Im Kino gesehen: Stichtag

Hauptplakat(494x700)Durch ein Missverständnis gerät der leicht aufbrausende Peter (Robert Downey Jr.) auf die No-Fly-Liste. Um rechtzeitig zur Geburt seines Sohnes zu Hause anzukommen, ist Peter gezwungen, sich auf eine Fahrgemeinschaft mit dem Chaoten Ethan (Zach Galifianakis) einzulassen. Eine Fahrt mit Folgen … die vieles ist, nur eines nicht: Lustig. Wer den Trailer gesehen hat, kennt bereits die besten Szenen des Films. Und selbst die sind nicht besonders komisch. Seinen humoristischen Tiefpunkt findet “Stichtag” in einem masturbierenden Hund, der ähnlich unlustig und peinlich ist, wie es bereits die rammelnden Ratten in “Bad Boys 2” waren. Dass die Geschichte auch nur ohne einen Hauch von Originalität erzählt wird und die beiden Protagonisten so dermaßen unsympathisch sind, dass man sie am liebsten den Grand Canyon hinunter stoßen möchte, rundet den misslungenen Kinoabend perfekt ab.

Meine Wertung: 3/10

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Im Kino gesehen: Du schon wieder

Hässliches Entlein (Kristen Bell) entwickelt sich nach der High School zum schönen Schwan und muss nun verhindern, dass das große Brüderlein (James Wolk) ausgerechnet die Zicke (Odette Yustman) heiratet, die dem Entlein früher das Leben zur Hölle gemacht hat. Das klingt nicht nur abgedroschen, sondern ist es auch. Und so kommen einem sowohl Storyverlauf als auch Gags erschreckend bekannt vor. Immerhin gibt die Besetzung keinerlei Anlass zur Kritik. Während das jüngere Publikum sich an den optischen Qualitäten von Kristen Bell und besonders Odette Yustman erfreuen darf, genießt das reifere Publikum die darstellerischen Qualitäten von Jamie Lee Curtis und Sigourney Weaver. Und für das überreife Publikum gibt’s als Bonus noch eine wie immer herrliche Betty White oben drauf. Insgesamt reicht das zwar gerade mal zu einer harmlosen Familienkomödie ohne Höhepunkte, aber ich habe schon weitaus schlimmere Filme im Kino gesehen …

Meine Wertung: 5/10

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Im Kino gesehen: Machete

Hauptplakat(494x700)Bla bla Robert Rodriguez bla bla Quentin Tarantino bla bla Grind House bla bla Death Proof bla bla Planet Terror bla bla Fake-Trailer bla bla. So langsam dürfte sich herumgesprochen haben, wie es zu der Entstehung von “Machete” kam, weswegen ich mich statt der Vorgeschichte lieber gleich dem fertigen Werk widme …

Worum geht’s

Seit seine Familie von dem Drogenboss Torrez (Steven Seagal) ermordet wurde, versteckt sich der mexikanische Ex-Cop Machete Cortez (Danny Trejo) in Texas und bestreitet ein Leben als Tagelöhner. Von dem zwielichtigen Michael Booth (Jeff Fahey) erhält er den Auftrag, den ultrarechten Senator John McLaughlin (Robert De Niro) zu ermorden. Doch das Attentat ist eine Falle, der Machete nur schwer verletzt entkommen kann. Gemeinsam mit der attraktiven Agentin Sartana Rivera (Jessica Alba) macht der kompromisslose Machete sich daran, die Hintergründe der Verschwörung aufzudecken …

Meine Meinung

Entweder war ich an dem Tag des Kinobesuchs zu müde oder ich werde langsam zu alt für diesen Scheiß, aber “Machete” hat mich nicht nur nicht begeistert, sondern größtenteils sogar gelangweilt. Vielleicht, und das ist jetzt eine gewagte Theorie meinerseits, liegt das aber auch gar nicht an mir, sondern daran, dass der Film nun mal schlicht und einfach langweilig ist. Freilich nicht in jeder Minute, aber doch in vielen Minuten. In zu vielen Minuten.

Szenenbild_14(700x437)Die Geschichte plätschert ereignis- und spannungslos vor sich hin und will aufgrund der überraschend ernsten Thematik auch gar nicht so richtig zu einem Film passen, der bekanntlich vor allem eines sein möchte: trashig. Was bei “Planet Terror” noch wunderbar funktionierte, ergibt bei “Machete” einfach kein stimmiges Gesamtbild. Zu viele uninteressante Charaktere bevölkern den Film und stehlen dem Publikum mit meist ebenso uninteressanten Dialogen wertvolle Lebenszeit. Obwohl sich sowohl die Thematik als auch die Figuren für bissigen Zynismus geradezu anbieten, gibt’s außer einer Handvoll gelungener Oneliner leider nur selten etwas Interessantes zu sehen bzw. hören.

Szenenbild_06(700x466)Vielen Actionfilmen wird vorgeworfen, die eigene (meist dürftige) Handlung nur als Bindeglied zwischen den Actionszenen zu missbrauchen. Bei “Machete” wäre dies von Vorteil gewesen, sind doch die Actionszenen die einzigen Momente, in denen der Film punkten kann. Denn obwohl es den Actionszenen etwas an Dynamik mangelt, zaubern sie aufgrund übertriebener Härte und zahlreicher absurder Ideen ein breites Grinsen auf die Gesichter der Zuschauer. Hier ist Regisseur Robert Rodriguez endlich voll in seinem Element – auch wenn ihm im Finale etwas die Luft auszugehen scheint. Leider sind die gelungenen Actionphasen wider Erwarten nicht besonders zahlreich und meist auch schon wieder vorbei, noch bevor sie richtig begonnen haben.

Mein Fazit

Die gelungene Besetzung und die absurden Ideen in den spaßigen Actionszenen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem Film an einer ebenso absurden Geschichte und an absurden Dialogen mangelt. Insgesamt eine herbe Enttäuschung.

Meine Wertung: 4/10

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Im Kino gesehen: Buried – Lebend begraben

In der Dunkelheit aufwachen, sich nicht bewegen und niemanden um Hilfe bitten können – lebendig begraben zu werden, gehört zu den Urängsten der Menschen. Mit “Buried – Lebend begraben” startete am Donnerstag ein Film in den deutschen Kinos, der sich genau diese Urängste zu Nutze macht. Das Besondere an diesem Film: Er spielt ausschließlich in dem Sarg. Kann solch ein Konzept funktionieren und 90 Minuten lang Spannung liefern? Es kann! Und wie!

Worum geht’s

Es ist dunkel. Die Luft ist stickig. Als der Truckfahrer Paul Conroy (Ryan Reynolds) erwacht, findet er sich in einem Sarg wieder. Das letzte, woran Paul sich erinnern kann, ist, dass sein Konvoi im Irak angegriffen wurde. Neben einem Licht spendenden, aber auch Sauerstoff verbrauchenden Sturmfeuerzeug findet Paul auch ein Mobiltelefon, dessen Menü jedoch auf Arabisch eingestellt ist. Dann melden sich die Entführer und fordern von ihm fünf Millionen Dollar Lösegeld. Paul bleiben nur wenige Stunden …

Meine Meinung

Ich mache es kurz: “Buried – Lebend begraben” gehört zum Spannendsten und Beklemmendsten, was ich je im Kino gesehen habe. Wer glaubt, dass ein Film mit solch begrenztem Spielraum eintönig oder gar langweilig sein muss, irrt gewaltig. Paul bei dem Versuch zuzusehen, per Mobiltelefon die eigene Rettung zu organisieren, während er gleichzeitig von seiner Familie Abschied nimmt, gehört zu den intensivsten Kinomomenten dieses Jahres.

Ein Film, der nur an einem äußerst begrenzten Ort spielt und sich auf eine einzige Figur beschränkt, steht und fällt mit dem Darsteller. Ryan Reynolds erweist sich als gute Wahl und verkörpert den zwischen Panik, Verzweiflung, Mutlosigkeit und Hoffnung hin- und hergerissenen Paul erstaunlich glaubhaft. Der bislang nicht unbedingt für seine schauspielerische Leistung bekannte Reynolds liefert eine beachtliche Vorstellung, die ihn (endlich) auch für ernstere Rollen empfehlen dürfte.

Als äußerst spannungsfördernd erweist sich der packende Score, welcher die jeweiligen Szenen nahezu perfekt unterstützt. Gleichwohl muss ich zugeben, dass “Buried – Lebend begraben” dadurch an Authentizität einbüßt und die musikalische Untermalung den Film als das offenbart, was er ist: Ein klaustrophobischer Hochspannungsthriller.

Mein Fazit

Beklemmender und äußerst spannender Thriller mit tollem Darsteller, den unter Platzangst leidende Menschen besser meiden sollten. Wer sich von der Grundidee, einem Mann 90 Minuten lang beim telefonieren zuzusehen, von einem Kinobesuch abhalten lässt, verpasst einen der besten Kinofilme 2010!

Meine Wertung: 9/10

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Mini-Review: Takers

Hauptplakat(494x700)Oh, mal wieder ein Film über eine Gruppe von Bankräubern (u.a. Paul Walker und Hayden Christensen), deren letzter Coup gehörig daneben gehen soll. “Takers” ist zwar wenig originell, drückt in der zweiten Hälfte aber kräftig genug aufs Gaspedal, so dass die Ideenarmut nicht mehr sonderlich auffällt. Die Darsteller wissen durchaus zu gefallen, wobei vor allem Matt Dillon als Cop vollends überzeugen kann. Zu schade, dass die Charaktere insgesamt relativ blass bleiben und der Film in den Actionszenen so schnell geschnitten ist, dass jegliche Übersicht verloren geht. Außerdem bedauerlich, auch wenn dies nur für die deutsche Fassung gilt, ist, dass dem Studio offensichtlich die Stammsynchronsprecher der Darsteller nicht zur Verfügung standen. Besonders negativ fällt dies bei Paul Walker auf, dessen deutsche Stimme auch nach 100 Minuten einfach nicht zu dem Schauspieler passen will …

Meine Wertung: 6/10

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Mini-Review: Wie durch ein Wunder

19505074.jpg-r_760_x-f_jpg-q_x-20100908_034437Charlie (Zac Efron) verliert seinen jüngeren Bruder bei einem Autounfall, kann seine Trauer nicht verarbeiten und verliert sich in seiner eigenen Welt, in der sein Bruder immer noch existent ist. Dass der Film dann doch eine ganz andere Richtung einschlägt als der Trailer vermuten lässt, gehört für mich zu den positiven Überraschungen der letzten Kinowoche. Was bin ich froh, vor dem Kinobesuch nichts über den Film gelesen zu haben. Und auch wenn die Inszenierung des Öfteren ins Kitschige abrutscht, der Story-Twist relativ früh erkennbar ist, Zac Efron zuweilen etwas hölzern spielt und ich “Wie durch ein Wunder” nach einer Zweitsichtung vermutlich deutlich abwerten würde, kann ich nicht leugnen, das Kino ziemlich begeistert verlassen zu haben.

Meine Wertung: 8/10

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Mini-Review: Die Legende der Wächter

Hauptplakat(494x700)Zwei junge Eulenbrüder werden von einem kriegerischen Eulenstamm entführt. Einer von beiden kann fliehen und begibt sich auf die Suche nach den legendären Wächtern, um mit deren Hilfe seine Familie zu retten. Bitte nicht von den putzigen Eulen täuschen lassen: “Die Legende der Wächter” ist ein düsteres und zuweilen äußerst brutales Animationsabenteuer, das sich definitiv an das erwachsene Publikum richtet. Zu schade, dass Warner dies nicht erkannt hat und den Film für eine niedrigere Altersfreigabe um ca. drei Minuten kürzen ließ. Wer sich trotz dieser Kürzungen ins Kino begibt, den erwartet ein optisch grandioser und stellenweise recht spannender Film mit inhaltlichen Schwächen und fragwürdiger Botschaft. Gewisse Parallelen zu “300” lassen sich nicht leugnen.

Meine Wertung: 7/10

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Im Kino gesehen: R.E.D.: Älter. Härter. Besser.

Hauptplakat(495x700)Ab wann gilt man eigentlich als alt? Während ich mir diese Frage bereits seit dem Entdecken meines ersten grauen Haares (also seit ungefähr 15 Jahren) stelle, scheint Bruce Willis sich um das Alter keine Gedanken machen zu müssen. Zu schade, dass nicht jeder Mann mit Glatze gut aussehen und auch mit 55 Jahren noch glaubhaft den Helden in Actionfilmen verkörpern kann …

Worum geht’s

Frank Moses (Bruce Willis) ist ein CIA-Agent der alten Schule. Und im Ruhestand. Der einzige Lichtblick in seinem ansonsten tristen Alltag sind die Telefongespräche mit der Rentensachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker). Als Franks Haus eines Nachts von einem CIA-Killerkommando überfallen wird, befürchtet Frank, dass auch Sarahs Leben in Gefahr ist. Kurzerhand entführt er sie und sucht mit ihr seine alten Kollegen auf. Wie sich schnell herausstellt, stehen auch Marvin (John Malkovich), Joe (Morgan Freeman) und Victoria (Helen Mirren) auf der Todesliste der CIA. Von dem aufstrebenden Agenten William Cooper (Karl Urban) gejagt, versuchen die ehemaligen Top-Spione herauszufinden, wieso ihr ehemaliger Arbeitgeber sie töten möchte …

Szenenbild_09(700x464)Meine Meinung

Dass Actionfilme mit “älteren Herren” funktionieren, hat Sylvester Stallone mit dem Kracher “The Expendables” eindrucksvoll bewiesen. Was Stallones Actionfeuerwerk jedoch fehlte, war der gewisse Funken Selbstironie. Davon gibt es in “R.E.D.” reichlich. Zu schade, dass es dem Film dafür an Tempo, in Erinnerung bleibenden Actionszenen und gelungenen Onelinern mangelt und die Darsteller irgendwie verschenkt wirken. Doch bevor ich jetzt falsch verstanden werde: “R.E.D.” ist dennoch unterhaltsam. Sogar überdurchschnittlich unterhaltsam.

Auch wenn die Agentengeschichte keinesfalls als originell zu bezeichnen ist, genügt sie doch, um die einzelnen Actionszenen einigermaßen sinnvoll miteinander zu verbinden. Leider lässt sich nicht leugnen, dass sich in die Story einige Längen eingeschlichen haben, die den Film unnötig ausbremsen. Das schmälert das Vergnügen zwar nur unwesentlich, wäre jedoch vermeidbar gewesen.

Szenenbild_04(700x466)Die Actionszenen sind durchaus abwechslungsreich und stellenweise überraschend hart geraten, bieten jedoch nichts wirklich Erinnerungswürdiges. Auch wenn die Prügeleien, Schießereien und Explosionen allesamt nett anzusehen sind und das Actionherz für den Moment befriedigen, beschleicht einen kurz danach doch das Gefühl, das alles schon mal irgendwo gesehen zu haben.

Die Darsteller scheinen ihre Actionrollen zwar sichtlich zu genießen, versäumen es jedoch, echte Akzente zu setzen und bleiben dadurch letztlich austauschbar. Lediglich John Malkovich, der den paranoiden Marvin herrlich überzogen mimt, versteht es, dem Film seinen Stempel aufzudrücken. Von einem Cast dieses Kalibers hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr versprochen …

Mein Fazit

Unterhaltsame Actionkomödie mit gut aufgelegten Darstellern und soliden Actionszenen, die an einigen Längen und einer gewissen Belanglosigkeit krankt.

Meine Wertung: 7/10

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Im Kino gesehen: Twelve

Gestern habe ich meine GoldCard und das Kinoprogramm des CinemaxX Kiel mal wieder hemmungslos ausgereizt und fünf Filme am Stück geschaut. Hat man einem Job nachzugehen und möchte dennoch alle gestarteten Filme sehen, kommt man an solchen Marathons leider nicht vorbei. Zu blöd, dass ausgerechnet der schwächste dieser fünf Filme nur um 23:10 Uhr lief und den Tag somit ein wenig unbefriedigend enden ließ …

Worum geht’s

Seitdem “White Mike” (Chace Crawford) seine Mutter verloren hat, vertreibt er sich die Zeit als Drogendealer. Während Mike selbst keine Drogen anrührt und lediglich schwächere Partydrogen anbietet, konsumiert und verkauft sein Cousin Charlie (Jeremy Allen White) die Designerdroge Twelve. Als Charlie bei dem Versuch, den Twelve-Dealer Lionel (Curtis Jackson) auszunehmen, erschossen wird und Mikes bester Freund Hunter (Philip Ettinger) unter Morderdacht gerät, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die in einer Katastrophe enden soll …

Meine Meinung

Reiche Teenager mit gewöhnlichen Problemen verstoßen so lange gegen alle gesetzlichen und moralischen Regeln, bis es keinen Ausweg mehr gibt. So könnte man den Inhalt von “Twelve” zusammenfassen. Und genau so unspektakulär wie sich das liest, fällt auch der Film aus.

Nicht, dass die Figuren uninteressant wären. Der durch den Tod seiner Mutter auf die schiefe Bahn geratene Mike und seine Jugendliebe Molly, die von ihren Eltern vernachlässigten Brüder Chris und Claude sowie die hochtalentierte Jessica, die zufällig an die neue Droge Twelve gerät, böten genug Ansätze für eine packende Geschichte. Dass die Schicksale der Figuren nicht fesseln können, liegt an den zahlreichen, ja schon zu zahlreichen Episoden, die sich mitunter eher im Weg stehen, als sich gegenseitig zu ergänzen. Erschwerend hinzu kommt die künstlich wirkende Hochglanzoptik, die den Film zu glatt aussehen lässt, um ihn ernstnehmen zu können.

Auch die Darsteller können nicht vollends überzeugen. Hauptdarsteller Chace Crawford spielt zwar solide, ist für seine Rolle jedoch optisch viel zu alt. Positiv fallen dafür Emma Roberts als Jugendliebe Molly und vor allem Rory Culkin als der um Anerkennung bemühte Chris auf.

Mein Fazit

Durchschnittliches Teenager-/Drogendrama mit durchaus interessanten Charakteren, aber dramaturgisch ungeschickter Inszenierung.

Meine Wertung: 5/10

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Im Kino gesehen: Die etwas anderen Cops

Hauptplakat(494x700)Eine Buddy-Actionkomödie mit Will Ferrell und Mark Wahlberg in den Haupt- sowie Eva Mendes, Samuel L. Jackson, Dwayne Johnson und Michael Keaton in den Nebenrollen? Vom Regisseur von “Ricky Bobby – König der Rennfahrer” und “Die Stiefbrüder”? Klingt nach einem schrägen Film. Und das ist er auch. Was in diesem Fall durchaus positiv gemeint ist …

Worum geht’s

P.K. Highsmith (Samuel L. Jackson) und Christopher Danson (Dwayne Johnson) sind der Stolz der New Yorker Polizei. Die Gangster fürchten sie, die Kollegen bewundern sie und die Frauen liegen ihnen zu Füßen. Allen Gamble (Will Ferrell) und Terry Hoitz (Mark Wahlberg) sind die etwas anderen Cops. Die Cops, die für Highsmith und Danson den Papierkram erledigen müssen, für den sich die beiden längst zu fein geworden sind. Als Gamble und Hoitz zufällig einen Finanzskandal entdecken, sehen sie ihre große Chance gekommen …

Szenenbild_02(700x465)Meine Meinung

Ob “Die etwas anderen Cops” lustig ist oder nicht, hängt in erster Linie von einer Frage ab: Könnt ihr euch vorstellen, darüber zu lachen, würde Will Ferrell minutenlang unfassbaren Blödsinn von sich geben und Mark Wahlberg ebenso lang ausdruckslos/fassungslos/genervt in die Kamera schauen? Lautet die Antwort “ja”, ist “Die etwas anderen Cops” genau der richtige Film für euch. Versprochen!

Die Dialoge sind ebenso wie die meisten Szenen an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten. Ob es nun minutenlange Gespräche über die Siegchancen eines Thunfischschwarms gegen eine Löwenherde oder wiederholte Bestechungsversuche sind, die unsere beiden Helden stets zu spät als solche erkennen, Will Ferrell und Mark Wahlberg ergänzen sich in diesen Szenen als ungleiches Duo nahezu perfekt und laufen in ihren Rollen zur Höchstform auf.

Szenenbild_10(700x465)Während die (brüllend komischen) Auftritte von Samuel L. Jackson und Dwayne Johnson nicht viel mehr als ein kurzes Gastspiel sind, ist das wahre Highlight der Nebenrollen die sowohl optisch wie auch komödiantisch umwerfende Eva Mendes. Wenn es eine Frau gibt, mit der ich auf einer einsamen Insel stranden wollen würde, dann wäre das … selbstverständlich meine Freundin! Was dachtet ihr denn? Aber stünde die gerade nicht zur Verfügung, würde ich durchaus auch mit Eva Mendes stranden wollen …

Leider geht den etwas anderen Cops im letzten Drittel etwas die Puste aus. Die Komödie weicht hier mehr und mehr dem Kriminalfall und den Actionszenen. Das ist zwar immer noch nett anzuschauen, kann dem bis zu diesem Zeitpunkt extrem witzigen Verlauf jedoch nicht das Wasser reichen.

Szenenbild_09(700x465)Mein Fazit

Bis in die Nebenrollen hinein perfekt besetzte Actionkomödie mit leicht schwächelndem Finale. Wer Will Ferrell und Mark Wahlberg gerne auf der Leinwand sieht und keinen Wert auf intellektuell anspruchsvollen Humor legt, dürfte an “Die etwas anderen Cops” seinen Spaß haben.

Meine Wertung: 7/10

P.S.: Wer genug Sitzfleisch beweist und den Abspann abwartet, was man ohnehin immer tun sollte, wird mit einer Bonusszene belohnt.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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