Im Kino gesehen: “Scream 4”

Die Türen in meiner Wohnung sind mit “Scream”-Filmpostern beklebt, in meinem Schlafzimmer hängt eine im Dunkeln leuchtende Ghostface-Maske, am Schrank ein Ghostface-Kostüm. Und meine Antwort auf die Frage nach meinem Lieblingshorrorfilm lautet stets “Showgirls. Total beängstigend.”. Trotz meiner inzwischen 29 31 33 Jahre kenne ich bei “Scream” kein Schamgefühl und stehe dazu, ein Fanboy zu sein. Sehr zum Leidwesen meiner Freundin, die mich, der ich selbstverständlich als Ghostface verkleidet war, gestern in die “Scream 4”-Preview begleiten musste …

Worum geht’s

Zehn Jahre sind seit dem letzten Anschlag auf Sidney Prescotts (Neve Campbell) Leben vergangen. Zum 15. Jahrestag des berühmten und inzwischen mehrfach verfilmten Woodsboro-Massakers kehrt Sidney für eine Buchvorstellung in ihren Heimatort zurück. Als zwei Teenager brutal ermordet werden und das blutige Mordwerkzeug in Sidneys Kofferraum entdeckt wird, ist es mit dem beschaulichen Wiedersehen vorbei. Gemeinsam mit Dewey (David Arquette) und Gale (Courteney Cox) begibt Sidney sich auf die Suche nach dem Killer. Schon bald fordert dieser weitere Opfer – und wie immer kommt jeder als Täter in Frage …

Meine Meinung

Heiliger Ghostface, tut das gut! Endlich mal wieder ein, und das ist absolut positiv gemeint, altmodischer Horrorfilm, der ohne hektische Schnitte, wackelige Kameraführung oder künstliche Farbspielereien auskommt. “Scream 4” sieht in jeder Einstellung nach den guten alten Neunzigern aus und knüpft damit nahtlos an seine Vorgänger an. “Scream”-Veteranen werden sich dementsprechend sofort heimisch fühlen.

Doch nicht nur optisch, auch inhaltlich kann sich “Scream 4” sehen lassen. Spannender als der zweite und weit weniger albern als der dritte Teil, kann “Scream 4” mit seinen Vorgängern nicht nur mithalten, sondern diese sogar überbieten. Auch wenn der Film die Genialität des Originals nicht ganz erreicht, ist diese Fortsetzung, die gleichzeitig ein Remake und ein Reboot darstellt, ein mehr als würdiges neues Kapitel der “Scream”-Geschichte. Während Neueinsteiger sich über zahlreiche (und für eine 16er-Freigabe erstaunlich harte) Attacken des Killers freuen, genießen Kenner die witzigen Film-im-Film-Anspielungen sowie die zahlreichen Diskussionen über nervige Remakes und das stagnierende Horrorgenre.

Mein Fazit

Obwohl es sich bereits um die dritte Fortsetzung handelt, stellt “Scream 4” nicht weniger als den besten Slasher seit Jahren dar. Spannend, witzig und erstaunlich intelligent – meine Erwartungen wurden weit übertroffen!

Meine Wertung: 9/10

“Scream – Schrei!”: 10/10
”Scream 2”: 8/10
”Scream 3”: 7/10

Zuletzt im Kino gesehen: “Ohne Limit” und “Paul – Ein Alien auf der Flucht”

Ohne Limit
Der Mensch kann nur ca. 20% seiner Gehirnkapazitäten nutzen. Gäbe es eine Droge, die es euch ermöglicht, volle 100% auszunutzen, würdet ihr sie nehmen? Eddie Morra (Bradley Cooper) tut es – und hat fortan nicht nur mit den tödlichen Nebenwirkungen der Droge, sondern vor allem mit den Begehrlichkeiten zu kämpfen, die diese Droge bei seinen Mitmenschen auslöst.
Dass es diese Begehrlichkeiten sind, von denen die größte Bedrohung ausgeht, ist dann auch der große (wenn auch “nur” moralisch betrachtet) Schwachpunkt des Films. Denn die Aussage ist ganz klar: Drogen sind gut! Sofern du mit ihnen umzugehen weißt …
Aber hey, wenn brutale Selbstjustiz in Filmen gut sein darf (siehe “96 Hours”), wieso dann auch nicht Drogenkonsum? Wischt man jegliche moralische Bedenken beiseite, kommt ein äußerst unterhaltsamer, optisch wirkungsvoll als Drogenrausch verpackter Thriller zum Vorschein, der keine Minute langweilt und mit einem äußerst wandelbaren Bradley Cooper überzeugt. So lasse ich mir Drogen gefallen! Natürlich nur auf der Leinwand …
Meine Wertung 7/10 (mit Tendenz zur 8 )

Paul – Ein Alien auf der Flucht
Stellt euch vor, ihr wäret Science-Fiction-Nerds (falls ihr welche seid, braucht ihr das natürlich nicht zu tun), mit einem Reisemobil in den USA unterwegs und würdet dort auf ein sprechendes Alien treffen – wie würdet ihr reagieren? Genau: Ihr würdet es mitnehmen, euch anfreunden und dafür sorgen, dass es wieder nach Hause kommt.
So reagieren dann auch die Engländer Graeme (Simon Pegg) und Clive (Nick Frost) als sie auf Paul treffen, was nicht nur für zahlreiche Lacher, sondern zum Ende hin auch für recht viel Action sorgt. Und auch wenn der britische Charme von “Shaun Of The Dead” und “Hot Fuzz” nicht erreicht wird, ist “Paul – Ein Alien auf der Flucht” ein typischer, wenn auch sehr amerikanischer Pegg/Frost-Film mit zahlreichen Genreanspielungen geworden. “Aliens”,  “Zurück in die Zukunft”, “Jäger des verlorenen Schatzes” – es gibt, besonders in den Dialogen, viel zu entdecken. Was besonders die Nerds unter uns, mich eingeschlossen, natürlich unheimlich freut. Dass einige Pointen verschenkt werden oder weit unterhalb der Gürtellinie liegen, nimmt man dafür gerne in Kauf.
Meine Wertung: 7/10

Zuletzt im Kino gesehen: “World Invasion: Battle Los Angeles” und “The Mechanic”

World Invasion: Battle Los Angeles
Seit der Enttäuschung “Skyline” hoffte ich, durch “World Invasion: Battle Los Angeles” erlöst zu werden – und wurde gestern erneut böse enttäuscht. Trotz schick, wenn auch etwas zu wackelig gefilmter Daueraction versagt das aktuelle Alien-Invasionsabenteuer aufgrund oberflächlicher Figuren und nicht vorhandenem Spannungsbogen. Die Mischung aus “Independence Day”, “District 9” und “Black Hawk Down” ist zwar nicht gänzlich uninteressant, doch beginnt das laute Getöse aufgrund der genannten Mängel nach kurzer Zeit zu langweilen. Von den verkrampft-emotionalen Szenen, die trotz prinzipiell guter Darsteller unfreiwillig komisch wirken, fange ich lieber gar nicht erst an …
Meine Wertung: 5/10

The Mechanic
Jason-Statham-Fans wissen, was sie wollen. Und genau das bekommen sie mit “The Mechanic”. Allerdings auch nicht mehr. Die Geschichte vom Auftragskiller, der auf Befehl seinen eigenen Mentor tötet und daraufhin dessen Sohn zum Nachwuchskiller ausbildet, bietet zahlreiche gut gefilmte und vor allem harte Actionszenen, enttäuscht aber mit schwacher Charakterzeichnung. Jason Statham und der hervorragende Ben Foster bekommen trotz guter Ansätze nicht die Möglichkeit, ihre gebrochenen Helden auszureizen. Bedauerlich ist auch, dass Bösewicht Tony Goldwyn absolut blass bleibt und zu keiner Zeit wirklich bedrohlich wirkt. Diesbezüglich wäre wesentlich mehr möglich gewesen …
Meine Wertung: 7/10

Im Kino gesehen: “22 Bullets”

Obwohl er aus Liebe zu seiner Familie vor Jahren zurückgetreten ist, wird der ehemalige Gangsterboss Charly Matteï (Jean Reno) in einem Parkhaus von vermummten Angreifern mit 22 Kugeln niedergestreckt. Wie durch ein Wunder überlebt er und begibt sich auf die Suche nach den Attentätern und den Hintermännern. Diese Suche und die darauf aufbauende Geschichte über Loyalität, Rache und Vergebung ist zwar keineswegs originell, wurde aber spannend und temporeich in Szene gesetzt. Die Regie überzeugt ebenso wie die guten bis sehr guten Darsteller – allen voran der wie immer hervorragende Jean Reno. Zart besaitete Personen seien jedoch gewarnt: In “22 Bullets” geht es nicht gerade zimperlich zur Sache. Die 18er-Freigabe ist aufgrund des Härtegrads und der Selbstjustizthematik absolut gerechtfertigt.

Meine Wertung: 7/10

Im Kino gesehen: “Saw 3D – Vollendung”

SAW 3D_Jigsaw_A4.qxpSeht her, es weihnachtet sehr. Und als wäre Schnee Anfang Dezember nicht schon grausam genug, läuft pünktlich zur kalten Jahreszeit natürlich auch wieder ein neuer “Saw”-Film im Kino. Wenig überraschend bietet dieser, wie bereits seine Vorgänger, absolut nichts Neues. Wieder einmal testet der Jigsaw-Killer verschiedene Menschen. Wieder einmal ist die Polizei ihm dicht auf den Fersen. Und wieder einmal fließt Blut. Viel Blut.  Dieses Mal sogar in 3D. Das wertet den Film zwar in keiner Weise auf, sieht aber zuweilen recht schick aus. Der Gewaltgrad wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich angehoben, so dass man in manchen Szenen schon fast von einem Splatterfilm reden kann. Wohlwollend betrachtet, bekommt der Zuschauer genau das, was er nach all den Jahren erwartet: Kreative Fallen, über deren Umsetzbarkeit man sich besser keine Gedanken machen sollte. Unsympathische Figuren, deren Ableben einem am Allerwertesten vorbeigehen. Viel Gewalt. Null Spannung. Und einen Schlusstwist, der so dämlich ist und an den Haaren herbeigezogen wirkt, dass sich dem intelligenten Zuschauer die Fußnägel aufrollen. Oder kurz gesagt: Einen typischen “Saw”-Film.

Meine Wertung: 6/10

Im Kino gesehen: Unstoppable – Außer Kontrolle

Ein führerloser Zug, der mit voller Geschwindigkeit über die Gleise rast. Eine Ladung hochexplosiver Chemikalien. Und zwei Männer, denen nur wenig Zeit bleibt, diese Bombe auf Rädern zu stoppen. Das liest sich doch mal recht spannend. Und größtenteils ist es das auch. Die Geschichte benötigt zwar etwas Zeit, um (Achtung: Wortspiel!) Fahrt aufzunehmen, kann dann aber mit einem tollen letzten Drittel punkten. Regisseur Tony Scott setzt die auf wahren Geschehnissen beruhende Rettungsaktion angenehm kurzweilig und ungewohnt unspektakulär in Szene. Leider verzichtet Scott dabei nicht auf die für ihn typischen schnellen Schnitte, was den Filmgenuss mit zunehmender Laufzeit spürbar stört. Wesentlich zurückhaltender agieren die beiden Hauptdarsteller Denzel Washington und Chris Pine, welche die unfreiwilligen Helden erfreulich menschlich verkörpern, so dass es nicht schwer fällt, mit dem ungleichen Team zu sympathisieren. Insgesamt betrachtet ist “Unstoppable” zwar kein Meisterwerk, aber ein mehr als solides Actionabenteuer geworden.

Meine Wertung: 7/10

Im Kino gesehen: Buried – Lebend begraben

In der Dunkelheit aufwachen, sich nicht bewegen und niemanden um Hilfe bitten können – lebendig begraben zu werden, gehört zu den Urängsten der Menschen. Mit “Buried – Lebend begraben” startete am Donnerstag ein Film in den deutschen Kinos, der sich genau diese Urängste zu Nutze macht. Das Besondere an diesem Film: Er spielt ausschließlich in dem Sarg. Kann solch ein Konzept funktionieren und 90 Minuten lang Spannung liefern? Es kann! Und wie!

Worum geht’s

Es ist dunkel. Die Luft ist stickig. Als der Truckfahrer Paul Conroy (Ryan Reynolds) erwacht, findet er sich in einem Sarg wieder. Das letzte, woran Paul sich erinnern kann, ist, dass sein Konvoi im Irak angegriffen wurde. Neben einem Licht spendenden, aber auch Sauerstoff verbrauchenden Sturmfeuerzeug findet Paul auch ein Mobiltelefon, dessen Menü jedoch auf Arabisch eingestellt ist. Dann melden sich die Entführer und fordern von ihm fünf Millionen Dollar Lösegeld. Paul bleiben nur wenige Stunden …

Meine Meinung

Ich mache es kurz: “Buried – Lebend begraben” gehört zum Spannendsten und Beklemmendsten, was ich je im Kino gesehen habe. Wer glaubt, dass ein Film mit solch begrenztem Spielraum eintönig oder gar langweilig sein muss, irrt gewaltig. Paul bei dem Versuch zuzusehen, per Mobiltelefon die eigene Rettung zu organisieren, während er gleichzeitig von seiner Familie Abschied nimmt, gehört zu den intensivsten Kinomomenten dieses Jahres.

Ein Film, der nur an einem äußerst begrenzten Ort spielt und sich auf eine einzige Figur beschränkt, steht und fällt mit dem Darsteller. Ryan Reynolds erweist sich als gute Wahl und verkörpert den zwischen Panik, Verzweiflung, Mutlosigkeit und Hoffnung hin- und hergerissenen Paul erstaunlich glaubhaft. Der bislang nicht unbedingt für seine schauspielerische Leistung bekannte Reynolds liefert eine beachtliche Vorstellung, die ihn (endlich) auch für ernstere Rollen empfehlen dürfte.

Als äußerst spannungsfördernd erweist sich der packende Score, welcher die jeweiligen Szenen nahezu perfekt unterstützt. Gleichwohl muss ich zugeben, dass “Buried – Lebend begraben” dadurch an Authentizität einbüßt und die musikalische Untermalung den Film als das offenbart, was er ist: Ein klaustrophobischer Hochspannungsthriller.

Mein Fazit

Beklemmender und äußerst spannender Thriller mit tollem Darsteller, den unter Platzangst leidende Menschen besser meiden sollten. Wer sich von der Grundidee, einem Mann 90 Minuten lang beim telefonieren zuzusehen, von einem Kinobesuch abhalten lässt, verpasst einen der besten Kinofilme 2010!

Meine Wertung: 9/10

Mini-Review: Takers

Hauptplakat(494x700)Oh, mal wieder ein Film über eine Gruppe von Bankräubern (u.a. Paul Walker und Hayden Christensen), deren letzter Coup gehörig daneben gehen soll. “Takers” ist zwar wenig originell, drückt in der zweiten Hälfte aber kräftig genug aufs Gaspedal, so dass die Ideenarmut nicht mehr sonderlich auffällt. Die Darsteller wissen durchaus zu gefallen, wobei vor allem Matt Dillon als Cop vollends überzeugen kann. Zu schade, dass die Charaktere insgesamt relativ blass bleiben und der Film in den Actionszenen so schnell geschnitten ist, dass jegliche Übersicht verloren geht. Außerdem bedauerlich, auch wenn dies nur für die deutsche Fassung gilt, ist, dass dem Studio offensichtlich die Stammsynchronsprecher der Darsteller nicht zur Verfügung standen. Besonders negativ fällt dies bei Paul Walker auf, dessen deutsche Stimme auch nach 100 Minuten einfach nicht zu dem Schauspieler passen will …

Meine Wertung: 6/10

Zuletzt gesehen: Salt

Hauptplakat(494x700) Phillip Noyce (“Die Stunde der Patrioten”, “Das Kartell”) als Regisseur eines Actionthrillers mit Angelina Jolie als CIA-Agentin Evelyn Salt, die unter Verdacht gerät, eine russische Doppelagentin zu sein. Das liest sich vielversprechend und ist im Großen und Ganzen auch recht unterhaltsam, fällt insgesamt aber zu uninspiriert und aufgesetzt aus. Zwar bietet der Film spannende Momente und gut inszenierte Action, leidet dabei aber unter einer Geschichte, die mit zunehmender Laufzeit immer unglaubwürdiger wird und zuweilen arg kitschig ausfällt. Langweilig ist das Geschehen zwar nie, wirklich mitreißend jedoch auch nicht. Hinzu kommt, dass “Salt” dank eines relativ offenen Endes eher wie die Einführung in eine Serie denn wie ein eigenständiger Film wirkt. Bleibt zu hoffen, dass es zu der geplanten Fortsetzung kommt …

Mein Fazit

Solider Actionthriller mit einer wie eigentlich immer überzeugenden Angelina Jolie, der zwar nicht zu begeistern weiß, aber dennoch Lust auf eine Fortsetzung macht.

Meine Wertung: 6/10

Im Kino: Das A-Team

Daa Dada Daa Dadaa Daa. Na? Erkannt? Richtig! Das ist die Titelmelodie vom legendären A-Team! Von jenem Spezialteam, welches in den Achtzigern unschuldig vom Militär gejagt wurde und dennoch die Zeit fand, sich um Schutzbedürftige zu kümmern. Da die bekannte Serie auch heute noch, und das vollkommen zu recht, Kultstatus genießt, war eine Neuauflage für die große Leinwand nur eine Frage der Zeit. Und wer sein Gehirn an der Kinokasse abgibt und auf Logik und Realismus verzichtet, wird an dieser Neuauflage durchaus eine Menge Spaß haben …

Worum geht’s

Colonel Hannibal Smith (Liam Neeson), Lt. “Faceman” Peck (Bradley Cooper), Captain Murdock (Sharlto Copley) und B.A. Baracus (Quinton Jackson) sind die Besten des amerikanischen Militärs. Deswegen erhalten sie von General Morrison den geheimen Auftrag, im Irak gestohlene Druckplatten zurückzuholen. Die Mission verläuft erfolgreich, doch als das A-Team die Druckplatten abgeben möchte, kommt es zu einem Anschlag. Der General wird getötet, die Druckplatten verschwinden. Die Spezialeinheit wird von einem Militärgericht zu 10 Jahren Haft verurteilt. Nach sechs Monaten gelingt dem A-Team die Flucht. Gemeinsam versuchen die Flüchtigen, den Drahtzieher des Anschlags und Beweise für ihre Unschuld zu finden …

Meine Meinung

Es lässt sich nicht leugnen: “Das A-Team” ist laut, hemmungslos übertrieben und irgendwie … dumm. Aber die Macher sind sich dessen bewusst und möchten offensichtlich auch gar nichts anderes bieten. Und genau das macht den Film zutiefst sympathisch. Bestes Beispiel: Die Actionszenen. Normalerweise bin ich kein Freund unmöglicher Actionszenen. Unrealistisch (im Sinne von sehr sehr unwahrscheinlich) gerne, aber nicht unmöglich. Die im Film gebotene Action hingegen ist so dermaßen übertrieben und absurd, dass sie schon wieder unterhaltsam ist. Es macht einfach Spaß, zu sehen, auf was für Ideen erwachsene Kinder (also Männer) kommen, wenn man ihnen eine Kamera in die Hand drückt und ihnen ein Special-Effects-Team zur Seite stellt.

Hinzu kommt die anscheinend hervorragend funktionierende Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Das Zusammenspiel funktioniert nahezu perfekt und die Dialoge sind größtenteils gelungen pointiert. Lediglich wenn es ernst wird und platter Pathos ins Spiel kommt, wird es unfreiwillig komisch. Doch sind diese Dialoge zum Glück an einer Hand abzuzählen.

So spaßig und unterhaltsam das Geschehen auch sein mag, es täuscht leider nicht darüber hinweg, dass eine echte Geschichte nicht vorhanden ist. Oder eine gelungene Charakterisierung der zweifellos interessanten Figuren. Und dass den Effekten nur allzu häufig anzusehen ist, dass sie aus dem Computer stammen. Somit bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten. Oder positiv ausgedrückt: Er bietet viel Platz für Verbesserungen in der hoffentlich kommenden Fortsetzung.

Mein Fazit

Übertriebene Actionkomödie, die dank zahlreicher absurder Actionszenen und gut gelaunter Darsteller zu unterhalten weiß. Spaß ohne Anspruch pur – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Meine Wertung: 7/10

Übrigens: Wer den Abspann abwartet, wird mit einer Bonusszene inklusive zweier Gastauftritte belohnt. Also nicht gleich aus dem Kino stürmen!

Fediverse

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