Und da bin ich auch schon wieder, diesmal mit meiner Review zum zweiten Teil der Chucky-Reihe.
Die Fortsetzung schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger an: Um den Aktionären des Herstellers zu beweisen, dass keine Killerpuppe für die Morde verantwortlich war, soll die original Chucky-Puppe restauriert werden. Kurz vor der Fertigstellung kommt es zu einem Kurzschluss, der einem der Mitarbeiter das Leben kostet und Chucky erneut erweckt. Um seinem Puppendasein zu entkommen und wieder menschliche Gestalt annehmen zu können, benötigt Chucky Andy, welcher inzwischen in einer Pflegefamilie lebt…
„Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück“ genießt bei mir einen kleinen Nostalgiebonus, stellt er doch meinen Einstand in Chuckys Welt dar. Objektiv betrachtet ist der Film jedoch leider einen Tick schwächer als das Original und lässt die unheimliche Atmosphäre des Erstlings völlig vermissen. Der Film ist dadurch weiß Gott nicht schlecht, ähnelt aber mehr einem Thriller als einem Horrorfilm. Zum Beispiel „tötet“ Chucky die Originalpuppe, vergräbt sie im Garten und nimmt so unbemerkt ihren Platz in der Familie ein, während die „Leiche“ unter der Schaukel auf ihre Entdeckung wartet. Typische Thrillerelemente wie diese sind zwar durchaus unterhaltsam, sorgen allerdings auch dafür, dass sich der Film trotz mininmal kürzerer Laufzeit länger anfühlt als das Original.
Punkten kann der Film durch dezente Anspielungen auf andere Horrorfilme, etwa wenn Chucky sich hinter der Hauptperson wie weiland Freddy Krueger unter einem weißen Bettlaken aufbäumt.
Die Effekte bewegen sich auf demselben hohen Niveau wie im Vorgänger, wobei besonders die Morde noch einen Tick ausgefeilter sind und nicht unbedingt als unblutig zu bezeichnen sind.
Alles in allem reicht es gerade noch für eine 7/10. Ohne den Nostalgiebonus würde ich dem Film vermutlich eine 6/10 geben.
Und nun zurück auf die Couch: Der dritte Teil, den ich zuletzt vor vielen vielen Jahren gesehen habe, wartet bereits auf mich…
„Eintritt nur für geladene Gäste.“
Meine Meinung
Mein Fazit
Im Laufe der Jahre zieht man sich zahlreiche Wunden zu. Einige verheilen. Andere hinterlassen Narben. Einige sind offensichtlich. Andere sind für das menschliche Auge unsichtbar. Einige können wir verbergen. Andere bestimmen unser Auftreten. Wem jemals das Herz durch einen geliebten Menschen gebrochen wurde, weiß, wie tief solch eine Wunde reichen kann und dass der daraus resultierende Schmerz bis zum Verlust des Lebenswillens führen kann.
Die beiden Figuren Charlie und Alan wurden äußerst menschlich ausgearbeitet, so dass es einem als Zuschauer sehr leicht fällt, sich in ihre jeweilige Situation zu versetzen und ihre Taten nachzuvollziehen. Neben Charlie und Alan treten zahlreiche Nebencharaktere in Erscheinung. Leider werden diese und ihre Beziehungen zu den beiden Männern relativ oberflächlich behandelt, was dem Film ein wenig Tiefe kostet.
Mein Fazit
Um dem Grindhouse-Kino der 60er und 70er gerecht zu werden, hat Tarantino „Death Proof“ künstlich altern lassen: Bild- und Tonaussetzer, Kratzer im Filmmaterial, Bildsprünge, Schwarz/Weiß-Bild – alles ist vorhanden. Doch ist eines „leider“ ganz klar: Der Film an sich ist viel zu gut für eine echte Grindhouse-Vorstellung. Selbst bzw. gerade die zweite Hälfte ist derart professionell inszeniert, dass man Vergleiche mit den Filmen aus den 60ern und 70ern gar nicht erst ziehen sollte. Dennoch stellen die absichtlich platzierten Fehler eine gelungene Hommage dar und sorgen für den einen oder anderen Schmunzler.