Der kleine Unterschied im Kino: Sex And The City

sexandthecity_poster Vor kurzem fand im Kieler CinemaxX eine Lady’s Night für „Sex And The City“ statt. Und was sich dort abspielte, war durchaus faszinierend: Ein Foyer voller Frauen, aufgestylt, als würden sie bei Dieter Bohlen oder Olli Kahn vorsprechen wollen. Die Luft schwanger von Parfüm und anderen Düften, die weder ort- noch erklärbar waren. Und ein Lärmpegel, den selbst ein bekannter österreichischer Hobbymaler nicht hätte brechen können. Seit diesem Erlebnis habe ich von meinem einstigen Traum, eines Tages der letzte Mann auf Erden unter zahlreichen Frauen zu sein, deutlichen Abstand genommen …

Worum geht’s (in absoluter Kurzfassung)

Carrie (Sarah Jessica Parker) ist noch immer glücklich mit ihrem Mr. Big (Chris Noth) liiert. Als die beiden eine neue Wohnung beziehen möchten, kommt auch das Thema „Zukunft“ zur Sprache und so beschließen die beiden, endlich zu heiraten. Eine unbedachte Äußerung der von ihrem Mann frisch betrogenen Miranda (Cynthia Nixon) sorgt dafür, dass Mr. Big kalte Füße bekommt. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf …

Meine Meinung

Obwohl ich nichts gegen typische „Frauenserien“ habe, ich bin bekennender „Grey’s Anatomy“-Gucker, ist das Phänomen „Sex And The City“ irgendwie an mir vorbeigegangen. Also war der gestrige Kinobesuch mein erster Ausflug in die Welt von Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda. Und er wird wohl auch mein einziger bleiben.

sexandthecity_1 Angeblich sollen Männer durch „Sex And The City“ lernen können, wie die Frau von heute tickt, doch schon Sarah Jessica Parkers erster Anblick löste bei mir erhebliche Zweifel aus: Möchte die moderne Frau wirklich eine Blume auf der Schulter tragen, so groß, dass ein ganzer Bienenschwarm darin eine Orgie feiern könnte? In den folgenden 140 Minuten gesellten sich noch weitere Fragen hinzu: Ist es erstrebenswert, sein Geld für geliehene Designer-Handtaschen auszugeben? Müssen Frauen in den Vierzigern zu jeder Gelegenheit kreischen wie eine 14-Jährige beim Besuch eines Tokio-Hotel-Konzerts? Und stellt ein begehbarer Kleiderschrank wirklich den Himmel auf Erden dar?

Neben der Aussage, dass Frauen anscheinend nichts weiter sein wollen als freiwillige Marketing-Opfer, war ich besonders von dem Humor des Films fasziniert – zumal ja bekannt ist, dass Frauen diesbezüglich wesentlich anspruchsvoller sind als wir Männer. So ist der beste Witz dann auch eindeutig Carries Kommentar zum von Steve Jobs hoch gelobten und laut Werbung außerordentlich intuitiven iPhone: „Keine Ahnung wie das funktioniert.“ Ein wirklich schöner Seitenhieb. Lachen musste an dieser Stelle nur ich. Dafür wurde laut gegrölt, als Charlotte sich in die Hosen machte. Groß. Während ich mich in dieser Szene wie gewohnt zusammenriss, jahrelang wiederkehrende Vorwürfe nach dem Motto „Ihr Männer lacht doch auch nur über den primitivsten Scheiß!“ zeigen halt doch irgendwann ihre Wirkung, kringelten sich die Frauen in ihren Sitzen. Und da war er wieder, dieser kleine Unterschied. Hätte ich eine der anwesenden Frauen auf diese Szene angesprochen und sie gefragt, wieso diese jetzt lustig sei, eine vergleichbare Szene in „Scary Movie 37“ aber nicht, ich wette, sie hätte mit „Das ist etwas völlig anderes!“ geantwortet.

sexandthecity_2 Wo wir gerade bei Unterschieden sind: Während wir Männer uns mit einer angezogenen!!! Megan Fox zufrieden geben, die sich über eine geöffnete Motorhaube beugt (und selbst dafür noch Schelte bekommen), wird bei „Sex And The City“ aus den Vollen geschöpft und ein nackter Adonis in Zeitlupe beim Duschen gezeigt. Selbstverständlich inklusive eines Blickes auf das Körperteil der weiblichen Begierde. Wer glaubt, dass wir Männer bei einer in Zeitlupe nackt duschenden Megan Fox ebenso seufzen und stöhnen dürften wie das weibliche Publikum in der besagten Szene, der möge jetzt sprechen. Oder für immer schweigen.

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass Frauen im Grunde nicht minder primitiv sind als wir Männer: Gebt ihnen 2 1/2 Stunden auf Zelluloid gebannte Klischees (bei Frust wird wahlweise eingekauft, gegessen oder die Frisur geändert) und sie sind ebenso glücklich wie wir beim Betrachten des nächsten Actionstreifens. Der kleine Unterschied: Wir müssen uns dafür rechtfertigen. Sie sich nicht.

Mein Fazit

Durchschnittliche Romantikkomödie, die ihre TV-Herkunft entweder nicht verbergen kann oder nicht verbergen möchte,  mit sich wiederholenden Witzen nervt (ein rammelnder Hund ist schon beim zweiten Mal nicht mehr lustig) und nur in den ruhigen und emotionalen Szenen zu überzeugen weiß.  Im Endeffekt also nichts, was auf die große Leinwand gehört. Für Fans allerdings vermutlich ebenso eine Offenbarung wie für mich der erste (und hoffentlich auch nächste) Akte-X-Kinofilm …

Meine Wertung: 5/10 (Frauen dürfen an die 5 gerne noch eine Gucci-0 dran hängen)

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Im Kino gesehen: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Ich muss zugeben, dass ich „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ bereits in der Preview am 21.05. gesehen habe. Schuld an dieser späten Review ist keineswegs meine Faulheit oder das schöne Wetter, sondern vielmehr die Tatsache, dass ich über das Gesehene ein wenig nachdenken und vor der Review noch einmal die ersten drei Teile schauen wollte.

Worum geht’s

1957. Area 51. Ein US-Konvoi verschafft sich gewaltsam Zutritt, die vermeintlichen Amerikaner entpuppen sich als Russen auf der Suche nach einem Artefakt. Ihr Gefangener: Dr. Henry Jones Jr. (Harrison Ford), besser bekannt als Indiana Jones. Indy kann den Russen zwar durch eine halsbrecherische Aktion entkommen, das Artefakt muss er ihnen aber überlassen. Wieder an seiner Universität angekommen, erfährt Indy von dem jungen Mutt Williams (Shia LaBeouf), dass die Russen auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt Akator sind, von der sie sich grenzenlose Macht erhoffen …

Meine Meinung

Bevor ich zum neuesten Indiana-Jones-Streich komme, muss ich noch ein paar Worte zu den ersten drei Teilen verlieren. Keine Angst: Wirklich nur ein paar! Ich mag die alten Indy-Filme. Ich mag sie sogar sehr. Aber ich kann euch nicht erklären, wieso ich sie eigentlich so sehr mag. Versuche ich die Filme objektiv zu betrachten, blicke ich auf drei Abenteuerfilme mit gradliniger Story zurück, mit denen ich kein Aha-Erlebnis verbinde. Vielmehr sind es die vielen Kleinigkeiten, die sich zu einem Ganzen, einem Großen summieren. Und damit komme ich auch schon zu „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“.

Als ich das Kino verließ, war ich ein wenig unschlüssig, was ich von dem neuen Indy halten sollte. Doch je mehr ich darüber nachdenke und je mehr ich mein modernes, Highlight-geprägtes Sehverhalten abstreife, umso besser gefällt er mir. Wie die alten Teile bietet auch der vierte Indy keine Aha-Erlebnisse, bei denen ich dachte „Genau dafür wurde das Kino erfunden!“.  Aber das macht gar nichts, denn stattdessen kann er mit der gewohnten Mischung aus Abenteuer, (überzogener) Action und Humor aufwarten. Und die funktioniert auch im Jahr 2008 immer noch perfekt. So vergingen die zwei Stunden im Kino wie im Flug, ganz im Gegensatz zu dem Dauergrinsen, das ich dank zahlreicher Anspielungen und Querverweise nicht aus meinem Gesicht verbannen konnte. So kommt zum Beispiel eine Schlange zu einem grandiosen Auftritt und darf Harrison Ford seiner Han-Solo-Rolle aus „Star Wars“ huldigen. Großartig!

Eines muss allerdings klipp und klar gesagt werden: Indy ist mit der Zeit gegangen. Damit meine ich keineswegs die Inszenierung, die passt sich nämlich perfekt der alten Teile an, sondern vielmehr die Story um den Kristallschädel und die Stadt Akator. Wer sich nicht damit abfinden kann, dass der Film in den Fünfzigern spielt, in einer Zeit, in der Alien-Hysterie Hochkonjunktur hatte, und Indiana-Jones-Filme lediglich mit religiösen Artefakten in Verbindung bringt bzw. bringen möchte, wird mit dem Film ein Problem haben.

Ebenfalls ein Problem haben werden diejenigen, die auf Realismus in Actionszenen wert legen. Allerdings kreide ich die Tatsache, dass Dr. Henry Jones Jr. mehr Glück als John Rambo in Birma hat, dem Film nicht an:  Dass Realismus in einem Indy-Film nicht viel zu suchen hat und oft durch Glück ersetzt wird, ist hinlänglich bekannt und gehört einfach dazu. Man erinnere sich nur an die Schlauchboot-Szene in „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ …

Harrison Ford, gealtert, aber keineswegs alt, spielt seine Paraderolle mit sichtlicher Freude und empfiehlt sich durchaus für ein oder zwei weitere Fortsetzungen. Und dann bitte wieder im Zusammenspiel mit Shia LaBeouf – der im Internet aus mir nicht verständlichen Gründen gehasst wird wie kein zweiter. Okay, durch Uwe Boll wird er eventuell getoppt, aber das war es dann auch. Sei es drum: Die Chemie zwischen Ford und LaBeouf stimmt ebenso wie die zwischen Ford und Karen Allen, die in die Rolle der Marion Ravenwood zurückkehren durfte. Ein wenig blass bleiben hingegen Cate Blanchett als Indys Gegenspielerin Irina Spalko, John Hurt als Professor Oxley und vorallem Ray Winstone als Indys Freund Mac. Schade, denn bei diesen Schauspielern wäre sicherlich mehr Tiefe drin gewesen.

Die musikalische Untermalung von John Williams tendiert zwischen „ganz nett“ (das neue Theme) und „Gänsehaut pur“ (die alten Themes, bevorzugt das der Bundeslade). Neue Akzente setzen kann er mit diesem Score leider nicht.

Mein Fazit

Herrlich altmodischer Film, der wie die vorherigen Teile ohne echte Höhepunkte auskommt (steinigt mich für diese Aussage ruhig), dafür aber von Anfang bis Ende auf einem erfreulich hohen Niveau unterhält. Derzeit genießt der Film zwar noch den Ruf, nicht so recht zu den alten Teilen passen zu wollen, aber ich denke, diesen Ruf wird er noch abstreifen. Ein Film, der mit der Zeit reift.

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Akte X: Jenseits der Wahrheit – neuer Trailer und neue Stimme

Tja, leider ist der Kampf Völz vs. Fox nicht so ausgegangen, wie ich es mir erhofft hatte: Mulder hat eine neue Stimme bekommen. Und zwar Johannes Berenz, den die meisten vermutlich mit Ben Affleck in Verbindung bringen dürften.

Wie sich das ganze anhört, könnt ihr bei der Zeitung unseres Vertrauens im neuen Trailer bewundern:

Klick mich

Schlecht klingt Mulder zwar nicht, aber Völz wäre mir dann doch wesentlich lieber gewesen.

Wer den, meiner Meinung nach hervorragend gelungenen, Trailer in besserer Qualität und vorallem in der Originalsprache erleben möchte, möge sich bitte für Tor 1, 2 oder 3 entscheiden:

480p
720p
1080p

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"Tropic Thunder": Erwartet uns da DIE Komödie 2008?

Könnte sein! Schon beim Poster musste ich schmunzeln – man beachte den SchwarzeneggerStiller-Schriftzug:

tropicthunder_poster

Und dann kam der geniale Trailer dazu:

Klick mich

Okay, die Story kennen wir schon aus „Drei Amigos!“ und „Galaxy Quest“, aber keiner der beiden Filme bot einen Robert Downey Jr. als „Möchtegernkriegsnigger“:

tropicthunder_poster_02

Wenn das kein Fest wird, dann weiß ich auch nicht …

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Daheim gesehen: The Contract

Ich mag John Cusack. Und ich mag Morgan Freeman. Und Survival-Thriller mag ich erst recht. Also müsste ich einen Survival-Thriller mit John Cusack und Morgan Freeman in den Hauptrollen doch eigentlich lieben, richtig? Falsch …

Worum geht’s

Profikiller Frank Carden (Morgan Freeman) wird in einen Autounfall verwickelt und landet im Krankenhaus. Zu seinem Unglück wird die örtliche Polizei ihrem schlechten Ruf nicht gerecht, findet seine wahre Identität heraus und beschließt, ihn dem FBI zu übergeben. Doch Franks Kollegen starten einen Befreiungsversuch, in dessen Verlauf Frank mitsamt des Wagens in einen Fluss stürzt. Aufgesammelt wird er von Ray (John Cusack) und dessen Sohn Chris (Jamie Anderson), die in den Wäldern gerade zum Camping aufbrechen wollten. Obwohl Frank ihn vor ihren Verfolgern warnt, beschließt Ray, den Profikiller nicht laufen zu lassen, sondern ihn den Behörden zu übergeben …

Meine Meinung

Schade. Wirklich sehr sehr schade. Der Film hätte wirklich Potential gehabt. Er hätte uns ein spannendes Psychoduell zwischen Freeman und Cusack bieten können. Und eine spannende Katz-und-Maus-Jagd durch die Wälder. Und eine spannende Verschwörungsgeschichte rund um Franks Auftrag samt des dazugehörigen Auftraggebers. Doch „The Contract“ liefert nicht einmal eines davon. Sicher, alles wird irgendwie angedeutet, aber nichts wird konsequent bis zum Ende geführt. Die Dialoge zwischen Frank und Ray liegen irgendwo zwischen „ganz nett“ und „absolut belanglos“, was besonders bei zwei großartigen Schauspielern wie Freeman und Cusack auf ganzer Linie enttäuscht. Die Actionszenen im Wald wurden zwar solide inszeniert (von dem Hubschrauberabsturz abgesehen, der wirkte auf mich eher lächerlich), sind aber keineswegs packend und zudem zu rar gesät, um den Actionfan bei der Stange zu halten. Bleibt noch Franks Auftrag und die dazugehörige Verschwörung, von der der Zuschauer leider nur erfährt, dass es sie gibt, nicht aber, wieso es sie gibt, was sich hinter ihr verbirgt und wer noch alles an ihr beteiligt ist.

Aber vielleicht ist das auch alles so gewollt, um dem Film einen realistischen Touch zu verleihen: Über Verschwörungen wird man niemals alles erfahren, ein Lehrer wird auch in Ausnahmesituationen niemals zum Ersatz-Rambo mutieren und zu oscarverdächtigen Dialogen wird es in solch einer Situation im wahren Leben vermutlich auch nie kommen. Zu schade, dass die Realität und der Unterhaltungsfaktor oft so weit voneinander entfernt liegen.

Bevor ich hier falsch verstanden werde: „The Contract“ ist beileibe kein schlechter Film geworden. Freeman und Cusack spielen ebenso solide wie die Nebendarsteller und als Gesamtwerk betrachtet bleibt der Film interessant genug, dass man nicht nach der Fernbedienung schielt, um dem Treiben vorzeitig ein Ende zu bereiten. Allerdings ist er gemessen an dem, was alles möglich gewesen wäre, eine herbe Enttäuschung.

Mein Fazit

Mittelmäßiger Survival-Thriller, der zu viel Potential verschenkt und sich nahtlos in die Reihe der „Kann-man-mal-gucken-muss-man-aber-nicht-Filme“ einreiht. Fans dürfen durchaus einen Blick riskieren, sollten aber nicht zu viel erwarten.

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The X-Files: I Want To Believe – seit heute gibt’s den Trailer auch in hübsch!

Und zwar bei IGN. Im Endeffekt handelt es sich dabei zwar nur um eine leicht aufgebohrte Variante des abgefilmten Trailers, aber dennoch steigert es die Vorfreude auf den zweiten Akte-X-Kinofilm nicht unerheblich, Mulder und Scully in entsprechender Qualität auf dem Bildschirm zu sehen.

Wenn mir jetzt noch jemand verraten kann, wo ich meine FBI-Jacke gelassen habe, wäre ich fast glücklich … und nein: Sie liegt weder auf dem Dachboden noch im Keller! *grummel*

P.S.: Meine beiden Scream-Masken vermisse ich übrigens auch … Hilfe!!!

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Im Kino gesehen: [Rec]

Genau 10 Jahre ist es jetzt her, dass mit „The Last Broadcast“ der erste als Dokumentation getarnte Spielfilm das Licht der Welt erblickte (man korrigiere mich bitte, sollte es davor schon einen Film in diesem Stil gegeben haben). Trotz des Erfolges des ein Jahr später folgenden „Blair Witch Project“ blieben weitere Filme in diesem Stil Mangelware. Bis heute. Bewies „Cloverfield“ bereits eindrucksvoll, dass große Monster noch viel größer wirken können, wenn nur die Perspektive stimmt, sollen nun mit „Diary Of The Dead“, „[Rec]“ und dem bald folgenden US-Remake „Quarantine“ die Zombies noch grauenvoller wirken, als sie es ohnehin schon tun …

Worum geht’s

Die spanische Moderatorin Ángela (schnuckelig: Manuela Velasco) und ihr Kameramann Pablo recherchieren für die Sendung „Während Sie schlafen“. Thema der Sendung: Die Feuerwehr. Als die beiden Feuerwehrmänner Manu (Ferran Terraza) und Álex (David Vert) zu einem Einsatz ausrücken, sehen Ángela und Pablo den bislang eher langweiligen Bericht gerettet und begleiten die beiden. Im betroffenen Mietshaus angekommen, erfahren sie von den Anwohnern, dass aus einer Wohnung der oberen Etage grauenvolle Schreie zu vernehmen waren. Als sie zusammen mit zwei Polizisten die Wohnung betreten, werden sie von einer blutverschmierten Frau angegriffen, die einem der Polizisten eine lebensgefährliche Bisswunde zufügt. Um Hilfe zu holen, wollen sie das Haus verlassen, doch die Umweltbehörde ist inzwischen eingetroffen und hat das Haus samt aller Insassen unter Quarantäne gestellt …

Meine Meinung

Eines vorweg: Ich mag Filme im Dokumentationsstil. Sowohl „Blair Witch Project“ als auch „Cloverfield“ („The Last Broadcast“ lasse ich mal außen vor, da ich den Film nur zu Hause und nicht im Kino gesehen habe, was einen Vergleich der Wirkung unmöglich macht) konnten mich fesseln und durch ihren eigenwilligen Stil begeistern. „[Rec]“ hat dies leider nicht geschafft. Und das, obwohl die Ausgangslage wirklich gelungen und durchaus beklemmend ist: Ein großes Haus und ein Dutzend Eingeschlossener, die alle nur darauf warten, gebissen und selbst zum Untoten zu werden – Zombieherz, was willst du mehr?

Nun, zum Beispiel interessante bzw. sympathische Charaktere: Die Moderatorin sieht zwar unglaublich süß aus, aber viel mehr als gut aussehen, in der Gegend stehen und schreien tut sie nicht. Und das nervt. Eigentlich (und uneigentlich auch) fällt mir als Sympathieträger lediglich Manu ein, alle anderen Charaktere bleiben so blass wie der Joker im Mondlicht. Schlechte Voraussetzungen, um mit den Figuren mitzufiebern.

Hinzu kommt, dass der Film unnötige Längen aufweist. Ist der erste Angriff überstanden, zieht sich die Mitte schier endlos hin. Erst im letzten Drittel nimmt der Film wieder Fahrt auf und zieht die Spannung an. Und das enorm. Die letzten 15 Minuten gehören zum Intensivsten, was ich in den letzten Monaten in einem Horrorfilm erleben durfte. Außerdem nimmt die Geschichte am Ende eine interessante Wendung, die sicherlich nicht jedem gefallen wird, mir aber sehr zugesagt hat.

Die Schauspieler machen ihre Sache gut, empfehlen sich aber nicht unbedingt für den Oscar. Auch die Synchronisation, bei solchen Filmen die Achillesverse, geht in Ordnung, wobei ich annehme, dass der Film im Original wesentlich authentischer wirkt.

Mein Fazit

Durchschnittlicher Horrorfilm in Dokumentationsoptik, der mit einem tollen Finale punkten kann, bis dahin aber zu viel Potential verschenkt. Vielleicht schafft das US-Remake es ja, die Schwachstellen auszubügeln (nein, ich bin niemand, der Remakes verteufelt).

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Im Kino gesehen: Iron Man

iron_man_poster „Ist das sowas wie Godzilla gegen … wie hieß der Andere noch?“ Ja, die Frau links neben mir bewies bereits beim Hulk-Trailer wahre Comic-Kenntnisse. Zusammen mit ihren nicht minder einfältigen, dafür aber umso lauteren Freunden und den Teenies vor mir blickte ich einem „entspannten“ Filmgenuss entgegen. So viel zu meiner Hoffnung, das Kino an einem sonnigen Samstag um 15 Uhr für mich alleine zu haben …

Worum geht’s

Waffenfabrikant Tony Stark hat alles, was ein Mann sich wünschen kann: Geld, Macht, schöne Frauen, die ihm zu Füßen liegen und das Aussehen von Robert Downey Jr. Letzteres vermutlich, da dieser ihn im Film verkörpert. Als Stark in Afghanistan seine neueste Erfindung präsentiert, wird er von Terroristen entführt und gezwungen, die Gruppe mit aktuellen Waffensystemen zu versorgen. Doch Stark baut heimlich eine stählerne Rüstung, die es ihm ermöglicht, den Terroristen zu entkommen. Wieder in den Staaten angekommen und durch seine Erfahrung geläutert, beschließt Stark, die Rüstung zu verfeinern und seine Fähigkeiten fortan zum Wohle der Menschen einzusetzen – nicht ahnend, dass sein erster großer Feind aus den eigenen Reihen kommt …

 Meine Meinung

Dass „Iron Man“ im Kino für eine niedrigere Altersfreigabe gekürzt wurde, hatte ich bereits mitbekommen. Dass Robert Downey Jr. nicht von seinem langjährigen Sprecher synchronisiert wurde, ist leider irgendwie an mir vorbeigegangen. Aber gut: Nachdem ich den Schock, dass Robert Downey Jr. mit der Synchronstimme von Jack Black spricht, verdaut hatte, konnte ich den Film sogar genießen. Leider war er da schon fast vorbei (so ein Schock kann tiiieeef sitzen – zumal er im Trailer noch seine „echte“ Stimme hatte …). Aber dafür kann der Film natürlich nichts. Und um den geht es hier ja letztenendes.

iron_man_1 „Iron Man“ ist (fast) perfekte Popcorn-Unterhaltung, die von ihrem trockenen Humor und den fantastischen Darstellern lebt. Um genau zu sein, ist der Film eine Robert-Downey-Jr.-One-Man-Show, die von ein paar wenigen Actionszenen unterbrochen wird. Wer „Spider-Man“ schon zu langatmig fand, wird mit „Iron Man“ sicherlich wenig anfangen können – alle anderen erfreuen sich an der Geburtsstunde des coolsten Superhelden unserer Zeit.  Und an einem Robert Downey Jr. in der vermutlich besten Form seines Lebens. Die Rolle des Tony Stark scheint ihm auf den durchtrainierten Körper geschneidert worden zu sein, was Downey Jr. mit sichtlicher Spielfreude und einem dicken Augenzwinkern quittiert. Das Ergebnis ist so unterhaltsam, dass ich ihm vermutlich auch noch eine weitere Stunde beim Basteln an seinem Anzug hätte zuschauen können. Und damit meine ich: Nur beim Basteln.

Die anderen Charaktere/Darsteller geraten dabei freilich ein wenig in den Hintergrund, wissen aber dennoch zu gefallen. Vorallem Gwyneth Paltrow als Starks Assistentin Pepper Potts hat mich positiv überrascht, konnte ich mit dieser Frau bislang doch so gar nichts anfangen. Die Chemie zwischen ihr und Downey Jr. stimmt und sorgt für zahlreiche Schmunzler. Terrence Howard hat leider noch keine große Chance sich zu entfalten, wird aber in der Fortsetzung sicherlich ein wenig mehr zeigen dürfen. Als etwas zu blass empfand ich Jeff Bridges als Obadiah Stane, was allerdings weniger an Bridges, sondern vielmehr an dem gewöhnlichen Charakter liegt, den er verkörpert. Einem nackten Mann kann halt nicht einmal der Dude etwas aus der Tasche ziehen.

Die Actionszenen sind wie bereits geschrieben rar gesät, dafür aber immerhin von erstklassiger Qualität und tricktechnisch auf einer Stufe mit denen von „Transformers“. Leider wurden die Kürzungen für die deutsche Kinoauswertung ziemlich stümperhaft vorgenommen, worunter besonders die Actionszenen im Terrorcamp zu leiden haben. Der Film bleibt zwar anschaubar, dennoch hoffe ich inständig, dass die Blu-ray Disc den Film in seiner vollständigen Pracht enthalten wird.

iron_man_2 Eine Enttäuschung auf ganzer Linie ist hingegen der Score: Völlig belanglos dudelt er im Film vor sich hin, ohne irgendwelche Akzente setzen zu können. Während mir der Spider-Man- und der X-Men-Score wochenlang nicht mehr aus dem Kopf gingen, hatte ich den Iron-Man-Score schon vergessen, noch bevor ich an meinem Auto angekommen war …

Mein Fazit

Trotz kleiner Schwächen, der Kürzungen und dem falschen Synchronsprecher ein absolut empfehlenswertes Kinoerlebnis, dem man nicht nur als Fan von Superhelden eine Chance geben sollte. Teil 2 bis … bis Downey Jr. keine Lust mehr hat, dürfen gerne kommen!

Wichtiger Hinweis: Wer sich den Abspann bis zum Ende anschaut, wird mit einem (nicht unbedeutenden) Auftritt von Samuel L. Jackson belohnt. Also nicht gleich zum Ausgang rennen!

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Iron Man – im Kino nur geschnitten?

Wie ich eben im Cinefacts-Forum lesen durfte musste, wurde die von mir seit dem ersten Trailer und dank Robert Downey Jr. sehnsüchtig erwartete Comicverfilmung “Iron Man” für die Kinoauswertung anscheinend geschnitten. Und jetzt frage ich mich natürlich: Was soll denn bitte dieser Unsinn?

Bei “John Rambo” oder “Hostel: Teil 2? habe ich die Kürzungen ja noch Zähne knirschend akzeptiert. Für die unlogischen Jugendschutzgesetze können die Verleiher schließlich nichts. Aber bei einem 12er-Film? Hatte Concorde Angst, es würden sich nicht genügend Kinobesucher finden lassen, sollte der Film eine 16er-Freigabe erhalten?

Da muss ich doch glatt erstmal in mich gehen, ob ich mir den Film überhaupt noch im Kino anschauen möchte oder lieber darauf hoffe, dass der Film auf Blu-ray Disc ungekürzt erscheint …

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Stoppt die Massenfilmhaltung – befreit die Filme!

Langsam wird es auch für mich mal Zeit, sich ein wenig zu engagieren. Und zwar gegen Filmquälerei. Auf kleinen Festplatten vegetieren sie zusammengepfercht dahin, dürfen mit ein wenig Glück höchstens die „Freiheit“ eines 32-Zoll-Fernsehers schnuppern. Damit muss Schluss sein!

Zum Glück bin ich nicht der Einzige, dem diese Missstände aufgefallen sind: Unter www.filmbefreier.de läuft derzeit eine großflächige Aufklärungsaktion an, um diesen in der Öffentlichkeit viel zu selten thematisierten Misshandlungen entgegenzuwirken.

Einen Werbespot gibt es natürlich auch schon:

[youtube HrG1v0EdAmQ]

Hilf auch DU mit! Werde Filmbefreier!

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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