Death Proof – Todsicher

Quentin Tarantino hat wieder zugeschlagen. Eigentlich als Grindhouse-Double-Feature mit dem von seinem Kumpel Robert Rodriguez inszenierten „Planet Terror“ geplant, läuft „Death Proof“ mit dem (un)sinnigen Untertitel „Todsicher“ einzeln in den deutschen Kinos. Immerhin dürfen wir uns an einer verlängerten Fassung des Films erfreuen.

Worum geht’s

Eigentlich möchten die drei Freundinnen Julia, Arlene und Shanna nur ein wenig feiern, trinken und flirten, haben jedoch nicht mit Stuntman Mike (Kurt Russel) gerechnet. Dieser lauert jungen Frauen auf und nutzt sein umgebautes Stuntfahrzeug dazu, seine Opfer durch spektakuläre Fahrmanöver zu töten. Nach erfolgreicher Dezimierung der Gruppe geraten die attraktive Abernathy (Rosario Dawson) und ihre Freundinnen ins Visier des Serienkillers. Doch diesmal hat sich Stuntman Mike die falschen Opfer ausgesucht: Kim (Tracie Thoms) und Zoe (spielt sich selbst: Zoe Bell) sind selbst Stuntfrauen – und schlagen erbarmungslos zurück…

Meine Meinung

Ganz ehrlich: „Death Proof“ macht es mir nicht gerade leicht: Dürfte ich nur die erste Hälfte bewerten, würde mein Text äußerst euphorisch klingen. Doch da ist auch noch die zweite Hälfte, welche zwar weiß Gott nicht schlecht ist, mich aber trotz der hervorragend inszenierten Action ein wenig gelangweilt hat.

Woran das liegt, ist gar nicht so einfach zu sagen. Oder doch, eigentlich schon: In der ersten Hälfte präsentiert uns Tarantino drei ebenso sympathische wie attraktive junge Frauen. Als wäre dies für das eine oder andere männliche Wesen nicht bereits genug, gibt es zusätzlich noch einen diabolisch-coolen Kurt Russel, der hier seine beste Vorstellung seit Snake Plissken gibt. Hinzu gesellen sich eine gleichzeitig ausgelassene wie bedrohliche Atmosphäre, spaßige Gastauftritte, zahlreiche lässige Dialoge und ein Lapdance, für den man Kurt Russel nur beneiden kann. Höhepunkt der ersten Hälfte ist dann ein vierfach gezeigter Autocrash, der uns, hervorragend gefilmt, zeigt, was mit den jeweiligen Beteiligten passiert.

Nach einem weiteren Gastauftritt und dem Dialog zweier Polizisten beginnt die zweite Hälfte des Films. Diesmal präsentiert uns Tarantino vier junge Frauen, leider weniger sympathisch und weniger attraktiv als die ersten Opfer. Wieder dürfen wir den Dialogen der Frauen beiwohnen, doch gestalten sich diese weitaus uninteressanter als die der ersten Runde. Und Kurt Russel? Nun, von dem ist in der zweiten Hälfte nur noch wenig zu spüren. Viel mehr, als sein Fahrzeug zu lenken, darf er ab sofort nicht mehr machen. Zoe Bells Ritt auf der Motorhaube und die finale Verfolgungsjagd sind zwar furios, und ich meine furios, inszeniert, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film zu diesem Zeitpunkt aufgrund der schwächeren Charaktere bereits enorm an Unterhaltungswert verloren hat. Die letzten Minuten laden noch einmal zum herzhaften Lachen und Grölen ein, so dass man den Film trotz einiger Schwächen befriedigt verlässt.

Hinweis im CinemaxXUm dem Grindhouse-Kino der 60er und 70er gerecht zu werden, hat Tarantino „Death Proof“ künstlich altern lassen: Bild- und Tonaussetzer, Kratzer im Filmmaterial, Bildsprünge, Schwarz/Weiß-Bild – alles ist vorhanden. Doch ist eines „leider“ ganz klar: Der Film an sich ist viel zu gut für eine echte Grindhouse-Vorstellung. Selbst bzw. gerade die zweite Hälfte ist derart professionell inszeniert, dass man Vergleiche mit den Filmen aus den 60ern und 70ern gar nicht erst ziehen sollte. Dennoch stellen die absichtlich platzierten Fehler eine gelungene Hommage dar und sorgen für den einen oder anderen Schmunzler.

Mein Fazit

Wem die bisherigen Tarantino-Filme gefallen haben, der wird auch an „Death Proof“ seine helle Freude haben. Tarantinos Liebe zu Filmen ist seinem jüngsten Streich jederzeit anzumerken. Allen Anderen sei gesagt, dass alleine Kurt Russel den Kinobesuch rechtfertigt – auch wenn der Film in der zweiten Hälfte an Charme verliert, ist das Eintrittsgeld gut angelegt.

Meine Wertung: 7/10

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Next

Nicolas Cage hat es nicht leicht: Mitte bis Ende der Neunziger dank Filmen wie „The Rock“, „Im Körper des Feindes“ oder „Con Air“ als zukünftiger Top-Star Hollywoods gefeiert, kann er seit nunmehr sieben Jahren keine echten Erfolge mehr verbuchen. Guten Filmen wie „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und „Lord Of War“ stehen Werke wie „The Weather Man“, „The Wicker Man“ oder „Ghost Rider“ gegenüber, die bei Kritikern wie Publikum gleichermaßen durchfielen. Ob er mit „Next“ an alte Erfolge anschließen kann, ist mehr als fraglich.

Worum geht’s

Cris Johnson (Nicolas Cage) besitzt die Gabe, zwei Minuten in seine eigene Zukunft blicken zu können. Diese nutzt er, um sich in Las Vegas seinen Lebensunterhalt als Magier zu verdienen und nebenbei so unauffällig wie möglich die Casinos um ein paar Dollar zu erleichtern. Mit dem ruhigen Leben soll es vorbei sein, als FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) auf ihn aufmerksam wird und Cris verhindern soll, dass auf amerikanischem Boden eine Atombombe gezündet wird…

Meine Meinung

Da ich mich ausschließlich über intelligente Leser erfreuen darf 😉 , wird sich an dieser Stelle jeder die gleiche, wenn nicht sogar dieselbe Frage stellen: Wie soll Cris die Zündung verhindern, wenn er gerade mal zwei Minuten in die Zukunft, und dann auch nur in seine eigene, blicken kann? Nun, dazu komme ich gleich…

Der Film beginnt äußerst unterhaltsam: Cris verhindert einen Casino-Überfall und entkommt dank seiner Gabe den ihn für den Täter haltenden Sicherheitsleuten. Wie er an den Angestellten vorbeihuscht, während der Sicherheitschef die Flucht über Kameras beobachtet und dabei verzweifelt, ist toll inszeniert und macht Lust auf mehr.

Unterhaltsam geht es weiter. Nach erfolgter Flucht erfahren wir, dass Cris sich in seiner Zukunft eine Frau, gespielt von der leckeren Jessica Biel, kennenlernen sieht, aber den genauen Zeitpunkt nicht bestimmen kann. Um herauszufinden, wieso dies so ist, findet er sich täglich in dem Lokal ein, in dem es irgendwann zu dem Treffen kommen wird. Sobald die junge Frau tatsächlich durch die Tür tritt, darf sich der Zuschauer auf zahlreiche Flirt-Misserfolge freuen. Wie gesagt: Noch immer höchst unterhaltsam.

Jetzt fängt es bereits an, ein wenig…blöd zu werden: Irgendwann schafft Cris es natürlich, die toughe Unbekannte erfolgreich kennenzulernen. Vollkommen aufgesetzt wirkend verlieben sich die beiden nach nur wenigen Stunden unsterblich ineinander und siehe da: In ihrer Gegenwart kann Cris nicht nur in seine, sondern auch in ihre Zukunft schauen – und das erheblich länger als lediglich zwei Minuten.

Taataaa, da haben wir unsere Chance!

Von nun an geht es steil bergab: Seine Geliebte wird von den Terroristen entführt (irgendwie muss man die Kurve zur Bombe ja kriegen) und es beginnt eine vor schlechten Actionszenen triefende Jagd nach den Entführern, die zwangsläufig auch zur Bombe führt.

Auf Logik wird hierbei weitestgehend komplett verzichtet: Es ist ja schön und gut, dass Cris in seine Zukunft blicken kann, aber die Frage, wieso ihn das befähigt, Autos, Baumstämmen und sogar Kugeln millimetergenau auszuweichen, sollte man sich lieber nicht stellen. Ebenso wenig sollte man sich fragen, wieso das FBI im Terrorfall eine ganze Einheit auf einen drittklassigen Magier ansetzt – falls so Amerikas Plan zum Schutz der Bürger aussieht, ist es kein Wunder, dass unser derzeitiger Innenminister lieber auf handfestere Mittel setzen würde…

Bei den Actionszenen wurde mit jeder Menge CGI gearbeitet, was man leider auch allzu deutlich sieht. Egal ob herumfliegende Baumstämme, Züge oder Autos, alles ist am Rechner entstanden – oder sieht zumindest danach aus. Lediglich die finale Schießerei ist gut inszeniert und weiß aufgrund ihrer Bodenständigkeit wieder zu gefallen.

Der Schlusstwist kommt dann zwar sogar einigermaßen überraschend daher, lässt jedoch die Logik erneut vollkommen außer Acht. Immerhin kann man den Machern eine gewisse Konsequenz nicht absprechen…

Sämtliche Charaktere bleiben bei „Next“ erschreckend blass. Dass Cris unter seiner Gabe leidet, wird kurz angedeutet, die Möglichkeit, ihm dadurch Tiefe zu verleihen, allerdings verschenkt. Dass die Figuren niemanden fesseln würden, dachten sich wohl auch die Darsteller. So spielen an sich gute Schauspieler wie Cage und Moore ihre Rollen gerade mal so engagiert wie nötig. Während Jessica Biel nur als Beiwerk dient, aber immerhin gut aussieht und einmal mehr beweisen darf, dass Bettdecken absolut rutschfest auf Frauenbrüsten kleben, mu…darf Thomas Kretschmann zur Abwechslung den bösen Deutschen mimen. Äußerst originell.

Mein Fazit

Nach einem wirklich interessanten und gut inszenierten Anfang nimmt die Qualität des Films in dessen Verlauf stetig ab. Das finale Feuergefecht lässt zwar noch ein wenig Stimmung aufkommen, kann aber nicht verhindern, dass „Next“ in der Mittelmäßigkeit untergeht.

Meine Wertung: 5/10

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Motel

Klassische Thrillerelemente sind out, harte Brutalität ist in. Oder? Schaut man sich die Einspielergebnisse von „Saw 3“ und „Hostel: Teil 2“ an, keimt die Vermutung auf, dass das Publikum sich langsam aber sicher an der nackten Gewalt sattgesehen hat. Doch ist es auch schon bereit für die Rückkehr des altmodischen Thrillers?

Worum geht’s

Das in Scheidung lebende Ehepaar Amy und David Fox (Kate Beckinsale, Luke Wilson) befindet sich auf der Heimreise von einer Familienfeier. Als sie mit einer Panne liegenbleiben, beschließen die beiden, die Nacht in einem Motel zu verbringen. Kaum eingecheckt, entdecken Amy und David ein paar Videokassetten mit brutalen Folter- und Mordszenen. Als sie begreifen, dass diese Szenen in dem von ihnen bewohnten Zimmer aufgenommen wurden und sie selbst die Stars im nächsten Film werden sollen, ist es bereits zu spät…

Meine Meinung

Wer hofft, in „Motel“ auf brutale Gewalt zu stoßen, wird das Kino definitiv enttäuscht verlassen. Entgegen des noch immer anhaltenden Trends inszenierte Regisseur Nimród Antal „Motel“ trotz seiner Snuff-Thematik altmodisch und schon beinahe zurückhaltend. Enge Gänge, düstere Umgebungen, eine stets spürbare Bedrohung sowie klassische Schockmomente sorgen für eine Spannung, die kein Blut benötigt, um den Zuschauer zu fesseln. Hierbei werden zwar auch viele Klischees bedient, doch nutzt Antal diese im späteren Verlauf geschickt aus, um sie gegen das Publikum zu richten und es an der Nase herumzuführen. Clever gemacht.

Leider schmeckt das Ende des Films zu sehr nach Hollywood, was dem Film unnötigerweise seine Glaubwürdigkeit und ihm dadurch viel Sympathie kostet. Mit einem konsequenteren Ende wäre meine Wertung noch einen Tick höher ausgefallen. Wie heißt es doch gleich so schön: Man kann nicht alles haben. Warum eigentlich nicht?

Um die Spannung in einem Thriller halten zu können, sind sympathische Charaktere unabdingbar. Nichts ist schlimmer, als einen Film zu sehen, dessen Protagonisten einem am Allerwertesten vorbeigehen. Kate Beckinsale und Luke Wilson leisten hierbei tolle Arbeit und verleihen den Figuren eine Menschlichkeit, die einen als Zuschauer mitfiebern und die Daumen drücken lässt. Selten wirkten zerstrittene Film-Ehepartner auf mich so real, natürlich und sympathisch wie in diesem Film.

Außerdem erwähnenswert sind, so blöde es klingt, der Vor- sowie der Abspann, deren einfache Musik und Machart schon beinahe nostalgische Gefühle wecken. Toll gemacht!

Mein Fazit

Wem Filme wie „Joyride – Spritztour“, „Unbekannter Anrufer“ und „Red Eye“ gefallen, der wird auch mit „Motel“ zufrieden sein. Auch wenn das Ende enttäuscht, bietet der Film dennoch 80 Minuten klassisch-spannende Unterhaltung, wie sie heute leider viel zu selten vorkommt.

Meine Wertung: 7/10

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The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Auch wenn ich dadurch in bestimmten Kreisen anecken werde: Ich empfinde Tobe Hoopers „The Texas Chain Saw Massacre“ als langatmig, uninteressant und maßlos überbewertet. Die beiden auf den Klassiker folgenden Fortsetzungen (ab jetzt im Titel ohne dem Leerzeichen zwischen „Chain“ und „Saw“) sind so belanglos, dass ich sie schneller vergessen als den Videorekorder ausgeschaltet hatte. Und „The Return Of The Texas Chainsaw Massacre“ ist trotz Matthew McConaughey und Renée Zellweger nicht einmal mehr belanglos, sondern so dermaßen schlecht, dass ich ihm beizeiten noch eine eigene Review widmen werde. Als erster Film der Reihe begeisterte mich das von Marcus Nispel inszenierte Remake aus dem Jahr 2003 – und ich möchte betonen, dass dies nicht (ausschließlich) an dem knackigen Körper von Jessica Biel liegt!

Nach dem Erfolg des Remakes war es nur eine Frage der Zeit, bis der Film eine Fortsetzung spendiert bekommen sollte. Dies geschah 2006 in Form eines Prequels, welches es leider nur in einer bis zur Unkenntlichkeit gekürzten Version in die deutschen Kinos schaffte. Nachdem bekannt wurde, dass auch die deutsche DVD-Veröffentlichung trotz des Unrated-Schriftzugs geschnitten sein würde, griff ich zum ungeschnittenen 2er-DVD-Set aus England. Über 7 Wochen sollte es dauern, bis ich die DVD heute endlich in den Händen halten konnte…

Als bekennender Fan der 2003er-Version kann ich sagen, dass sich das Warten trotz ausbleibender Jubelhymnen gelohnt hat. Regisseur Jonathan Liebesman kann der Geschichte zwar keine neuen Seiten abgewinnen, erneut gerät eine Gruppe junger (und dank Jordana Brewster überaus attraktiver) Menschen an die schrecklich nette Familie, bietet aber immer noch überdurchschnittlichen Terror-Horror. Inszenatorisch bleibt er dabei Nispels Stil treu, dreht „dezent“ an der Gewaltschraube und klärt viele Details aus dem Remake auf. So erfahren wir z.B., wie Sheriff Hoyt zu seinem Beruf kommt, wieso Leatherface die Kettensäge so gut beherrscht und wobei der alte Monty seine Beine verliert.

Die im Film dargestellte Gewalt ist definitiv nichts für schwache Nerven und dürfte die Geschmacksgrenze des Massenpublikums deutlich überschreiten. Egal ob mit Vorschlaghammer, Messer oder Kettensäge, die Kamera fängt alle Gräueltaten ein und überlässt es dem Zuschauer, sich wegzudrehen. Freilich hat der Genre-Fan dies alles bereits gesehen, doch handelt es sich hierbei wie gesagt um einen Film für die Masse, welche aufgrund der realistisch-harten Inszenierung in zwei Lager gespalten werden dürfte.

Bedingt durch die Tatsache, dass man weiß, wie es ausgeht, bleibt die Spannung natürlich auf der Strecke. Wer einen Film zum Mitfiebern sucht, ist hier, wie bei grundsätzlich jedem Prequel, an der falschen Adresse. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass es sich bei „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ um einen Langweiler handelt: Der Film unterhält dank seiner dreckigen Atmosphäre und den zahlreichen Anspielungen auf den weiteren Lebenslauf der psychopathischen Familie. Vergleiche mit der desaströsen Schlaftablette „Hannibal Rising“ können also ruhig in der Schublade verweilen, zumal zum Glück niemals der Versuch unternommen wird, das Böse zu erklären.

Die Schauspieler haben dabei nicht viel mehr zu tun als entweder zu foltern und zu töten oder gefoltert und getötet zu werden. Während die bedauernswerte Heldin diesmal von der leider viel zu selten zu sehenden Jordana Brewster („The Faculty“, The Fast And The Furious“) souverän gespielt wird, dürfen R. Lee Ermey („Full Metal Jacket“) und Konsorten erneut ihre sadistische Ader ausspielen. Keine spektakuläre, aber solide Schauspielkunst.

Mein Fazit

Wem das Remake aus dem Jahr 2003 gefällt, der wird aufgrund der beinahe identischen Inszenierung auch an dem Prequel seine Freude haben und sich zudem an vielen kleinen Details erfreuen können. Menschen mit schwachem Magen hingegen sollten lieber Abstand halten – oder jemanden an ihrer Seite haben, der ihnen ggf. die Hände vor die Augen hält…

Wertung: 7/10

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Werde auch du ein echter Springfield…ianer!

Ich in gelbAuch wenn viele Fans der ersten Stunde den Machern eine in letzter Zeit stetig sinkende Qualität vorwerfen, dürften sich die meisten Zuschauer bereits auf den am 26.07. startenden „Die Simpsons – Der Film“ freuen.

Wer den Kinostart kaum noch erwarten kann, hat die Möglichkeit, sich über die offizielle Seite zum Film umfassend über selbigen zu informieren – und selbst ein Bewohner des Simpsons-Universums zu werden.

Wie das ausgehen kann, könnt ihr rechts links bewundern. Wenn ich bedenke, dass ich neulich auf satte 42/43 geschätzt wurde, schätze ich mein Spiegelbild aus Springfield als äußerst gelungen ein…

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Actionfilme und ihre Folgen…auf mich!

Ich im SprungEs ist an der Zeit, mit einem Gerücht aufzuräumen, das Filmfreaks seit jeher unter die Nase gerieben wird: Intensiver Konsum von Filmen ließe die Zuschauer träge werden, ihre soziale Kompetenz ebenso ab- wie ihren Bauchumfang zunehmen und würde nur die Vereinsamung der armen Seelen fördern.

Schluss damit! Filme können auch positiven Einfluss auf die Menschen haben! Jawoll!

Neben meinen Filmen habe ich noch ein zweites Hobby: Seit nunmehr 20 Jahren bin ich stolzes Mitglied des Karatevereins Fuji Yama Eckernförde e.V.. Seit 12 Jahren bin ich dort im Vorstand tätig. Sportlich aktiv war ich in dieser Zeit zwar leider nur knapp 11 Jahre lang, danach machte mir mein Beruf (und ein wenig Bequemlichkeit *räusper*) einen Strich durch die Rechnung, dennoch blieb ich dem Verein immer treu, habe viele Stunden meines Lebens der gemeinnützigen Arbeit gewidmet und nebenbei sogar ein paar Brocken Japanisch aufschnappen können – und wie ist es dazu gekommen? Richtig: Durch die beiden Filme Karate Kid und Karate Tiger! Von wegen, Action-Filme seien zu nichts zu gebrauchen und würden die Jugend nur verrohen!

Ich im StandWieso ich das hier überhaupt schreibe? Ganz einfach: Vor 7 Wochen habe ich das Training wieder aufgenommen und stand am Wochenende zum ersten Mal seit 9 Jahren wieder für eine Vorführung auf der Bühne – und irgendeinen filmbezogenen Grund brauchte ich doch, um euch voller Stolz die beiden dort aufgenommenen Bilder von mir aufzwängen zu können… 😉

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Harte Trailer-Kost für Erwachsene: Death Sentence – Todesurteil

Beinahe täglich erscheinen irgendwo im Internet neue Trailer zu den Kino-Highlights von morgen, doch nur in den seltensten Fällen habe ich das Verlangen, deswegen einen Beitrag zu verfassen – „Death Sentence“ ist einer dieser seltenen Fälle. In dem von Regisseur James Wan („Saw“) inszenierten Film mutiert Kevin Bacon nach der brutalen Ermordung seines Sohnes zum gnadenlosen Racheengel. Klingt nach „Ein Mann sieht rot“? Kein Wunder, basiert der Film doch auf dem selben Roman wie der Charles-Bronson-Klassiker.

So, genug geschwallert: Hier gibt’s den vielversprechenden Trailer, der auf einen harten Actionthriller hoffen lässt. Ich bin schon jetzt gespannt, wie der FSK die Selbstjustizthematik schmecken wird…

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Jetzt auch in übersichtlich: Meine Reviews und Shorties

Da soll doch mal einer behaupten, ich wäre nicht daran interessiert, es meinen Lesern so einfach wie möglich zu machen: Ab sofort findet ihr in der oberen Navigation den Eintrag „Reviews“, über den ihr euch eine alphabetisch sortierte Liste aller von mir verfassten Kritiken und Shorties anzeigen lassen könnt – inkl. all meiner frühen Review-Versuche, die vermuten lassen, dass ich damals noch mit Wachsmalstiften geschrieben haben muss…

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Harry Potter und der Orden des Phönix

Ich gebe es lieber gleich zu Beginn zu: Ich kann den Hype um Harry Potter absolut nicht nachvollziehen und habe auch keines der Bücher gelesen. Bei den Filmen schwanke ich stark zwischen „och nööö“ (Stein der Weisen, Gefangene von Askaban), „is okay“ (Kammer des Schreckens) und „ganz nett“ (Feuerkelch), wobei mich gerade letztgenannter hoffen ließ, dass die Serie sich nun endlich in eine für mich interessante Richtung entwickelt. Zu früh gehofft…

Worum geht’s

Muss ich zum Inhalt wirklich noch etwas schreiben? Jeder, der diese Zeilen liest, dürfte ohnehin wissen, worum es geht. Gut, ich will mal nicht so sein, fasse mich aber extrem kurz: Lord Voldemort ist zurück, aber außer Harrys engsten Freunden will ihm dies niemand glauben. Während von offizieller Seite aus alles unternommen wird, um aufkeimende Gerüchte im Keim zu ersticken, bilden sich im Untergrund sowie in Hogwarts Vereinigungen, um sich auf den Kampf gegen den dunklen Lord vorzubereiten…

Meine Meinung

„Harry Potter und der Feuerkelch“ hatte mir ehrlich gefallen: Der Film wirkte zwar ein wenig gestrafft, konnte aber mit einer bedrohlichen Atmosphäre sowie einem tollen Finale punkten und zudem mit Lord Voldemort den unheimlichsten Bösewicht seit langer langer Zeit bieten.

Was mir bei „Harry Potter und der Orden des Phönix“, ab jetzt nur noch HpudOdP genannt, als erstes negativ auffiel, war, dass der Film noch gestraffter wirkt als der Vorgänger. Die Geschichte wird zwar gradlinig erzählt, springt aber so schnell von einer Szene zur nächsten, dass man bei Unaufmerksamkeit schnell den Faden verlieren kann.

Leider werden die Möglichkeiten, die sich durch die Rückkehr des dunklen Lords bieten, nicht mal annähernd genutzt. Die wachsende Bedrohung wird lediglich angedeutet, kann sich aber niemals richtig entfalten und auf den Zuschauer überspringen. Bis es endlich zur heiß ersehnten Konfrontation zwischen den Mächten der dunklen und der hellen Seite ko…Moment, falscher Film! Ach egal, ihr wisst ja, was ich meine. Also, bis es soweit ist, werden die Versuche, Lord Voldemorts Rückkehr kleinzureden und die Übernahme Hogwarts durch die regeltreue Dolores Umbridge geschildert. Dies ist zwar zuweilen durchaus interessant und unterhaltsam, dennoch hätte ich mir ein größeres Mitwirken Voldemorts gewünscht.

Dieser kommt erst wieder im Finale zum Zug, welches zwar durchaus action- und effektreich, aber leider auch ziemlich emotionslos inszeniert wurde. Das Ableben eines der Charaktere, den ich übrigens sehr mochte, wird so schnell abgehandelt, dass man gar keine Lust hat, es zu betrauern. Und über die selbst mir zu kitschige und aufgesetzt wirkende Ansprache über Freundschaft und Liebe breiten wir mal lieber ganz schnell den Mantel des Schweigens aus.

Klingt alles ziemlich ernüchternd, ich weiß, aber schlecht ist der Film weiß Gott auch wieder nicht: Die Darsteller spielen gewohnt souverän, die Effekte schwanken zwischen gut und sehr gut, über die musikalische Begleitung lässt sich ebenfalls nicht klagen und Längen hat der Film absolut keine aufzuweisen.

Mein Fazit

HpudOdP ist eine solide Fortsetzung, die den Fans sicherlich gefallen wird, mich aber dennoch enttäuscht hat. Das düstere Finale des Vorgängers wird leider nicht konsequent fortgeführt, was sicherlich größtenteils im Roman begründet liegt. Dennoch habe ich die Hoffnung dank der soliden Inszenierung noch nicht aufgegeben und vertröste mich auf den nächsten Teil.

Wertung: 6/10

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The Bay: Hai-Alarm! Ein Suchbegriff bricht alle Rekorde…

Kurios: Keine halbe Stunde, nachdem ich im vorherigen Beitrag in einem Nebensatz den plünnigen (ich hab bis zum Ende durchgehalten, darf mir dieses Urteil also erlauben) Film „The Bay: Hai-Alarm!“ erwähnte, trudelten bereits die ersten Besucher bei mir ein, die über Google nach Informationen zu diesem anscheinend verkannten Meisterwerk suchen.

Ganz abgesehen davon, dass ich überaus verblüfft bin, wie zügig Google meine Seiten indiziert (und wie viele Leute sich doch diesen Film angeschaut haben), möchte ich allen künftigen Suchenden folgende Links mit auf den Weg geben:

The Internet Movie Database
Online-Filmdatenbank
Movie-List

Glaubt mir: Dort findet ihr alles, was ihr sucht…

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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