Eine dünne Alibi-Story. Oberflächliche Figuren. Brauchbare Effekte, gerne auch in 3D. Und selbstverständlich ausufernde Action. Wer sich einen Film von Paul W.S. Anderson anschaut, weiß, was er erwarten darf. Und was nicht. Anderson, dessen Filme zwar nur selten anspruchsvoll, dafür jedoch stets unterhaltsam sind, bleibt sich auch in „Pompeii“ treu und hetzt dem Leinwandpaar Kit Harington/Emily Browning brutale Gladiatoren, durchtriebene Römer und einen ausbrechenden Vulkan auf den Hals.
Auch wenn die Kämpfe in der Arena gerne etwas blutiger hätten ausfallen dürfen, überzeugen die gut choreographierten Actionszenen ebenso wie die feurigen Effekte, die im letzten Drittel des Films dominieren und in Verbindung mit der nett getricksten Flutwelle eine gelungene Weltuntergangsstimmung auf die Leinwand zaubern. Geschichte und Figuren gehen im Verlauf des Films allerdings ebenso unter wie die titelgebende Stadt. Dass Sklave Milo (Kit Harington) und Stadtschönheit Cassia (Emily Browning) nach einem kurzen gemeinsamen Augenblick bereit sind, füreinander zu sterben, mag romantisch gemeint sein, wirkte auf mich jedoch ebenso gehetzt und unglaubwürdig wie die plötzliche Männerfreundschaft zwischen Milo und dem ungeschlagenen Gladiator Atticus (Adewale Akinnuoye-Agbaje). Und dass die Römer, allen voran Kiefer Sutherland als Milos Nemesis Corvus, allesamt als unmenschliche und überhebliche Arschgeigen dargestellt werden, ist auch ein wenig zu einfach gedacht.
Aber sei’s drum, kurzweilig und unterhaltsam ist die Chose trotz ihrer Oberflächlichkeit allemal. Und mehr erwartet man von einem Paul-W.S.-Anderson-Film schließlich auch nicht.
Meine Wertung: 6/10
„RoboCop“ mit familienfreundlicher FSK-12-Freigabe? In den Achtzigern wäre dies ein schlechter Scherz gewesen, beim Remake des zynisch-brutalen Klassikers ist es Realität. Doch oh Wunder, der Film funktioniert! Nicht zuletzt, weil Regisseur José Padilha zwar die Rahmenhandlung übernimmt und das Original in vielen kleinen Anspielungen würdigt, dabei jedoch inhaltlich neue Wege einschlägt, andere Prioritäten setzt und das Geschehen dem heutigen Zeitgeist anpasst.
Achtung, wichtige Warnung: Aufgrund akuter Müdigkeit zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Review kann der nun folgende Text Spuren von zusammenhanglosen Sätzen und wirrem Geschreibsel enthalten. Ich bitte dies zu entschulddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd ddd … bin wach! Bin wach!
Meine Meinung
Die gute Nachricht: An Chris Pine scheitert der Film definitiv nicht. Pines Darstellung ist engagiert, zuweilen überraschend vielschichtig und empfiehlt ihn durchaus für zukünftige Jack-Ryan-Abenteuer. Dasselbe gilt für Kevin Costner, der als väterlicher Mentor mit Rat und Tat zur Seite steht – wenn’s darauf ankommt, auch mit dem Gewehr im Anschlag. Auch Keira Knightley weiß (nicht nur optisch) zu gefallen, obgleich ihre Entwicklung von Jack Ryans misstrauischer Freundin hin zum unverzichtbaren Teammitglied arg unglaubwürdig und zuweilen unfreiwillig komisch wirkt. Doch das ist immer noch besser als Kenneth Branagh, der als russischer Bösewicht zwar solide aufspielt, jedoch zum reinen Abziehbild alter Feindbilder verkommt.
Und damit sind wir auch schon bei dem Grundproblem des Films angekommen: Er bietet nur altbekannte Kost. Und was noch schlimmer ist: Er verpackt diese nicht mal sonderlich gut. Die durchaus nicht uninteressante Geschichte wird pflichtbewusst, aber überraschungs- und leider auch recht spannungsarm vorangetrieben. Jacks Einbruch in Cherevins EDV-System, während selbiger von Cathy beim Abendessen abgelenkt wird, gehört sicherlich zu den besseren Momenten, lädt den genreerprobten Zuschauer aber auch nicht gerade zum Fingernägelkauen ein. Und die wenigen Actionszenen in Form kurzer Prügeleien, Schießereien und Verfolgungsjagden sind zwar solide inszeniert, zeigen aber auch nichts, was man nicht anderswo schon spektakulärer und vor allem packender gesehen hat.
Dienstag stand ich vor einer schwierigen Entscheidung: „American Hustle“ oder „Winter’s Tale“? Diverse verliehene Preise, zehn Oscar-Nominierungen, begeisterte Kritiker und die Empfehlungen sowohl bei Twitter als auch bei Facebook ließen meine Wahl auf David O. Russells („Silver Linings“, „The Fighter“) „American Hustle“ fallen. Doch wirklich glücklich bin ich mit dieser Entscheidung im Nachhinein nicht.
Als Hollywood ankündigte, die
Filme mit Jason Statham sind der beste Beweis dafür, dass der Spruch „Kennst du einen, kennst du alle.“ nicht zwingend negativ gemeint sein muss. Denn auch wenn diese Filme nur selten Abwechslung oder gar Überraschungen bieten, so unterhalten sie doch stets auf einem für Actionfilme soliden Grundniveau. So auch „Homefront“, in dem Jason Statham als ehemaliger DEA-Agent mit seiner Tochter einen friedlichen Neubeginn wagen möchte, dabei jedoch mit dem lokalen Drogendealer (James Franco) aneinander gerät, der Statham daraufhin alte Feinde auf den Hals hetzt.