Next

Nicolas Cage hat es nicht leicht: Mitte bis Ende der Neunziger dank Filmen wie „The Rock“, „Im Körper des Feindes“ oder „Con Air“ als zukünftiger Top-Star Hollywoods gefeiert, kann er seit nunmehr sieben Jahren keine echten Erfolge mehr verbuchen. Guten Filmen wie „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und „Lord Of War“ stehen Werke wie „The Weather Man“, „The Wicker Man“ oder „Ghost Rider“ gegenüber, die bei Kritikern wie Publikum gleichermaßen durchfielen. Ob er mit „Next“ an alte Erfolge anschließen kann, ist mehr als fraglich.

Worum geht’s

Cris Johnson (Nicolas Cage) besitzt die Gabe, zwei Minuten in seine eigene Zukunft blicken zu können. Diese nutzt er, um sich in Las Vegas seinen Lebensunterhalt als Magier zu verdienen und nebenbei so unauffällig wie möglich die Casinos um ein paar Dollar zu erleichtern. Mit dem ruhigen Leben soll es vorbei sein, als FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) auf ihn aufmerksam wird und Cris verhindern soll, dass auf amerikanischem Boden eine Atombombe gezündet wird…

Meine Meinung

Da ich mich ausschließlich über intelligente Leser erfreuen darf 😉 , wird sich an dieser Stelle jeder die gleiche, wenn nicht sogar dieselbe Frage stellen: Wie soll Cris die Zündung verhindern, wenn er gerade mal zwei Minuten in die Zukunft, und dann auch nur in seine eigene, blicken kann? Nun, dazu komme ich gleich…

Der Film beginnt äußerst unterhaltsam: Cris verhindert einen Casino-Überfall und entkommt dank seiner Gabe den ihn für den Täter haltenden Sicherheitsleuten. Wie er an den Angestellten vorbeihuscht, während der Sicherheitschef die Flucht über Kameras beobachtet und dabei verzweifelt, ist toll inszeniert und macht Lust auf mehr.

Unterhaltsam geht es weiter. Nach erfolgter Flucht erfahren wir, dass Cris sich in seiner Zukunft eine Frau, gespielt von der leckeren Jessica Biel, kennenlernen sieht, aber den genauen Zeitpunkt nicht bestimmen kann. Um herauszufinden, wieso dies so ist, findet er sich täglich in dem Lokal ein, in dem es irgendwann zu dem Treffen kommen wird. Sobald die junge Frau tatsächlich durch die Tür tritt, darf sich der Zuschauer auf zahlreiche Flirt-Misserfolge freuen. Wie gesagt: Noch immer höchst unterhaltsam.

Jetzt fängt es bereits an, ein wenig…blöd zu werden: Irgendwann schafft Cris es natürlich, die toughe Unbekannte erfolgreich kennenzulernen. Vollkommen aufgesetzt wirkend verlieben sich die beiden nach nur wenigen Stunden unsterblich ineinander und siehe da: In ihrer Gegenwart kann Cris nicht nur in seine, sondern auch in ihre Zukunft schauen – und das erheblich länger als lediglich zwei Minuten.

Taataaa, da haben wir unsere Chance!

Von nun an geht es steil bergab: Seine Geliebte wird von den Terroristen entführt (irgendwie muss man die Kurve zur Bombe ja kriegen) und es beginnt eine vor schlechten Actionszenen triefende Jagd nach den Entführern, die zwangsläufig auch zur Bombe führt.

Auf Logik wird hierbei weitestgehend komplett verzichtet: Es ist ja schön und gut, dass Cris in seine Zukunft blicken kann, aber die Frage, wieso ihn das befähigt, Autos, Baumstämmen und sogar Kugeln millimetergenau auszuweichen, sollte man sich lieber nicht stellen. Ebenso wenig sollte man sich fragen, wieso das FBI im Terrorfall eine ganze Einheit auf einen drittklassigen Magier ansetzt – falls so Amerikas Plan zum Schutz der Bürger aussieht, ist es kein Wunder, dass unser derzeitiger Innenminister lieber auf handfestere Mittel setzen würde…

Bei den Actionszenen wurde mit jeder Menge CGI gearbeitet, was man leider auch allzu deutlich sieht. Egal ob herumfliegende Baumstämme, Züge oder Autos, alles ist am Rechner entstanden – oder sieht zumindest danach aus. Lediglich die finale Schießerei ist gut inszeniert und weiß aufgrund ihrer Bodenständigkeit wieder zu gefallen.

Der Schlusstwist kommt dann zwar sogar einigermaßen überraschend daher, lässt jedoch die Logik erneut vollkommen außer Acht. Immerhin kann man den Machern eine gewisse Konsequenz nicht absprechen…

Sämtliche Charaktere bleiben bei „Next“ erschreckend blass. Dass Cris unter seiner Gabe leidet, wird kurz angedeutet, die Möglichkeit, ihm dadurch Tiefe zu verleihen, allerdings verschenkt. Dass die Figuren niemanden fesseln würden, dachten sich wohl auch die Darsteller. So spielen an sich gute Schauspieler wie Cage und Moore ihre Rollen gerade mal so engagiert wie nötig. Während Jessica Biel nur als Beiwerk dient, aber immerhin gut aussieht und einmal mehr beweisen darf, dass Bettdecken absolut rutschfest auf Frauenbrüsten kleben, mu…darf Thomas Kretschmann zur Abwechslung den bösen Deutschen mimen. Äußerst originell.

Mein Fazit

Nach einem wirklich interessanten und gut inszenierten Anfang nimmt die Qualität des Films in dessen Verlauf stetig ab. Das finale Feuergefecht lässt zwar noch ein wenig Stimmung aufkommen, kann aber nicht verhindern, dass „Next“ in der Mittelmäßigkeit untergeht.

Meine Wertung: 5/10

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Motel

Klassische Thrillerelemente sind out, harte Brutalität ist in. Oder? Schaut man sich die Einspielergebnisse von „Saw 3“ und „Hostel: Teil 2“ an, keimt die Vermutung auf, dass das Publikum sich langsam aber sicher an der nackten Gewalt sattgesehen hat. Doch ist es auch schon bereit für die Rückkehr des altmodischen Thrillers?

Worum geht’s

Das in Scheidung lebende Ehepaar Amy und David Fox (Kate Beckinsale, Luke Wilson) befindet sich auf der Heimreise von einer Familienfeier. Als sie mit einer Panne liegenbleiben, beschließen die beiden, die Nacht in einem Motel zu verbringen. Kaum eingecheckt, entdecken Amy und David ein paar Videokassetten mit brutalen Folter- und Mordszenen. Als sie begreifen, dass diese Szenen in dem von ihnen bewohnten Zimmer aufgenommen wurden und sie selbst die Stars im nächsten Film werden sollen, ist es bereits zu spät…

Meine Meinung

Wer hofft, in „Motel“ auf brutale Gewalt zu stoßen, wird das Kino definitiv enttäuscht verlassen. Entgegen des noch immer anhaltenden Trends inszenierte Regisseur Nimród Antal „Motel“ trotz seiner Snuff-Thematik altmodisch und schon beinahe zurückhaltend. Enge Gänge, düstere Umgebungen, eine stets spürbare Bedrohung sowie klassische Schockmomente sorgen für eine Spannung, die kein Blut benötigt, um den Zuschauer zu fesseln. Hierbei werden zwar auch viele Klischees bedient, doch nutzt Antal diese im späteren Verlauf geschickt aus, um sie gegen das Publikum zu richten und es an der Nase herumzuführen. Clever gemacht.

Leider schmeckt das Ende des Films zu sehr nach Hollywood, was dem Film unnötigerweise seine Glaubwürdigkeit und ihm dadurch viel Sympathie kostet. Mit einem konsequenteren Ende wäre meine Wertung noch einen Tick höher ausgefallen. Wie heißt es doch gleich so schön: Man kann nicht alles haben. Warum eigentlich nicht?

Um die Spannung in einem Thriller halten zu können, sind sympathische Charaktere unabdingbar. Nichts ist schlimmer, als einen Film zu sehen, dessen Protagonisten einem am Allerwertesten vorbeigehen. Kate Beckinsale und Luke Wilson leisten hierbei tolle Arbeit und verleihen den Figuren eine Menschlichkeit, die einen als Zuschauer mitfiebern und die Daumen drücken lässt. Selten wirkten zerstrittene Film-Ehepartner auf mich so real, natürlich und sympathisch wie in diesem Film.

Außerdem erwähnenswert sind, so blöde es klingt, der Vor- sowie der Abspann, deren einfache Musik und Machart schon beinahe nostalgische Gefühle wecken. Toll gemacht!

Mein Fazit

Wem Filme wie „Joyride – Spritztour“, „Unbekannter Anrufer“ und „Red Eye“ gefallen, der wird auch mit „Motel“ zufrieden sein. Auch wenn das Ende enttäuscht, bietet der Film dennoch 80 Minuten klassisch-spannende Unterhaltung, wie sie heute leider viel zu selten vorkommt.

Meine Wertung: 7/10

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The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

Auch wenn ich dadurch in bestimmten Kreisen anecken werde: Ich empfinde Tobe Hoopers „The Texas Chain Saw Massacre“ als langatmig, uninteressant und maßlos überbewertet. Die beiden auf den Klassiker folgenden Fortsetzungen (ab jetzt im Titel ohne dem Leerzeichen zwischen „Chain“ und „Saw“) sind so belanglos, dass ich sie schneller vergessen als den Videorekorder ausgeschaltet hatte. Und „The Return Of The Texas Chainsaw Massacre“ ist trotz Matthew McConaughey und Renée Zellweger nicht einmal mehr belanglos, sondern so dermaßen schlecht, dass ich ihm beizeiten noch eine eigene Review widmen werde. Als erster Film der Reihe begeisterte mich das von Marcus Nispel inszenierte Remake aus dem Jahr 2003 – und ich möchte betonen, dass dies nicht (ausschließlich) an dem knackigen Körper von Jessica Biel liegt!

Nach dem Erfolg des Remakes war es nur eine Frage der Zeit, bis der Film eine Fortsetzung spendiert bekommen sollte. Dies geschah 2006 in Form eines Prequels, welches es leider nur in einer bis zur Unkenntlichkeit gekürzten Version in die deutschen Kinos schaffte. Nachdem bekannt wurde, dass auch die deutsche DVD-Veröffentlichung trotz des Unrated-Schriftzugs geschnitten sein würde, griff ich zum ungeschnittenen 2er-DVD-Set aus England. Über 7 Wochen sollte es dauern, bis ich die DVD heute endlich in den Händen halten konnte…

Als bekennender Fan der 2003er-Version kann ich sagen, dass sich das Warten trotz ausbleibender Jubelhymnen gelohnt hat. Regisseur Jonathan Liebesman kann der Geschichte zwar keine neuen Seiten abgewinnen, erneut gerät eine Gruppe junger (und dank Jordana Brewster überaus attraktiver) Menschen an die schrecklich nette Familie, bietet aber immer noch überdurchschnittlichen Terror-Horror. Inszenatorisch bleibt er dabei Nispels Stil treu, dreht „dezent“ an der Gewaltschraube und klärt viele Details aus dem Remake auf. So erfahren wir z.B., wie Sheriff Hoyt zu seinem Beruf kommt, wieso Leatherface die Kettensäge so gut beherrscht und wobei der alte Monty seine Beine verliert.

Die im Film dargestellte Gewalt ist definitiv nichts für schwache Nerven und dürfte die Geschmacksgrenze des Massenpublikums deutlich überschreiten. Egal ob mit Vorschlaghammer, Messer oder Kettensäge, die Kamera fängt alle Gräueltaten ein und überlässt es dem Zuschauer, sich wegzudrehen. Freilich hat der Genre-Fan dies alles bereits gesehen, doch handelt es sich hierbei wie gesagt um einen Film für die Masse, welche aufgrund der realistisch-harten Inszenierung in zwei Lager gespalten werden dürfte.

Bedingt durch die Tatsache, dass man weiß, wie es ausgeht, bleibt die Spannung natürlich auf der Strecke. Wer einen Film zum Mitfiebern sucht, ist hier, wie bei grundsätzlich jedem Prequel, an der falschen Adresse. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass es sich bei „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ um einen Langweiler handelt: Der Film unterhält dank seiner dreckigen Atmosphäre und den zahlreichen Anspielungen auf den weiteren Lebenslauf der psychopathischen Familie. Vergleiche mit der desaströsen Schlaftablette „Hannibal Rising“ können also ruhig in der Schublade verweilen, zumal zum Glück niemals der Versuch unternommen wird, das Böse zu erklären.

Die Schauspieler haben dabei nicht viel mehr zu tun als entweder zu foltern und zu töten oder gefoltert und getötet zu werden. Während die bedauernswerte Heldin diesmal von der leider viel zu selten zu sehenden Jordana Brewster („The Faculty“, The Fast And The Furious“) souverän gespielt wird, dürfen R. Lee Ermey („Full Metal Jacket“) und Konsorten erneut ihre sadistische Ader ausspielen. Keine spektakuläre, aber solide Schauspielkunst.

Mein Fazit

Wem das Remake aus dem Jahr 2003 gefällt, der wird aufgrund der beinahe identischen Inszenierung auch an dem Prequel seine Freude haben und sich zudem an vielen kleinen Details erfreuen können. Menschen mit schwachem Magen hingegen sollten lieber Abstand halten – oder jemanden an ihrer Seite haben, der ihnen ggf. die Hände vor die Augen hält…

Wertung: 7/10

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Harte Trailer-Kost für Erwachsene: Death Sentence – Todesurteil

Beinahe täglich erscheinen irgendwo im Internet neue Trailer zu den Kino-Highlights von morgen, doch nur in den seltensten Fällen habe ich das Verlangen, deswegen einen Beitrag zu verfassen – „Death Sentence“ ist einer dieser seltenen Fälle. In dem von Regisseur James Wan („Saw“) inszenierten Film mutiert Kevin Bacon nach der brutalen Ermordung seines Sohnes zum gnadenlosen Racheengel. Klingt nach „Ein Mann sieht rot“? Kein Wunder, basiert der Film doch auf dem selben Roman wie der Charles-Bronson-Klassiker.

So, genug geschwallert: Hier gibt’s den vielversprechenden Trailer, der auf einen harten Actionthriller hoffen lässt. Ich bin schon jetzt gespannt, wie der FSK die Selbstjustizthematik schmecken wird…

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Harry Potter und der Orden des Phönix

Ich gebe es lieber gleich zu Beginn zu: Ich kann den Hype um Harry Potter absolut nicht nachvollziehen und habe auch keines der Bücher gelesen. Bei den Filmen schwanke ich stark zwischen „och nööö“ (Stein der Weisen, Gefangene von Askaban), „is okay“ (Kammer des Schreckens) und „ganz nett“ (Feuerkelch), wobei mich gerade letztgenannter hoffen ließ, dass die Serie sich nun endlich in eine für mich interessante Richtung entwickelt. Zu früh gehofft…

Worum geht’s

Muss ich zum Inhalt wirklich noch etwas schreiben? Jeder, der diese Zeilen liest, dürfte ohnehin wissen, worum es geht. Gut, ich will mal nicht so sein, fasse mich aber extrem kurz: Lord Voldemort ist zurück, aber außer Harrys engsten Freunden will ihm dies niemand glauben. Während von offizieller Seite aus alles unternommen wird, um aufkeimende Gerüchte im Keim zu ersticken, bilden sich im Untergrund sowie in Hogwarts Vereinigungen, um sich auf den Kampf gegen den dunklen Lord vorzubereiten…

Meine Meinung

„Harry Potter und der Feuerkelch“ hatte mir ehrlich gefallen: Der Film wirkte zwar ein wenig gestrafft, konnte aber mit einer bedrohlichen Atmosphäre sowie einem tollen Finale punkten und zudem mit Lord Voldemort den unheimlichsten Bösewicht seit langer langer Zeit bieten.

Was mir bei „Harry Potter und der Orden des Phönix“, ab jetzt nur noch HpudOdP genannt, als erstes negativ auffiel, war, dass der Film noch gestraffter wirkt als der Vorgänger. Die Geschichte wird zwar gradlinig erzählt, springt aber so schnell von einer Szene zur nächsten, dass man bei Unaufmerksamkeit schnell den Faden verlieren kann.

Leider werden die Möglichkeiten, die sich durch die Rückkehr des dunklen Lords bieten, nicht mal annähernd genutzt. Die wachsende Bedrohung wird lediglich angedeutet, kann sich aber niemals richtig entfalten und auf den Zuschauer überspringen. Bis es endlich zur heiß ersehnten Konfrontation zwischen den Mächten der dunklen und der hellen Seite ko…Moment, falscher Film! Ach egal, ihr wisst ja, was ich meine. Also, bis es soweit ist, werden die Versuche, Lord Voldemorts Rückkehr kleinzureden und die Übernahme Hogwarts durch die regeltreue Dolores Umbridge geschildert. Dies ist zwar zuweilen durchaus interessant und unterhaltsam, dennoch hätte ich mir ein größeres Mitwirken Voldemorts gewünscht.

Dieser kommt erst wieder im Finale zum Zug, welches zwar durchaus action- und effektreich, aber leider auch ziemlich emotionslos inszeniert wurde. Das Ableben eines der Charaktere, den ich übrigens sehr mochte, wird so schnell abgehandelt, dass man gar keine Lust hat, es zu betrauern. Und über die selbst mir zu kitschige und aufgesetzt wirkende Ansprache über Freundschaft und Liebe breiten wir mal lieber ganz schnell den Mantel des Schweigens aus.

Klingt alles ziemlich ernüchternd, ich weiß, aber schlecht ist der Film weiß Gott auch wieder nicht: Die Darsteller spielen gewohnt souverän, die Effekte schwanken zwischen gut und sehr gut, über die musikalische Begleitung lässt sich ebenfalls nicht klagen und Längen hat der Film absolut keine aufzuweisen.

Mein Fazit

HpudOdP ist eine solide Fortsetzung, die den Fans sicherlich gefallen wird, mich aber dennoch enttäuscht hat. Das düstere Finale des Vorgängers wird leider nicht konsequent fortgeführt, was sicherlich größtenteils im Roman begründet liegt. Dennoch habe ich die Hoffnung dank der soliden Inszenierung noch nicht aufgegeben und vertröste mich auf den nächsten Teil.

Wertung: 6/10

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Clerks 2 – Die Abhänger

Schaut man sich diverse Blogs an, stellt man schnell fest, dass viele der geschriebenen Beiträge Wörter enthalten, die lediglich dazu dienen, Suchmaschinen zu beeinflussen um Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Mit dem eigentlichen Thema haben diese Wörter meist rein gar nichts zu tun. Wieso ich das erwähne? Nun, daran musste ich während des gesamten Films denken. Wieso, werdet ihr am Ende des Textes erfahren…

Worum geht’s

Seit der Quick Stop abgebrannt ist, verdienen sich Dante (Brian O’Halloran) und Randal (Jeff Anderson) ihren Lebensunterhalt in einer Fast-Food-Filiale. Ansonsten hat sich nicht viel geändert: Noch immer ignorieren die beiden die Kundschaft, philosophieren am liebsten über Sex und/oder Filme und legen sich mit Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) an. Als Dante aus diesem Leben ausbrechen und die reiche Emma (Jennifer Schwalbach Smith) heiraten möchte, müssen sich die beiden erstmals der eigenen Zukunft stellen. Und dann ist da noch die süße Filialleiterin Becky (Rosario Dawson), die Dante nur ungern gehen lassen möchte…

Meine Meinung

In Anlehnung an das Erstlingswerk aus dem Jahr 1994 führt Regisseur Kevin Smith die beiden Protagonisten in einer wunderschönen S/W-Sequenz ein und nutzt diese sofort als kleinen aber feinen Seitenhieb auf die Gesellschaft. „Terroristen?“ fragt Randal beim Anblick des niedergebrannten Quick Stops. Erst Dantes Blick lässt ihn die zweite Möglichkeit erkennen. „Dann habe ich wohl wieder vergessen die Kaffeemaschine auszuschalten.“ Wie gesagt: Klein aber fein.

Was auf diese Szene folgt, sind jene aberwitzigen Dialoge, wie wir sie von Kevin Smith kennen. Egal ob über Filme, Sex, Behinderte oder Diskriminierung diskutiert wird, Smith pfeift auf politische Korrektheit und lässt die Figuren Klartext reden. Diese Offenheit führt unter anderem zu einer hitzigen Mund-zu-Arsch-Diskussion und zu einer genialen Auseinandersetzung zwischen Star-Wars- und Herr-der-Ringe-Fans.

Kritiker mögen dabei bemängeln, dass sich Smith ziemlich ausufernd der Gossensprache bedient. Und das tut er. Wörter wie „ficken“, „blasen“ „Muschi“ oder „Schwanz“ fallen im Sekundentakt. Doch darf man dabei die Herkunft der Charaktere nicht vergessen: Hier unterhalten sich keine Akademiker, sondern (liebenswerte) Loser. Wer einmal in der Diskothek beim Nachbartisch gelauscht hat, weiß, wie solche Dialoge aussehen können.

Zugegeben: Die Sodomie zum Ende des Films, ein Esel darf einen Blow Job und Analverkehr genießen, kratzt schon ein wenig an der Grenze des guten Geschmacks. Aber wie auch Becky in besagter Szene so schön feststellt: Man kann dennoch einfach nicht wegsehen.

Wie bereits in „Chasing Amy“ nutzt Smith auch bei „Clerks 2“ die letzten Minuten des Films, um ernste Töne anzuschlagen und uns seine Meinung über Freundschaft, Liebe und den Sinn des Lebens mitzuteilen. Und wie bereits in „Chasing Amy“ gelingt ihm dies, ohne dabei dem Kitsch zu verfallen oder den Stil des Films aus den Augen zu verlieren.

Von zwei Neuzugängen abgesehen, kennt man die Hauptdarsteller bereits aus den vorherigen Filmen von Kevin Smith. Und sie meistern ihre Rollen gewohnt souverän. Zum Glück fügen sich auch Rosario Dawson als Traumfrau von nebenan und Trevor Fehrman als herrlich naiver Christ und Filmfan perfekt in das Smith-Universum ein. Meine größte Sorge, dass die neuen Figuren wie ein Fremdkörper wirken könnten, wurde zum Glück nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil. Selbstverständlich dürfen auch diverse Gastauftritte (u.a. Ben Affleck, Jason Lee und Ethan Suplee) nicht fehlen.

Mein Fazit

Wer sich von den teils sehr derben Inhalten nicht abschrecken lässt, bekommt mit „Clerks 2“ eine tolle, teils nachdenklich stimmende Komödie der etwas anderen Art und, was noch viel wichtiger ist, einen mehr als würdigen Nachfolger eines grandiosen Independent-Streifens geboten. Auch wenn ich sowas nie besonders gerne schreibe: Kult-Gefahr!

Wertung: 8/10

Nachtrag

Um den Kreis vom Anfang zu schließen: Ich freue mich bereits jetzt über die Besucher, die aufgrund solcher Suchbegriffe wie „Analverkehr“ oder „Blow Job“ auf meine Seite kommen, nur um dann enttäuscht weitersuchen zu müssen… 😉

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Sterben für Anfänger

Am Freitag lud das CinemaxX Kiel wieder zur Sneak ein – ein Aufruf, dem ich nur zu gerne folgte, konnte es nach dem Totalausfall des letzten Monats, dem einige Mitmenschen sogar Anspruch unterstellen, doch nur besser werden. Gebetet hatte ich für „Transformers“, gehofft auf „Clerks 2“ oder „Motel“ und gerechnet mit „Sterben für Anfänger“. Mit Letzterem sollte ich richtig liegen…

Worum geht’s

Daniels (Matthew Macfadyen) Vater ist verstorben. Traditionsgerecht wird ihm im Haus der Familie die letzte Ehre erweist, was jedoch nicht ohne Pannen ablaufen soll: Der falsche Leichnam wird geliefert, der Priester steht unter Zeitdruck, Sohn Robert hat mehr Interesse an den weiblichen Gästen als an der Trauerfeier, Onkel Alfie kann nicht aufhören zu nörgeln, Simon (Alan Tudyk) wurden statt Beruhigungspillen versehentlich halluzinogene Drogen verabreicht – und dann ist da noch dieser kleinwüchsige Fremde (Peter Dinklage), der Daniel ständig zu beobachten scheint…

Meine Meinung

Ich mag britische Komödien. Ich mag die schrulligen Charaktere in britischen Komödien, die spitzfindigen Dialoge und den tiefschwarzen Humor – und wie es der Trailer bereits erahnen ließ, bekam ich in „Sterben für Anfänger“ all dies geboten. Regisseur Frank Oz („In & Out“, „Bowfingers große Nummer“) findet nach dem eher enttäuschenden Remake von „Die Frauen von Stepford“ wieder zur alten Stärke zurück und präsentiert uns eine liebenswerte Komödie, die zwar in einigen Szenen Originalität vermissen lässt, aber mit gut aufgelegten Darstellern und einem hervorragendem Timing punkten kann.

Selten schaffte es eine Komödie in letzter Zeit so gut, den Humoranteil kontinuierlich zu steigern, ohne ihr Pulver zu früh zu verschießen. Frank Oz leistet hierbei ganze Arbeit, sorgt anfänglich immer wieder für kleine Schmunzler, um ab der Hälfte des Films die Gag-Dichte spürbar anzuziehen. Auch wenn nicht alle Ideen originell sind (der unfreiwillige Drogenkonsum z.B.): Die Gags zünden und funktionieren!
Sein Tempo kann der Film dann auch bis zum Ende halten, lediglich die finale Rede wirkt ein wenig aufgesetzt, ist aber zum Glück recht kurz gehalten, so dass sie nur bedingt negativ auffällt.

Die Schauspieler dürften bis auf Ewen Bremner („Pearl Harbor“, „Alien vs. Predator“) und Alan Tudyk („Ritter aus Leidenschaft“, „Firefly“) den meisten Menschen unbekannt sein, wobei alleine Tudyk das Eintrittsgeld für den Kinobesuch wert ist: Den ganzen Film über sorgt er als unter Drogen stehender und die wildesten Grimassen ziehender Simon für grandiose Szenen, die nur schwer in Worte zu fassen sind.
Hauptdarsteller Matthew Macfadyen spielt die Rolle des überforderten Daniel zwar sympathisch, bleibt mir aber insgesamt zu blass, was leider auch auf andere Darsteller wie z.B. Rupert Graves als eingebildeter Bruder zutrifft. Dafür entschädigen Peter Vaughan als Onkel Alfie (herrlich unsympathischer Dauernörgler) und Andy Nyman als Daniels unsensibler Freund Howard.

Mein Fazit

Von einigen blassen Rollen/Darstellern und dem moralischen Zeigefinger in der Abschlussrede abgesehen, ist Frank Oz mit „Sterben für Anfänger“ eine hervorragende Komödie gelungen, deren Gag-Dichte und -Trefferquote die meisten der letzten Produktionen weit übertrifft. Reingehen – ablachen!

Wertung: 8/10

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16 Blocks: Stirb Langsam 3.5 in HD

Ein von Bruce Willis gespielter Cop mit den Initialen J.M., zahlreiche böse Jungs und eine ausweglose Situation auf Leben und Tod – klingt nach „Stirb Langsam“? Ist es aber nicht!

Worum geht’s

Der heruntergekommene Detective Jack Mosley (Bruce Willis) möchte gerade Feierabend machen, als ihm der Auftrag überreicht wird, den Kleinganoven Eddie Bunker (Mos Def) zum Gericht zu eskortieren. Bereits an der ersten Kreuzung entgehen Mosley und Bunker nur knapp einem Anschlag und retten sich in die nächstgelegene Kneipe. Dort trifft schon bald auch Jacks Ex-Partner Frank Nugent (David Morse) samt Kollegen ein – und die Polizisten haben ein ganz eigenes Interesse daran, dass Bunker das Gericht nicht lebend erreicht…

Der Film

Ich wäre ziemlich enttäuscht gewesen, hätte Regisseur Richard Donner („Lethal Weapon“) lediglich einen weiteren Stirb-Langsam-Klon auf die Welt losgelassen. Zum Glück ist „16 Blocks“ davon meilenweit entfernt und stellt vielmehr einen reinrassigen Cop-Thriller mit Actionelementen dar, der leider mit einigen Durchhängern zu kämpfen hat und am Ende die nötige Konsequenz vermissen lässt. Nichtsdestotrotz wird man durch „16 Blocks“ solide unterhalten, auch wenn man von dem Gespann Donner/Willis mehr hätte erwarten dürfen.

Wertung: 7/10

Das Bild

Wie der Film, so auch das Bild: Der HD-Transfer bietet ein solides Bild, lässt aber oftmals den letzten Funken Schärfe vermissen. Die Farben und der Kontrast fügen sich nahtlos ins Bild des Bildes 😉 ein.

Wertung: 7/10

Der Ton

Die einzelnen Kanäle werden zwar zielgerichtet angesteuert, doch wurden die ruhigen Passagen so leise abgemischt, dass man seinen Verstärker zwangsläufig aufdrehen muss, möchte man alles verstehen. Die Actionszenen hingegen kommen so wuchtig daher, dass man ihn wieder abdrehen muss, möchte man sein Gehör noch für den nächsten Film verwenden. Im Kino waren mir diese extremen Schwankungen nicht aufgefallen, weswegen ich von einer schlechten Abmischung und nicht von einem Stilmittel ausgehe.

Wertung: 6/10

Die Extras

Neben dem US-Kinotrailer sind auf der HD DVD lediglich nicht verwendete Szenen mit optionalen Audiokommentaren sowie ein alternatives, ich bitte um Verzeihung, ein schockierendes alternatives Ende (so steht es auf dem Cover…uiuiui) enthalten. Dürftig.

Mein Fazit

Der Film bietet solide Unterhaltung, schöpft sein Potenzial allerdings leider nicht voll aus. Gleiches gilt für die HD DVD, bei der das Bild zwar gerade noch zu gefallen weiß, der Ton und die mageren Extras jedoch enttäuschen.

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V wie Vendetta: Schärfer als der Polizeistaat erlaubt

Nachdem letzte Woche das Kino im Mittelpunkt stand, kommt diese Woche mein HD-DVD-Player endlich mal wieder zum Einsatz, trudelten doch letzte Woche gleich vier neue HD DVDs bei mir ein. Los geht’s mit „V wie Vendetta“:

Worum geht’s

England hat sich zum totalitären Staat gewandelt, der die Bürger per manipuliertem Rundfunk und gnadenloser Polizeigewalt unter Kontrolle hält und Kritiker über Nacht spurlos verschwinden lässt. Auch die Eltern der jungen Eve (Natalie Portman) fielen dem Regime zum Opfer, was sie seitdem in Angst leben lässt. Dies soll sich ändern, als sie durch einen Zufall dem Widerstandskämpfer V (Hugo Weaving) begegnet, der eine ganz persönliche Rechnung mit dem System zu begleichen hat…

Der Film

Ähnlich wie „Equilibrium“ bietet auch „V wie Vendetta“ nichts Neues, kann jedoch mit einer tollen Ausstattung und einer guten Atmosphäre punkten. Die Actionszenen sind zwar rar gesät, wurden dafür aber umso knackiger inszeniert und wissen besonders im Finale zu begeistern. Hinzu kommen ausgezeichnete Darsteller wie John Hurt und Stephen Rea sowie eine selbst mit kahl rasiertem Kopf fantastisch aussehende Natalie Portman (hey Natalie, falls du das hier lesen solltest: Ich bin noch zu haben!).

Wertung: 8/10

Das Bild

Großes Lob an Warner: Der Bildtransfer ist wirklich hervorragend gelungen. Egal ob im dunklen Kellergewölbe oder bei den Massenszenen in den Straßen Londons, das Bild ist jederzeit sauber, knackig scharf und bietet tolle Farben. So und nicht anders hat ein Film in HD auszusehen!

Wertung: 9/10

Der Ton

Wie schon beim Bild gibt es auch beim Ton keinen Grund zu meckern: Sämtliche Szenen wurden gut abgemischt. Die Dialoge sind deutlich wahrzunehmen, während in den Actionszenen die hinteren Kanäle gut zur Geltung kommen und bei den Explosionen der LFE-Kanal das Geschehen druckvoll unterstützt. Leider liegt die deutsche Tonspur nur als Dolby Digital Plus vor, während man die englische Fassung auch in Dolby TrueHD genießen könnte.

Wertung: 8/10

Die Extras

Neben der In-Movie Experience mit Regisseur James McTeigue und den beiden Darstellern Natalie Portman und Hugo Weaving sind unter anderem der Kinotrailer, ein Making Of sowie ein Special über die Schießpulver-Verschwörung um Guy Fawkes auf der HD DVD enthalten.

Mein Fazit

Im Kino verpasst, hatte ich nun endlich die Gelegenheit, mir den Film auf HD DVD anzuschauen – und entgegen der meisten Kritikerstimmen hat er mich sehr gut unterhalten. Technisch bietet die HD DVD eindeutigen Referenzcharakter und sorgt mit dem tollen Bild für ein perfektes HD-Feeling.

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Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt

Meine erste Urlaubswoche ist vorbei und ich denke, ich kann mit ihr zufrieden sein: 4 Kinobesuche, 7 Kinovorstellungen, 6 Kinofilme und ebenso viele veröffentlichte Kino-Reviews. Moment mal: 6 veröffentlichte Kino-Reviews? Es sind doch erst 5! Gut aufgepasst! Hier also, bevor es in meinem Blog für ein paar Tage erstmal wieder ruhiger zugeht, Kino-Review Nummer 6: Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt.

Worum geht’s

Seit er von Davy Jones (Bill Nighy) Kraken verspeist wurde, sitzt Jack Sparrow (Johnny Depp) in der Unterwelt fest. Um ihn zu retten, begeben sich Barbossa (Geoffrey Rush), Will (Orlando Bloom) und Elizabeth (Keira Knightley) nach Singapur, wo sie sich Hilfe von dem Piratenfürsten Sao Feng (Chow Yun-Fat) erhoffen. Währenddessen plant Cutler Beckett (Tom Hollander), mit Hilfe von Davy Jones und seiner übermächtigen Flying Dutchman sämtliche noch lebenden Piraten auszurotten. Aufhalten könnte ihn nur eine Allianz aller Piratenfürsten, zu denen auch Jack Sparrow gehört…

Meine Meinung

„Fluch der Karibik“ war eine lockere und unterhaltsame Piratenkomödie mit dezentem Fantasy-Einschlag, deren Mischung durchaus zu gefallen wusste. Auch „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ hatte noch seine Momente, verlor sich aber bereits in der wirren Geschichte und wirkte bemüht episch. „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ setzt diese Entwicklung leider fort, bietet so gut wie keine locker-spaßigen Momente mehr und setzt voll und ganz auf die epische Erzählstruktur mit all ihren Wendungen, Bündnissen und Intrigen.

Was die filmische Entwicklung angeht, erinnert mich die Karibik-Reihe an die Matrix-Trilogie: Es beginnt mit einem furiosen Einstieg, wird zu einer Trilogie aufgeblasen und zerplatzt an den eigenen, viel zu überzogenen, Ansprüchen. Manchmal sollte es halt nur Einen geben.

Den meisten Beteiligten ist nichtmal ein Vorwurf zu machen: Die Schauspieler, allen voran natürlich Johnny Depp, spielen ihre Rollen mit sichtbarer Freude. Die Special-Effects-Crew zaubert erneut tolle Bilder auf die Leinwand, von denen besonders Davy Jones sowie die finale Schlacht im Strudel zu begeistern wissen und auch die musikalische Begleitung ist dank Hans Zimmer mal wieder vom Feinsten.

Doch all dies verdeckt nicht die Tatsache, dass der Film, zumal man den zweiten und dritten Teil eigentlich als ein Werk betrachten müsste, mindestens eine Stunde zu lang geraten ist und die zahlreichen Intrigen untereinander nach kürzester Zeit zu nerven beginnen. Bis endlich Johnny Depp auf der Leinwand erscheint, vergehen knapp 45 uninteressante Füllminuten, erst dann nimmt der Film ein wenig Fahrt auf. Es folgen weitere Intrigen, Besprechungen und ein (zugegeben unterhaltsames) Treffen mit Jacks Eltern, bevor der Zuschauer dann in den letzten 30 Minuten endlich durch die finale Schlacht zwischen der Flying Dutchman und der Black Pearl geweckt wird. Diese ist zwar durchaus furios inszeniert, tröstet aber nur bedingt darüber hinweg, dass das Timing im Film schlicht und einfach nicht stimmt.

Mein Fazit

„Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ ist sicherlich kein schlechter Film, leidet aber spürbar unter der Mischung aus zu langer Laufzeit und zu wenig Inhalt. Fans von Jack Sparrow werden zudem darüber enttäuscht sein, dass die Figur erst so spät im Film eingeführt wird und zu wenig Sparrow-typische Momente spendiert bekommt. Mit Abstand der schwächste Teil der Trilogie.

Wertung: 6/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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