Auf der Suche nach alleinstehenden MĂ€nnern fĂ€hrt eine namenlose Schönheit (Scarlett Johansson) in ihrem Lieferwagen durch die StraĂen, passende Opfer lockt sie unter Einsatz ihres attraktiven Körpers in ein dĂŒsteres Haus. Statt Sex wartet auf die MĂ€nner dort jedoch nur der Tod in Form einer den Körper verschlingenden FlĂŒssigkeit. Denn bei der Schönheit handelt es sich um ein Alien, dessen Rasse die menschlichen Körper industriell verarbeitet und nur die Haut ĂŒbrig lĂ€sst. Als das Alien auf einen deformierten Mann trifft, entwickelt es jedoch unerwartet menschliche GefĂŒhle …
Nein, „Under The Skin“ ist kein Science-Fiction-Beitrag fĂŒrs Massenpublikum. Gesprochen wird in dem doch sehr speziellen Film wenig, erklĂ€rt wird noch weniger. Oft wird eine Situation sekundenlang aus starrer Kameraperspektive heraus gezeigt, ausschlieĂlich unterlegt von monotoner Musik, bis dann abrupt in die nĂ€chste Szene gesprungen wird. Die Handlung muss man sich als Zuschauer mĂŒhsam selbst zusammenreimen, ist oft eine Frage der persönlichen Interpretation und ergibt sich fast ausschlieĂlich aus kleinen Gesten der (erstaunlich freizĂŒgigen) Hauptdarstellerin und den meist kĂŒhlen, in wichtigen Szenen aber auch faszinierenden bis beeindruckenden Bildern.
Wer sich darauf nicht einlassen kann (oder möchte), sollte einen weiten Bogen um „Under The Skin“ machen. Science-Fiction-Fans, die gerne auch mal einen Blick abseits des Mainstreams riskieren, dĂŒrften den Film hingegen dankbar annehmen. Denn auch wenn „Under The Skin“ weder spannend noch inhaltlich besonders originell ist, so geht von dem Film doch eine ganz eigene Faszination aus – was insbesondere mit Blick auf den typischen Hollywood-Einheitsbrei nicht das Schlechteste ist.
Meine Wertung: 7/10
„Under The Skin“ ist seit dem 10. Oktober 2014 als DVD, Blu-ray & VoD erhĂ€ltlich.
Hallo Sven,
ich denke, den Film werde ich mir mal anschauen mĂŒssen, GERADE weil du schreibst, dass es nicht jedermanns Sache sein wird đ
Zumindest hört es sich interessant an und Scarlett Johansson kann man sich ja durchaus ansehen đ
Viele GrĂŒĂe,
Daniel
Hey Daniel,
mach das – und dann berichte bitte mal, wie dir der Film gefallen hat!
Die Meinungen gehen (erwartungsgemĂ€Ă) ja extrem auseinander …
Kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte nun das GlĂŒck, den Film zwei Mal im Kino erleben zu dĂŒrfen und bin nach wie vor von dessen Klasse und Einzigartigkeit im heutigen Kino ĂŒberzeugt. Besonders gut gefĂ€llt mir, dass dies einer der ganz wenigen Filme ist, die visuell erzĂ€hlt werden. Gesprochen wird ja entweder gar nicht oder in so einem tief-schottischen Akzent, dass man ohnehin nichts versteht. DafĂŒr sind Bilder und die Musik grandios komponiert.