Ein kurzes Fazit zu … „Maleficent – Die dunkle Fee“

Um den Thron besteigen zu können, schneidet der machthungrige Stefan (Sharlto Copley) der verliebten Maleficent (Angelina Jolie) die Flügel ab, woraufhin diese Monate später Stefans Tochter aus Rache mit einem Fluch belegt. Einen Fluch, den sie schon bald bereut …

Angelina Jolie als böse Fee, die gar nicht böse ist, in einem Kinderfilm, der für Kinder ungeeignet ist – so könnte man „Maleficent – Die dunkle Fee“ beschreiben. Für Kinder ist das Gezeigte trotz einiger alberner Szenen definitiv zu düster, weswegen der Film als Kinderfilm eher mit Vorsicht zu genießen ist. Dass „Maleficent“ im Kino nur in einer gekürzten Fassung lief, um auf Krampf eine Freigabe ab 6 Jahren zu erhalten, spricht in diesem Zusammenhang wohl für sich. Als Fantasyfilm betrachtet, kann „Maleficent“ hingegen durchaus überzeugen. Die Geschichte rund um Verrat, Rache und Vergebung ist spannend und rührend zugleich, Action und Effekte stimmen auch und Angelina Jolie ist als Maleficent schlicht fantastisch.

Zu schade, dass den Machern der Mut fehlte, den Film komplett auf ein erwachsenes Publikum auszurichten. Denn auch wenn diese Version von „Dornröschen“ durchaus sehr unterhaltsam ist, so wirkt sie letztlich doch ein wenig unausgegoren.

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Crystal Lake Memories – Die ganze Geschichte von Freitag der 13.

Hiermit möchte ich offiziell allen Horrorfans die Dokumentation „Crystal Lake Memories – Die ganze Geschichte von Freitag der 13.“ ans Herz legen.

In über sechs (humorvollen und extrem kurzweiligen) Stunden gibt’s unzählige Informationen und Anekdoten – nicht nur zu den Filmen, sondern auch zu der bei uns als „Erben des Fluchs“ bekannten TV-Serie. Darsteller, Regisseure, Drehbuchautoren, Maskenbildner – hier kommt jeder zu Wort, der etwas Interessantes und/oder Lustiges beizutragen hat.

Ist die Dokumentation vorbei, sind einem selbst die „misslungenen“ Filme der Reihe sympathisch. Für Jason-Voorhees-Fans (und solche, die es werden wollen) ein absolutes Muss!

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Im Kino gesehen: Fast & Furious 7

Was hatte ich mich auf „Fast & Furious 7“ gefreut. Endlich sollte der meiner Meinung nach stark unterschätzte und zeitlich zwischen Teil 6 und 7 angesiedelte „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ in die Reihe integriert werden. Und dann war da noch der düster dreinblickende Jason Statham, der im gelungenen Cliffhanger des sechsten Films als neuer Gegner eingeführt wurde. Was könnte da schon schiefgehen? Leider eine ganze Menge …

Worum geht’s

Den Terroristen Owen Shaw (Luke Evans) konnten Dominic Toretto (Vin Diesel) und seine Freunde aufhalten, haben damit aber den Zorn von Owens Bruder Deckard Shaw (Jason Statham) auf sich gezogen. Der hervorragend ausgebildete Ex-Agent befördert Hobbs (Dwayne Johnson) ins Krankenhaus, tötet Han (Sung Kang) und sprengt das Haus der Torettos in die Luft. Um Deckard zu fassen, gehen Toretto und sein Team auf ein Angebot des mysteriösen Mr. Nobody (Kurt Russel) ein. Dieser benötigt einen Computerchip, um ein modernes Überwachungssystem, das Auge Gottes, in Betrieb nehmen zu können. Mit diesem Überwachungssystem wäre es möglich, Deckard ausfindig zu machen und vom Gejagten zum Jäger zu werden. Allerdings befindet sich der Hacker Ramsey, die einzige Person, die weiß, wo sich dieser Chip befindet, in den Händen der Terroristen Jakande (Djimon Hounsou) und Kiet (Tony Jaa) …

Meine Meinung

„Fast & Furious 7“ beginnt vielversprechend. Deckard Shaw besucht in einer friedlichen Szene seinen im Koma liegenden Bruder im Krankenhaus. Erst beim Verlassen des Gebäudes erfährt das Publikum, dass Deckard das halbe Krankenhaus in Schutt und Asche gelegt hat, um seinen Bruder besuchen zu können – und es offenbar nichts und niemanden gibt, was ihn daran hindern kann, sein Ziel zu erreichen. Genau so führt man einen ernstzunehmenden Gegner ein! Leider ist von der durch Deckard Shaw ausgehenden Bedrohung im späteren Film nicht mehr viel zu spüren, so dass nicht nur dieser gelungene Einstieg, sondern auch Jason Statham komplett verschenkt wirkt. Dasselbe gilt für Djimon Hounsou, Tony Jaa und insbesondere Ronda Rousey, die zwar allesamt böse gucken dürfen, letztlich aber nicht viel mehr als größere Gastauftritte absolvieren und dem Team nur selten ernsthaft gefährlich werden.

Deutlich interessanter als die Gegner sind die scheinbar unmöglichen Missionen, die das Team erfüllen muss, um Deckard Shaw aufhalten zu können. Mal muss ein Hacker aus einem bewachten Konvoi befreit, mal ein Chip aus dem obersten Stock eines Hochhauses in Abu Dhabi gestohlen werden – wie es der Zufall will, während einer Party der Reichen und Schönen. Es hätte mich nicht gewundert, wären Toretto und sein Team dort auf Ethan Hunt gestoßen, an dessen Abenteuer der Film in seinen besten Momenten erinnert.

Leider steht diesen durchaus unterhaltsamen Episoden der Verzicht auf jeglichen Realismus im Weg. Was sich bereits im letzten Teil andeutete, wird im siebten Film der Reihe nun auf die Spitze und darüber hinaus getrieben. Dass Autos mit Fallschirmen aus einem Flugzeug geworfen werden und wie durch ein Wunder auf der Straße landen – geschenkt. Immerhin darf diese Szene in all ihrer Absurdität für einen durchaus gelungenen Witz herhalten. Doch dass ein Sportwagen zwischen den Etihad-Türmen umherspringt, Beifahrer während der Fahrt im Drift die Autos durch die Seitenscheiben wechseln und Sprengstoff im Sprung an anderen Fahrzeugen angebracht wird (ihr erinnert euch an die ähnlich alberne Szene in „Transporter – The Mission“?), ist so dermaßen dämlich, dass es keinen Spaß mehr bereitet.

Hinzu gesellt sich eine im letzten Drittel ausufernde und an die „Transformers“-Reihe erinnernde Materialschlacht, die umso stärker ermüdet, je länger sie dauert. Wenn hier alles in Schutt und Asche gelegt wird, ist das weder originell noch packend. Nicht zuletzt, da die Schnitte in den Actionszenen zuweilen recht hektisch ausfallen, so dass die Übersichtlichkeit nicht immer gegeben ist, was sich insbesondere in den an sich gut choreographierten Mann-gegen-Mann bzw. Frau-gegen-Frau-Kämpfen störend auswirkt.

Die Themen Freundschaft und Familie sind selbstverständlich auch in „Fast & Furious 7“ wieder die Eckpfeiler der Geschichte, wirken stellenweise jedoch unausgereift und aufgesetzt. Dass Mia zum Beispiel ihren Brian einmal mehr in den möglichen Tod schickt, wirkt mit Blick auf die Umstände alles andere als glaubhaft. Und der durchaus sentimentale Abschied in der Endsequenz ergibt mit Blick auf Paul Walkers tragischen Tod durchaus Sinn, will aber nicht so recht in den Kontext des Films passen. Hier merkt man als Zuschauer schon recht deutlich, dass das Team sich nicht von der Figur Brian O’Conner, sondern von seinem Freund und Kollegen Paul Walker verabschiedet. Unpassend? Vielleicht. Aber auch gnadenlos ehrlich. Und ein Beweis dafür, dass das Filmteam das Herz am rechten Fleck trägt.

Mein Fazit

Hoffnungslos übertriebenes Spektakel, das nach einem gelungenen Einstieg mit Vollgas ins Absurde rast und am Ende in seiner eigenen Action untergeht.

Meine Wertung: 6/10

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

The Boy Next Door

Erkenntnisse aus dem Stalker-Thriller „The Boy Next Door„:

Rob Cohen kann unterhaltsame Filme drehen, tut dies aber schon seit Jahren nicht mehr.

Jennifer Lopez sieht immer noch recht knackig aus, kann darstellerisch aber nach wie vor nur in seltenen Momenten überzeugen.

27-jährige Darsteller, die 19-jährige Teenager spielen, wirken zu 99% unglaubwürdig.

Es gibt einen Unterschied zwischen „altmodisch inszeniert“ und „langweilig inszeniert“.

Ein hoher Gewaltgrad im Finale kann ziemlich deplatziert wirken.

Und zu guter Letzt: Drehbücher dürfen alles, da logik, vernunft und kontinuität in Hollywood kleingeschrieben werden.

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

“Mission: Impossible – Rogue Nation”: Nach dem Teaser folgt der Trailer!

Nachdem gestern der erste kurze Teaser veröffentlicht wurde, folgt bereits heute der komplette Trailer zur fünften scheinbar unmöglichen Mission. Und das sogar in deutscher Sprache.

Was der Trailer zeigt? Rasante Action, hübsche Frauen, coole Sprüche, witzige Szenen – und natürlich Tom Cruise. Oder anders formuliert: Eine Mischung, die mich definitiv ins Kino treiben wird!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=yfH0UNrMs4o]

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Ein kurzes Fazit zu … „Fifty Shades Of Grey“

Mauerblümchen Anastasia Steele (Dakota Johnson) darf ihre kränkelnde Mitbewohnerin vertreten und den mysteriösen Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) für eine Studentenzeitung interviewen. Voneinander angezogen, beginnen Ana und Christian eine Beziehung, die durch Christians Vorlieben alsbald auf eine harte Probe gestellt wird …

So sehen also die verfilmten SM-Fickelfantasien eines fünfzigjährigen Twilight-Groupies aus. Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass ich Vorurteile habe, seit ich weiß, dass es sich bei „Fifty Shades Of Grey“ ursprünglich um nichts anderes als die Fan-Geschichte einer Beinahe-Fünfzigjährigen handelt, die so sehr von der Twilight-Saga begeistert war, dass sie sich genötigt fühlte, eine eigene Geschichte rund um Bella Swan und Edward Cullen zu schreiben. Oder dass der Film so ziemlich jedes meiner Vorurteile bestätigt.

Für Ana, die sich, so naiv wie wuschig, alles gefallen lässt, um ihren gutaussehenden, reichen Prinzen zu halten (nicht zuletzt, weil dieser im Inneren bestimmt ein total romantisches Kerlchen ist, dem nur die richtige Frau fehlt), würde jeder männliche Autor auf dem Scheiterhaufen des modernen Feminismus verbrannt werden. Und dass Christians sexuelle Vorlieben selbstverständlich das Ergebnis traumatischer Kindheitserlebnisse sind, ist schlicht ärgerlich und dürfte ein Schlag ins Gesicht derer sein, die solche Praktiken ausüben und dadurch einmal mehr in die Psycho-Ecke geschoben werden. Hinzu gesellen sich vermeintlich bedeutungsschwangere Dialoge („Ana.“ „Christian.“ … „Schläfst du jetzt mit mir?“ „Ich schlafe nicht mit jemandem. Ich ficke … hart.“), für die sich beim Vorlesen selbst ein Grundschüler schämen würde, und „skandalöse“ Sex-Szenen, die so harmlos sind, dass sie allenfalls prüde Amerikaner und verklemmte Christen erröten lassen dürften. Mal unter uns: Wer schon mal das Licht beim Sex angelassen hat, nicht ausschließlich die Missionarsstellung kennt und weiß, dass ein Körper beim Liebesspiel mehr als nur gestreichelt werden kann, wird von dem Gezeigten nicht überrascht werden.

Was bleibt, ist eine inhaltlich mehr als dürftige Geschichte. Und ein biederes Weltbild, welches mehr über die Autorin aussagt, als dieser lieb sein kann.

Meine Wertung: 3/10

Kommentieren | Permalink zum Beitrag

Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

1.259 Beiträge
1 Folgende(r)

Kategorien

Archiv

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner