Im Heimkino gesehen: The Guest

2013 gehörte Adam Wingards schwarzhumoriger Home-Invasion-Thriller YOU’RE NEXT fĂŒr mich zu DEN positiven KinoĂŒberraschungen des Jahres. Umso enttĂ€uschter bin ich, dass Wingards „The Guest“ es nicht ins Kino geschafft hat. Zumal beide Filme nicht nur den Regisseur, sondern auch Autor Simon Barrett gemeinsam haben. Und, wie ich inzwischen weiß, auch die QualitĂ€t beider Werke Ă€hnlich hoch ist …

Worum geht’s

Seit der Ă€lteste Sohn Caleb im Krieg gefallen ist, lebt die Familie Peterson in Trauer. Eines Tages steht ein Fremder (Dan Stevens) vor ihrer TĂŒr und stellt sich als Calebs Kamerad und guter Freund David vor. Da der sympathische junge Mann auf einem Truppenfoto neben Caleb zu sehen ist, bieten Laura (Sheila Kelley) und Spencer (Leland Orser) ihm das Zimmer ihres Sohnes als vorĂŒbergehende Unterkunft an. Schnell freunden sich auch Calebs Geschwister Anna (Maika Monroe) und Luke (Brendan Meyer) mit David an. Doch als sich im Umfeld der Petersons mysteriöse UnfĂ€lle hĂ€ufen, beginnt Anna zu ahnen, dass David nicht der freundliche Gast ist, der er vorgibt zu sein …

Meine Meinung

Adam Wingard und Simon Barrett haben es schon wieder geschafft und mich (beinahe) restlos begeistert. Und ja, es ist eine Schande, dass „The Guest“ es nicht ins regulĂ€re Kinoprogramm geschafft hat. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass der Film dort vermutlich einen schweren Stand gehabt hĂ€tte. SchrĂ€ge Genre-Mischungen wie diese kommen beim Massenpublikum leider nur in den seltensten FĂ€llen gut an. Bei mir dafĂŒr umso besser.

„The Guest“ startet als gewöhnlicher Thriller und bleibt insbesondere zu Beginn erstaunlich ruhig und zurĂŒckhaltend. Figuren werden eingefĂŒhrt, HintergrĂŒnde erklĂ€rt, Bindungen aufgebaut – dass Kriegsheimkehrer David ein Geheimnis hĂŒtet, ist dem Zuschauer dabei zwar von Anfang an klar, doch welche Ziele David verfolgt und in welche Richtung sich die Figur entwickelt, ist eine große, spannende Unbekannte. Adam Wingard und Simon Barrett legen zahlreiche FĂ€hrten, die zum munteren Raten einladen – und von denen ich auch heute noch nicht weiß, welche davon nun tatsĂ€chlich beachtenswert sind und welche nur gelegt wurden, um dem Publikum grinsend den Stinkefinger zu zeigen. Herrlich.

Je mehr im Verlauf des Films von der Geschichte offengelegt wird, desto stĂ€rker und schneller verĂ€ndert sich auch die Stimmung im Film. WĂ€hnt man sich anfangs noch in einem ruhig inszenierten Thrillerdrama, befindet man sich als Zuschauer alsbald in einem explosiven Actionfilm, dessen Finale wiederum echte Slasher-QualitĂ€ten beweist. Klingt schrĂ€g. Ist schrĂ€g. Bereitet aber unheimlich viel Spaß. Auch wenn die Auflösung, und damit komme ich zu meinem einzigen Kritikpunkt, durchaus etwas ausgefeilter und komplexer hĂ€tte ausfallen dĂŒrfen. Andererseits bin ich mir immer noch nicht sicher, ob die offensichtliche Auflösung der tatsĂ€chlichen Auflösung entspricht. Da waren doch diese Hinweise und Andeutungen … erwĂ€hnte ich bereits, dass ich den Film herrlich finde?

Von den Darstellern schafft es insbesondere Dan Stevens, nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. In der einen Situation charmant und fĂŒrsorglich, in der nĂ€chsten knallhart und gnadenlos – Stevens versteht es, den mysteriösen David in all seinen Facetten glaubhaft und trotz moralisch höchst bedenklicher Entscheidungen erschreckend sympathisch aussehen zu lassen. Ein wenig erinnert er hierbei an Ryan Gosling in „Drive“. Mit dem Unterschied, dass Dan Stevens nicht so wirkt, als stĂŒnde er kurz davor einzuschlafen.

Zu guter Letzt ĂŒberzeugt „The Guest“ musikalisch mit herrlichem 80er-Jahre-Synthie-Pop, der wohl nicht ohne Grund an Klassiker wie „Terminator“ und „Halloween“ erinnert. Ich muss beizeiten daran denken, mir den Soundtrack zu kaufen …

Mein Fazit

„The Guest“ ist eine unterhaltsame, spannende und nur schwer zu beschreibende Genre-Kreuzung mit der wohl augenzwinkerndsten „What The Fuck?“-Szene aller Zeiten. Oder anders formuliert: Ein Film, den ihr definitiv gesehen haben solltet!

Meine Wertung: 9/10

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Kannst du bluten? Du wirst es! Der deutsche „Batman v Superman: Dawn of Justice“-Trailer ist da

Mal ganz abgesehen davon, dass ich sowohl den dĂŒsteren Look im Allgemeinen als auch Batmans RĂŒstung im Speziellen optisch nicht sehr ansprechend finde: Bin ich der Einzige, dem der Trailer das GefĂŒhl vermittelt, als wĂŒrde zwischen „Man Of Steel“ und „Batman v Superman“ mindestens ein weiterer Film fehlen?

Irgendwie ergeben VorgĂ€nger und Trailer derzeit kein stimmiges Bild. Aber vielleicht kommt das ja noch …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=CXzYlpOlt0s]

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Im Heimkino gesehen: Outcast – Die letzten Tempelritter

Was mag wohl passieren, wenn ein Darsteller, der laut allgemeiner Meinung keine Mimik kennt, auf einen Darsteller trifft, dessen Mimik im Laufe seiner Karriere ein schon beinahe skurriles Eigenleben entwickelt hat? Haben sich die Macher von „Outcast – Die letzten Tempelritter“ dieselbe Frage gestellt? Und ist das Aufeinandertreffen von Hayden Christensen und Nicolas Cage die Antwort darauf? Fragen ĂŒber Fragen …

Worum geht’s

Um den Thron besteigen zu können, ermordet der machthungrige Prinz Shing (Andy On) seinen Vater und lenkt die Tat auf seinen jĂŒngeren Bruder Qiang (Lixin Zhao). Auf ihrer Flucht vor den königlichen Soldaten treffen Qiang und seine Schwester Lian (Yifei Liu) auf den Kreuzritter Jacob (Hayden Christensen), der in China die GrĂ€ueltaten der KreuzzĂŒge zu verdrĂ€ngen versucht. Jacobs Kampferfahrung rettet den FlĂŒchtlingen das Leben, doch Shings AnhĂ€nger sind zahlreich. Eine Jagd quer durch China beginnt …

Meine Meinung

Ich oute mich jetzt mal als vermutlich einzige Person auf diesem Planeten, die Hayden Christensen nicht fĂŒr völlig talentlos hĂ€lt. In kleineren Rollen (siehe zum Beispiel „Takers“ oder „Das Haus am Meer“) kann Christensen durchaus ĂŒberzeugen. FĂŒr Hauptrollen hingegen scheint dem Mimen schlicht das nötige Charisma zu fehlen. So auch in „Outcast“, in dem Christensen zwar solide spielt und in den (seltenen) Actionszenen durchaus zu ĂŒberzeugen weiß, der Figur aber insbesondere in den (noch selteneren) emotionalen Momenten nicht genug Tiefe verleiht.

Leider ist es nicht nur Hayden Christensens Figur, die oberflĂ€chlich und weit hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Der Film als Ganzes bietet keinerlei Überraschungen, strotzt nur so vor wichtig klingenden Kalenderweisheiten und greift auf so gut wie jedes Klischee zurĂŒck, das solch eine Geschichte hergibt. Der Fremde, der ein ganzes Königreich rettet. Der abgehalfterte und gleichzeitig unschlagbare Held. Die SchĂŒler-Meister-SchĂŒler-Beziehung. Die obligatorische, wenn auch nur angedeutete Liebesbande. Nein, hier wird wirklich nichts ausgelassen – was den Film nicht nur arg vorhersehbar werden lĂ€sst, sondern ihm zudem jegliche GlaubwĂŒrdigkeit kostet.

Dennoch ist „Outcast“ letztlich recht unterhaltsam, was zum einen an der ĂŒberraschend gelungenen und durchaus hochwertig anmutenden Optik und zum anderen an den recht flott inszenierten Actionszenen liegt. Diese wurden ordentlich choreografiert, lassen aber aufgrund der berĂŒhmt-berĂŒchtigten Wackelkamera und teils unglĂŒcklich gesetzter Schnitte des Öfteren die Übersichtlichkeit vermissen. Bedauerlich, aber gerade noch verschmerzbar.

Falls ihr euch fragt, wieso ich bislang kein einziges Wort ĂŒber Nicolas Cage verloren habe: Dieser taucht lediglich zu Beginn und am Ende des Films auf, absolviert also eher einen grĂ¶ĂŸeren Gastauftritt, statt die vermeintlich zweite Hauptrolle zu spielen. EnttĂ€uschen, im Sinn des Wahnsinns, tut er aber auch dieses Mal nicht. Denn wĂ€hrend Cage in den ersten 10 Minuten erfreulich zurĂŒckhaltend agiert, zieht er in den letzten 20 Minuten Grimassen, als mĂŒsse er seine Abwesenheit in den dazwischen liegenden 60 Minuten irgendwie wieder aufholen. In diesen Minuten fragt man sich als Zuschauer dann durchaus, ob das noch Schauspiel oder schon seine wahre Natur ist. Die Antwort auf diese Frage kennt vermutlich nicht mal mehr Nicolas Cage selbst.

Meine Meinung

„Outcast – Die letzten Tempelritter“ ist nicht der erwartete Totalausfall, verdankt dies aber eher der gelungenen Optik und keinesfalls den Darstellern oder gar der austauschbaren und letztlich in der Summe unglaubwĂŒrdigen Geschichte. FĂŒr einen anspruchslosen Filmabend dennoch durchaus geeignet.

Meine Wertung: 5/10

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Ein kurzes Fazit zu … „Die Coopers – Schlimmer geht immer“

WĂ€hrend seine Eltern (Steve Carell, Jennifer Garner) und Geschwister (Dylan Minnette, Kerris Dorsey) einen nahezu perfekten Tag erleben, lĂ€uft bei dem elfjĂ€hrigen Alexander (Ed Oxenbould) alles schief, was schief laufen kann. Kurzerhand wĂŒnscht er sich an seinem Geburtstag, dass auch seine Familie mal einen richtig schlechten Tag erleben soll. Und wie wir alle wissen, gehen WĂŒnsche in Komödien manchmal in ErfĂŒllung …

Wer mal wieder eine absolut harmlose, aber durchaus unterhaltsame Komödie mit durchweg sympathischen Darstellern und einer „Habt euch alle lieb, dann wird auch alles gut!“-Botschaft sehen möchte, ist hier genau richtig. „Die Coopers – Schlimmer geht immer“ bzw. „Alexander and the Terrible, Horrible, No Good, Very Bad Day“, wie der Film im Original heißt, reiht Gag an Gag, ist dabei mal mehr und ja, auch mal weniger witzig, bleibt in seinen knapp ĂŒber 80 Minuten aber stets genießbar. Auch die Chemie zwischen den Darstellern stimmt, wobei insbesondere Steve Carell und Jennifer Garner gute Laune versprĂŒhen und durchaus so wirken, als hĂ€tte der Dreh eine Menge Spaß bereitet.

Oder anders formuliert: Ein Film, der keine Überraschungen zu bieten hat, aber auch niemandem weh tut. Da gibt’s wahrlich weitaus schlimmere Familienkomödien …

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Im Kino gesehen: Warte, bis es dunkel wird

1946 wurden in Texarkana mehrere Menschen brutal ermordet. Der TĂ€ter, von der Presse Phantom-Killer getauft, hatte es auf Liebespaare abgesehen und konnte, trotz immenser BemĂŒhungen durch die Behörden, nie identifiziert und demzufolge auch nie gefasst werden. 1976 nutzte Regisseur Charles B. Pierce diese realen Geschehnisse fĂŒr seinen Film „Der Umleger“ („The Town That Dreaded Sundown“), den die Bewohner von Texarkana wohl nicht ausschließlich positiv aufnahmen. Dennoch findet in Texarkana seit einiger Zeit eine jĂ€hrliche Open-Air-VorfĂŒhrung des Films statt – womit wir bei Alfonso Gomez-Rejons Slasher „Warte, bis es dunkel wird“ angekommen sind, der derzeit in unseren Kinos lĂ€uft.

Worum geht’s

Weil ihnen der Film „Der Umleger“ nicht gefĂ€llt, beschließen Jami (Addison Timlin) und Corey (Spencer Treat Clark) die Open-Air-VorfĂŒhrung zu verlassen und sich stattdessen im Wald ein wenig nĂ€herzukommen. Dort wird das junge Paar von einem Unbekannten angegriffen. Der optisch dem Phantom-Killer Ă€hnelnde Mann ermordet Corey, lĂ€sst Jami jedoch am Leben, damit diese den Behörden eine mysteriöse Botschaft ĂŒberbringen kann. WĂ€hrend die Polizei unter der Leitung des Spezialermittlers Lone Wolf Morales (Anthony Anderson) im Dunkeln tappt, schlĂ€gt der Mörder erneut und erneut zu. Da der TĂ€ter dem Muster der 1976er Verfilmung folgt, vermutet Jami einen Zusammenhang zwischen den Morden und dem Film „Der Umleger“. Und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln …

Meine Meinung

Hut ab! Die Macher von „Warte, bis es dunkel wird“ verknĂŒpfen geschickt RealitĂ€t und Fiktion und erschaffen hieraus einen blutig-atmosphĂ€rischen Slasher, der das Rad zwar nicht komplett neu erfindet, sich jedoch einen Platz deutlich ĂŒber dem Durchschnitt sichert. Dass eine reale Mordserie und der daraus entstandene Film als Vorlage fĂŒr eine fiktive Mordserie dienen, ist meines Wissens nach einzigartig. Zumindest habe ich solch eine Konstellation vor „Warte, bis es dunkel wird“ nicht gesehen. Mit dem Hintergrundwissen, dass die ersten Morde tatsĂ€chlich stattgefunden haben, erzeugt der Film eine ganz eigene Spannung und AtmosphĂ€re. Hierzu trĂ€gt auch die ĂŒber alle Zweifel erhabene Optik bei, die es schafft, dank schrĂ€ger Kamerawinkel und eines extremen Weichzeichners einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Einen Stil, der gleichzeitig modern wirkt, aber auch als Verbeugung vor den Filmen der 70er angesehen werden kann und extrem stimmig ausfĂ€llt.

Weit weniger originell sind die Morde ausgearbeitet, was jedoch nicht zuletzt der filmischen Vorlage und somit der Geschichte geschuldet ist. DafĂŒr fallen die Taten fĂŒr eine 16er-Freigabe ĂŒberraschend explizit aus – glĂŒcklicherweise ohne dabei comichaft ĂŒberzeichnet zu wirken, so dass der Film auch in diesen Momenten seine ernste Stimmung nicht verliert.

Leider, und damit komme ich zum einzigen, dafĂŒr aber auch gravierenden Schwachpunkt von „Warte, bis es dunkel wird“ haben die Macher bei der finalen Auflösung etwas zu viel gewollt. Selten lagen „Ich hab’s von Anfang an gewusst!“ und „Bitte? Was fĂŒr ein Mist!“ so eng beieinander. Wirklich schade, da der Film eine Auflösung dieser Art weder nötig gehabt hĂ€tte noch verdient hat.

Mein Fazit

AtmosphĂ€risch ĂŒberzeugender sowie optisch hervorragender Slasher mit interessanter Geschichte – und einer extrem hanebĂŒchenen Auflösung.

Meine Wertung: 7/10

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Zweiter Trailer zu „Terminator: Genisys“ erschienen

Gestern habe ich mir einen entspannenden Nachmittag gegönnt, mal wieder James Camerons Terminator-Filme geschaut und dabei einmal mehr festgestellt, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso es Menschen gibt, denen die Fortsetzung besser gefĂ€llt als der erste Teil. Ja, die Tricktechnik in „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ ist (auch heute noch) beeindruckend, doch AtmosphĂ€re, Spannung und HĂ€rte sprechen eindeutig fĂŒr den grandiosen VorgĂ€nger. Noch dazu strotzt die Fortsetzung nur so vor, bezogen auf die Filmhandlung, unlogischen Momenten, die ich mir einfach nicht schönreden kann. Versteht mich bitte nicht falsch, „Terminator 2“ ist zweifellos unterhaltsam. Doch das wahre Meisterwerk ist der VorgĂ€nger. Auch wenn ich mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehe.

Sei’s drum, heute wurde der zweite Trailer zur inzwischen vierten Fortsetzung „Terminator: Genisys“ veröffentlicht, in der einmal mehr Arnold Schwarzenegger den Terminator verkörpert und deren Geschichte auf den ersten Blick mal so gar keinen Sinn zu ergeben scheint. Ich bin aber recht optimistisch, dass die Macher sich dabei etwas gedacht haben. Ab dem 09. Juli wissen wir mehr …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=7nmz7U0CueE]

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Der Trailer zu Marvels „Ant-Man“ ist da!

Ich geb’s zu: Ich habe den Namen Ant-Man schon mal gehört und weiß, dass dieser zum Marvel-Universum gehört. Abgesehen davon ist dieser Superheld allerdings eine einzige Unbekannte fĂŒr mich. Das ist aber völlig egal, denn …

… Paul Rudd spielt die Hauptrolle – und dieser Kerl ist einfach sympathisch!
… Evangeline Lilly spielt mit – und diese Frau ist einfach se…hr sympathisch!
… Michael Douglas spielt mit – und dieser Mann ist einfach, nun ja, Michael Douglas!

Außerdem waren bislang alle Marvel-Filme stets unterhaltsam – wieso sollte es hier anders sein? Zumal bereits der Trailer unglaublich witzig ist und der Film vermutlich die beeindruckendste Zugkollision aller Zeiten zu bieten haben wird.

Ich freu mich auf jeden Fall wie ein Schnitzel auf den 23. Juli!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=6lm_qNJV-sM]

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Im TV nachgeholt und gleich wieder vergessen: „Die Bestimmung – Divergent“

AnlĂ€sslich der derzeit in unseren Kinos laufenden Fortsetzung habe ich nun endlich „Die Bestimmung – Divergent“ nachgeholt. Mein ursprĂŒnglicher Plan sah vor, unmittelbar danach ins Kino zu eilen und dort „Die Bestimmung – Insurgent“ zu schauen. Doch es sollte anders kommen. Denn leider ist „Divergent“ so belanglos, dass ich danach so gar keine Lust mehr verspĂŒrte, den zweiten Teil zu schauen. Zumindest nicht im Kino.

An der Geschichte rund um die jugendliche Tris (Shailene Woodley), die als Unbestimmte eine Gefahr fĂŒr das durch und durch auf Planung ausgelegte System darstellt, und schließlich einer tödlichen Verschwörung auf die Spur kommt, liegt dies freilich nicht. Diese ist zwar nicht besonders originell und auch ein wenig unglaubwĂŒrdig, aber durchaus interessant genug, um einen Film bzw. eine Filmreihe zu tragen. Die Macher haben es jedoch leider nicht geschafft, neben der durchaus gelungenen Optik auch so etwas wie Spannung einzufangen. Das Geschehen dĂŒmpelt bis zum Finale recht ereignislos vor sich hin, konzentriert sich zu sehr auf Tris‘ Ausbildung und vernachlĂ€ssigt dabei die fĂŒrs bessere VerstĂ€ndnis erforderlichen HintergrĂŒnde. Dadurch bleibt nicht nur die Geschichte erschreckend oberflĂ€chlich, auch den Figuren fehlt es an jeglicher Tiefe. Und so nimmt man es höchstens mit einem Achselzucken zur Kenntnis, wenn einige davon, teilweise auf durchaus tragische Art, aus dem Skript scheiden.

Positiv anzumerken ist, dass die Actionszenen, auch wenn sie eine gewisse HÀrte vermissen lassen, durchaus ansprechend inszeniert sind. Allerdings können diese den Film nicht vor der totalen Belanglosigkeit retten.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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