Im Kino: Hanni & Nanni
Mittwoch, 23.06.2010, 21:02 Uhr. Ganz Deutschland schaut das vielleicht letzte WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in 2010. Ganz Deutschland? Nein! Ein genervter Möchtegern-Filmkritiker nutzt die Chance und schreibt stattdessen eine Review über “Hanni & Nanni”. Doch selbst ich als Fußballhasser muss zugeben: Jedes noch so langweilige Fußballspiel ist interessanter als dieser Film …
Worum geht’s
Des Diebstahls in einem Luxuskaufhaus beschuldigt, werden die Zwillinge Hanni (Sophia Münster) und Nanni (Jana Münster) von ihren Eltern auf das Lindenhof-Internat geschickt. Obwohl sie ihre alten Freunde vermissen, lernen die beiden Geschwister die Einrichtung entgegen ihrer Erwartungen schnell schätzen. Als das Hockeyteam des Internats gegen die JoCats, dem Team von Hannis & Nannis alter Schule, antritt, müssen sich die beiden Mädchen entscheiden, wo sie hingehören …
Meine Meinung
Ja, ich bin kein Kind mehr. Zumindest körperlich. Dennoch kann ich Kinderfilmen durchaus etwas abgewinnen. So sie denn unterhaltsam sind. “Hanni & Nanni” ist dies nicht. Und weil es mich bereits genug ärgert, im Kino 90 Minuten meines Lebens an dieses Machwerk verschwendet zu haben, fasse ich mich kurz:
Die im Film erzählte Geschichte ist so gewöhnlich und uninteressant erzählt, dass selbst Zehnjährige sich gelangweilt abwenden. Selbiges gilt für die Aussage (wie so oft geht es um Freundschaft und Verantwortung) des Films. Während die Kinderfiguren durch die Bank weg unsympathische Bälger sind, nerven die erwachsenen Darsteller mit völlig überzogenem Overacting. Und als wäre das alles nicht bereits nervtötend genug, gibt es im Film so gut wie keine Szene ohne Hintergrundmusik. Das mag banal klingen, entpuppt sich während der Schauens jedoch als unglaublich anstrengend.
Mein Fazit
Misslungener Kinderfilm, den man seinem Nachwuchs höchstens als Strafe zeigen sollte. Auch wenn ich nicht weiß, was ein Kind verbrochen haben könnte, um das zu verdienen …
Meine Wertung: 2/10
Im Kino gesehen: When In Rome – Fünf Männer sind vier zuviel
Meine Kinoprogrammplanung 17.06. bis 23.06.2010
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Kurz und knapp: StreetDance 3D
Worum geht’s
Kurz vor den Streetdance-Meisterschaften wird die Tänzerin Carly (Nichola Burley) von ihrem Freund verlassen. Da dieser als Leader für die Choreographie der Tanzgruppe verantwortlich war und es dem Team zudem an einem Trainingsraum mangelt, bleibt Carly jedoch keine Zeit zum Trauern. Unerwartete Hilfe erhält die junge Tänzerin von der berühmten Ballettlehrerin Helena (Charlotte Rampling). Diese bietet der Streetdance-Gruppe an, einen Trainingsraum zur Verfügung zu stellen – sofern Carly sich bereit erklärt, im Zuge der Meisterschaftsvorbereitungen auch einige von Helenas ausgewählten Ballettschülern zu trainieren …
Meine Meinung in aller Kürze
Streetdance trifft auf Ballett – kann das funktionieren? Es kann! Auch wenn “StreetDance 3D” inhaltlich wenig bis gar nichts Neues zu bieten hat, kann der Film dank knackiger Darsteller (sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Sicht), hervorragend choreographierter Tanzszenen und einem stets vorhandenen Augenzwinkern überzeugen. Geschwächelt wird lediglich im Mittelteil, in dem der Tanz kurzzeitig in den Hintergrund tritt und den (zwischen)menschlichen Problemen weichen muss. Hier zeigt sich, dass die Darsteller sich eher darauf verstehen, ihre Körper(beherrschung) in Szene zu setzen als ihre Emotionen. Der starke Anfang und das tolle Finale lassen dies jedoch schnell in Vergessenheit geraten.
Ein besonderes Lob gebührt übrigens den 3D-Effekten, von dem der Film besonders in den Tanzszenen zu profitieren weiß. Auch wenn mich persönlich 3D so langsam zu nerven beginnt: In “StreetDance 3D” wird die dritte Dimension nahezu perfekt in den Film integriert.
Meine Wertung: 7/10
Kurz und knapp: A Nightmare On Elm Street (2010)
Kurz und knapp: Chloe
Worum geht’s
Catherine (Julianne Moore) vermutet, dass ihr Mann David (Liam Neeson) sie betrügt – und setzt die Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an. Chloe soll David verführen und Catherine so Gewissheit verschaffen. Schon bald berichtet Chloe von ersten Erfolgen. Je mehr Details sie erfährt, umso faszinierter ist Catherine von der Affäre ihres Mannes. Und von Chloe …
Meine Meinung in aller Kürze
Wer sich “Chloe” aufgrund des Trailers anschauen möchte und einen Thriller erwartet, sollte seine Erwartungshaltung korrigieren. Auch wenn die Grundidee als Thriller durchaus funktionieren würde, handelt es sich bei “Chloe” um ein ruhig erzähltes Beziehungsdrama. Ein Drama, dessen zentrale Themen Liebe, Begierde, Eifersucht und Vertrauen lauten und das dank der tollen Leistung von Julianne Moore und vor allem Amanda Seyfried mehr als nur zu überzeugen weiß. Lediglich das deplatziert wirkende Finale, in dem der Film dann doch noch zum Thriller mutiert und die Geschichte sowie die Charakterentwicklung zu einem unbefriedigenden Ende führt, zerrt negativ an dem Gesamtbild.
Meine Wertung: 8/10
Kurz und knapp: Shutter Island
Kurz zusammengefasst
Aus der auf Shutter Island liegenden Nervenheilanstalt ist eine Patientin entflohen. Da sich niemand erklären kann, wie und wohin die gewaltbereite Frau aus ihrer geschlossenen Zelle entkommen konnte, werden die Marshalls Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) auf den Fall angesetzt. Auf Shutter Island angekommen, wird ihnen schnell klar, dass sowohl die leitenden Ärzte als auch die Angestellten nicht mit offenen Karten spielen …
Meine Meinung in aller Kürze
Vielleicht hatte ich einfach nur einen guten Tag, aber bereits nach 15 Minuten (ungelogen, ich habe extra auf die Uhr geschaut) war für mich klar, in welche Richtung sich “Shutter Island” bewegen würde. 15 Minuten rätseln, gefolgt von 123 Minuten, in denen ich darum bettelte, dass es nicht so kommen würde, wie ich vermutete. Doch all das Betteln half nichts: Es kam so. 123 Minuten Vorhersehbarkeit. Immerhin: 123 Minuten hübsch gefilmte und gut gespielte Vorhersehbarkeit, in denen vor allem Mark Ruffalo zu überzeugen weiß. Äußerst bedauerlich, dass Regisseur Martin Scorsese es nicht geschafft hat, dem an sich düsteren Stoff mehr Spannung und Dramatik zu verleihen. So bleibt “Shutter Island” lediglich ein durchschnittlicher Mystery-Thriller mit guten Darstellern, der den aufmerksamen Zuschauer kaum überraschen und wie mich sogar langweilen dürfte.
Meine Wertung: 5/10