Hochzeit von Martina und Hendrik

Der 4. Mai ist üblicherweise der Tag, an dem ich mindestens drei, wenn nicht sogar alle „Star Wars“-Filme am Stück schaue. Doch dieses Jahr sollte es anders kommen. Dieses Jahr sollte ich den 4. Mai in meiner Heimatstadt Eckernförde verbringen, wo ich die Hochzeit von Martina und Hendrik ein Stück weit begleiten durfte. Meine erste Hochzeit des Jahres.

Die kirchliche Trauung fand in der St.-Nicolai-Kirche statt, danach ging es mit dem Brautpaar weiter ans wunderschöne Borbyer Ufer. Schon witzig, wieder mal dort gewesen zu sein. Nicht zuletzt, da meine erste eigene Wohnung dort liegt, was durchaus die eine oder andere Erinnerung geweckt hat.

Leider wollte das Wetter nicht hundertprozentig mitspielen. Wobei … man könnte auch sagen, dass das Wetter glücklicherweise nicht hundertprozentig mitspielen wollte. Denn nicht obwohl, sondern gerade weil das Wetter nicht perfekt war, sind ein paar (wie ich persönlich finde) sehr atmosphärische Aufnahmen entstanden.

Freundlicherweise haben Martina und Hendrik mir erlaubt, euch ein paar der an diesem Tag entstandenen Aufnahmen hier zu zeigen. Danke dafür! Und weiterhin alles Gute für eure gemeinsame Zukunft!

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Pia – März 2019

Vor kurzem wurde ich gefragt, was junge Frauen dazu bewegt, sich für ein Shooting auszuziehen. Nun, diese Frage kann ich euch nicht beantworten. Ich kann euch aber verraten, was mich an Sensual-Nude-Shootings reizt.

Der erste Grund ist die Reduzierung auf das Wesentliche – also letztlich derselbe Grund, wieso ich Schwarz-Weiß-Fotos bevorzuge. „Wenn du Menschen in Farbe fotografierst, fotografierst du ihre Kleidung. Aber wenn du Menschen in Schwarz-Weiß fotografierst, fotografierst du ihre Seelen.“ hat Ted Grant einst gesagt. Und ich glaube, dass da etwas Wahres dran ist. Zumindest glaube ich, um es weniger esoterisch zu formulieren, dass Farbe vom eigentlichen Motiv, dem Menschen, ablenkt. Meistens. Nicht immer. Deswegen zeige ich meine Fotos grundsätzlich lieber in Schwarz-Weiß.

Der nächste logische Schritt ist damit zwangsläufig, nicht nur auf Farbe, sondern auch auf Kleidung zu verzichten. Und dadurch noch mehr vom Menschen offenzulegen. Nicht nur äußerlich, sondern idealerweise auch vom Wesen des Menschen.

Dies kann jedoch nur unter einer ganz bestimmten Voraussetzung gelingen – und damit bin ich beim zweiten Punkt angekommen, der mich an Sensual Nude reizt: Ich liebe die Herausforderung, trotz dieser nicht alltäglichen Situation vor und während des Shootings eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, so dass die fehlende Kleidung irgendwann keine Rolle mehr spielt.

Für (semi)pro­fes­si­o­nelle Models ist das alles natürlich kein großes Ding. Da ich aber üblicherweise eher selten bis nie Profis bei mir habe, ist solch ein Shooting für die Person vor der Kamera gleich zweifach ungewohnt. Fühlt das Model sich trotz dieser ungewohnten Situation so wohl, dass es dennoch aus sich herauskommt und am Ende meine typischen „Schnappschüsse“ entstehen, habe ich mein Ziel erreicht.

Bei Pia, die ich im März fotografieren durfte, ist mir dies glaube ich ganz gut gelungen. Zu Beginn wirkte sie auf mich durchaus ein wenig unsicher – zumindest ließ der noch vor meiner Wohnungstür gefallene Satz „Es ist schon ein komisches Gefühl, zu einem fremden Mann in die Wohnung zu gehen und zu wissen, dass man sich gleich ausziehen wird.“ darauf schließen. Manchmal frage ich mich ja schon, was meine Nachbarn über mich denken. Aber das ist ein anderes Thema. Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Von der anfänglichen Unsicherheit war während des Shootings nicht mehr viel zu spüren. Was ihr den Fotos hoffentlich auch anseht. Wir haben geblödelt. Wir haben gelacht. Wir haben aber auch über ernste Themen gesprochen. Und so sind schlussendlich die folgenden Fotos entstanden.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch danke zu sagen, Und zwar dir, liebe Pia. Für dein Vertrauen, den super spaßigen Tag und nicht zuletzt dafür, dass ich unsere Fotos hier zeigen darf! Wir sehen uns definitiv wieder – und ja, das ist eine Drohung …

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Tjorven – März 2019

Man soll sich ja nicht selbst loben, aber meine Güte, bin ich derzeit fleißig! Nicht nur, dass ich jedes Wochenende shoote, ich setze mich derzeit auch jeden Abend an den Rechner, um zumindest ein paar Fotos fertigzustellen – nicht zuletzt, weil im Mai meine Hochzeitssaison beginnt und ich dann möglichst k(l)eine Rückstände aus den Porträtshootings haben möchte.

Und weil ich derzeit so fleißig bin, kann ich euch schon heute die Fotos zeigen, die mit Tjorven vor 1 1/2 Wochen entstanden sind. Klasse, oder?

Wenn ich an das Shooting denke, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, worüber ich mich am meisten freuen soll. Über die Fotos, die entstanden sind? Darüber, dass Tjorven extra aus Flensburg zu mir gekommen ist, um sich von mir fotografieren zu lassen? Darüber, dass sie nach dem Shooting nicht direkt geflohen ist, sondern stattdessen zum Ausklang des Tages noch gemütlich eine Pizza mit mir gegessen hat? Oder darüber, dass sie versprochen hat, mir einen Hocker zu schreinern (ich hätte nämlich gerne einen für meine Shootings – und Tjorven ist praktischerweise Tischlerin). Schwierig, schwierig …

Euch auf jeden Fall viel Spaß mit den Fotos! Und dir, liebe Tjorven, noch mal vielen Dank für den entspannten Tag!

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Sophia – März 2019

„Eine ganz andere Seite von mir. Kenne ich so selbst gar nicht. So pur und irgendwie verletzlich.“

Ich mache mir oft Gedanken darüber, wieso ich fotografiere und was ich mit meinen Fotos ausdrücken oder erreichen möchte. Dieses Feedback trifft’s vermutlich besser, als ich es je selbst formulieren könnte.

Aber der Reihe nach …

Anfang Januar bekam ich eine Mail von Sophia – eine in allen Punkten vorbildliche Bewerbung für ein TfP-Shooting … die leider in meinem Spam-Ordner unterging und von mir erst eine Woche später entdeckt wurde (was mir immer noch peinlich ist). Glücklicherweise neigt Sophia nur zu Ironie und Sarkasmus, ist ansonsten aber nicht nachtragend. So konnte sie sich die eine oder andere spitze Bemerkung zwar nicht verkneifen, einem Indoor-Shooting im März stand aber nichts mehr im Wege.

Während wir die Details klärten, fragte ich Sophia, ob sie sich auch ungeschminkt vor meine Kamera trauen würde. Die meisten Frauen bekommen bei dieser Frage einen leichten Anflug von Panik. Sophia nicht. Sophia freute sich einfach nur, an diesem Tag länger schlafen zu können. Das ist die richtige Einstellung!

Und so entstanden vor rund zweieinhalb Wochen die folgenden Fotos. Fotos, von denen ich sehr hoffe, dass sie euch so gut gefallen wie Sophia und mir. Weil diese Fotos in der Tat genau das zeigen, was ich auch zeigen möchte. Einen Menschen. Natürlich. Pur. Ohne eine gespielte Rolle oder eine aufgesetzte Maske. Und weil diese Fotos bei der porträtierten Person genau das erreicht haben, was sie erreichen sollen.

„Eine ganz andere Seite von mir. Kenne ich so selbst gar nicht. So pur und irgendwie verletzlich.“

In diesem Sinne: Viel Spaß mit den Fotos! Und dir, liebe Sophia, noch mal vielen Dank dafür, dass du dich so toll auf diese Art der Fotografie eingelassen hast!

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Anne – Februar 2019

Na, das ist ja mal wieder typisch: Gestern hatte ich ein Shooting, da hat’s die ganze Zeit geregnet. Heute wollte ich Fotos bearbeiten, da schien die ganze Zeit die Sonne – und hat mich einfach ins Gesicht geblendet! Das ist doch bestimmt eine Straftat!

Aber hey, von dem guten Wetter lasse ich mir die Laune nicht verderben – wofür gibt’s schließlich Jalousien? Also wurde einfach alles zugezogen und sich an den Plan gehalten. Und nicht nur das, fleißig wie ich bin, habe ich heute direkt zwei Shootings fertiggestellt. Pah! Nimm das, Sonne!

Das Beste kommt aber noch: Weil die liebe Anne mir, obwohl sie derzeit in Florida Urlaub macht und die Sonne genießt, innerhalb weniger Stunden eine Rückmeldung gegeben hat, kann ich euch ihre Fotos auch direkt heute zeigen. Finde ich sehr gut, dass auch Anne die richtigen Prioritäten setzt – beide Daumen hoch!

Hier nun also, ohne langes Vorgeplänkel oder ausschweifende Worte, die Fotos. Euch viel Spaß damit! Und dir, liebe Anne, weiterhin einen schönen Urlaub!

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Hannah – Februar 2019

Immer wieder lese ich von Fotografen, die verzweifelt auf der Suche nach Inspiration und Kreativität sind, weil sie das Gefühl haben, stets dasselbe zu tun. Ich kann diese Gedanken durchaus nachvollziehen, denn es ist wohl kein großes Geheimnis, dass auch ich im Endeffekt stets dasselbe mache: Ich treffe mich mit Menschen, rede mit diesen, lerne sie ein wenig kennen und fange dann irgendwann an Fotos zu machen. Relativ planlos. Relativ ziellos.

Nun behaupte ich von mir auch nicht, besonders kreativ zu sein. Das ist aber auch gar nicht mein Anspruch an mich selbst. Ich möchte die Menschen vor meiner Kamera gar nicht auf ein bestimmtes Bild oder eine bestimmte Stimmung hin lenken, sondern ihnen Raum geben, so dass sie einfach sie selbst sein können. Klar gibt es einen grob abgesteckten Rahmen und wiederkehrende Motive, die mir nun mal einfach gut gefallen (man könnte das glatt als meinen Stil bezeichnen), aber im Großen und Ganzen versuche ich stets, nicht zu viel Kontrolle zu übernehmen. Und genau das finde ich extrem spannend. Denn selbst wenn ich im Endeffekt stets dasselbe mache, so finde ich doch, dass die Fotos alleine aufgrund der unterschiedlichen Persönlichkeiten stets etwas Einzigartiges und Charakteristisches haben – was eindeutig als Kompliment an meine Models zu verstehen ist!

Womit ich nun endlich bei Hannah angekommen wäre, die ich im Februar bei mir in der Wohnung fotografieren durfte. Und mit der ich, wie schon bei unserem ersten Shooting im September, erneut viel Spaß hatte. Ich hoffe, die Fotos gefallen euch so gut wie uns!

Wer schon mal bei mir war, weiß, dass im Hintergrund grundsätzlich Musik läuft. Insbesondere während der Shootings. Und manchmal, wenn ich mich dezent im Hintergrund halte und das Model sich wohl fühlt … ach, seht einfach selbst, was dann passiert!

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Anna Luca – Januar 2019

Mein Plan lautete, die Kamera im Januar grundsätzlich im Regal stehen zu lassen und erst mal in Ruhe all die Bilder zu bearbeiten, die sich im November und Dezember so angesammelt hatten. Grundsätzlich bedeutet, es gibt Ausnahmen. Und eine dieser insgesamt zwei Ausnahmen war Anna Luca, die lediglich in der ersten Januarwoche hier in Kiel war – und die ich auf keinen Fall wieder abreisen lassen wollte, ohne vorher mit ihr Fotos gemacht zu haben.

Also trafen wir uns am 02. Januar an der Kiellinie. Dass genau an diesem Tag ein Sturmtief wüten und die Kiellinie stellenweise unter Wasser stehen würde, konnte vorher ja niemand ahnen. Aber hey, mit ein wenig Improvisation geht alles. An dieser Stelle sei leise erwähnt, dass mein Alternativvorschlag meine Wohnung vorsah, Anna Luca aber lieber draußen bleiben wollte. Und sich schlussendlich durchgesetzt hat. Zum Glück, denn draußen zu bleiben, war rückblickend betrachtet genau die richtige Entscheidung – was ich allerdings niemals öffentlich zugeben werde (dieser Blogbeitrag zählt nicht, den liest eh so gut wie niemand).

Ich hoffe, ihr seht das ähnlich. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Betrachten der Fotos!

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Emma-Lotta – Dezember 2018

Tief durchatmen … tief durchatmen … tief durchatmen …

Geplant war, das Shooting mit Emma zum Anlass zu nehmen, um ein wenig darüber zu philosophieren, wieso ich manche Menschen interessant finde und fotografieren möchte. Und wieso manche Menschen mich emotional völlig kalt lassen. Der Text war sogar schon so gut wie fertig geschrieben. Leider musste ich eben feststellen, dass Emma ihr Instagram-Profil aufgeräumt hat – und da eben dieses Instagram-Profil als Beispiel diente und jetzt komplett anders aussieht, ergibt mein Text nun absolut keinen Sinn mehr.

Da ich gerade zu niedergeschmettert bin, um mir etwas Neues einfallen zu lassen, gibt’s daher heute nur die Fotos. Vielleicht findet sich für den Text ja noch mal eine Gelegenheit. Ach Mensch, es hätte so gut gepasst …

PS: Emma, falls du das hier liest: Ich hasse dich! Aus tiefstem Herzen!
PPS: Stimmt gar nicht.

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Isabell und Anne – Oktober 2018

Ein Mann mittleren Alters verschwindet mit zwei jungen, attraktiven Frauen in einem einsamen Wald. Wäre dies ein Horrorfilm, würde sich dieser Mann nun als gefährlicher Psychopath entpuppen und ein brutaler Kampf ums Überleben beginnen. Glücklicherweise leben wir in der Realität und bei dem Mann mittleren Alters handelte es sich um mich. Und auch wenn ich anscheinend ein wenig gaga auf andere Menschen wirke – Isabell wird mir bei unserem zweiten Shooting vermutlich nicht ohne Grund das Buch „Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann“ empfohlen haben – so ging es mir doch tatsächlich nur darum, einen netten Nachmittag mit sympathischen Menschen zu verbringen und ein paar Fotos zu machen.

Und so sind dann die folgenden Fotos von Isabell und Anne entstanden. Nette Geschichte am Rande: Die beiden haben mir erzählt, dass sie sich zwar schon länger kennen, sich dann aber aus den Augen verloren hatten – und durch meine Fotos wieder in Kontakt gekommen sind. Mal unter uns: Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn das, was man tut, sich positiv auf das Leben anderer Menschen auswirkt.

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Tabea – Oktober 2018

Wie ich bereits im letzten Beitrag schrieb (und was mir irgendwie nur die Wenigsten glauben – da kann man mal sehen, wie gut ich das überspielen kann), bin ich jemand, der eher zurückhaltend ist. Und auch wenn ich mich wiederhole: Insbesondere bezogen auf die Fotografie ist diese Eigenschaft vieles, aber garantiert nicht hilfreich. So interessiere ich mich zum Beispiel von Beginn an für Sensual Portraits (ich nutze diesen Begriff einfach mal für Porträts, bei denen das Model weniger Kleidung trägt als üblich) und Aktfotografie, traue mich aber nur in den seltensten Fällen, auch mal aktiv ein Model zu fragen, ob auch sie darauf Lust hat. Nicht nur, weil mir in diesen beiden Bereichen bislang definitiv noch Erfahrung fehlt und mir klar ist, dass es unheimlich schwierig ist, ansprechende (also nicht billig wirkende) Fotos anzufertigen, sondern auch, weil ich Bedenken habe, dass dieser Vorschlag falsch aufgefasst werden könnte. Dämlich, ich weiß. Aber hey, so bin ich nun mal.

Bei Tabea habe ich mich endlich mal wieder getraut – und zu meiner großen Freude hatte sie tatsächlich Lust, mir als Versuchskaninchen für Sensual Portraits zur Verfügung zu stehen. Und so sind die folgenden Fotos entstanden, von denen ich hoffe, dass sie euch so gut gefallen wie Tabea und mir.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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