist Rabbi und hat sich eben erst von seiner übergriffigen Freundin getrennt. Joanne (Kristen Bell) betreibt einen Sex-Podcast, in dem sie mit ihrer Schwester über ihre enttäuschenden Dating-Erfahrungen spricht. Als die beiden sich auf der Party einer gemeinsamen Freundin kennenlernen, sprühen sofort die Funken. Schnell werden Joanne und Noah ein Paar, doch nicht nur haben beide ihre ganz speziellen Eigenheiten und Unsicherheiten, auch ihr Umfeld macht es dem ungleichen Paar nicht unbedingt leicht …

Meine Meinung

Im Grunde ist „Nobody Wants This“ eine klassische Romcom – nur halt in (kompakter) Serienform. Da sind die sympathischen Hauptfiguren, von denen man als Zuschauer vom ersten Moment an weiß, dass sie zusammengehören. Dann gibt’s die leicht schrulligen Nebenfiguren, die wahlweise für den Humor da sind, oder dafür, dem Paar Steine in den Weg zu legen. Und zu guter Letzt wären da noch die zahlreichen schrägen Situationen, in die das Paar immer wieder schlittert.

Was die Serie von anderen Romcoms unterscheidet: Die Probleme entstehen hier nur selten aus völlig unnötigen Missverständnissen bzw. weil die Menschen nicht über ihre Gefühle reden. Ganz im Gegenteil: So ziemlich alle Figuren sind sich ihrer Gefühle (und ihrer Schwächen) bewusst und sprechen diese auch offen an. Was sie wollen. Wovor sie Angst haben. Welche Konsequenzen ihre Entscheidungen nach sich ziehen. Das Leben ist schon kompliziert genug – und „Nobody Wants This“ verzichtet zum Glück darauf, dies noch künstlich toppen zu wollen. Worauf die Serie außerdem verzichtet: Uns weismachen zu wollen, dass die Liebe ein Selbstläufer ist, hat man erst mal den Richtigen gefunden. Machen wir uns nichts vor: Wir alle haben unsere Ecken und Kanten, Selbstzweifel, nervige Eigenschaften und Momente, in denen wir nicht so reagieren, wie wir reagieren sollten (und gerne würden). Die Kunst besteht darin, diese vermeintlichen Macken zu akzeptieren und damit umzugehen. Und „Nobody Wants This“ zeigt eindrucksvoll, wie dies auf eine erwachsene und konstruktive Art aussehen kann.

Wer jetzt glaubt, dass unter diesem erwachsenen Umgang der Humor leiden würde, irrt gewaltig. Alleine die zahlreichen Dialoge sind so schnippisch und stellenweise zutiefst sarkastisch, dass ich mehrmals laut loslachen musste. Insbesondere Joannes Schwester Morgan (Justine Lupe) hat eine so trockene Art, dass ich mir schon fast ein Spin-off mit ihr als Hauptfigur wünsche. Herrlich!

Was ebenfalls herrlich ist, ist die Chemie zwischen Kristen Bell und Adam Brody. Die beiden sind als Paar einfach eine Traumbesetzung, sodass man ihnen ihr Happy End von Anfang an wünscht. Wobei ich zugeben muss, dass mir ausnahmslos alle Figuren auf ihre spezielle Art sympathisch waren. Selbst die, die im Grunde unausstehlich sind. Ein weiterer Beweis dafür, wie gut die Serie darin ist, Figuren differenziert darzustellen. Und wie fantastisch der gesamte Cast ist.

So, genug geschwärmt. Ihr merkt: Ich bin begeistert. So begeistert, dass ich die Serie gerade ein zweites Mal schaue, während ich diese Zeilen tippe. Noch ist eine zweite Staffel nicht bestätigt, aber ich tippe darauf, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Ich würde mich definitiv über eine Fortsetzung der Geschichte freuen!

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Möge der Horrorctober beginnen!

Endlich habe auch ich meine Letterboxd-Liste für den diesjährigen Horrorctober erstellt. 13 Horrorfilme, die ich noch nicht kenne, warten auf ihre Sichtung. Wobei ich insgesamt deutlich mehr Filme schauen werde, da einige Titel einen ganzen Dämonenschwanz nach sich ziehen. So werde ich zum Beispiel vor „Paranormal Activity: Next of Kin“ noch mal einen Rewatch der kompletten Reihe starten. Und auch bei „Candyman 2 – Die Blutrache“ werde ich die Chance nutzen und direkt alle vier Filme schauen. Bei anderen Titeln muss ich noch recherchieren, ob ich die jeweiligen „Anhängsel“ im Stream finde (sofern ich sie nicht im Regal stehen habe). So oder so werde ich diesen Monat gut zu tun haben.

Mein Ziel war es, eine blutrote Mischung aus unterschiedlichen Jahrzehnten und Subgenres zu finden. Insgesamt ist mir das meiner Meinung nach ganz gut gelungen – auch wenn jüngere Filme, was nur wenig überraschend sein dürfte, dominieren.

Damit ihr nicht gezwungen seid, mein Letterboxd-Profil aufzurufen, hier die Filme in Textform:

Hügel der blutigen Augen (1977)
Patrick (1978)
Phantom der Oper (1989)
Candyman 2 – Die Blutrache (1995)
Dark Water – Dunkle Wasser (2005)
The Strangers – Opfernacht (2018)
Suspiria (2018)
The House at Night (2020)
The Deep House (2021)
Antlers (2021)
Paranormal Activity: Next of Kin (2021)
The Cellar – Verlorene Seelen (2022)
Das erste Omen (2024)

Und damit bleibt mir jetzt nur noch zu schreiben: Möge der Horrorctober beginnen!

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Mein Telekom-Moment

Es klingt an der Tür. Telekom-Vertrieb.

„Danke, kein Interesse.“
„Sie wissen doch gar nicht, worum es geht.“
„Doch, um einen Glasfaseranschluss.“
„Genau. Und ich muss Sie aufnehmen.“
„Müssen Sie nicht.“
„Doch, muss ich. Ihre Hausverwaltung hat mich beauftragt.“
„Dann kläre ich das mit ihr, aber nicht heute.“
„Ich möchte aber nicht noch mal wiederkommen müssen.“ (geht einen Schritt auf mich zu)
„Müssen Sie auch nicht, ich werde hier eh nichts unterschreiben und kläre das selbst.“
„Wenn ich Sie jetzt nicht aufnehme, werden Sie ausgeschlossen und müssen später 800 Euro fürs Verlegen der Kabel zahlen. Alle anderen Nachbarn habe ich schon aufgenommen, nur Sie fehlen noch.“
„Kein Problem, dann zahle ich die 800 Euro.“
„Ich muss Sie aber trotzdem aufnehmen.“ (geht erneut einen Schritt auf mich zu und steht nun auf meiner Türschwelle)
„Gehen Sie bitte einen Schritt zurück.“
„Ich bin nicht in Ihrer Wohnung.“ (und bleibt stehen – WTF!?!)
„Ich schließe jetzt die Tür, gehen Sie bitte.“ (ich schließe die Tür)

klingeln klopfen klingeln

(ich öffne erneut die Tür) „Sie sollen gehen.“
„Sie verstehen das nicht, wenn ich Sie jetzt nicht aufnehme, haben Sie bald kein Internet mehr.“
„Wie gesagt, ich kläre das mit meiner Hausverwaltung und melde mich dann ggf. selbst bei der Telekom.“
„Die können den Auftrag dann aber nicht annehmen.“
„Warum nicht?“
„Das kann nur ich. Dafür bin ich jetzt hier.“

Long story short: Irgendwann ist er dann abgedüst. Um nicht den Rahmen zu sprengen,, habe ich dieses „Gespräch“ verkürzt.

Hausverwaltung: „Wir haben den nicht beauftragt. Sollte in den Wohnungen etwas verlegt werden müssen, regeln wir das.“
Nachbarn: „Wir haben uns nicht aufnehmen lassen, wir haben den auch weggeschickt.“
„Fun“ Fact: Ein Nachbar hat gestern sogar die Polizei gerufen, weil der Kerl so aufdringlich war.

Ich hab schon vieles erlebt, aber puh, das ist echt ein ganz neues Level.

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Der deutsche Trailer zu „Terrifier 3“ ist da

Nachdem vor wenigen Tagen bestätigt wurde, dass „Terrifier 3“ ungekürzt in den Kinos laufen wird, hat Tiberius nun den deutschen Trailer veröffentlicht. Ich erwarte Großes. Zumindest ein großes Schlachtfest. Und wehe, Sienna bekommt kein Happy End. Dann werde ich persönlich zu Art the Clown …

Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass das angekündigte Triple Feature auch in Kiel gezeigt wird. Ich würde die drei Filme schon gerne auf der großen Leinwand schauen.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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