Kurz kommentiert: „Carrie“ (2002)

Wusstet ihr, dass 2002 eine TV-Adaption von „Carrie“ gedreht wurde, welche als Beginn einer Serie gedacht war, die dann aber nie realisiert wurde? Ich auch nicht. Bis ich am Wochenende mal wieder die drei bekannten „Carrie“-Filme geschaut habe und bei der späteren Recherche völlig unvermittelt über die TV-Version gestolpert bin. Also habe ich diese eben fix nachgeholt – und was soll ich sagen: Die TV-Produktion hätte die bislang beste Verfilmung werden können. Hauptdarstellerin Angela Bettis ist phänomenal gut und ja, meiner Meinung nach die bislang beste Carrie White. Die Figuren bekommen mehr Raum zur Entfaltung, was der Geschichte spürbar guttut. Und ganz generell hält sich diese Verfilmung deutlich stärker an die Romanvorlage – abgesehen von den letzten Minuten, die mit Blick auf die geplante Serie unvermeidlich waren.

Also alles gut? Leider nicht, denn die weiteren Darsteller sind nur okay bis komplett fehlbesetzt. Einige der Nebenfiguren scheinen zudem dem typischen 90er-Teenie-Komödienkosmos entsprungen zu sein. Und der eher billige Look sowie die teils katastrophalen Effekte, die selbst für TV-Verhältnisse der damaligen Zeit eine Frechheit sind, machen auch so einiges kaputt.

Dennoch ist der 2002er „Carrie“ eine überraschend sehenswerte Verfilmung des bekannten Stephen-King-Romans. Hätte ich ehrlich nicht gedacht.

Meine Wertung: 6/10

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Ich habe gerade zum bestimmt dreißigsten Mal Roland Emmerichs „Godzilla“ geschaut …

… und zum ersten Mal ist mir aufgefallen, dass in einer Szene eine „Independence Day“-Actionfigur auf einem Monitor steht.

Ist doch irgendwie schön, dass es in Filmen immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

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Kurz kommentiert: „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ (2025)

Stranden ein paar Söldner, ein Wissenschaftler, ein Pharmaunternehmer und eine Familie auf einer Insel voller mutierter Dinosaurier … klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, ist aber tatsächlich die Story von „Jurassic World: Die Wiedergeburt“. Wobei der Film den Titel „Jurassic World“ nicht wirklich verdient hat, denn um Dinosaurier geht es hier nur noch am Rande. Im Grunde handelt es sich beim aktuellen Teil der Reihe um einen klassischen B-Monsterfilm – nur mit besseren Darstellern und Effekten. Scarlett Johansson bereitet dabei durchaus Freude, ein paar schick gefilmte Szenen sind auch dabei, aber boah, ist das alles dumm. Der Anfang erinnert mit seiner albernen Kettenreaktion an „Final Destination“. Die Jagd nach den größten Dinosauriern ergibt vorne und hinten keinen Sinn. Riesige Kreaturen tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden wieder ins selbige. Eine D-Rex genannte Mutation sieht aus wie eine Mischung aus dem Rancor aus „Star Wars“ und dem Hybrid aus „Alien – Die Wiedergeburt“. Puh. Als anspruchsloser Monster-Abenteuerfilm funktioniert „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ zwar ganz gut, aber das war definitiv nicht der Film, den ich sehen wollte.

Meine Wertung: 6/10

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Geschaut: „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ (2025)

Endlich habe ich es geschaut, das große Finale der „Mission: Impossible“-Reihe. Und nachdem ich es jetzt gesehen habe, habe ich beschlossen, dass die Reihe für mich mit „Fallout“ endet. Gut, eigentlich bereits mit „Rogue Nation“, aber „Fallout“ nehme ich als Epilog noch mit. Ihr ahnt es schon: „The Final Reckoning“ hat mir eher nicht sooo gut gefallen. Warum, wieso, weshalb, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Worum geht’s

Die „Entität“ genannte KI hat beinahe das gesamte globale Nuklearsystem übernommen. Während die Weltmächte kurz davor stehen, aufgrund der Bedrohung einen Präventivschlag durchzuführen, suchen Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein Team nach einer Möglichkeit, die Entität aufzuhalten und so eine nukleare Apokalypse zu verhindern …

Meine Meinung

„The Final Reckoning“ schließt mehr oder weniger nahtlos an „Dead Reckoning“ an, was auch zu erwarten war, da es sich hier weiterhin um einen Zweiteiler handelt. Daran ändert auch die Umbenennung von „Dead Reckoning Part One“ in „Dead Reckoning“ nichts. Bedeutet: Wer den Vorgänger nicht kennt, braucht sich das finale Finale gar nicht erst ansehen. Trotzdem besteht der Film zu einem großen Teil aus Erklärungen. Insbesondere im ersten Akt reiht sich Exposition an Exposition und Flashback an Flashback, um eine komplexe Geschichte vorzugaukeln und Verbindungen zu den Vorgängern herzustellen, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Für mich funktioniert die „Mission: Impossible“-Reihe immer dann am besten, wenn sie sich auf das Wesentliche konzentriert. Das „Epische“ wirkt hier auf mich eher unfreiwillig komisch. Dasselbe gilt für den unerträglich dick aufgetragenen Pathos und die bedeutungsschwangeren Dialoge, bei denen es mich nicht gewundert hätte, wenn plötzlich Vin Diesel ins Bild gesprungen wäre und sein bekanntes „Family“ und „One last ride“ in die Kamera gegrummelt hätte.

Ab der Mitte fängt sich der Film dann ein wenig, nicht zuletzt, da nun auch endlich die Action beginnt. Wobei es trotz der Laufzeit von fast drei Stunden im Grunde „nur“ zwei große Actionszenen gibt. Diese haben es dafür in sich. In der einen muss Ethan zu dem Wrack eines U-Boots tauchen und dort etwas aus dem Inneren bergen, während das U-Boot in Bewegung gerät und einen Abhang herunterzufallen droht. Und in der zweiten muss er von einem Doppeldecker in einen anderen klettern – selbstverständlich in der Luft und ohne Fallschirm. Diese beiden Szenen sind definitiv die Highlights des Films und zweifellos beeindruckend koordiniert und gefilmt. Und dennoch haben sie mich nicht gepackt. Weil sie, und das mag jetzt doof klingen, einfach zu viel des Guten sind. Im Grunde sind sie größere Variationen der Szenen aus „Rogue Nation“. Auch in diesem muss Ethan in der Luft und unter Wasser tätig werden – mit dem Unterschied, dass die Herausforderungen dort nicht so aufgeblasen und maßlos überzogen sind, und dadurch für mich viel besser funktionieren. Wie oft ich mir das Intro von „Rogue Nation“ auch anschaue, ich habe jedes Mal ein fettes Grinsen im Gesicht, wenn Tom Cruise an dem Flugzeug hängt. Gleichzeitig verspüre ich nicht das geringste Bedürfnis, mir die Doppeldeckerszene aus „Final Reckoning“ ein zweites Mal anzuschauen. Isso.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu der Story: Ich weiß, KI ist momentan das große Ding. Oder wird zumindest als das große Ding bezeichnet. Aber als Bedrohung im „Mission: Impossible“-Universum funktioniert eine KI für mich einfach nicht. Zumindest nicht so, wie es hier umgesetzt wurde. Die Entität ist einfach zu abstrakt und nicht greifbar – was schon fast ironisch ist, wenn man bedenkt, wie sie am Ende aufgehalten werden soll (Gott, ist das dumm). Ne ne, wenn ich Filme mit einer amoklaufenden KI sehen will, dann schaue „Eagle Eye“. Oder den Klassiker „WarGames“. Die sind zwar auch alles andere als realistisch (oder logisch), dafür aber deutlich kurzweiliger. Und ganz wichtig: Sie nehmen sich nicht so verdammt ernst.

Mein Fazit

Zu lang. Zu unausgeglichen. Zu pathetisch. Zu ernst. Das große Finale der „Mission: Impossible“-Reihe ist für mich trotz hervorragender Stuntarbeit eine riesige Enttäuschung. Sollte die Reihe wider Erwarten doch noch fortgesetzt werden, dann bitte BITTE ein paar Nummern kleiner.

Meine Wertung: 5/10

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Kurz kommentiert: „The Amateur“ (2025)

Als seine Frau von Terroristen ermordet wird, setzt der CIA-Analyst Charlie Heller (Rami Malek) all seine Fähigkeiten ein, um die Täter eigenhändig zur Strecke zu bringen. „The Amateur“ hätte ein richtig schöner Actionthriller im Spionagemilieu werden können. Hätte. Ist er aber nicht. Weil dem Film originelle Ideen fehlen. Weil die Inszenierung zu behäbig ist. Weil die Figuren keine interessanten Entwicklungen durchmachen. Weil die an sich hervorragenden Darsteller größtenteils verschenkt werden. Und weil Protagonist Charlie im Grunde nicht viel besser ist als die Terroristen, wenn er auf seinem Rachefeldzug den Tod von Unschuldigen in Kauf nimmt (oder zumindest riskiert). Sympathisch geht anders. Dennoch habe ich es durchaus genossen, mal wieder einen derart altmodischen Spionagethriller zu sehen. Und dass Charlie keine unbesiegbare Ein-Mann-Armee ist, sondern einfach „nur“ ein hochintelligenter Kerl, fand ich auch ganz nett. Ganz nett. Ja, das beschreibt den Film eigentlich recht gut.

Meine Wertung: 6/10

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Kurz kommentiert: „Imaginary“ (2024)

Eine junge Patchwork-Familie. Ein imaginärer Freund. Und jede Menge Langeweile. „Imaginary“ ist kein Totalausfall, bleibt aber weit hinter seinen Möglichkeiten. Die Darsteller sind okay, die Story ist gar nicht mal so uninteressant und auch die Atmosphäre ist durchaus stimmig. Das nützt aber alles nichts, da der Film einfach nicht in die Puschen kommt und immer mal wieder ereignislos vor sich hindümpelt. Erst im Finale kommt tatsächlich so etwas wie Spannung auf – was den Film aber auch nicht mehr über den Durchschnitt hebt. Klarer Fall von kann man mal gucken, muss man aber nicht.

Meine Wertung: 5/10

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Geschaut: „Die nackte Kanone“ (2025)

Es ist Samstag und ich habe Hausarrest. Modernen Hausarrest. Ich warte auf ein Paket. Sogar auf zwei Pakete. Von zwei unterschiedlichen Lieferdiensten. Also werde ich meine Wohnung heute wohl nicht verlassen können. Tja, dann muss ich den Tag wohl mit Filmen und Videospielen verbringen. Ärgerlich, aber nützt ja nix. Vorher gibt’s aber noch flott eine kurze Review zu dem neuen „Die nackte Kanone“. Die schiebe ich schon viel zu lange vor mir her.

Worum geht’s

Um einen Unfall, der sich als Mord entpuppt, der sich als Verschwörung entpuppt. Aber mal ehrlich: Wenn interessiert’s? Als ob es bei „Die nackte Kanone“ je um die Geschichte gegangen wäre. Die Story ist eh nur ein Alibi, um eine absurde Situation an die nächste zu reihen …

Meine Meinung

… und davon hat der Film reichlich. Und das Beste: Die Situationen sind nicht nur absurd, sondern auch überraschend witzig. Ich bin ehrlich: Als der Film angekündigt wurde, hatte ich so meine Zweifel. Wie vermutlich jeder. Aber Überraschung: Der Film funktioniert. Nicht immer perfekt, aber er funktioniert. Insbesondere zu Beginn reiht „Die nackte Kanone“ ganz im guten alten ZAZ-Stil Gag an Gag. Gut, nicht jeder davon zündet, aber die Trefferquote ist so hoch, dass ich in der ersten halben Stunde mehrmals Tränen in den Augen hatte. Vor Lachen. Nur um das klarzustellen. Leider kann der Film diese Gagdichte in der zweiten Hälfte nicht halten. Da gibt es dann auch immer mal wieder ein oder zwei Minuten, in denen humortechnisch eher wenig bis gar nichts passiert. Unterhaltsam bleibt der Film aber dennoch.

Die Witze decken dabei das gesamte Spektrum ab. Es gibt Slapstick, Wortspiele, Parodien und immer absurder werdende Running Gags. Das Niveau ist ebenso abwechslungsreich. Mal ist der Film herrlich infantil, dann aber auch wieder überraschend böse und fast schon politisch. Wobei letzteres die Ausnahme ist. Dafür trifft mindestens einer dieser Witze so sehr ins Schwarze, dass es schon weh tut. Und ja, ich habe meine Worte bewusst so gewählt.

Und wie schlägt sich Liam Neeson als Frank Drebin Jr.? Gut. Wirklich gut. Ja, er ist nicht Leslie Nielsen. Und ja, die Rolle ist anders angelegt. Weniger tollpatschig, mehr … ach, ich weiß auch nicht, wie ich das beschreiben soll. Fakt ist: Auch er spielt seine Figur mit stoischem Ernst und ist sich für keinen Gag zu schade. Genau so gehört sich das. Dasselbe gilt für Pamela Anderson, die nicht ganz an die wunderbare Priscilla Presley heranreicht, aber auch nicht wirklich weit entfernt ist. Doch doch, das passt schon alles.

Mein Fazit

„Die nackte Kanone“ ist kein perfekter Film, aber der perfekte Film, um dem Gehirn eine Auszeit zu gönnen und einfach mal wieder unbeschwert Spaß zu haben. Das Niveau der ersten beiden Teile wird zwar nicht erreicht, aber mit dem dritten kann er meiner Meinung nach gut mithalten. Definitiv eine positive Überraschung!

Meine Wertung: 7/10

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Neu im Filmregal: Juli 2025

Der Juli ist so gut wie vorbei – und wieder einmal sind ein paar neue Filme in mein Filmregal gewandert:

Ultra HD Blu-ray

Die 12 Geschworenen (Mediabook)
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Steelbook)
In a Violent Nature (Mediabook)
Mr. No Pain (Steelbook)
Over the Top (Mediabook)
Waterworld (Mediabook)
Zwei stahlharte Profis – Lethal Weapon (Steelbook)

Blu-ray

Das Geheimnis von Centreville (Mediabook)
Geballte Fäuste (Mediabook)
The Forever Purge

Insgesamt komme ich nun auf 4.574 Filme und Serien. Was so langsam zu einem Problem wird. Denn so sehr ich es auch liebe, Filme in physischer Form zu sammeln: Sie brauchen Platz. Viel Platz. Sehr viel Platz. Und dieser geht mir so langsam aus. Ich spiele daher immer öfter mit dem Gedanken, mir Filme künftig grundsätzlich digital zu kaufen und mich nur noch in Ausnahmefällen für Discs zu entscheiden. Aber irgendwie ist eine digitale Sammlung keine „echte“ Sammlung. Ach, verdammt. Ein schwieriges Thema …

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Ziemlich badass: Ein neuer Trailer zu „Predator: Badlands“ ist da!

Und verdammt, sieht der gut aus. Ich lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster und sage voraus, dass die von Elle Fanning dargestellte Thia mein neuer Lieblings-Android werden wird. Sorry, Bishop.

Da fällt mir gerade ein, dass ich Dan Trachtenbergs „Predator: Killer of Killers“ noch immer nicht gesehen habe. Ich sollte diese Bildungslücke endlich mal schließen.

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Geschaut: „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (2025)

Als Danica (Madelyn Cline) und ihre Freunde nachts auf der Straße rumalbern, verursachen sie dabei einen schweren Autounfall, bei dem ein Unbeteiligter ums Leben kommt. Statt sich der Polizei zu stellen, vertuscht die Gruppe den Vorfall und beschließt, niemals wieder darüber zu reden. Ein Jahr später erhält Danica eine Karte mit dem Text „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Als kurz danach ihr Verlobter brutal ermordet wird, wird den Freunden klar, dass es sich bei der Karte nicht nur um einen blöden Scherz handelt. Da das Vorgehen des Killers frappierend an die Ereignisse aus 1997 erinnert, wendet sich die Gruppe an Julie (Jennifer Love Hewitt) und Ray (Freddie Prinze Jr.), die einzigen Überlebenden der damaligen Mordserie …

Ich mag „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Also das Original. Und auch die Fortsetzung „Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast“ finde ich verdammt unterhaltsam. Dumm, aber unterhaltsam. Über den dritten Teil und insbesondere die famos vergeigte Serie hüllen wir hingegen mal lieber den berühmten Mantel des Schweigens. Wobei der dritte Teil mit einem fähigen Regisseur und einem größeren Budget durchaus hätte unterhaltsam werden können – ich meine, mal ehrlich: Ben Willis als Zombie? Die Idee hatte schon was. Aber darum soll es hier heute gar nicht gehen, sondern um das aktuelle Legacy-Sequel „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (origineller Titel, by the way). Und dieses ist … leider eine herbe Enttäuschung.

Versteht mich nicht falsch: Der Film ist nicht wirklich schlecht. Aber halt auch nicht wirklich gut. Er ist purer Durchschnitt mit Tendenz nach unten. Und stellenweise arg dumm. Nicht unterhaltsam-dumm, wie einst „Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast“, sondern ärgerlich-dumm. Zum Beispiel gibt es recht früh im Film einen leider viel zu eindeutigen (und völlig unnötigen) Hinweis auf die Identität des Killers, der dafür sorgte, dass ich den Rest des Films damit beschäftigt war, die immer lauter werdende Stimme in meinem Kopf zu unterdrücken, die da schrie „BITTE LASS DAS NICHT DEREN ERNST SEIN!“. Bedauerlicherweise war es deren Ernst, sodass mich die Auflösung nur noch verärgerte, aber nicht mehr überraschte. Das Motiv des Killers ist völlig an den Haaren herbeigezogen und ergibt mit Blick auf die Opfer nicht mal Sinn – was ich jetzt leider nicht weiter ausführen kann, ohne heftig zu spoilern. Und ich hasse Spoiler. Also müsst ihr mir da einfach vertrauen.

Außerdem ist „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ verdammt merkwürdig geschnitten. Und damit meine ich nicht nur, dass der Killer immer wieder völlig unbemerkt aus dem Nichts auftaucht, Nein, das geht so weit, dass schon mal zwei Personen miteinander kämpfen, Person A die Oberhand gewinnt und *Schnitt* sich in der nächsten Szene halbtot durch die Botanik schleppt. Wieso, weshalb, warum? Man weiß es nicht. Manchmal hatte ich echt das Gefühl, als würden mittendrin Szenen fehlen. Schräg.

Dennoch lässt sich ein gewisser Unterhaltungswert nicht absprechen. Die erste Hälfte des Films ist recht atmosphärisch, die Morde sind solide (wenn auch arg unblutig) und die neuen Figuren sind zwar dumm und nervig, dabei aber irgendwie auch überraschend sympathisch. Dies gilt insbesondere für die von Madelyn Cline gespielte Danica, die so ziemlich jedes Gen-Z-Klischee in sich vereint, dabei aber so überzieht, dass ich mehrmals breit grinsen musste. Und dann sind da ja auch noch die alten Haudegen Jennifer Love Hewitt (hach, was war ich damals verliebt) und Freddie Prinze Jr. (hach, was war ich damals neidisch wegen Sarah Michelle Gellar), die leider zwar eher kleine Rollen haben, diese aber gut mit Leben zu füllen wissen. Wirklich schön, die beiden mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen.

Leider ändert all dies nichts daran, dass der Film zum Ende hin völlig in sich zusammenfällt – sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch. Es ist wahrlich lange her, dass ich in einem Slasher ein so lahmes und spannungsarmes Finale gesehen habe.

Sei’s drum, die im Abspann angeteaserte Fortsetzung würde ich natürlich trotzdem schauen. Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass diese tatsächlich grünes Licht bekommt. Wenn ich von meinem Kinobesuch auf die Allgemeinheit schließe, dann fällt das Interesse eher gering aus: Wir waren gerade mal sieben Personen im Saal – und das am ersten Wochenende. Das ist kein gutes Zeichen …

Meine Wertung: 5/10

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