Im Heimkino gesehen: I Declare War

Ursprünglich sollte diese Review bereits letzte Woche erscheinen, doch eine erkältungsbedingte Auszeit (nicht selbst verschuldet) und das Retro-Rollenspiel „Legend Of Grimrock“ (sehr wohl selbst verschuldet) haben meinen Zeitplan ordentlich durcheinander gewürfelt. Umso glücklicher bin ich, dass ich diese Zeilen dennoch vor dem Release des Films fertigstellen konnte, damit ihr morgen guten Gewissens den Filmhändler eures Vertrauens aufsuchen könnt …

Worum geht’s

Wer von einem Schuss getroffen wird, muss bis 10 zählen. Wer von einer Granate getroffen wird, nach Hause gehen. Und das Team, das die gegnerische Flagge in die Hände bekommt, gewinnt. Willkommen im Krieg!

Nach der Schule treffen sich mehrere Kinder, um im Wald eine Variante des aus Videospielen bekannten Capture The Flag zu spielen. Dieses Mal verspricht das Spiel besonders spannend zu werden, denn in dem taktisch spielenden Quinn (Aidan Gouveia) hat der bislang ungeschlagene P.K. (Gage Munroe) einen außergewöhnlich cleveren Gegner gefunden.

Als der aufbrausende Jamie (Michael Friend) Quinn aus dem Spiel wirft, das Kommando über dessen Team übernimmt und P.K.s besten Freund Paul (Siam Yu) als Geisel nimmt, droht das Spiel jedoch zu eskalieren …

Meine Meinung

Tja, das kommt davon, wenn man seine Kinder ständig dazu drängt, nicht nur am Computer, sondern auch mal an der frischen Luft zu spielen. Mit Stöcken, Farbbomben und der eigenen Phantasie bewaffnet, lassen die Kinder derselbigen freien Lauf und verwandeln einen beschaulichen Wald in einen Kriegsschauplatz. Aus Stöcken werden Gewehre und Panzerfäuste, aus Farbbomben tödliche Granaten und aus Klassenkameraden erbitterte Feinde. Ja, es ist nur ein Spiel. Aber in der Phantasie der Kinder wird aus dem Spiel tödlicher Ernst. Da Regisseur Jason Lapeyre in den Gefechten realistisch aussehende Waffenmodelle sowie die dazu passende Klangkulisse und Pyrotechnik einsetzt, fühlt man sich auch als Zuschauer recht bald in einen echten Kriegsfilm versetzt, der zwar größtenteils ohne Blut auskommt (glücklicherweise!), inhaltlich aber durchaus an die großen Vorbilder erinnert. Und so dreht sich auch bei „I Declare War“ letztlich alles um Freundschaft, Vertrauen, Verrat, Ehre, Moral und um die spannende Frage, welchen Charakter ein Mensch in Extremsituationen offenbart.

Demzufolge setzt Jason Lapeyre weniger auf Action und stärker auf die Charaktere und deren Beziehung zueinander. Wie in der Welt der Erwachsenen gibt es auch hier Anführer, Verräter und Mitläufer, von denen glücklicherweise keiner zum reinen Helden oder puren Schurken stilisiert wird. Selbst die scheinbaren Sympathieträger offenbaren mit zunehmender Laufzeit eklatante Charakterschwächen, so wie die vermeintlichen Arschlochkinder immer mal wieder Sympathiepunkte sammeln. Die Bedeutung von Freundschaft, das Verlangen nach Freundschaft sowie das Ausnutzen dieses Verlangens werden ebenso thematisiert wie die erste Liebe, Eifersucht und die Frage, ob der Glaube einem im Leben wirklich weiterhilft. Dass dies mit pubertären Figuren funktioniert und der Film nicht zur unfreiwillig komischen Angelegenheit gerät, ist den gelungenen Dialogen und insbesondere den zwar größtenteils unbekannten, aber toll spielenden Jungdarstellern zu verdanken, die mich allesamt äußerst positiv überrascht haben.

Wie so oft bei Filmen mit Kindern, lässt sich jedoch auch bei „I Declare War“ nicht leugnen, dass die Figuren stellenweise etwas zu erwachsen und berechnend agieren. Und dass dem Film im letzten Drittel ein wenig die Puste auszugehen droht, bleibt ebenfalls als schaler Beigeschmack in Erinnerung. Dennoch ist Regisseur Jason Lapeyre ein außergewöhnlicher Film gelungen, der seine Fans hoffentlich finden wird. Verdient hätte er es allemal.

Mein Fazit

Ungewöhnliche Mischung aus Jugenddrama und Kriegsfilm, die mit interessanten Figuren, gelungenen Dialogen und tollen Darstellern überzeugt.

Meine Wertung: 8/10

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Bitte nicht im Kino anschauen: „Die Pute von Panem – The Starving Games“

Oder besser noch: Gar nicht anschauen. Nicht im Kino. Nicht zu Hause. Auch nicht als illegal heruntergeladene Kopie. Nicht mal auf der Toilette, um 83 Minuten Verstopfung zu überbrücken. Seht euch den Film einfach nicht an. Nie. Denn eure Lebenszeit ist kostbar. Dieser Film ist es nicht.

Jason Friedberg und Aaron Seltzer, die unter anderem bereits bei „Meine Frau, die Spartaner und ich“ und „Beilight – Biss zum Abendbrot“ bislang bei jedem ihrer Filme komplett versagt haben, beweisen mit „Die Pute von Panem – The Starving Games“ eindrucksvoll, dass sie nichts, aber wirklich gar nichts dazugelernt haben. Wie immer werden die Szenen bekannter Filme sinn- und lustlos abgespult und mit den typischen, sich ständig wiederholenden Einzeller-Pointen und Pipikacka-Witzen ins vermeintlich Lächerliche gezogen. Und wenn gar nichts mehr geht, dürfen ein paar Cheerleader mit spitzen Brustwarzen durchs Bild tanzen. Wat hebbt wi lacht!

Einen halben Gnadenpunkt bekommt dieses Machwerk für Hauptdarstellerin Maiara Walsh, die immerhin recht hübsch anzusehen ist. Und einen weiteren für den einzig gelungen Witz des Films, einen Chuck-Norris-Spruch. Damit ihr jetzt nicht doch noch neugierig ins Kino rennt:

Chuck Norris braucht keine coolen Sprüche.
Die coolen Sprüche brauchen Chuck Norris.

Und jetzt denkt mal darüber nach, wie der Rest des Films sein muss, wenn dieser Spruch die einzig lustige Szene des Films darstellt …

Meine Wertung: 2/10

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„I Declare War“-Trailer: Wenn aus einem Spiel scheinbar blutiger Ernst wird

Was passiert, wenn Kinder sich zum Krieg spielen treffen und erst die Fantasie und später dann die Hemmungen mit ihnen durchgehen? Der „I Declare War“-Trailer deutet eine Antwort an – und sieht dabei verdammt interessant aus!

Der Film liegt bereits neben meinem Fernseher. Mit einer Review dürft ihr voraussichtlich nächste Woche rechnen …

[youtube http://youtu.be/gJzInvqLnow]

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Ein kurzes Fazit zu … „G.I. Joe – Die Abrechnung“

Wir erinnern uns: Der Vorgänger „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ endete damit, dass Terrorist Zartan (Arnold Vosloo) in die Rolle des Präsidenten (Jonathan Pryce) schlüpfte. Nun nutzt er seine Befehlsgewalt, um die Joes in einen Hinterhalt zu locken. Unter der Führung von Roadblock (Dwayne Johnson) versuchen die wenigen Überlebenden, die Pläne der Terrororganisation Cobra zu vereiteln ….

„G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ hatte mir überraschend gut gefallen, dennoch war mir „G.I. Joe – Die Abrechnung“ im Kino durch die Finger bzw. Augen geflutscht. Dank Sky kam ich nun endlich in den Genuss der Fortsetzung. Und bin entsetzt. Von dem naiv-kindlich-trashigen Charme und dem Humor des Vorgängers ist so gut wie nichts übrig geblieben. Und auch die Figuren bleiben größtenteils auf der Strecke. Sympathieträger Channing Tatum wird bereits nach wenigen Minuten aus dem Film gebombt und über den Verbleib von Ana, Ripcord, Scarlett und Konsorten wird erst gar kein Wort verloren. Dafür gibt es Dwayne Johnson und Bruce Willis im Autopilot-Modus. Juhu.

Was bleibt, sind solide inszenierte, aber auch hemmungslos übertriebene und unspektakuläre Actionszenen, triefender Patriotismus und beliebige Nebenfiguren in einem Film, der sich selbst viel zu ernst nimmt. Was für eine Enttäuschung.

Meine Wertung: 4/10

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Im Kino gesehen: Paranormal Activity: Die Gezeichneten

Bevor ich mit meiner Review beginne, möchte ich die besinnliche Nachweihnachtszeit nutzen, um eine freundliche Bitte auszusprechen:

Liebe Mädchen,

es freut mich sehr, dass ihr euch für Horrorfilme interessiert. Ich kann eure Faszination für dieses Genre voll und ganz nachvollziehen. Und bin sogar ein wenig neidisch, dass Horrorfilme euch noch Gänsehaut bescheren und Schrecken einjagen können. Ganz ehrlich, eure Angstschreie im Kino finde ich nicht nur unterhaltsam, sondern meist sogar stimmungsfördernd.

Doch um eine Kleinigkeit möchte ich euch dennoch bitten: Sofern ihr zu den Zuschauerinnen gehört, die Horrorfilme nur überstehen können, indem sie ununterbrochen reden, Blödsinn machen und kichern, dann …

SCHAUT EUCH HORRORFILME GEFÄLLIGST IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN UND NICHT IM KINO AN! IHR NERVT!

Vielen Dank. Hab euch lieb. Und nun viel Spaß beim Lesen meiner Review.

Worum geht’s

Jesse (Andrew Jacobs) ist 18 Jahre alt, hat seinen Highschool-Abschluss frisch in der Tasche und möchte nun vor allem Blödsinn machen und das Leben genießen. Bevorzugt mit seinem besten Freund Hector (Jorge Diaz). Als Jesses verschrobene Nachbarin Anna (Gloria Sandoval) tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, beschließen die beiden, sich die Wohnung der Verstorbenen genauer anzuschauen. Bei ihrem nächtlichen Streifzug durch die fremde Wohnung stoßen Jesse und Hector nicht nur auf zahlreiche okkulte Gegenstände, sondern auch auf diverse Fotos von Jesse, die auf einer Art Altar ausgebreitet wurden. Während Hector und Marisol (Gabrielle Walsh) versuchen, die Zusammenhänge zu enträtseln, fängt Jesse an, merkwürdige Veränderungen an sich festzustellen …

Meine Meinung

Wer hätte gedacht, dass „Paranormal Activity“ sich zu einer solch langlebigen Filmreihe entwickeln würde. Nun, ich zumindest nicht. Und das Beste daran ist, dass die Filme zwar stets demselben Muster folgen, die Verantwortlichen aber, vom enttäuschenden „Paranormal Activity 4“ einmal abgesehen, glücklicherweise darauf verzichten, die Geschichte stupide fortzusetzen. Stattdessen wird die ursprüngliche Handlung um Katie und Kristi nach und nach erweitert, was inzwischen zwar mehr Fragen aufwirft als Antworten zu geben, mir insgesamt aber deutlich besser gefällt als der typische Fortsetzungswahn. Auch „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ macht hier keine Ausnahme, so dass es durchaus sinnvoll ist, sich vor dem Gang ins Kino zumindest die ersten drei Teile der Reihe noch mal frisch in Erinnerung zu rufen. Denn auch wenn der aktuelle Ableger relativ unabhängig zu sein scheint, dürften „Paranormal Activity“-Unkundige spätestens im letzten Drittel nur noch ein großes Fragezeichen vor sich sehen.

Wie bislang alle Teile der Reihe setzt auch „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ auf den inzwischen doch recht abgenutzt wirkenden Found-Footage-Stil und die für dieses Genre typischen Schreckmomente. Das mag vielleicht alles andere als innovativ sein, ist aber, zumindest den im Kinosaal schreienden Damen nach zu urteilen, offenbar immer noch höchst effektiv. Auch den langsamen Spannungsaufbau und das hektische Finale, in dem die Brücke zu den ersten drei Teilen der Reihe gespannt wird, teilt sich der Film mit seinen Vorgängern. Worin sich „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ jedoch unterscheidet, ist sein recht ausgeprägter Humor. Die erste Hälfte wirkt fast wie eine Komödie, was den Film nicht nur kurzweiliger werden lässt, sondern gleichzeitig dafür sorgt, dass einem die Figuren überraschend sympathisch sind und deren Schicksal einem nicht am Allerwertesten vorbei geht. „Paranormal Activity“ entwickelt sich also durchaus weiter. Zwar nur ein bisschen und in eine unerwartet lockere Richtung, aber genug, um der Reihe nach dem belanglosen vierten Teil wieder eine Chance zu geben!

Mein Fazit

Überraschend kurzweiliger Ableger der beliebten „Paranormal Activity“-Reihe, der mit viel Humor, sympathischen Figuren und einer durchaus interessanten Geschichte punkten kann. Was die Spannung und die Schockmomente angeht, dürfen sich die Macher aber so langsam mal etwas Neues einfallen lassen …

Meine Wertung: 7/10

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Veronica Mars: Der Trailer ist da!

Der erste Beitrag eines neuen Jahres ist immer etwas ganz Besonderes – und deshalb widme ich diesen Beitrag der wohl coolsten und cleversten Filmblondine aller Zeiten: Veronica Mars!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf Veronicas Leinwandauftritt freue. Und wie traurig ich darüber bin, dass diese grandiose Serie viel zu früh abgesetzt wurde. Wie bitte? Ihr kennt „Veronica Mars“ nicht? Dann solltet ihr diese Lücke schließen. Zügig.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=wq1R93UMqlk]

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Hör mal wer da schreit: „Godzilla“-Trailer erschienen

Er zeigt so gut wie nichts. Er verrät so gut wie nichts. Und dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, gefällt mir der frisch erschienene Trailer zum nächsten „Godzilla“-Film ausgesprochen gut. Wenn die bereits im Trailer ausgezeichnete Atmosphäre in den fertigen Film hinübergerettet werden kann, erwartet uns da im wahrsten Sinne des Wortes etwas ganz Großes!

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=GhC-yd7Zz3g]

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Im Heimkino gesehen: Cold Blooded (2012)

Ab dem 10.12. wartet mit dem kanadischen Thriller „Cold Blooded“ die nach dem Horrorklassiker „From Beyond“ zweite Heimkinoveröffentlichung des frisch gestarteten Labels OFDb Filmworks darauf, von euch geschaut zu werden. Ob die OFDb Filmworks auch dieses Mal einen guten Filmgeschmack bewiesen haben und Jason Lapeyres Spielfilm-Debüt mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen …

Worum geht’s

Nach einem missglückten Überfall auf einen Juwelier wacht der Dieb Cordero (Ryan Robbins) im Krankenhaus auf. Von der jungen Polizistin Frances Jane (Zoie Palmer), die zur Nachtwache eingeteilt wurde, erfährt Cordero nicht nur, dass er eineinhalb Tage im Koma lag, sondern auch, dass er laut Polizeibericht einen seiner Komplizen erschossen haben soll. Während er versucht, Frances von seiner Unschuld zu überzeugen, dringt Corderos skrupelloser Kontaktmann Holland (William MacDonald) mit zwei bewaffneten Männern in den abgeschotteten Krankenhausflügel ein, um Cordero für den Tod seines Partners zur Rechenschaft zu ziehen und die Diamanten zu finden, die seit dem Überfall verschwunden sind …

Meine Meinung

Eingeschränkte Fluchtmöglichkeiten, zwei Verbündete wider Willen und ein skrupelloser Gangster, der bereit ist, alles zu tun, um sein Ziel zu erreichen. Das ist vielleicht keine sonderlich originelle, aber nach wie vor eine solide Grundlage für einen spannenden Film. Und auch wenn, so viel sei schon mal verraten, Regisseur Jason Lapeyre keinen Volltreffer gelandet hat, so hat er mit „Cold Blooded“ dennoch einen kleinen, feinen Thriller abgeliefert, der Genrefans, insbesondere des Independent-Films, größtenteils zufrieden stellen sollte.

Was ihr, um nicht enttäuscht zu werden, auf keinen Fall erwarten solltet, ist ein actionhaltiger Film mit ausufernder Gewalt. Zwar gibt es das eine oder andere Handgemenge und zwei recht blutige Gewaltausbrüche zu bestaunen, doch hält sich der Film im Großen und Ganzen überraschend zurück und lässt vieles im Off und somit im Kopf des Zuschauers geschehen. Stattdessen solltet ihr euch auf einen Film voller Dialoge über Gut und Böse, Verantwortung und Konsequenzen einstellen. Und leider auch darauf, dass viele dieser durchaus interessanten Aspekte zwar angesprochen, jedoch nicht bis zum Ende betrachtet oder konsequent in den Film integriert werden und somit eine Menge Potenzial nicht genutzt bzw. verschenkt wird.

Dafür überzeugen die drei Hauptdarsteller auf ganzer Linie, auch wenn ihre Figuren etwas zu stereotyp und teilweise, insbesondere auf Polizistin Frances und deren Verletzungen bezogen, nur wenig glaubhaft geraten sind. Ryan Robbins überzeugt als charmant-manipulierender Dieb, dessen Waffen seine Worte sind, während Zoie Palmer als taffe, aber auch leicht naive Polizistin den körperlich aktiveren Part des unfreiwilligen Duos übernimmt. Am stärksten bleibt jedoch William MacDonald als gnadenloser Gangster in Erinnerung, dessen diabolische Ruhe und eiskalte Skrupellosigkeit durchaus einen faszinierenden Eindruck hinterlassen.

Dass es sich bei „Cold Blooded“ um eine Low-Budget-Produktion handelt und dem Regisseur dementsprechend auch kein großes Budget für Actionszenen und optische Spielereien zur Verfügung stand, sieht man dem Film zwar jederzeit an, doch wirkt sich dies keinesfalls negativ aus. Ganz im Gegenteil. Die ruhige, unspektakuläre Inszenierung hebt sich wohltuend von anderen pseudo-modernen Werken ab und beschränkt sich erfreulicherweise auf das Wesentliche. Nur die Beleuchtung einzelner Szenen hinterlässt teilweise einen etwas unprofessionellen Eindruck, zum Beispiel in Form dunkler Flecken auf den agierenden Personen. Aber dabei kann es sich natürlich auch um ein bewusstes Stilmittel handeln.

„Cold Blooded“ kommt auf der Blu-ray in gutem Bild und Ton daher. Neben dem 86-minütigen Hauptfilm haben es unter anderem noch ein Audiokommentar mit Regisseur Jason Lapeyre und Hauptdarstellerin Zoie Palmer, geschnittene Szenen, eine Bildergalerie und der Trailer mit auf die Scheibe geschafft.

Mein Fazit

Dialoglastiger Thriller mit guten Darstellern und erfrischend ruhiger, teilweise aber leider auch unprofessionell wirkender Inszenierung, dem ein paar Überraschungen innerhalb der Geschichte und etwas originellere Charaktere nicht geschadet hätten.

Meine Wertung: 6/10

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=vbMynk_zUEc]

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„The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“: Der erste Trailer ist da!

Da ist er endlich, der erste Trailer zur Fortsetzung „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“, in der Andrew Garfield als Spider-Man unter anderem gegen Jamie Foxx als Electro und Paul Giamatti als Rhino antreten muss.

Leider muss ich sagen, dass mich der Trailer alles andere als überzeugt. Die Bilder hinterlassen einen viel zu künstlichen Eindruck und sehen aus, als wären sie einem Videospiel entsprungen. Die Story scheint mit ihren zahlreichen Gegnern ein wenig überfrachtet zu sein. Und wer zum Teufel hatte bloß die dämliche Idee, das Wort „Power“ nicht mit „Kraft“ oder „Fähigkeit“ zu übersetzen? Sorry, aber diese Kombination aus einem englischen Wort in einem deutschen Satz klingt einfach nur deplatziert, unnatürlich und gestellt.

Aber es ist ja nur ein Trailer. Ich habe durchaus die Hoffnung, dass Regisseur Marc Webb auch dieses Mal einen tollen Film abliefern wird!

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=j1x_bTCjjl8]

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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