Im Kino: Für immer Shrek

Der erste Auftritt des grünen Ogers konnte mich seinerzeit restlos begeistern. Sein zweites Abenteuer war durchaus noch unterhaltsam, ließ jedoch bereits den hervorragend funktionierenden Sarkasmus des Erstlings vermissen. In Shreks drittem Ausflug war von dem einstig boshaften Charme dann gar nichts mehr zu spüren. Ob es mit “Für immer Shrek”, dem angeblich letzten Teil der Reihe, weiter bergab geht oder ob der grüne Sympathieträger zu einem versöhnlichen Ende findet, verrate ich Euch in der folgenden Review.

Worum geht’s

Shrek hat alles, was ein Mensch sich wünschen kann. Eine Frau, die ihn liebt. Süße Kinder. Loyale Freunde, die ihn schätzen. Eigentlich müsste Shrek glücklich sein. Wäre Shrek ein Mensch. Doch Shrek ist ein Oger. Und Oger sollten nicht beliebt sein, sondern gefürchtet werden. Als Rumpelstilzchen während einer Geburtstagsparty zufällig mitbekommt, wie sehr Shrek sein altes Leben vermisst, bietet er ihm einen Handel an. Shrek soll einen Tag lang das Leben eines Ogers zurückbekommen, wenn er dafür einen anderen Tag seines Lebens an Rumpel abtritt. Shrek willigt ein – und findet sich nach einem kurzen Zauber in einer Welt wieder, in der Rumpel König ist, Oger gejagt werden und Shrek nie geboren wurde. Ihm bleibt nur ein Tag, um den Zauber durch einen Kuss wahrer Liebe rückgängig zu machen …

Meine Meinung

Nach dem schon beinahe desaströsen dritten Teil konnte es eigentlich nur wieder bergauf gehen. Und zum Glück tut es das auch. Auch wenn die Klasse des Erstlings erwartungsgemäß nicht erreicht wird und sich deutliche Abnutzungserscheinungen nicht leugnen lassen, bietet “Für immer Shrek” solide Unterhaltung auf technisch hohem Niveau und platziert sich knapp hinter dem zweiten und deutlich vor dem dritten Oger-Abenteuer.

Auch wenn längst nicht alle Pointen zünden, fällt die Gag-Dichte erfreulich hoch aus. Die inzwischen lieb gewonnenen Figuren tragen den Rest dazu bei, dass man sich als Zuschauer während der Laufzeit von knapp 90 Minuten stets wohl fühlt. Heimlicher Star des Films ist der gestiefelte Kater, welcher als übergewichtige Version von sich selbst für die besten Szenen des Films sorgt.

Enttäuschend fallen hingegen die 3D-Effekte von “Für immer Shrek” aus. Von seltenen Ausnahmen abgesehen, fallen diese während des Films so gut wie gar nicht auf. Wer kein 3D-Kino in seiner Nähe hat, muss also nicht verzagen, da der Film es nicht vermag, auch nur im Geringsten von der dritten Dimension zu profitieren.

Mein Fazit

Solides Animationsabenteuer mit guter Technik und sympathischen Figuren, das ruhig ein wenig bissiger hätte ausfallen dürfen, aber auch als “Shrek light” zu unterhalten weiß. Nun sollte das Märchenbuch allerdings auch endgültig geschlossen bleiben.

Meine Wertung: 6/10

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Top-Komiker Tom Gerhardt bringt uns „Die Superbullen“

Endlich sind Tom Gerhardt und Hilmi Sözer wieder vereint: Nach den internationalen Blockbustern „Voll normaaal“ und „Ballermann 6“ kehren die beiden für ihren gesellschaftskritischen Humor bekannten Komiker als „Die Superbullen“ zurück auf die große Leinwand. Ein Ereignis mit absolutem Hit-Potenzial, wie dieser erste Teaser eindrucksvoll beweist:

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Im Kino: Hanni & Nanni

Mittwoch, 23.06.2010, 21:02 Uhr. Ganz Deutschland schaut das vielleicht letzte WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in 2010. Ganz Deutschland? Nein! Ein genervter Möchtegern-Filmkritiker nutzt die Chance und schreibt stattdessen eine Review über “Hanni & Nanni”. Doch selbst ich als Fußballhasser muss zugeben: Jedes noch so langweilige Fußballspiel ist interessanter als dieser Film …

Worum geht’s

Des Diebstahls in einem Luxuskaufhaus beschuldigt, werden die Zwillinge Hanni (Sophia Münster) und Nanni (Jana Münster) von ihren Eltern auf das Lindenhof-Internat geschickt. Obwohl sie ihre alten Freunde vermissen, lernen die beiden Geschwister die Einrichtung entgegen ihrer Erwartungen schnell schätzen. Als das Hockeyteam des Internats gegen die JoCats, dem Team von Hannis & Nannis alter Schule, antritt, müssen sich die beiden Mädchen entscheiden, wo sie hingehören …

Meine Meinung

Ja, ich bin kein Kind mehr. Zumindest körperlich. Dennoch kann ich Kinderfilmen durchaus etwas abgewinnen. So sie denn unterhaltsam sind. “Hanni & Nanni” ist dies nicht. Und weil es mich bereits genug ärgert, im Kino 90 Minuten meines Lebens an dieses Machwerk verschwendet zu haben, fasse ich mich kurz:

Die im Film erzählte Geschichte ist so gewöhnlich und uninteressant erzählt, dass selbst Zehnjährige sich gelangweilt abwenden. Selbiges gilt für die Aussage (wie so oft geht es um Freundschaft und Verantwortung) des Films. Während die Kinderfiguren durch die Bank weg unsympathische Bälger sind, nerven die erwachsenen Darsteller mit völlig überzogenem Overacting. Und als wäre das alles nicht bereits nervtötend genug, gibt es im Film so gut wie keine Szene ohne Hintergrundmusik. Das mag banal klingen, entpuppt sich während der Schauens jedoch als unglaublich anstrengend.

Mein Fazit

Misslungener Kinderfilm, den man seinem Nachwuchs höchstens als Strafe zeigen sollte. Auch wenn ich nicht weiß, was ein Kind verbrochen haben könnte, um das zu verdienen …

Meine Wertung: 2/10

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Im Kino gesehen: When In Rome – Fünf Männer sind vier zuviel

Ich gestehe: Ich bin ein Fan von Kristen Bell. Die junge Frau blieb mir zwar weder in “Pulse”, noch in “Nie wieder Sex mit der Ex” oder “All Inclusive” in Erinnerung, doch als schlagfertige und zynische Veronica Mars in der gleichnamigen TV-Serie konnte sie sich mein Fanherz sichern. Wer “Veronica Mars” noch nicht gesehen hat, sollte dies zügig nachholen. Bei Bells aktuellem Kinofilm “When In Rome” schaut die Sache ganz anders aus: Wer diesen noch nicht gesehen hat, sollte sich selbst einen Gefallen tun und es dabei belassen …

Worum geht’s

Beth (Kristen Bell) glaubt nicht mehr an die Liebe. Entsprechend skeptisch reagiert sie, als ihre jüngere Schwester Joan (Alexis Dziena) sie zu deren Hochzeit nach Rom einlädt. Während der Feier lernt Beth den so charmanten wie tollpatschigen Nick (Josh Duhamel) kennen. Die Chemie zwischen den beiden scheint vom ersten Augenblick an zu stimmen. Als Beth ihn jedoch mit einer rassigen Italienerin sieht, setzt sie sich enttäuscht an den Brunnen der Liebe. Dieser Brunnen, so heißt es, hilft den Suchenden, die wahre Liebe zu finden. Lediglich eine Münze muss hierzu im Brunnen versenkt werden. Angetrunken fischt Beth fünf Münzen aus dem Brunnen, nicht ahnend, dass die Eigentümer dieser Münzen damit in einen Liebesbann versetzt werden. Fortan versuchen alle fünf Männer, Beth von ihrer Liebe zu überzeugen. Und ausgerechnet Nick scheint einer von ihnen zu sein …

Meine Meinung

Ganz ehrlich: Es fällt mir schwer, etwas Positives in “When In Rome” zu finden. Nicht, dass ich etwas gegen romantische Komödien mit übernatürlichen Einflüssen hätte. So etwas kann funktionieren. Tut es hier aber nicht. Die zugrunde liegende und durchaus nicht uninteressante Idee wird an platte Gags und unsympathische Figuren vergeudet. Die verzauberten Verehrer sorgen nicht, wie vermutlich angestrebt, für Humor, sondern nerven in jeder Sekunde. Vom Liebesbann verzaubert, überbieten sich die Männer gegenseitig mit immer abstruseren Ideen, um Beth für sich zu gewinnen. Mögen deren Balzversuche auf dem Papier vielleicht lustig ausgesehen haben, wirken die Männer im fertigen Film wie Psychopathen mit Hormonstau. Und ich meine nicht die netten Psychopathen von nebenan, sondern diejenigen, für die diese netten kleinen Zimmer mit den weichen Wänden und die dazugehörigen Jacken ohne Ärmel erfunden wurden. Wieso Danny DeVito, der einen dieser Verehrer mimt, sich für solch eine Rolle hergibt, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

Lediglich die verzweifelnde Beth und der verliebte Nick können einige Sympathiepunkte sammeln, bleiben letztlich aber zu profillos, um das Herz der Zuschauer anzusprechen. Dass der romantische Funke zwischen den beiden Figuren zu keiner Zeit auf das Publikum überspringt, ist den Darstellern aufgrund der oberflächlichen Charakterzeichnung nicht anzukreiden. Kristen Bell und vor allem Josh Duhamel kämpfen bemüht gegen ihre flachen Rollen an, können gegen das beschränkte Drehbuch jedoch nur verlieren.

Dass “When In Rome” bei all seiner fehlenden Romantik, den entweder belanglosen oder nervigen Figuren und des nicht vorhanden Humors so vorhersehbar wie der Inhalt eines frisch gekauften Notizblocks ist, muss ich vermutlich nicht extra erwähnen.

Mein Fazit

Die Liebesgeschichte ist unromantisch, der Humor unlustig bis nervig und die Figuren bleiben stets oberflächlich. Bei solch einer Nullnummer können selbst sympathische Hauptdarsteller wie Kristen Bell und Josh Duhamel nichts retten …

Meine Wertung: 2/10

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Kurz und knapp: StreetDance 3D

Worum geht’s

Kurz vor den Streetdance-Meisterschaften wird die Tänzerin Carly (Nichola Burley) von ihrem Freund verlassen. Da dieser als Leader für die Choreographie der Tanzgruppe verantwortlich war und es dem Team zudem an einem Trainingsraum mangelt, bleibt Carly jedoch keine Zeit zum Trauern. Unerwartete Hilfe erhält die junge Tänzerin von der berühmten Ballettlehrerin Helena (Charlotte Rampling). Diese bietet der Streetdance-Gruppe an, einen Trainingsraum zur Verfügung zu stellen – sofern Carly sich bereit erklärt, im Zuge der Meisterschaftsvorbereitungen auch einige von Helenas ausgewählten Ballettschülern zu trainieren …

Meine Meinung in aller Kürze

Streetdance trifft auf Ballett – kann das funktionieren? Es kann! Auch wenn “StreetDance 3D” inhaltlich wenig bis gar nichts Neues zu bieten hat, kann der Film dank knackiger Darsteller (sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Sicht), hervorragend choreographierter Tanzszenen und einem stets vorhandenen Augenzwinkern überzeugen. Geschwächelt wird lediglich im Mittelteil, in dem der Tanz kurzzeitig in den Hintergrund tritt und den (zwischen)menschlichen Problemen weichen muss. Hier zeigt sich, dass die Darsteller sich eher darauf verstehen, ihre Körper(beherrschung) in Szene zu setzen als ihre Emotionen. Der starke Anfang und das tolle Finale lassen dies jedoch schnell in Vergessenheit geraten.

Ein besonderes Lob gebührt übrigens den 3D-Effekten, von dem der Film besonders in den Tanzszenen zu profitieren weiß. Auch wenn mich persönlich 3D so langsam zu nerven beginnt: In “StreetDance 3D” wird die dritte Dimension nahezu perfekt in den Film integriert.

Meine Wertung: 7/10

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Kurz und knapp: A Nightmare On Elm Street (2010)

Hauptplakat(494x700) Worum geht’s

Vollkommen übermüdet sitzt ein Teenager im Café in der Elm Street. Kurz nachdem er mit seiner Freundin Kris (Katie Cassidy) über seine wiederholten Albträume, in denen er von einem grässlich verbrannten Fremden verfolgt wird, geredet hat, muss diese mit ansehen, wie sich der Junge scheinbar selbst den Hals aufschlitzt. Als kurze Zeit später auch Kris stirbt, beginnt Nancy (Rooney Mara), die ebenfalls unter Albträumen leidet, zu recherchieren. Schon bald stößt sie auf die Geschichte des angeblichen Kinderschänders Freddy Krueger (Jackie Earle Haley). Und auf ein Geheimnis, das die Eltern der verstorbenen Kinder zu verheimlichen versuchen …

Meine Meinung in aller Kürze

Eins, zwei, Freddy kommt vorbei. Es gibt wohl kaum einen Horrorfan, der mit diesem Reim nichts anzufangen weiß. Dementsprechend groß war die Skepsis, als von einem Remake die Rede war. Nicht ohne Grund zählt der Kindermörder Freddy Krueger zu den beliebtesten Figuren des modernen Horrorkinos. Zuerst die gute Nachricht: Es hätte schlimmer kommen können. Viel schlimmer. Auch wenn “A Nightmare On Elm Street” zuweilen etwas blutarm daher kommt und die (zum Glück seltenen) Computereffekte arg künstlich wirken, geht das Remake in die richtige Richtung: Weg vom Sprüche klopfenden Cartoon-Killer und hin zum Furcht einflößenden Killer. Freddy-Darsteller Jackie Earle Haley erweist sich als diabolischer Glücksgriff und würdiger Nachfolger von Robert Englund.

Dass der Funke dennoch nicht überspringen möchte, liegt an der unspektakulären Inszenierung. Trotz moderner Möglichkeiten wurden die Traumsequenzen erschreckend eintönig gestaltet. Lediglich in einer Szene wird das Verschmelzen von Traumwelt und Realität gekonnt in Szene gesetzt. Desweiteren enttäuscht, dass die Möglichkeiten neuer Storyelemente zwar angedeutet, aber nicht ausgespielt werden. Bedauerlich, da mir die im Film angedeutete Idee durchaus zusagt und den Film vor allem moralisch in ein neues Licht gerückt hätte.

Meine Wertung: 5/10

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Kurz und knapp: Chloe

Worum geht’s

Catherine (Julianne Moore) vermutet, dass ihr Mann David (Liam Neeson) sie betrügt – und setzt die Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an. Chloe soll David verführen und Catherine so Gewissheit verschaffen. Schon bald berichtet Chloe von ersten Erfolgen. Je mehr Details sie erfährt, umso faszinierter ist Catherine von der Affäre ihres Mannes. Und von Chloe …

Meine Meinung in aller Kürze

Wer sich “Chloe” aufgrund des Trailers anschauen möchte und einen Thriller erwartet, sollte seine Erwartungshaltung korrigieren. Auch wenn die Grundidee als Thriller durchaus funktionieren würde, handelt es sich bei “Chloe” um ein ruhig erzähltes Beziehungsdrama. Ein Drama, dessen zentrale Themen Liebe, Begierde, Eifersucht und Vertrauen lauten und das dank der tollen Leistung von Julianne Moore und vor allem Amanda Seyfried mehr als nur zu überzeugen weiß. Lediglich das deplatziert wirkende Finale, in dem der Film dann doch noch zum Thriller mutiert und die Geschichte sowie die Charakterentwicklung zu einem unbefriedigenden Ende führt, zerrt negativ an dem Gesamtbild.

Meine Wertung: 8/10

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Kurz und knapp: Shutter Island

Kurz zusammengefasst

Aus der auf Shutter Island liegenden Nervenheilanstalt ist eine Patientin entflohen. Da sich niemand erklären kann, wie und wohin die gewaltbereite Frau aus ihrer geschlossenen Zelle entkommen konnte, werden die Marshalls Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) auf den Fall angesetzt. Auf Shutter Island angekommen, wird ihnen schnell klar, dass sowohl die leitenden Ärzte als auch die Angestellten nicht mit offenen Karten spielen …

Meine Meinung in aller Kürze

Vielleicht hatte ich einfach nur einen guten Tag, aber bereits nach 15 Minuten (ungelogen, ich habe extra auf die Uhr geschaut) war für mich klar, in welche Richtung sich “Shutter Island” bewegen würde. 15 Minuten rätseln, gefolgt von 123 Minuten, in denen ich darum bettelte, dass es nicht so kommen würde, wie ich vermutete. Doch all das Betteln half nichts: Es kam so. 123 Minuten Vorhersehbarkeit. Immerhin: 123 Minuten hübsch gefilmte und gut gespielte Vorhersehbarkeit, in denen vor allem Mark Ruffalo zu überzeugen weiß. Äußerst bedauerlich, dass Regisseur Martin Scorsese es nicht geschafft hat, dem an sich düsteren Stoff mehr Spannung und Dramatik zu verleihen. So bleibt “Shutter Island” lediglich ein durchschnittlicher Mystery-Thriller mit guten Darstellern, der den aufmerksamen Zuschauer kaum überraschen und wie mich sogar langweilen dürfte.

Meine Wertung: 5/10

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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