Ziemlich badass: Ein neuer Trailer zu „Predator: Badlands“ ist da!

Und verdammt, sieht der gut aus. Ich lehne mich mal ein wenig aus dem Fenster und sage voraus, dass die von Elle Fanning dargestellte Thia mein neuer Lieblings-Android werden wird. Sorry, Bishop.

Da fällt mir gerade ein, dass ich Dan Trachtenbergs „Predator: Killer of Killers“ noch immer nicht gesehen habe. Ich sollte diese Bildungslücke endlich mal schließen.

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Geschaut: „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (2025)

Als Danica (Madelyn Cline) und ihre Freunde nachts auf der Straße rumalbern, verursachen sie dabei einen schweren Autounfall, bei dem ein Unbeteiligter ums Leben kommt. Statt sich der Polizei zu stellen, vertuscht die Gruppe den Vorfall und beschließt, niemals wieder darüber zu reden. Ein Jahr später erhält Danica eine Karte mit dem Text „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Als kurz danach ihr Verlobter brutal ermordet wird, wird den Freunden klar, dass es sich bei der Karte nicht nur um einen blöden Scherz handelt. Da das Vorgehen des Killers frappierend an die Ereignisse aus 1997 erinnert, wendet sich die Gruppe an Julie (Jennifer Love Hewitt) und Ray (Freddie Prinze Jr.), die einzigen Überlebenden der damaligen Mordserie …

Ich mag „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Also das Original. Und auch die Fortsetzung „Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast“ finde ich verdammt unterhaltsam. Dumm, aber unterhaltsam. Über den dritten Teil und insbesondere die famos vergeigte Serie hüllen wir hingegen mal lieber den berühmten Mantel des Schweigens. Wobei der dritte Teil mit einem fähigen Regisseur und einem größeren Budget durchaus hätte unterhaltsam werden können – ich meine, mal ehrlich: Ben Willis als Zombie? Die Idee hatte schon was. Aber darum soll es hier heute gar nicht gehen, sondern um das aktuelle Legacy-Sequel „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (origineller Titel, by the way). Und dieses ist … leider eine herbe Enttäuschung.

Versteht mich nicht falsch: Der Film ist nicht wirklich schlecht. Aber halt auch nicht wirklich gut. Er ist purer Durchschnitt mit Tendenz nach unten. Und stellenweise arg dumm. Nicht unterhaltsam-dumm, wie einst „Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast“, sondern ärgerlich-dumm. Zum Beispiel gibt es recht früh im Film einen leider viel zu eindeutigen (und völlig unnötigen) Hinweis auf die Identität des Killers, der dafür sorgte, dass ich den Rest des Films damit beschäftigt war, die immer lauter werdende Stimme in meinem Kopf zu unterdrücken, die da schrie „BITTE LASS DAS NICHT DEREN ERNST SEIN!“. Bedauerlicherweise war es deren Ernst, sodass mich die Auflösung nur noch verärgerte, aber nicht mehr überraschte. Das Motiv des Killers ist völlig an den Haaren herbeigezogen und ergibt mit Blick auf die Opfer nicht mal Sinn – was ich jetzt leider nicht weiter ausführen kann, ohne heftig zu spoilern. Und ich hasse Spoiler. Also müsst ihr mir da einfach vertrauen.

Außerdem ist „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ verdammt merkwürdig geschnitten. Und damit meine ich nicht nur, dass der Killer immer wieder völlig unbemerkt aus dem Nichts auftaucht, Nein, das geht so weit, dass schon mal zwei Personen miteinander kämpfen, Person A die Oberhand gewinnt und *Schnitt* sich in der nächsten Szene halbtot durch die Botanik schleppt. Wieso, weshalb, warum? Man weiß es nicht. Manchmal hatte ich echt das Gefühl, als würden mittendrin Szenen fehlen. Schräg.

Dennoch lässt sich ein gewisser Unterhaltungswert nicht absprechen. Die erste Hälfte des Films ist recht atmosphärisch, die Morde sind solide (wenn auch arg unblutig) und die neuen Figuren sind zwar dumm und nervig, dabei aber irgendwie auch überraschend sympathisch. Dies gilt insbesondere für die von Madelyn Cline gespielte Danica, die so ziemlich jedes Gen-Z-Klischee in sich vereint, dabei aber so überzieht, dass ich mehrmals breit grinsen musste. Und dann sind da ja auch noch die alten Haudegen Jennifer Love Hewitt (hach, was war ich damals verliebt) und Freddie Prinze Jr. (hach, was war ich damals neidisch wegen Sarah Michelle Gellar), die leider zwar eher kleine Rollen haben, diese aber gut mit Leben zu füllen wissen. Wirklich schön, die beiden mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen.

Leider ändert all dies nichts daran, dass der Film zum Ende hin völlig in sich zusammenfällt – sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch. Es ist wahrlich lange her, dass ich in einem Slasher ein so lahmes und spannungsarmes Finale gesehen habe.

Sei’s drum, die im Abspann angeteaserte Fortsetzung würde ich natürlich trotzdem schauen. Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass diese tatsächlich grünes Licht bekommt. Wenn ich von meinem Kinobesuch auf die Allgemeinheit schließe, dann fällt das Interesse eher gering aus: Wir waren gerade mal sieben Personen im Saal – und das am ersten Wochenende. Das ist kein gutes Zeichen …

Meine Wertung: 5/10

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Geschaut: „Drop – Tödliches Date“ (2025)

Einige Jahre nach dem Tod ihres gewalttätigen Mannes wagt sich Violet (Meghann Fahy) endlich wieder auf ein Date. Zu ihrer Freude startet der Abend in dem noblen Restaurant ganz hervorragend. Der charmante Fotograf Henry (Brandon Sklenar) scheint tatsächlich der Volltreffer zu sein, den Violet sich erhofft hat. Doch dann erhält Violet während des Abendessens immer bedrohlichere Nachrichten auf ihrem Smartphone – und die Anweisung, Henry zu töten …

„Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse“, „Happy Deathday“, „Happy Deathday 2U“, „Freaky“ – Regisseur Christopher Landon hat sich in den letzten Jahren zu einem meiner Lieblings-Regisseure entwickelt. Nicht etwa, weil seine Filme besonders anspruchsvolle Meisterwerke wären, sondern weil er mir mit seinen Filmen stets den unbeschwerten Spaß beschert, der heutzutage in Hollywood viel zu selten geworden ist. Und sein aktueller Thriller „Drop – Tödliches Date“ macht hier keine Ausnahme.

Nüchtern betrachtet ist die Story von „Drop – Tödliches Date“ ziemlicher Käse. Der Anfang kommt noch recht bodenständig daher, doch mit zunehmender Laufzeit wird das Geschehen immer absurder. Egal wohin Violet sich begibt, egal was sie versucht, der anonyme Texter weiß alles, sieht alles und scheint jeden ihrer Schritte voraussehen und abwehren zu können. Der ebenfalls allwissende Jigsaw wäre stolz auf ihn. Das alles ist natürlich Mumpitz hoch zehn. Und spätestens im actionreichen Finale wird jegliche Logik komplett über Bord geworfen. Aber der Punkt ist: Der Film funktioniert!

Zum einen, weil Violet und Henry wirklich grundsympathisch sind, und ich ihnen ein Happy End dementsprechend von Herzen gewünscht habe. Zum anderen, weil der Film von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre aufbaut, spannungstechnisch direkt in die Vollen geht und dementsprechend kaum Zeit zum Durchatmen oder gar Nachdenken lässt. Und zu guter Letzt, weil der Film viel hochwertiger aussieht, als er dürfte. Die Sets, die Kameraeinstellungen – „Drop – Tödliches Date“ bietet so einiges fürs Auge. Irgendwie hat Christopher Landon es geschafft, einen Film zu drehen, der inhaltlich ganz laut B-MOVIE!!! schreit, optisch jedoch wie eine edle Hochglanzproduktion aussieht. Respekt!

Ist „Drop – Tödliches Date“ ein Film für die Ewigkeit? Mit Sicherheit nicht. Aber er ist ein Film, den ich garantiert immer und immer wieder gerne sehen werde, weil er einfach Spaß und gute Laune macht. In diesem Sinne: Yahtzee!

Meine Wertung: 7/10

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Geschaut: „Until Dawn“ (2025)

Falls ihr es noch nicht wusstet (und woher solltet ihr das wissen): Ich habe seit Montag Urlaub. Urlaub. Drei Wochen lang. Das bedeutet, ich kann in diesen drei Wochen tun und lassen, was ich will. Und das bedeutet, dass mich auch niemand davon abhalten kann, morgens um 8 Uhr die Vorhänge runterzulassen und einen Horrorfilm zu schauen.

Zum Beispiel den frisch veröffentlichten „Until Dawn“, in dem Clover (Ella Rubin) gemeinsam mit ihren Freunden ihrer verschwundenen Schwester Melanie (Maia Mitchell) hinterherreist, in der Hoffnung, etwas über ihr Verschwinden zu erfahren. Während ihrer Reise trifft die Gruppe auf einen mysteriösen Tankstellenbesitzer (Peter Stormare), der sich an Melanie erinnert und den Freunden den Tipp gibt, mal in der Kleinstadt Glore Valley vorbeizuschauen, da dort regelmäßig Menschen verschwinden würden. Kaum dort angekommen, werden Clover und ihre Freunde von einem maskierten Mann angegriffen und brutal ermordet – nur um Sekunden später wieder lebendig voreinander zu stehen, als hätten sie Glore Valley eben erst betreten. Als sie kurz darauf erneut brutal den Tod finden und die Zeit erneut zurückgedreht wird, wird ihnen klar, dass sie die Nacht irgendwie überleben müssen, um Glore Valley jemals wieder verlassen zu können …

„Until Dawn“ ist kein besonders origineller Film. Alles, was hier passiert, habe ich so oder so ähnlich bereits in anderen Filmen gesehen. Das macht aber nichts, denn ich hatte trotzdem meinen Spaß damit. Wie heißt es so schön: Gut geklaut ist immer noch besser als schlecht erfunden. Außerdem legt Regisseur David F. Sandberg ein enormes Tempo an den Tag, sodass Langeweile gar keine Chance hat. Der nächste Tod ist stets nur ein paar Minuten entfernt – und dank der tollen praktischen Effekte jedes Mal ein Heidenspaß. Generell war ich sehr überrascht, wie saftig der Film ist. Für FSK 16 ist das schon mehr als nur ordentlich. Menschen werden brutal abgestochen, Körper explodieren, dazu ein wenig Creature Horror – als Genre-Fan kann ich mich hier wirklich nicht beschweren.

Leider bleiben sowohl die Handlung als auch die Figuren bei all dem etwas auf der Strecke. Vieles wird angerissen, aber nie wirklich vertieft. Das ist ein wenig schade, da hier eine Menge Potential liegen gelassen wird. Insbesondere auf psychologischer Ebene. So bleibt der Film leider recht oberflächlich. Unterhaltsam, aber oberflächlich. Dennoch fand ich die Story interessant genug, um ihr folgen zu wollen. Und auch die Figuren waren mir immer noch sympathisch genug, dass ich ihnen die Daumen drückte. Es wäre halt nur deutlich mehr drin gewesen.

Was ich zu guter Letzt noch erwähnen möchte: Der immer wieder durchblitzende schwarze Humor traf genau meinen Nerv. Bei aller Gewalt und Brutalität ist „Until Dawn“ nämlich immer noch das, was ich gerne als Gute-Laune-Horrorfilm bezeichne. Eine Geisterbahnfahrt, die zwar erschreckt, aber im Grunde niemandem weh tun möchte. Und ja, ich mag solche Filme.

Meine Wertung: 7/10

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Geschaut: „Warlock – Das Geisterschloss“ (1999)

Die Studentin Kris (Ashley Laurence) erfährt von einem Historiker, dass sie ein seit Jahrzehnten leerstehendes Haus geerbt hat. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sie sich auf den Weg zu dem verlassenen Anwesen. Dort wartet der mysteriöse Architekt Phillip Covington (Bruce Payne) bereits auf die Gruppe – und scheint insbesondere an Kris interessiert zu sein …

Nach Jahr(zehnt)en der Aufschieberei habe ich heute endlich den Abschluss der „Warlock“-Trilogie geschaut. Und meine Güte, ist dieser Film schlecht. Die Handlung. Die Darsteller. Die Dialoge. Die Kulissen. Die Effekte. Mir fällt wirklich nichts Positives ein, was ich über diesen Schund sagen könnte. Wenn er wenigstens unfreiwillig komisch wäre, aber nein, er ist einfach nur dilettantisch und langweilig. Ganz ehrlich: Ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor einen so schlechten Film gesehen habe …

… das dachte ich zumindest. Bis ich den Film eben bei Letterboxd protokollieren wollte und feststellen musste, dass ich „Warlock – Das Geisterschloss“ bereits geschaut hatte. Im Oktober 2020, um genau zu sein. Ich schwöre, ich vergesse sonst nie einen Film. Gut, manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich einen Film schon kenne. Dann starte ich ihn und nach wenigen Minuten kommen die Erinnerungen zurück. Aber hier? Nichts! Ich habe eben den kompletten Film geschaut, und nicht eine einzige Szene kam mir bekannt vor. Die einzig logische Erklärung: Der Film ist so eine Katastrophe, dass mein Gehirn nach der Sichtung in 2020 das einzig Richtige getan und ihn komplett aus meinem Gedächtnis gelöscht hat. Aus Selbstschutz. Wenn euch das keine Warnung ist, dann weiß ich auch nicht.

Meine Wertung: 1/10

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Drei Medizin-Thriller, die ich immer wieder gerne schaue

Aktuell bin ich mal wieder in meiner kleinen Thriller-Phase. Und immer wenn ich in meiner kleinen Thriller-Phase bin, lande ich früher oder später auch bei Medizin-Thrillern. Und wenn ich bei Medizin-Thrillern lande, schaue ich üblicherweise die folgenden drei Filme, die ich hiermit offiziell jedem Thriller-Fan ans Herz legen möchte:

Coma (1978)

Als ihre Freundin nach einem eigentlich harmlosen Eingriff ins Koma fällt, stellt die Ärztin Dr. Susan Wheeler (Geneviève Bujold) eigene Nachforschungen an. Dabei findet sie heraus, dass es in ihrem Krankenhaus ungewöhnlich oft zu seltsamen Koma-Fällen kommt. Obwohl ihr niemand glaubt, bleibt sie an den Fällen dran – und schwebt schon bald in tödlicher Gefahr …

Michael Crichton hat hier einen Klassiker geschaffen, der sich auch heute noch wunderbar schauen lässt – auch wenn die Geschichte etwas zu langsam in Fahrt kommt. Dr. Wheelers Ermittlungen ziehen sich zuweilen schon etwas. Nicht zuletzt, da ihr niemand glaubt, was schon etwas seltsam ist, da sie durchaus valide Fakten präsentiert, die auf Interesse stoßen sollten. Aber hey, so funktionieren Verschwörungsthriller nun mal. Und insgesamt funktioniert auch „Coma“ hervorragend. Die Story ist düster. Die Darsteller sind klasse. Und insbesondere das Finale ist auch heute noch verdammt spannend. Ich kann jeden verstehen, der nach diesem Film Angst vor einer Vollnarkose hat.

Ambulance (1990)

Der Comiczeichner Josh (Eric Roberts) spricht auf offener Straße die hübsche Cheryl (Janine Turner) an, kann mit seinem aufdringlichen „Charme“ allerdings nur bedingt punkten. Als Cheryl während der Unterhaltung plötzlich zusammenbricht und von einem Krankenwagen abgeholt wird, verspricht Josh ihr, sie abends im Krankenhaus zu besuchen. Als er dort ankommt, wird ihm jedoch gesagt, dass im Laufe des Tages keine Frau eingeliefert wurde. Da die Polizei keine Hilfe ist, beginnt Josh selbst mit der Suche nach Cheryl – und findet dabei heraus, dass irgendjemand Jagd auf Diabetiker macht …

Larry Cohens „Ambulance“ ist durch und durch ein B-Movie. Und das meine ich absolut als Kompliment! So eine schräge Mischung wie diesen Film würde man im A-Bereich vermutlich nie zu sehen bekommen. Josh taumelt von einer absurden Situation in die nächste, führt grandios bekloppte Dialoge und wird dabei von einigen verdammt skurrilen Figuren unterstützt – zum Beispiel von einem komplett freidrehenden James Earl Jones als Lt. Spencer, der selbst im Todeskampf noch lässig seine Kaugummis kaut. Da „Ambulance“ sich selbst zu keiner Minute ernst nimmt, ist der Film nicht im herkömmlichen Sinne spannend. Spannend ist vielmehr, was sich die Macher wohl als nächstes haben einfallen lassen. Ein Gute-Laune-Thriller mit ein bisschen Suspense, ein bisschen Action und ganz viel Spaß – ich liebe diesen Film!

Extrem… mit allen Mitteln (1996)

Während seiner Nachtschicht landet ein Unbekannter auf dem OP-Tisch des jungen Notarztes Dr. Guy Luthan (Hugh Grant). Nach einer medizinisch nicht erklärbaren Reaktion verstirbt der Mann – und verschwindet dann spurlos. Als Dr. Luthan der Sache auf den Grund geht, stößt er auf den angesehenen Dr. Lawrence Myrick (Gene Hackman), der offenbar illegale Experimente an Menschen durchführt …

„Extrem… mit allen Mitteln“ hat alles, was einen guten Medizin-Thriller auszeichnet: Eine so mysteriöse wie spannende Story. Einen unfreiwilligen Helden. Einen charismatischen Schurken. Und ein moralisches Dilemma, das zum Nachdenken anregt. Auch wenn die Antwort im Grunde klar ist. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass die Motivation hinter dem Treiben aus Sicht der Betroffenen nachvollziehbar ist. Unmenschlich, aber nachvollziehbar. Und genau das macht diesen Film so stark. Weil es hier eben nicht nur um einen Arzt mit Gottkomplex geht. Ja, der Film bleibt insgesamt ein wenig oberflächlich, aber das gibt höchstens Abzüge in der B-Note. Wer sich auch nur ansatzweise für Medizin- und Verschwörungsthriller interessiert, sollte „Extrem… mit allen Mitteln“ unbedingt mal ’ne Chance geben. Mein absoluter Favorit in diesem Bereich!

Bonus: Koma (2012)

Da ich eh schon dabei war, habe ich neulich auch endlich mal die Miniserie „Koma“ aus 2012 nachgeholt. Wenig überraschend erzählt die Serie dieselbe Geschichte wie das Original aus 1978, nur halt ein wenig moderner und in der heutigen Zeit angesiedelt. Wirklich besser macht sie das aber nicht. Eher im Gegenteil. Das Geschehen wirkt zuweilen arg konstruiert und zusammenhanglos, die Figuren bleiben erschreckend blass und wirklich spannend ist hier auch nichts. Versteht mich bitte nicht falsch: Die Serie ist kein Totalausfall (und mit Geena Davis, James Woods und Richard Dreyfuss in Nebenrollen überraschend gut besetzt), aber halt auch nichts, was man zwingend gesehen haben muss. Oder anders formuliert: Im Zweifel lieber das Original schauen.

So, und zum Abschluss habe ich nun tatsächlich noch eine Frage an euch: Habt ihr Tipps für Medizin-Thriller für mich? Gefühlt scheint es in diesem Bereich gar nicht sooo viele Filme zu geben. Vielleicht hat ja jemand noch einen Geheimtipp für mich, den ich noch nicht kenne. Ich würde mich freuen!

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Es passiert tatsächlich: Der Trailer zur Verfilmung von Stephen Kings „The Long Walk“ aka „Todesmarsch“ ist da!

Seit Jahrzehnten warte ich darauf, dass dieser Roman verfilmt wird – und nun ist es endlich so weit: Am 11. September startet „The Long Walk“ in den deutschen Kinos. Dass ich das noch erleben darf. Jetzt hoffe ich nur, dass der Film genauso düster und trostlos wird wie die Vorlage. Der Trailer macht schon mal einen sehr ordentlichen Eindruck.

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Wie aus dem Nichts: Der Trailer zu „Die Unfassbaren 3“ ist da!

Huch, wo kommt der denn her? Also nicht nur der Trailer, ich meine den gesamten Film. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass ein dritter Teil kommen soll. Oder ich hatte es mal auf dem Schirm und hab es wieder vergessen. Auch möglich. Egal, denn Fakt ist: „Die Unfassbaren 3“ kommt. Und das Beste: Nachdem sie im zweiten Teil fehlte, ist Isla Fisher dieses Mal wieder mit dabei. Hach, ich freu mich!

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Ein kurzer Rückblick auf die letzten Filme und Serien

In letzter Zeit war es hier mal wieder verdammt ruhig. Und das, obwohl ich durchaus den einen oder anderen Film und die eine oder andere Serie geschaut habe. Um ehrlich zu sein, gehen mir derzeit viele Dinge durch den Kopf. Dinge, die mir zu schaffen machen und an meiner Konzentration nagen. Berufliche Dinge. Private Dinge. In meinem Kopf geht’s aktuell ziemlich chaotisch zu. Der Witz daran: Ich weiß, dass das Schreiben die perfekte Ablenkung wäre und mir guttun würde. Und trotzdem tue ich es nicht und buche lieber eine weitere Fahrt auf dem Gedankenkarussell. Manchmal möchte ich mich dafür selbst schütteln. Oder ohrfeigen. Oder beides. Aber hey, kontraproduktives Verhalten gehört zum Menschsein ja auch irgendwie dazu.

Und damit genug gejammert und ab zu dem, worum es hier heute eigentlich geht: Filme. Serien. Und meine kurze Meinung dazu. Los geht’s!

The Gorge (2025)

Miles Teller und Anya Taylor-Joy als zwei Scharfschützen, die an zwei gegenüberliegenden Türmen postiert sind, keinen Kontakt haben dürfen und sich aber dennoch ineinander verlieben, während in der Schlucht zwischen ihnen ein unvorstellbares Geheimnis lauert. „The Gorge“ ist eine verdammt schräge Mischung aus Romanze, Horror, Science-Fiction, Action und Verschwörungsthriller – und jede Minute wert. Sofern man sich auf solch einen kruden Mix einlassen kann. Ich hatte definitiv meinen Spaß und habe den Film inzwischen sogar schon mehrmals geschaut. Und das nicht nur wegen der Action, sondern insbesondere weil Teller und Taylor-Joy so ein verdammt süßes Paar sind.

Meine Wertung: 8/10

Nosferatu – Der Untote (2024)

Robert Eggers‘ Neuverfilmung des Stummfilmklassikers erfindet das Rad nicht neu, ist optisch aber eine Wucht und beweist eindrucksvoll, wie atmosphärisch Horrorfilme sein können. Wie hier mit Licht und Schatten gespielt wird, ist schon ziemlich grandios. Ein bisschen spannender und flotter erzählt hätte die Chose aber schon sein dürfen, zuweilen tritt der Film dann doch ein wenig auf der Stelle. Macht aber nix, denn das Ergebnis überzeugt dennoch auf ganzer Linie – auch aufgrund der grandiosen Besetzung.

Meine Wertung: 8/10

Smile 2 (2024)

„Smile 2“ schließt direkt an den Vorgänger an und erzählt im Grunde dieselbe Geschichte noch mal – nur besser. Die Figuren sind sympathischer, die Halluzinationen sind kreativer, die Entität ist noch böser und generell ist alles eine Nummer größer – was in diesem Fall tatsächlich gleichbedeutend mit besser ist. Ich behaupte: Wer „Smile“ mochte, wird „Smile 2“ lieben.

Meine Wertung: 8/10

Planet der Affen: New Kingdom (2024)

Der neueste Film der Reihe springt ein paar Jahrzehnte in die Zukunft, weiß im Grunde aber nichts mit dieser Zukunft anzufangen. Ein neuer (friedlicher) Affenclan hier. Ein neuer (aggressiver) Affenclan dort. Vereinzelte Menschen, die plötzlich wieder sprechen können. Und mittendrin ein Schimpanse, der seinen Platz in all dem sucht. Das war’s. Tricktechnisch ist auch „Planet der Affen: New Kingdom“ mal wieder eine Wucht, aber erzählerisch hat der Film erschreckend wenig zu bieten. Was nur halb so schlimm wäre, wenn er nicht fast zweieinhalb Stunden gehen würde. Der gelegentliche Blick auf die Uhr war unvermeidbar. Aber okay, ich wurde schon schlechter unterhalten.

Meine Wertung: 6/10

Im Wasser der Seine (2024)

Ein Hai verirrt sich in die Seine und knuspert in Paris fröhlich und völlig unbemerkt Einheimische und Touristen weg. Klingt blöd. Ist blöd. Aber musste es gleich SO blöd sein? Je mehr ich über diesen Film nachdenke, desto blöder wird er. Im Grunde ergibt hier nichts irgendeinen Sinn – was in Kombination mit der bierernsten Inszenierung für jede Menge unfreiwilligen Humor sorgt. Immerhin sieht der Film überraschend hochwertig aus – auch wenn der CGI-Hai einmal mehr zu wünschen übrig lässt.

Meine Wertung: 5/10

Spiders – Ihr Biss ist der Tod (2023)

Ein Hochhaus. Ein paar Bewohner. Und Spinnen. Jede Menge Spinnen. Die erste Hälfte dieses schnuckeligen Spinnenhorrorfilms hat mir richtig RICHTIG gut gefallen. Die Spinnen sind schön eklig. Die Tode sind schön fies. Und die Figuren sind auf ihre unsympathische Art erfreulich sympathisch (nein, das ist kein Widerspruch!). Bedauerlicherweise waren die Macher jedoch der Meinung, immer und immer wieder einen draufsetzen zu müssen. Zum Ende hin übertreibt der Film es dann so dermaßen, dass von der anfänglich realistischen Bedrohung so gut wie nichts mehr zu spüren ist. Irgendwie schade. Und dennoch ist „Spiders – Ihr Biss ist der Tod“ ein extrem gelungener Vertreter dieses Genres.

Meine Wertung: 7/10

Companion – Die perfekte Begleitung (2025)

Je weniger man über diesen Film weiß, desto besser. Daher nur so viel: Ich liebe die Story. Ich liebe den schwarzen Humor. Und ich liebe Sophie Thatcher als Iris. Das muss als Empfehlung reichen.

Meine Wertung: 8/10

Heretic (2024)

Zwei Missionarinnen geraten an einen höflichen älteren Herren, der vorgibt, an ihrer Religion interessiert zu sein. Bald wird den beiden jungen Frauen klar, dass der Mann ein diabolisches Spiel mit ihnen spielt. Wow, ist dieser Film düster. Also inhaltlich. Nicht optisch. „Heretic“ ist klein, fies und dreckig – und Hugh Grant als manipulativer Psychopath eine Klasse für sich. Der Ketzer in mir hatte definitiv seine Freude an dem finsteren Treiben.

Meine Wertung: 8/10

Wolf Man (2025)

Eine junge Familie wird nachts von einem Werwolf angegriffen und kann sich in ein abgelegenes Haus retten, nicht ahnend, dass nun auch der Vater infiziert ist. Leigh Whannell wagt sich an einen Werwolf-Film und versucht der Thematik neues Leben einzuhauchen, indem er die Verwandlung im Stil von David Cronenbergs „Die Fliege“ als langsamen Prozess inszeniert. Das ist zwar nicht gänzlich uninteressant, leider aber auch nicht wirklich spannend. Nicht zuletzt, da der Film streng nach Schema F abläuft und keinerlei Überraschungen bietet – von ein paar optischen Spielereien mal abgesehen, die inhaltlich jedoch nicht viel zum Geschehen beitragen. Schade, von diesem Film hatte ich mir deutlich mehr erhofft.

Meine Wertung: 6/10

Civil War (2024)

Während in den USA ein Bürgerkrieg tobt, machen sich vier Kriegsreporter auf den Weg zum Weißen Haus, um dort den Präsidenten zu interviewen. Ich vermute, „Civil War“ steht und fällt mit der Erwartungshaltung. Wer sich von diesem Film einen aufrüttelnden Kommentar zu der politischen Lage in Amerika erhofft, dürfte nach dem Abspann enttäuscht sein. „Civil War“ ist weder ein politischer Weckruf noch ein Kriegsfilm. Er ist ein Roadmovie (mit ein bisschen Action). Ein Roadmovie, in dem die Kriegsfotografie im Mittelpunkt steht. Und das, was diese Art der Berichterstattung mit den Menschen macht. Kein Wunder also, dass mir der Film gefallen hat. Die Fotografie zieht bei mir als Thema einfach immer.

Meine Wertung: 8/10

Subservience (2024)

Megan Fox als Haushalts-Android, der einen eigenen Willen entwickelt und sich zur tödlichen Bedrohung entwickelt? Ich weiß, was einige von euch jetzt denken: „Den Film hat er sich doch nur angeschaut, weil Megan Fox darin mitspielt.“. Diesen Menschen möchte ich mit zutiefst ehrlich empfundener Empörung erwidern: stimmt! Und was soll ich sagen: Megan Fox ist auch zweifellos das Highlight dieses Films. Insbesondere da ihr inzwischen sehr künstliches Aussehen perfekt zu dieser Rolle passt. Von Megan Fox einmal abgesehen, hat „Subservience“ leider nicht allzu viel zu bieten. Die Story ist vorhersehbar, Spannung kommt nur selten auf, und die ab und an aufkeimende Gesellschaftskritik verpufft schneller als Fox ihren Bademantel fallen lassen kann. Was bleibt, ist die Hoffnung, solch eine Haushaltshilfe tatsächlich eines Tages kaufen zu können. Ich fange schon mal an zu sparen.

Meine Wertung: 4/10

The Crow (2024)

Was. Für. Ein. Reinfall. Die Kritiken fielen schlecht aus. Sehr schlecht. Und so ziemlich alle Kritiker waren sich einig. Oft ist es so, dass mir ein Film dann dennoch gefällt. Hier nicht. Hier muss ich allen anderen leider zustimmen. Und ich hasse es, anderen Menschen zuzustimmen. Es nützt aber nix: Der 2024er „The Crow“ ist eine Katastrophe, bei der so ziemlich nichts stimmt. Die Figuren sind unsympathisch und nervig, die Story ergibt von vorne bis hinten keinen Sinn und die Action ist zwar blutig, aber komplett beliebig. Ja, es gibt ein oder zwei ganz coole Momente. Und ja, die Optik ist zuweilen auch ganz nett. Das rettet dieses Fiasko aber auch nicht.

Meine Wertung: 2/10

Don’t Move (2024)

Eine junge Frau gerät in die Hände eines Serienkillers. Kurz danach kann sie ihm entkommen, doch die Freude währt nicht lange. Der Fremde hat ihr nämlich bereits ein Mittel injiziert, das ihren Körper in 20 Minuten vollständig lähmen wird. „Don’t Move“ ist das, was ich eine positive Überraschung nenne: wenig erwartet, (relativ) viel bekommen. Nein, der Film erfindet das Rad nicht neu. Aber er ist erfreulich kurz, knackig inszeniert, überraschend abwechslungsreich, und was mich am meisten gefreut hat: Die Figuren handeln allesamt überraschend clever. Außerdem ist die Ausgangssituation wirklich herrlich fies. Kein Film für die Ewigkeit, aber solide Thriller-Unterhaltung.

Meine Wertung: 7/10

Reacher – Staffel 3

Reacher lässt sich in ein Verbrechersyndikat einschleusen, weil er mit den Hintermännern noch eine offene Rechnung zu begleichen hat. Allgemein scheint die dritte Staffel besser anzukommen als die zweite. Meiner Meinung nach ist sie die bislang schwächste Staffel der Serie. Was aber nicht viel bedeutet, denn auch diese Mission hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Wenn ich jammere, dann also auf hohem Niveau. So fand ich z. B. Reachers Kontaktperson eher nervig und die Romanze zwischen ihr und Reacher komplett unglaubwürdig. Und bei ein oder zwei Episoden dachte ich tatsächlich, dass man auf diese auch hätte verzichten oder sie zumindest zu einer hätte zusammenfassen können. Sei’s drum, ich hatte meinen Spaß und freue mich auf die nächste Staffel. Reacher ist und bleibt einfach eine coole Sau.

Meine Wertung: 7/10

Daredevil: Born Again – Staffel 1

Die Bedenken waren groß, aber zum Glück unbegründet: Auch wenn die erste Staffel von „Daredevil: Born Again“ nicht ganz die Qualität der Originalserie erreicht, so ist sie doch ziemlich nah dran. Und das ist mehr, als ich von Marvel erwartet hätte. Die Serie ist düster. Sie ist tragisch. Und sie ist (insbesondere in der letzten Folge) verdammt brutal. Das hätte ich Marvel gar nicht zugetraut. Dass Wilson Fisk als skrupelloser Bürgermeister an Donald Trump erinnert, mag Zufall sein, aber es passt einfach perfekt in unsere Zeit. Ein wenig mehr Struktur hätte der Serie allerdings gut getan. Manchmal hatte ich das Gefühl, als wüssten die Macher selbst nicht so genau, wohin sie jetzt eigentlich steuern. So oder so eine starke Rückkehr, die Lust auf die kommende zweite Staffel macht.

Meine Wertung: 7/10

Chucky – Staffel 3

Ach ja, der Chucky. Er ist einfach nicht totzukriegen. Und das ist auch gut so, denn der zynische Serienkiller in Puppengestalt gehört zweifellos zu meinen Lieblingen. In Staffel 3 der Serie tobt er sich nun im Weißen Haus aus. Und das gewohnt derbe, blutig und humorvoll. Oder anders formuliert: Chucky macht Chucky-Dinge. Ergibt das immer einen Sinn? Herrgott, nein! Aber genau das macht den Charme dieser Reihe aus, die sich seit den 80ern immer wieder neu erfindet, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Nun kommen auch noch Geister hinzu – was die Macher selbstredend für zahlreiche Anspielungen und Zitate nutzen. Leider endet die dritte Staffel mit dem fiesesten Cliffhanger seit „Cult of Chucky“ – und eine vierte Staffel ist nach der Absetzung der Serie leider in weite Ferne gerückt. Aber wie bereits geschrieben: Chucky ist einfach nicht totzukriegen. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis wir ihn wiedersehen. Da bin ich mir sicher.

Meine Wertung: 7/10

So, das war’s für heute. Puh, ganz schön viel Text. Noch mal lasse ich es nicht so weit kommen – versprochen!

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
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Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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