Es gibt doch nichts Schlimmeres, als wochenlang auf die Veröffentlichung eines Films zu warten, und dann arbeiten zu müssen, wenn der Tag endlich gekommen ist. Zum Glück konnte ich heute pünktlich um 16 Uhr Feierabend machen. Und da ich im Homeoffice war, direkt um 16:02 Uhr mit dem Film starten.
Worum geht’s
Um seinem Clan zu beweisen, dass er kein Schwächling ist, fliegt der junge Yautja Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) zu dem Planeten Genna. Dort möchte Dek einen Kalisk erlegen, eine legendäre Kreatur, vor der sich selbst Deks Vater fürchtet. Doch nicht nur der Kalisk, auch alle anderen Lebensformen auf Genna erweisen sich als ausgesprochen tödlich. Zu seinem Glück findet Dek auf seinem Weg Unterstützung in Form der defekten Androidin Thia (Elle Fanning) …
Meine Meinung
Regisseur Dan Trachtenberg hat es tatsächlich geschafft und den dritten guten Predator-Film in Folge abgeliefert! Wobei … ob „Predator: Badlands“ einem gefällt, hängt vermutlich ganz stark davon ab, ob man sich mit der neuen Ausrichtung anfreunden kann. Immerhin ist der Predator dieses Mal nicht der unheimliche Jäger, sondern der Sympathieträger des Films. Gut, Sympathieträger ist vielleicht etwas übertrieben. Diese Rolle gebührt der von Elle Fanning wunderbar quirlig dargestellten Androidin Thia. Der Predator Dek ist immer noch ein (meist) gnadenloser Jäger. Aber ein Jäger mit einer Hintergrundgeschichte. Mit einem Charakter. Und mit einer echten Entwicklung. Entmystifiziert das den Predator? Vielleicht ein bisschen. Es gibt ihm aber auch eine Tiefe, die der Figur (und dem ganzen Franchise) meiner Meinung nach nicht nur guttut, sondern die auch längst überfällig war.
Ein wenig unpassend wirkte auf mich eher der zeitweise fast schon zu fröhliche Humor. Und das unnötige CGI-Gehopse, welches der ansonsten tadellosen Action ein wenig die Wucht nimmt. Aber bitte nicht falsch verstehen: „Predator: Badlands“ ist meilenweit von dem humoristischen Totalausfall „Predator: Upgrade“ und dem typischen Marvel-CGI-Gekloppe entfernt. Ich rede hier maximal über leichte Abzüge in der B-Note.
Jetzt hoffe ich nur, dass die in „Predator: Badlands“ bereits angeteaserte Fortsetzung auch tatsächlich kommt. Ich würde mich wirklich freuen, mehr von dieser schrägen Patchwork-Familie zu sehen.
Meine Wertung: 8/10
Ursprünglich sollte dieser Beitrag unmittelbar nach dem Kinostart erscheinen, doch dann dachte ich mir, dass der Film definitiv auch noch 2020 im Kino laufen wird. Und womit könnte ich besser ins neue Blog-Jahr einsteigen, als mit meiner Review zum Finale der Skywalker-Saga?
Eine Kollegin im Urlaub, zwei Kolleginnen krank – und schon hieß es für 1 1/2 Wochen „Sven allein im Büro“. Der daraus resultierende Stress auf der Arbeit sorgte dafür, dass mir abends schlicht die Energie für Filme fehlte. Inzwischen sind die Kolleginnen von den Toten auferstanden, so dass nun bei mir so langsam wieder Ruhe einkehrt. Diese habe ich am Wochenende direkt genutzt, mir einen „freien“ Sonntag gegönnt und diesen mit den drei „Cloverfield“-Filmen verbracht. Wie mir der zweite Teil der (bislang nur lose zusammenhängenden) Reihe gefallen hat, erfahrt ihr … jetzt!