Gehört: „61 Stunden“ von Lee Child

12. Januar 2026 | Bücher | 0 Kommentare

Jack Reacher strandet während eines Schneesturms in der Kleinstadt Bolton in South Dakota. Pech für ihn, Glück für die örtliche Polizei. Diese ist nämlich gerade damit beschäftigt, die Zeugin eines Drogendeals vor dem Attentäter des skrupellosen Drogenbarons Plato zu beschützen – und Reachers Fähigkeiten kann die Polizei sehr gut gebrauchen …

Für letzten Freitag war ein großer Schneesturm angekündigt – beste Voraussetzungen, um mit dem Hörbuch „61 Stunden“ zu beginnen. Immerhin muss Reacher sich in diesem nicht nur mit brutalen Gegnern, sondern auch mit einem fiesen Schneesturm herumschlagen. Während die Schneekatastrophe in der Realität, zumindest hier in Kiel, komplett ausblieb, sorgt das Wetter in „61 Stunden“ für eine herrlich frostige Atmosphäre und zahlreiche spannende Situationen. Situationen, in denen selbst Reacher immer wieder an seine Grenzen getrieben wird. Körperlich, aber auch emotional. Denn der sonst so menschenscheue Reacher schließt dieses Mal fast so etwas wie Freundschaften – was zwangsläufig eine entsprechende Fallhöhe mit sich bringt.

Nach dem actionreichen „Underground“ geht es in „61 Stunden“ wieder deutlich ruhiger zur Sache. Ruhiger, aber keineswegs langweilig. „61 Stunden“ ist mehr Krimi als Actionthriller, und die Reacher-typischen Gewaltausbrüche gibt’s im Grunde „nur“ im Finale. Das macht aber gar nichts, da die neuen Figuren allesamt interessant und sympathisch sind, die Story spannende Haken schlägt und der eine oder andere Moment mich tatsächlich mit einem Kloß im Hals zurückließ.

Außerdem muss ich einen Satz aus meiner letzten Review korrigieren. Dort schrieb ich, dass Jack-Reacher-Romane stets nach demselben Muster ablaufen, aber ob ihr es glaubt oder nicht: Reacher hat in „61 Stunden“ keinen Sex. Ja, so habe ich am Ende des Romans auch geguckt. Vermutlich gab’s das Szenario einfach nicht her. Es ist halt wirklich kalt in Bolton …

Wie dem auch sei: Ich bin einmal mehr sehr zufrieden. Auf diesem Niveau darf’s gerne weitergehen.

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