Kennt ihr das, wenn ihr am Freitagabend alleine zu Hause auf der Couch sitzt, plötzlich nachdenklich und melancholisch werdet, und euch ganz selbstkritisch fragt, wann genau in eurem Leben ihr falsch abgebogen seid und aus euch den Menschen gemacht habt, der ihr heute seid?
Ich bin positiv überrascht. Mehr als das, ich bin regelrecht begeistert. Das Prequel-Spin-off ist lockerer und unbeschwerter als das Original, versprüht dessen Charme aber dennoch in jeder Minute, ist gewohnt schwarzhumorig und hervorragend besetzt. Ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass die Neubesetzung so gut funktioniert. Insbesondere James Martinez als Angel Batista und Alex Shimizu als Vince Masuka sind einfach nur on point, aber auch die restlichen Darsteller machen einen großartigen Job als junge Versionen der bekannten Figuren. Und dann wäre da noch Neuzugang Sarah „Buffy“ Michelle „Summers“ Gellar, die in den letzten 20 Jahren nicht gealtert zu sein scheint. Hach, wie ist das schön, die Frau mal wieder in einer etwas größeren Rolle zu sehen.
Entgegen meiner sonst eher skeptischen Art bin ich optimistisch, dass die Serie das Niveau der ersten Folgen halten kann. Und freue mich jetzt umso mehr auf „Dexter: Resurrection“. Schön zu sehen, dass in Dexters Blut noch Leben steckt.
Weiter geht’s mit den letzten noch offenen Shootings des Jahres. Ich spüre förmlich, wie eure Blicke hin- und herwandern. Zu den Fotos. Zur Titelzeile eures Browsers. Zurück zu den Fotos. Und ich höre geradezu, wie ihr denkt „Irgendwas stimmt hier nicht. Die Fotos unten sind so … bunt!?!“. Doch keine Sorge, ihr seid hier wirklich auf meinem Blog. Und dafür, dass die Fotos dieses Mal allesamt in Farbe sind, gibt es eine ganz einfache Erklärung: Dadurch, dass Pia und ich nicht alleine, sondern mit ihren Hunden unterwegs waren, war unser „Shooting“ mehr (also noch mehr als sonst) ein gemütlicher Spaziergang, bei dem zufällig ein paar Erinnerungsfotos entstanden sind. Und irgendwie empfinde ich Farbe für diese Art von Fotos passender. Fragt mich bitte nicht warum. Isso.
Die Kleinstadt Rylstone lebt vom Maisanbau. Zumindest tat sie dies mal, denn Pestizide und andere Chemikalien haben die Felder komplett ruiniert. Um der endgültigen Pleite zu entgehen, beschließen die Anwohner, die Maisfelder einzuebnen und ihr Land zu verkaufen. Ihre Kinder haben jedoch andere Pläne und beginnen damit, die Erwachsenen allesamt umzubringen …
Lasst mich mit den positiven Aspekten des Films beginnen: „Kinder des Zorns“ sieht überraschend gut aus. Zumindest deutlich besser als seine zahlreichen Direct-to-Video-Vorgänger. Und joa, das war’s auch schon mit den positiven Aspekten. Na gut, Kate Moyer macht als diabolische Eden auch noch eine recht gute Figur. Aber das war’s dann auch wirklich. Ansonsten ist dieser Film ein einziger Totalausfall. Die Figuren bleiben blass und unbedeutend, Hauptdarstellerin Elena Kampouris scheint nur zwei (gleichermaßen unpassende) Gesichtsausdrücke zu kennen, die Story ergibt vorne und hinten keinen Sinn, und das Allerschlimmste: Der Film ist trotz einer Laufzeit von gerade mal 90 Minuten unfassbar langweilig. So langweilig, dass ich nach einer halben Stunde direkt mal für 10 Minuten weggenickt bin. Um 18 Uhr. Und glaubt mir einfach, wenn ich schreibe, dass 18 Uhr definitiv keine Uhrzeit ist, zu der ich üblicherweise einschlafe. Erst recht nicht, wenn ich gerade einen Horrorfilm schaue.
Es ist schon beinahe bewundernswert, wie Regisseur Kurt Wimmer (ja, Kurt „Equilibrium“ Wimmer) es schafft, aus dem durchaus vorhandenen Potenzial nichts, aber mal wirklich gar nichts zu machen. Umweltverschmutzung, Kindesmissbrauch, religiöser Fanatismus – so viele Möglichkeiten. Und keine davon wird auch nur ansatzweise genutzt. Das verdient fast schon irgendwie Respekt.
Langer Rede kurzer Sinn: Finger weg! Und falls ihr euch den Film doch anschaut, behauptet später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Kurz vor Jahresende gibt’s noch mal einen Schwung neuer Bilder von mir. Dieses Mal von der lieben Tjorven, die mich im Oktober besuchen kam und meine Wohnung verschönerte, indem sie es sich auf meiner Fensterbank gemütlich machte. Ich weiß, ich klinge wie eine abgenudelte Schallplatte, aber was soll’s: Wenn es eines gibt, was ich liebe, dann schlichte Porträts wie diese. Selbstverständlich sind an dem Tag noch mehr Fotos entstanden. Diese gibt’s wie immer nach und nach drüben bei Instagram zu sehen.
Wie immer gilt: Falls dir meine Porträts gefallen und du Lust hast, auch mal vor meiner Kamera zu stehen (bzw. zu sitzen), gibt’s hier weitere Informationen.
Eben noch schmachtete die 16-jährige Libby (Ema Horvath) im Ferienlager ihren heimlichen Schwarm an, nun sitzt sie mit ihrer furchtbar überdrehten Mutter Michelle (Mena Suvari) im Auto und sehnt bereits die nächsten Ferien herbei. Zu Hause angekommen, hat Michelle eine Überraschung für Libby, die dann auch ihren komplett außer Kontrolle geratenen Gemütszustand erklärt: Sie hat einen neuen Satisfyer Freund. Und dieser, er selbst nennt sich John Smith (Trey Tucker), ist so gutaussehend, charmant und intelligent, dass auch bei Libby direkt sämtliche Hormone verrückt spielen. Doch schon bald stellt Libby sich die Frage, ob ein Mann wirklich derart perfekt sein kann …
Spoiler: Nein, kann er nicht. Nicht zuletzt, weil wir es hier mit einem Horrorfilm zu tun haben. Mit einem Creature-Horrorfilm, um genau zu sein. Und meine Güte, ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. „What Lies Below“ ist auf so vielen Ebenen so schlecht, dass ich mehrmals laut lachen musste. Schon die ersten Minuten reichen aus, um zu verstehen, was für einen Film man sich hier gerade antut. Die Kamera? Stets viel zu nah dran. Die Dialoge? Offenbar von einem Schimpansen mit Entwicklungsstörung geschrieben. Die Figuren? Uninteressant bis nervig. Und die Darsteller? Nun, während Mena Suvari die notgeile sich nach Liebe und Zärtlichkeit sehnende Mutter so dermaßen over the top spielt, dass ich am liebsten vor Fremdscham im Erdboden versunken wäre. wurde Trey Tucker dazu verdammt, in wirklich jeder passenden (und unpassenden) Situation sein Shirt auszuziehen und verführerisch in die Kamera zu grinsen. Lediglich Ema Horvath zieht sich einigermaßen gekonnt aus der Affäre. Dennoch: Insgesamt ist das alles so dermaßen dumm und übertrieben, dass man es fast schon gesehen haben muss, um es zu glauben.
Tragischerweise ist die Geschichte selbst gar nicht mal so uninteressant. Das Problem dabei: Sie führt zu nichts. Johns Faszination für Meeresparasiten lässt schnell erahnen, in welche grobe Richtung sich der Film später entwickeln wird. Und tatsächlich haut „What Lies Below“ zu Beginn des dritten Akts plötzlich eine Enthüllung nach der anderen raus – nur um dann nichts damit anzufangen und abrupt zu enden. Ich sehe es bildlich vor mir, wie die Verantwortlichen damals am Tisch saßen und diskutierten:
„Okay, so weit so gut. Die ersten 80 Minuten sind abgedreht. Kompliment ans Team! Allerdings habe ich das Gefühl, wir haben uns mit der Geschichte etwas verrannt. Wie soll’s damit denn jetzt weitergehen?“
„Keine Ahnung, das ergibt irgendwie alles keinen Sinn mehr. Wisst ihr was: Wir klatschen einfach den Abspann ran und machen Feierabend. Wird schon keinem auffallen.“
Tja, und so kam es dann auch. Und das ist nicht nur faul, es ist schlicht frech. Zumal sich insbesondere aus den letzten Minuten unzählige Fragen ergeben, von denen keine auch nur ansatzweise beantwortet wird. Und das bricht dem Film dann endgültig das Genick. Ich habe wahrlich nichts gegen offene Enden, aber das hier ist wirklich ein Schlag ins Gesicht. Und leider keiner der positiven Art.
„The story, all names, characters, and incidents portrayed in this production are based on people we hated from our childhood. Any similarities with actual persons – living or deceased – is an intentional attempt to slander them and ruin their lives.“
Hach, ich liebe diese Art von Humor. Und damit viel Spaß mit dem folgenden Musikvideo, das ich eben nur durch Zufall entdeckt habe, weil ich wissen wollte, was Art-the-Clown-Darsteller David Howard Thornton sonst noch so gemacht hat. Aber seid gewarnt: Es wird blutig. Oder anders formuliert: Art the Clown macht mal wieder Art-the-Clown-Dinge …
Die Überschrift ist hier wörtlich zu nehmen: Dieser Beitrag ist nur ein Test. Um genau zu sein, teste ich hiermit die automatische Veröffentlichung von Blogbeiträgen bei Threads, Mastodon und Bluesky über Jetpack Social. Nicht mehr. Nicht weniger.
In den letzten zwei Tagen habe ich meinen angekündigten „Paranormal Activity“-Marathon durchgezogen (Review zum letzten Teil folgt). Als ich gestern um 22 Uhr damit durch war, stöberte ich noch ein wenig durch meine RSS-Feeds und stolperte dabei über einen Artikel zur neuen Netflix-Serie „Nobody Wants This“. Neugierig startete ich die erste Folge – und beendete die Staffel um 2:30 Uhr morgens. Ganz offensichtlich hat sie mir also gefallen. Warum? Wieso? Weshalb? Das verrate ich euch … jetzt.
Worum geht’s
Noah (Adam Brody) ist Rabbi und hat sich eben erst von seiner übergriffigen Freundin getrennt. Joanne (Kristen Bell) betreibt einen Sex-Podcast, in dem sie mit ihrer Schwester über ihre enttäuschenden Dating-Erfahrungen spricht. Als die beiden sich auf der Party einer gemeinsamen Freundin kennenlernen, sprühen sofort die Funken. Schnell werden Joanne und Noah ein Paar, doch nicht nur haben beide ihre ganz speziellen Eigenheiten und Unsicherheiten, auch ihr Umfeld macht es dem ungleichen Paar nicht unbedingt leicht …
Meine Meinung
Im Grunde ist „Nobody Wants This“ eine klassische Romcom – nur halt in (kompakter) Serienform. Da sind die sympathischen Hauptfiguren, von denen man als Zuschauer vom ersten Moment an weiß, dass sie zusammengehören. Dann gibt’s die leicht schrulligen Nebenfiguren, die wahlweise für den Humor da sind, oder dafür, dem Paar Steine in den Weg zu legen. Und zu guter Letzt wären da noch die zahlreichen schrägen Situationen, in die das Paar immer wieder schlittert.
Was die Serie von anderen Romcoms unterscheidet: Die Probleme entstehen hier nur selten aus völlig unnötigen Missverständnissen bzw. weil die Menschen nicht über ihre Gefühle reden. Ganz im Gegenteil: So ziemlich alle Figuren sind sich ihrer Gefühle (und ihrer Schwächen) bewusst und sprechen diese auch offen an. Was sie wollen. Wovor sie Angst haben. Welche Konsequenzen ihre Entscheidungen nach sich ziehen. Das Leben ist schon kompliziert genug – und „Nobody Wants This“ verzichtet zum Glück darauf, dies noch künstlich toppen zu wollen. Worauf die Serie außerdem verzichtet: Uns weismachen zu wollen, dass die Liebe ein Selbstläufer ist, hat man erst mal den Richtigen gefunden. Machen wir uns nichts vor: Wir alle haben unsere Ecken und Kanten, Selbstzweifel, nervige Eigenschaften und Momente, in denen wir nicht so reagieren, wie wir reagieren sollten (und gerne würden). Die Kunst besteht darin, diese vermeintlichen Macken zu akzeptieren und damit umzugehen. Und „Nobody Wants This“ zeigt eindrucksvoll, wie dies auf eine erwachsene und konstruktive Art aussehen kann.
Wer jetzt glaubt, dass unter diesem erwachsenen Umgang der Humor leiden würde, irrt gewaltig. Alleine die zahlreichen Dialoge sind so schnippisch und stellenweise zutiefst sarkastisch, dass ich mehrmals laut loslachen musste. Insbesondere Joannes Schwester Morgan (Justine Lupe) hat eine so trockene Art, dass ich mir schon fast ein Spin-off mit ihr als Hauptfigur wünsche. Herrlich!
Was ebenfalls herrlich ist, ist die Chemie zwischen Kristen Bell und Adam Brody. Die beiden sind als Paar einfach eine Traumbesetzung, sodass man ihnen ihr Happy End von Anfang an wünscht. Wobei ich zugeben muss, dass mir ausnahmslos alle Figuren auf ihre spezielle Art sympathisch waren. Selbst die, die im Grunde unausstehlich sind. Ein weiterer Beweis dafür, wie gut die Serie darin ist, Figuren differenziert darzustellen. Und wie fantastisch der gesamte Cast ist.
So, genug geschwärmt. Ihr merkt: Ich bin begeistert. So begeistert, dass ich die Serie gerade ein zweites Mal schaue, während ich diese Zeilen tippe. Noch ist eine zweite Staffel nicht bestätigt, aber ich tippe darauf, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Ich würde mich definitiv über eine Fortsetzung der Geschichte freuen!
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