Kurz-Review: Tödlicher Anruf – One Missed Call

Asia-Grusel-Remake, der 538. Versuch. Gelernt hat Hollywood es immer noch nicht …

Kurz zusammengefasst

Das Mobiltelefon klingelt, der Angerufene hört seinen eigenen Tod und stirbt kurze Zeit später auf exakt die zuvor gehörte Art und Weise. Unheimlich. Unheimlich öde. Wie dem auch sei: Irgendwann klingelt auch das Telefon der jungen Beth (Shannyn Sossamon), die unverständlicherweise so gar keine Lust auf das lästige Sterben und dessen Folgen hat und zu recherchieren beginnt …

Meine Meinung in aller Kürze

*gähn* Ganz ehrlich: Ich kann böse Mädchen mit langen schwarzen Haaren langsam nicht mehr sehen. Dafür, dass die Geschichte mal wieder nur ein Abklatsch der gefühlten 537 vorherigen Asia-Grusler ist, kann der Film nichts. Wohl aber für die schnarchige Inszenierung, die jegliches Gespür für Atmosphäre, Spannung und Timing vermissen lässt. Die größte Spannung bezog ich aus der Frage, ob ich den Film ohne einzuschlafen überstehen würde. Von den zahlreichen Logikfehlern fange ich lieber gar nicht erst an. Immerhin sind die Schauspieler kein Totalausfall, retten den Film aber auch nicht vor der absoluten Belanglosigkeit.

Wie schön, dass mit „Shutter“ und „The Eye“ bereits die nächsten Remakes auf uns warten … das ist wirklich gruselig!

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Big Brother: Ein gleißendes Vorbild für wahre Gefühle

Ich bin gerührt, ja beinahe den Tränen nahe: Serafino (in Fachkreisen aufgrund seines ausgeprägten Vermehrungstriebes auch Spermafino genannt) hat einen Brief von seinen Eltern erhalten und zeigt uns, dass Männer durchaus in der Lage sind, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen – wenn sie denn nur wollen:

[youtube TCLCMjGVGIs]

Das geht ans Herz, das berührt die Seele. Doch was passiert im Internet? Richtig: Statt mit Serafino mitzufühlen wird gelästert und gelacht. Unglaublich. All den Spöttern seien zwei Dinge gesagt:

1. Über Geisteskranke macht man sich nicht lustig!

2. Ihr wärt genauso gerührt, hätten eure Eltern im hohen Alter wider Erwarten noch lesen und schreiben gelernt!

Unsensibles Volk …

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The X-Files: I want to believe – Fox sucht einen deutschen Titel

Nachdem bekannt gegeben wurde, dass der zweite Kinofilm im Original „The X-Files: I want to believe“ heißen wird, sucht Fox nun nach einem geeigneten deutschen Titel – und lädt die Fans dazu ein, sich an dieser Suche aktiv zu beteiligen.

Also lasst eurer Kreativität freien Lauf, besucht das Forum von XFiles-Mania.de, hinterlasst dort euren Vorschlag und wer weiß: Vielleicht dürft ihr euch schon bald damit rühmen, Vater/Mutter eines echten Filmtitels zu sein!

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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Als Mann hat man(n) es nicht immer leicht: Um unseren Ruf nicht zu zerstören, müssen wir Fußball mögen, Frauen als Objekte betrachten und dürfen uns keinesfalls kitschige Liebesfilme anschauen. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Zumindest für das letzte Problem gibt es mit "Vielleicht, vielleicht auch nicht" endlich eine Lösung: Den Frauenfilm für Männer.

Worum geht’s

Will Hayes (Ryan Reynolds) steht unmittelbar vor seiner Scheidung, als seine 11-jährige Tochter Maya (Abigail Breslin) in den Genuss des Sexualkundeunterrichts kommt. Getrieben von der Frage, ob sie gewollt oder ein Unfall war, möchte Maya von ihrem Vater wissen, wie er und ihre Mutter sich kennen und lieben gelernt haben. Widerwillig gibt Will den Drängen seiner Tochter nach, erzählt ihr jedoch nicht nur von ihrer Mutter, sondern zusätzlich von den beiden anderen Frauen aus seinem Leben. Am Ende soll Maya erraten, welche davon ihre Mutter ist: Die süße Jugendliebe Emily (Elizabeth Banks), der toughe Workaholic Summer (Rachel Weisz) oder der zynische Kumpeltyp April (Isla Fisher) …

Meine Meinung

Wie ich oben bereits schrieb, ist "Vielleicht, vielleicht auch nicht" eigentlich ein typischer Frauenfilm – wäre da nicht die männliche Identifikationsfigur. So ist das Schema dann auch reichlich bekannt: Hauptfigur trifft den Richtigen die Richtige, merkt dies jedoch nicht und muss reichlich Umwege in Kauf nehmen, um den Liebsten die Liebste am Ende in den Armen halten zu dürfen. Aufgelockert wird das Geschehen dadurch, dass der Zuschauer bis zum Schluss rätseln muss, für welche der drei Damen sich Will letztendlich entschieden hat. Zumindest mich hat des Rätsels Lösung dann auch tatsächlich (positiv) überrascht, da das Ende weniger kitschig ausfällt und näher an der Realität dran ist, als ich erwartet hätte.

Was ich "Vielleicht, vielleicht auch nicht" hoch anrechne, ist der Umgang mit seinen Figuren: Keiner der Charaktere ist überzeichnet, jeder hat seine Stärken und Schwächen und bleibt dabei stets menschlich. So dürften sich wohl viele Männer in Will Hayes wiederfinden, an bestimmten Stellen mit dem Kopf schütteln, wohl wissend, dass sie selbst nicht anders handeln würden. Männer halt. Ähnlich dürfte es den meisten Frauen ergehen: Auch sie dürften über Will und uns den Kopf schütteln.

Ryan Reynolds spielt seine Rolle gewohnt sympathisch und versteht es, die verschiedenen Lebensabschnitte und Gefühlszustände seiner Figur glaubhaft darzustellen. Abigail Breslins Charakter wirkt zuweilen etwas altklug, bleibt aber dennoch zu jeder Zeit liebenswert. Elizabeth Banks ist süß wie immer, während Rachel Weisz lediglich souverän agiert und ruhig ein wenig mehr Screentime hätte bekommen dürfen. Und Isla Fisher … nun, sagen wir einfach, wäre die Figur der April Realität, ich wüsste, für wen ich mich entscheiden würde …

Mein Fazit

Sympathischer Liebesfilm, den Mann sich ohne schlechtes Gewissen anschauen darf, ohne Angst davor haben zu müssen, sein Gesicht zu verlieren. Der optimale Film für das erste Date. Oder für das zweite. Oder auch dritte. Eigentlich für jedes Date.

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Ist es eigentlich normal …

… 119 Filme zu besitzen, die man noch nie gesehen hat und von denen man im schlimmsten Fall noch nicht einmal weiß, wovon sie eigentlich handeln?

Ich bin gerade meine Filmsammlung durchgegangen und habe die Filme aussortiert, die ich noch nicht kenne, um diese Bildungslücken endlich mal zu schließen – und komme dabei auf stolze 119 Filme, eine komplette TV-Serie und eine Staffel einer TV-Serie. Und nun frage ich mich: Habe ich damit eine neue Stufe der Beklopptheit erlangt?

Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass die Hälfte der Filme Heft-DVDs sind, aber wirklich besser macht es das auch nicht. Immerhin weiß ich jetzt, was ich mit dem restlichen 2008 anfange …

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Gänsehaut pur: Erster Trailer zum zweiten Akte-X-Kinofilm erschienen

X-Files News hat den ersten Trailer zu Mulders und Scullys zweitem Kinoauftritt veröffentlicht. Spätestens beim Einsetzen des Akte-X-Themes ist dabei Gänsehaut pur angesagt:

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Und nun entschuldigt mich: Ich muss weiter „Akte X“ schauen, um für den Film gewappnet zu sein. Gestern habe ich die sechste Staffel beendet, auf geht’s in die siebte Runde!

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Unionspolitiker und Kirchenvertreter kritisieren das Osterprogramm der privaten TV-Sender

Zur Abwechslung mal ein ernstes Thema bei CineKie.de:

Wie ich heute bei Filmstarts.de lesen durfte, haben sich Unionspolitiker und Kirchenvertreter über das TV-Programm der Privaten beschwert. Es müsse mehr Rücksicht auf die religiösen Gefühle der Menschen genommen werden. Der sozialen Verantwortung müsse nachgekommen werden. Ja sogar von einem Angriff auf die öffentliche Ordnung ist die Rede.

Ganz abgesehen davon, dass mich solche Berichte in meiner Meinung bestärken, dass Politik (ebenso wie Schule) und Religion strikt voneinander getrennt sein sollten, möchte ich einige Ausschnitte des Textes kurz kommentieren:

„es wäre wünschenswert, dass auch die privaten Medien auf die religiösen Gefühle der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger Rücksicht nehmen.“
„Die Ostertage sollten Tage des Friedens und des Miteinanders sein. Da sei Brutal-TV fehl am Platz.“
„Der Film „Stirb langsam“ sei genauso unpassend wie der dazugehörige Trailer mit einem schmelzenden Osterhasen“

Wer religiös ist und das TV-Programm für unpassend hält, der möge doch bitte einen anderen Sender einschalten oder den Fernseher einfach ganz abschalten. Ich weiß nicht, was daran so schwer sein soll. Niemand wird gezwungen, sich ein bestimmtes TV-Programm anzuschauen. Und so sollte es auch bleiben – egal, ob es dabei im religiöse oder um andere Inhalte handelt.

„Offenbar gehen die Privatsender davon aus, dass Religion Privatsache ist und bei ihnen nicht vorkommen muss.“

Muss ein TV-Sender religiöse Inhalte ausstrahlen? Ist es nicht die private Angelegenheit jedes Einzelnen, ob er an Gott glaubt oder nicht? Ob er einer Religion angehört? Sorry, das wusste ich nicht …

„Man schaut dort leider nur auf die Quoten.“

Wenn die Quoten bei den ausgestrahlten Filmen stimmen, bedeutet das dann nicht zwangsläufig, dass die Mehrheit sich an dem TV-Programm nicht stört? Ansonsten würde es doch keiner schauen – oder denke ich da mal wieder zu logisch?

„Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung.“

Für mich wäre es ein Angriff auf die öffentliche Ordnung, dürfte die Politik oder die Kirche den TV-Sendern vorschreiben, was diese zu senden haben.

„Wenn der Staat am Karfreitag Tanzveranstaltungen verbiete und es gleichzeitig im Fernsehen Mord und Totschlag gebe, «kann der Bürger die Plausibilität von staatlichen Regelungen nicht mehr nachvollziehen».“

Erstens wüsste ich nicht, dass die privaten TV-Sendern irgendwem irgendwas verboten hätten und zweitens kann zumindest ich die Plausibilität von staatlichen Regelungen schon lange nicht mehr nachvollziehen. Oder kann mir jemand schlüssig erklären, wieso Filme, die nur für Volljährige freigegeben sind, aus Jugendschutzgründen zensiert werden müssen?

Kleiner Nachtrag, da ich das obige Zitat heute Morgen falsch gelesen hatte: Ja, ich weiß, dass Partys am Karfreitag nicht erlaubt sind und dementsprechend erst um 0:00 Uhr am Samstag beginnen. Btw. finde ich das genauso unsinnig wie die Kritik an dem TV-Programm: Wer an diesem Freitag nicht feiern möchte, weil sein Glaube ihm das nicht gestattet, der möge doch bitte einfach zu Hause bleiben. Wieso müssen die Menschen, die diesen Glauben nicht teilen, deswegen in ihrer Freizeit eingeschränkt werden?

„Zu den möglichen Gefahren der Medien gehöre, dass sie die Wirklichkeit nicht nur abbildeten, sondern «dass sie um einer höheren Quote willen bestimmte Ereignisse auf suggestive Weise selbst schaffen.“

Wer sich mit den Themen auskennt, die in den Nachrichten behandelt werden, der weiß, dass dies nicht nur eine mögliche Gefahr ist, sondern dass so bereits seit Jahrzehnten verfahren wird. Fehlerhafte oder unvollständige Berichte, Meinungs- und Panikmache – das ist der Alltag, liebe Realitätsverweigerer! Und zwar längst nicht mehr nur bei den Privaten …

„Zugleich erinnerte er auch die Mediennutzer an ihre Verantwortung. «Jeder und jede von uns hat die Freiheit, sich bestimmte Dinge nicht anzuschauen oder rechtzeitig den Abschaltknopf zu bedienen.»“

Vielen Dank! Es geht doch!

Mein Fazit: Wer religiös ist, schaut sich das TV-Programm an, das er für angemessen hält. Wer nicht religiös ist, schaut sich das TV-Programm an, das ihm gefällt. Keine Gruppe wird für ihren (Nicht-)Glauben verurteilt – und schon sind alle glücklich. Eigentlich ganz einfach, oder?

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Gestern bzw. heute im TV gesehen: Reeker

Normalerweise schaue ich ja keine im TV ausgestrahlten Filme mehr, aber gestern bzw. heute (ja, für mich beginnt der nächste Tag um 0:00 Uhr und nicht erst nach dem Aufwachen) war mir irgendwie danach: Ein um 0:05 Uhr gezeigter FSK16-Film dürfte ungekürzt sein, die Werbung sollte sich um diese Uhrzeit auch in Grenzen halten und zu guter Letzt hatte der Film recht ordentliche Kritiken bekommen. Und wozu sind Prinzipien schließlich da, wenn nicht, um gebrochen zu werden? Obwohl ich bei den Kürzungen und der Werbung richtig lag, enttäuschte der Film auf ganzer Linie.

Worum geht’s

Fünf Jugendliche sind auf dem Weg zu einer Rave-Party, als sie während einer Pause ein leichtes Beben verspüren. Als das Benzin ausgeht, steuern die Fünf ein Drive In an, jedoch scheint die Gegend komplett ausgestorben zu sein. Da weder Zapfsäulen, Radios, Fernseher noch Handys funktionieren, beschließt die Gruppe, dort zu übernachten und auf Hilfe zu warten. Es dauert nicht lang, bis die ersten Todesopfer zu beklagen sind …

Meine Meinung

Zu schreiben, dass die Geschichte (vorallem der finale Twist) nicht originell ist, wäre die Untertreibung des Jahres. Um genau zu sein, handelt es sich bei der Story von "Reeker" um eine 1-zu-1-Kopie eines Horrorfilms aus dem Jahr 2003 – mit dem kleinen Unterschied, dass die 2003er-Variante gelungen ist.

Die Schauspieler wirken entweder unter- (Michael Ironside) oder überfordert (der gesamte Rest), die Effekte sehen nach billigster CGI aus und die Inszenierung lässt jegliches Gespür für Timing und Atmosphäre vermissen. Die deutsche Synchronisation gibt dem Film dann noch den letzten Rest und erinnert an einen schlecht übersetzten Pornofilm (kenne ich natürlich nur vom Hörensagen).

Die ach so grandiose Auflösung dürfte nur diejenigen überraschen, die sich sonst nicht im Horrorgenre tummeln oder die letzten Jahre auf einer einsamen Insel verbracht haben. Beinahe wirkt es so, als wollten die Macher auf Teufel komm raus etwas einbauen, um ihren Film von anderen 08/15-Slashern abzuheben. Ein Satz mit x, das war wohl nix.

Mein Fazit

Erschreckend (das bleibt auch das einzig Erschreckende) unorigineller Horrorfilm, der nicht einmal ansatzweise überzeugen kann. Lt. IMDb wird derzeit an der Fortsetzung "No Man’s Land: The Rise of Reeker" gewerkelt. Ich lasse mich vom fertigen Film gern eines Besseren belehren, frage mich Stand heute jedoch: Wozu einen schlecht kopierten Film fortsetzen?

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1. Quartal 2008 – Ein Rückblick

Zugegeben, ich war die letzten Monate schreibfaul. Vielleicht sogar zu schreibfaul. Aber was soll’s, ich will mich nicht rechtfertigen, so ist es halt manchmal im Leben. Trotz meiner Faulheit habe ich natürlich den einen oder anderen Film geschaut und dachte mir, bevor das nächste Quartal beginnt, könnte ich wenigstens kurz … sehr kurz … 20-Grad-minus-kurz über diese Filme berichten. Noch folgende Reviews zu diesen Filmen sind deswegen nicht automatisch ausgeschlossen …

Im Kino gesehen:

Der Nebel

Gelungene Stephen-King-Verfilmung mit etwas künstlich wirkenden Effekten, aber einer gelungene Atmosphäre und dem bösesten Ende seit „Arlington Road“.

Cloverfield

„Blair Witch Project“ trifft „Godzilla“. Interessanter Mix, dem trotz guter Effekte und motivierter Darsteller irgendwie der letzte Schliff fehlt.

I Am Legend

Will Smith im Kampf gegen die Belanglosigkeit und die künstlichsten CGI-Monster seit „Die Mumie kehrt zurück“. Kann man sehen, muss man aber nicht. Erst recht nicht im Kino.

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Unterhaltsame Fortsetzung, die allerdings nicht ganz die Qualität des Vorgängers erreicht. Heimliche Stars des Films bleiben Justin Bartha und Nicolas Cages Perücke.

Saw IV

Belanglose Fortsetzung, bei der nur die ersten 10 und die letzten 15 Minuten wirklich zu gefallen wissen. Dennoch rechne ich den Machern hoch an, dass sie die Geschichte weiter ausbauen, statt sie einfach nur zu kopieren.

27 Dresses

Belanglose (erschreckend, wie oft dieses Wort hier heute fällt) Komödie mit einer bezaubernden Katherine Heigl und einer nicht minder süßen Malin Akerman. Erneut ein Film, den man definitiv nicht im Kino gesehen haben muss.

Sweeney Todd

Bitterböses Musical mit einer genialen Besetzung und einer grandiosen Ausstattung. Nur schade, dass mich die Musik, von zwei Liedern abgesehen, nicht fesseln konnte …

Meine Frau, die Spartaner und ich

Besser als „Date Movie“ und „Epic Movie“, aber meilenweit von Klassikern wie „Hot Shots“ entfernt. Vielleicht muss man wirklich Amerikaner sein, um diesem speziellen Humor etwas abgewinnen zu können.

10.000 B.C.

Belanglose (da, schon wieder dieses Wort) Mischung aus Abenteuer, Action und Fantasy, die bei mir einfach nicht funktioniert hat. Zudem wirken die coolen Sprüche des Helden deplaziert.

Die Welle

Sehenswertes (endlich!) Drama mit einem tollen Jürgen Vogel. Besonders erschreckend ist für mich, dass ich mich nicht davon los sprechen könnte, ebenfalls einer solchen Gruppendynamik zu verfallen.

No Country For Old Men

Grandiose Mischung aus Thriller und Drama mit trockenem Humor und einer angemessenen Portion Kaltschnäuzigkeit. Für das Massenpublikum vermutlich zu ruhig und unkonventionell.

Zu Hause gesehen:

Pumpkinhead – Asche zu Asche

Gut gemeinte, aber leider schlecht umgesetzte Fortsetzung des Kult-Horrorstreifens aus den Achtzigern. Auf die miesen CGI-Effekte hätte durchaus verzichtet werden dürfen.

Jungfrau (40), männlich, sucht

Liebenswerte Komödie, die mit sympathischen Darstellern und schlüpfrigen Witzen, aber auch mit leisen und nachdenklich stimmenden Tönen punkten kann.

Pans Labyrinth

Faszinierendes wie verstörendes Märchen, bei dem der Horror wie so oft vom Menschen ausgeht. Tolle Darsteller, tolle Ausstattung, tolle Geschichte, toller Film!

Verführung einer Fremden

Ja, Halle Berry ist verdammt attraktiv. Und ja, Bruce Willis ist verdammt cool. Aber nein, der Film trotzdem nicht sehenswert, sondern spannungslos und uninteressant.

Déjàvu – Wettlauf gegen die Zeit

Interessanter Zeitreisefilm, bei dem man nicht nach Logik suchen sollte. Mit einem konsequenteren Ende hätte daraus durchaus etwas Großes werden können. Ist es aber nicht.

World Trade Center

Der beste Beweis dafür, dass ein brisantes Thema, gute Darsteller und ein fähiger Regisseur noch lange keinen guten Film ergeben müssen. Okay, schlecht ist er auch nicht, aber irgendwie … belanglos.

Wyatt Earp

Endlich gesehen und für akzeptabel befunden. Allerdings hätte der Film auch gut 30 Minuten kürzer und der finale Showdown ein wenig länger ausfallen dürfen. Für Western-Freunde dennoch einen Blick wert.

Dörte’s Dancing

Meine Güte, da musste ich ja sogar bei „Meine Frau, die Spartaner und ich“ häufiger lachen. Selten dämlicher Versuch einer Parodie, der beweist, dass mein und der typisch deutsche Humor nicht miteinander kompatibel sind.

So, das dürften alle Filme gewesen sein, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Auf geht’s ins nächste Quartal …

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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