[Heimkino] Ein kurzes Fazit zu … „Cooties“

Durch den Verzehr verseuchter Hähnchen-Nuggets verwandeln sich die Kinder einer kleinen Grundschule in mörderische Zombies. Während die kleinen Racker auf dem Schulhof ihrem Bewegungsdrang und ihrer Lust nach frischem Fleisch nachgehen, verbarrikadieren sich die wenigen überlebenden Lehrer (u.a. Elijah Wood, Rainn Wilson und Leigh Whannell) in den endlich mal stillen Klassenzimmern. Doch auf Dauer können auch diese keinen Schutz vor den äußerst aktiven Kindern bieten …

Machen wir es kurz: „Cooties“ beginnt witzig. Sehr witzig. Die skurrilen Lehrer sind herrlich überzeichnet, die Dialoge irgendwas zwischen amüsant und total gaga, und wenn die Kinder erst mal loslegen, kommen auch ein wenig Spannung und Blut ins Spiel. Leider jedoch wirklich nur ein wenig. Insgesamt bleibt „Cooties“ erstaunlich harm- und zahnlos und schöpft seine zweifellos vorhandenen Möglichkeiten nur in den seltensten Fällen aus. Spätestens wenn dem Film dann mit zunehmender Laufzeit auch noch die Ideen ausgehen und man als Zuschauer vom abrupten Ende überrascht wird, weiß man trotz der unterhaltsamen ersten Hälfte und einem durchaus sympathischen Gesamteindruck nicht mehr so recht, was man von dem Film denn nun halten soll. Zumindest ging es mir so.

Meine Wertung: 5/10

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Witziger wird’s heute nicht: Der Trailer zu Shane Blacks „The Nice Guys“ ist da!

Es gibt tolle Neuigkeiten: Shane Black ist wieder da! Gut, eigentlich war er nie wirklich weg. Ach, egal: Shane Black ist wieder da!

Ihr wisst nicht, wer Shane Black ist? Sagen euch die „Lethal Weapon“-Reihe, „Last Boy Scout“ und „Tödliche Weihnachten“ etwas? Shane Black hat die Drehbücher geschrieben! Dasselbe gilt für „Iron Man 3“ und den fantastischen „Kiss Kiss Bang Bang“, bei denen er zusätzlich auch noch Regie geführt hat. Anders formuliert: Shane Black ist ein Garant für verdammt unterhaltsame Filme! Und so verwundert es mich auch nicht, dass ich schon beim Trailer zu „The Nice Guys“ mit Russell Crowe, Ryan Gosling und Kim Basinger mehr lachen musste, als bei vielen Komödien über deren gesamte Laufzeit.

Aber es gibt auch eine schlechte Nachricht – das ist jetzt der Zeitpunkt, an dem ihr ganz stark sein müsst: Der Film startet erst am 02. Juni 2016!

NEIN! Doch! Oh!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=7Gy2A0W3IKk]

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Im Kino gesehen: Krampus

Neben „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ gibt bzw. gab es dieses Jahr nur wenige Filme, auf die ich mich wirklich freue bzw. gefreut habe. Die weihnachtliche Horrorkomödie „Krampus“ war einer davon. War, weil der Film seit gestern in unseren Kinos läuft, ich die Chance auf einen vorzeitigen Feierabend genutzt und ihn gestern auch gleich geschaut habe. Und auch wenn „Krampus“ nicht vollends überzeugt, bin ich doch ziemlich begeistert …

Worum geht’s

Weihnachtszeit bedeutet Familienzeit. Auch dann, wenn man wie Sarah (Toni Collette) und Tom (Adam Scott) der eigenen Familie lieber aus dem Weg gehen würde. An eine besinnliche Weihnacht ist mit Sarahs Schwester Linda (Allison Tolman), ihrem Mann Howard (David Koechner) und deren verzogenen Kindern nicht zu denken. Diese Erfahrung muss auch Sarahs und Toms Jüngster Max (Emjay Anthony) machen, der nach einem Familienstreit seinen Glauben an die Kraft der Weihnacht verliert, seinen Brief an den Weihnachtsmann kurzerhand zerreißt und frustriert aus dem Fenster wirft. Damit ruft Max jedoch den legendären Krampus und dessen Gefolge herbei. Und dieser sieht es gar nicht gerne, wenn die Menschen ihren Glauben an das heilige Fest verlieren …

Meine Meinung

Ich sah zum ersten Mal den Trailer zu „Krampus“ – und war sofort heiß auf diesen Film. Hauptsächlich, weil der Trailer einen Horrorspaß der alten Schule verspricht. Mit echten Puppen und Masken. Ohne CGI. Mit einer überdreht-trashigen Atmosphäre. Und einer Geschichte, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Also einen Horrorfilm, wie ich ihn als kleiner Knirps Ende der 80, Anfang der 90er geliebt hätte. Dementsprechend hatte ich nicht nur auf einen unterhaltsamen Film, sondern auch auf eine kleine Zeitreise in die eigene Jugend gehofft. Und „Krampus“ liefert. Zumindest größtenteils.

So sehen sowohl Krampus als auch dessen dunkle Feen aus, als wären sie direkt den 80ern entsprungen. Dasselbe gilt für das außer Kontrolle geratene Spielzeug, von dem mir insbesondere der Clown ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Lediglich bei den Lebkuchenmännchen!!! kommt (eher mäßige) CGI zum Einsatz, wodurch diese Figuren optisch ein wenig aus dem Rahmen fallen. Putzig sind die kleinen Unruhestifter und ihre Eskapaden aber allemal. Hinzu kommt die wohl schönste Rückblende, die ich seit Jahren im Kino bewundern durfte. Wer diese nicht zu schätzen weiß, dem ist nicht mehr zu helfen!

Optisch konnte „Krampus“ mich also fast vollends überzeugen. Inhaltlich und atmosphärisch sieht’s leider nicht ganz so rosig aus. Zum einen dauert es trotz eines schnellen Einstiegs recht lange, bis das Geschehen richtig Fahrt aufnimmt. Und zum anderen scheint sich das Team rund um Regisseur Michael Dougherty („Trick ‚r Treat – Die Nacht der Schrecken“ – auch sehr sehenswert!) nicht sicher gewesen zu sein, was es nun eigentlich im Sinn hatte: Eine gruselige Weihnachtskomödie oder einen weihnachtlichen Horrorfilm. Dementsprechend wirkt der Film zeitweise etwas unausgegoren. Auf der einen Seite nicht lustig genug für eine Komödie, auf der anderen Seite nicht gruselig genug für einen Horrorfilm. Insbesondere das Ende hinterließ bei mir einen faden Beigeschmack, da es zur restlichen Stimmung des Films nicht so recht passen will.

Nichtsdestoweniger ist „Krampus“ ein unterhaltsamer, kurzweiliger Film mit tollen Ideen, guten Darstellern und einer simplen Botschaft: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen. Sie könnten in Erfüllung gehen …

Mein Fazit

Für Horrorfans mit einem Sinn für schwarzen Humor ist „Krampus“ trotz seiner Schwächen der vermutlich beste Weihnachtsfilm des Jahres. Lieber Weihnachtsmann: Bitte mehr von dieser Sorte!

Meine Wertung: 7/10

Update

Wir schreiben den 06.12.2022. Ich bin älter, reifer, weiser und attraktiver. Gut, über Letzteres lässt sich streiten. Was ich aber eigentlich sagen möchte: Inzwischen weiß ich den eher gemächlichen Einstieg und insbesondere das Ende deutlich mehr zu schätzen. Deshalb gibt’s heute offiziell ’ne kleine Aufwertung.

Meine neue Wertung: 8/10

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=p-P6zX9pvWo]

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Sie schlugen und sie schlugen sich: Neuer „Batman v Superman: Dawn of Justice“-Trailer erschienen

Wolltet ihr schon immer mal sehen, wie sich Clark Kent (Henry Cavill) und Bruce Wayne (Ben Affleck) ein vermeintlich bedeutungsschwangeres Wortduell liefern und dann von einem überdrehten Lex Luthor (Jesse Eisenberg) unterbrochen werden? Ich auch nicht.

Ich weiß einfach nicht, was ich von diesem Film halten soll.

Oder, um mit einem Zitat aus „True Lies“ abzuschließen: Also bis jetzt krieg ich davon nicht mal ein Jucken in der Hose.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=_sdPVZSBSDc]

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Im Heimkino gesehen: Jessabelle – Die Vorsehung

Gut, eigentlich wollte ich von meinen derzeit offenen Jason-Blum-Filmen zuerst „The Lords of Salem“, dann „Dark Skies“ und zu guter Letzt „Oculus“ schauen, doch wenn mir Koch Media schon ein Rezensionsexemplar von „Jessabelle – Die Vorsehung“ schickt, genießt dieser natürlich Priorität. Außerdem ist der Film gerade erst erschienen, was mir wiederum die Möglichkeit gibt, euch nach langer Zeit endlich mal wieder eine halbwegs aktuelle Review zu bieten. Also, los geht’s!

Worum geht’s

Nach einem schweren Autounfall, bei dem sie ihren Freund und ihr ungeborenes Baby verloren hat, ist die junge Jessie (Sarah Snook) auf einen Rollstuhl und die Hilfe ihres Vaters Leon (David Andrews) angewiesen. Obgleich die beiden seit Jahren keinen Kontakt mehr pflegen, nimmt Leon seine Tochter bei sich auf und bringt sie im Zimmer ihrer verstorbenen Mutter (Joelle Carter) unter. Dort entdeckt Jessie Videobänder, auf denen ihre zu diesem Zeitpunkt bereits todkranke Mutter Jessie die Karten legt und ihr düstere Geschehnisse voraussagt. Während Leon seiner Tochter verbietet, die Videos weiter anzuschauen, beginnt Jessie schon bald, unheimliche Erscheinungen wahrzunehmen. Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Preston (Joelle Carter) versucht Jessie herauszufinden, was die Videobotschaften ihrer Mutter und die seltsamen Geschehnisse im Haus zu bedeuten haben …

Meine Meinung

Die Reviews, die ich bislang zu „Jessabelle – Die Vorsehung“ gelesen habe, fielen alles andere als wohlwollend aus. Umso überraschter war ich gestern Abend nach dem Film, da er meiner Meinung nach längst nicht so schlecht ist, wie er geschrieben wird. Ganz im Gegenteil. Gut, ein Meisterwerk dürft ihr auch nicht erwarten. Aber einen grundsoliden Voodoo-Horrorfilm mit brauchbaren Darstellern, durchaus bedrohlicher Atmosphäre, zwei bis drei sehr gelungenen Gänsehautmomenten und einem bitterbö… nein, damit würde ich zu viel verraten.

Regisseur Kevin Greutert, der zuvor „Saw VI“ und „Saw 3D – Vollendung“ inszenierte, ist mehr Handwerker als Visionär, versteht es aber, sein Publikum bei der Stange zu halten. Die Atmosphäre des insgesamt eher ruhigen Films wird stetig bedrohlicher, was nicht zuletzt der Geschichte zu verdanken ist. Diese fällt erfreulicherweise recht unvorhersehbar aus und hat eine durchaus interessante Wendung zu bieten, die gleichzeitig allerdings auch dazu führt, dass die eine oder andere Frage zum Geschehen letztlich unbeantwortet bleibt. Die obligatorischen Schreckmomente dürfen natürlich auch nicht fehlen, sind erwartungsgemäß etwas vorhersehbar (gnihihi), sitzen aber dennoch und kommen zur richtigen Zeit. Nämlich immer dann, wenn es zu ruhig zu werden und die Aufmerksamkeit abzugleiten droht.

Auf Seiten der Darsteller bleibt am ehesten Sarah Snook in Erinnerung, die mir in dem faszinierenden Zeitreisethriller „Predestination“ (Noch nicht gesehen? Nachholen! Jetzt!) zwar deutlich besser gefallen hat, aber auch hier eine grundsolide Leistung abliefert. Auch wenn ihr Schmollmund auf mich zeitweise etwas aufgesetzt und dadurch unpassend wirkte.

Mein Fazit

Auch wenn „Jessabelle – Die Vorsehung“ keinen Innovationspreis gewinnt, bietet der Voodoo-Grusler doch solide Unterhaltung auf überdurchschnittlichem Direct-to-Video-Niveau. Oder anders formuliert: Ich als Horrorfan fühlte mich überraschend gut unterhalten.

Meine Wertung: 6/10

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Spectre: Der Trailer zum neuen 007-Abenteuer ist da!

Sam Mendes führt erneut Regie, Daniel Craig spielt erneut James Bond , Christoph Waltz erstmals den Schurken. Nun ist der erste längere Trailer zum neuen 007-Abenteuer „Spectre“ erschienen – und das ganze Internet steht Kopf! Gut, nicht das ganze Internet. Mich zum Beispiel lässt der Trailer ehrlich gesagt ziemlich kalt, was vielleicht auch daran liegt, dass ich bereits „Skyfall“ für stark überschätzt halte. Ein unterhaltsamer Actionfilm wird aber auch „Spectre“ bestimmt werden. Außerdem spielt Monica Bellucci ein Bond-Girl, womit auch dieses 007-Abenteuer zum Pflichtfilm wird.

Aber mal was anderes: Erinnert euch die Musik bei 1:44 nicht auch an das bekannte Rambo-Theme?

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Z2J5dq8QmT0]

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[Kino] Ein kleines Fazit zu … „Ant-Man“

Morgen startet die Comic-Verfilmung „Ant-Man“ in unseren Kinos und beendet damit die zweite Phase des Marvel Cinematic Universe, kurz MCU. Dass statt der Avengers ausgerechnet der eher unbekannte Ant-Man als Abschluss gewählt wurde, erscheint auf den ersten Blick merkwürdig, erweist sich im Nachhinein jedoch als richtige Entscheidung. Denn während „Avengers: Age of Ultron“ eine eher uninspirierte, wenngleich sehr unterhaltsame Fortsetzung ist, bringt „Ant-Man“ noch mal frischen Schwung ins MCU.

An der Geschichte liegt dies jedoch nicht, diese ist, wie auch der Bösewicht, einmal mehr recht eindimensional und oberflächlich geraten und löst nicht mal ein Zucken im Mundwinkel aus. Ein Wissenschaftler (Michael Douglas) entwickelt einen Anzug mit Superkräften, den sein Protegé (Corey Stoll) für terroristische Zwecke nutzen möchte, woraufhin der Wissenschaftler mit einem sympathischen Nachwuchshelden (Paul Rudd) das Schlimmste verhindert. Kennen wir schon. Wollen wir nicht mehr. Kriegen wir trotzdem immer wieder. Nein, die Stärken von „Ant-Man“ liegen in der kindlich-unbeschwerten Inszenierung, die, ähnlich wie in „Guardians Of The Galaxy“, gerne auch mal ins Alberne abdriftet, ohne den Film dabei lächerlich wirken zu lassen. Insbesondere Michael Peña sorgt als Möchtegern-Gauner für zahlreiche Lacher und stellt den wohl witzigsten Sidekick seit Ewigkeiten dar. Und was dem Film ebenfalls unheimlich gut tut, ist der Verzicht auf scheinbar unkontrollierte Bombast-Action, wie sie zuletzt in „Avengers: Age of Ultron“ zu sehen war. Während dort im Finale eine ganze Stadt auseinandergenommen wird, muss in „Ant-Man“ lediglich eine Spielzeugeisenbahn dran glauben. Die Miniatur-Action wirkt mit ihren zahlreichen Witzen über und Anspielungen auf die Größenunterschiede zuweilen zwar etwas bemüht, funktioniert größtenteils aber hervorragend. Leider gilt dies nicht für die Effekte, die oftmals erschreckend künstlich und seltsam steril wirken. Vielleicht ist dies aber auch schlicht ein Resultat der kindgerechten Inszenierung. Wer weiß, wie gruselig realistisch aussehende Ameisen in Übergröße ausgesehen hätten …

Nichtsdestoweniger ist „Ant-Man“ ein verdammt unterhaltsamer Film – und mit Blick auf das MCU ein gelungener Abschluss, der zeigt, dass Effekte und Bombast nicht alles bedeuten.

Ach ja, wie immer gilt: Den Abspann abwarten! Komplett abwarten!

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[Kino] Ein kurzes Fazit zu … „DUFF: Hast du keine, bist du Eine!“

Wolltet ihr schon immer mal als einziger Erwachsener mit zahlreichen Teenagerinnen im Kino sitzen und zweifelnde Blicke ernten? Dann empfehle ich euch aktuell die Highschool-Komödie „DUFF: Hast du keine, bist du Eine!“! In dieser erfährt die eigentlich selbstbewusste Bianca (Mae Whitman), dass sie als DUFF (Designated Ugly Fat Friend) ihrer zwei besten Freundinnen (Bianca A. Santos, Skyler Samuels) angesehen wird und es als solche ihre Aufgabe ist, potenzielle Interessenten mit Informationen über ihre attraktiven Freundinnen zu versorgen. Klar, dass Bianca sich das nicht gefallen lassen möchte.

Highschool-Komödien. Kennst du eine, kennst du alle. Auch bei „DUFF: Hast du keine, bist du Eine!“ steht das Ende bereits von der ersten Minute an fest. Doch wie so oft im Leben, ist auch hier der Weg das Ziel. Und den (fast ausschließlich) sympathischen Figuren dabei zuzusehen, wie sie auf das unvermeidliche Ende zusteuern, macht durchaus Laune und sorgt dank pointierter Dialoge und origineller Einfälle für zahlreiche Lacher. Der Film lebt hierbei insbesondere von seiner lockeren und unbeschwerten Art, die nicht zuletzt Hauptdarstellerin Mae Whitman zu verdanken ist. Diese blüht in ihrer Rolle als verunsicherter Horrorfilm-Nerd regelrecht auf und hat die Sympathien trotz zahlreicher peinlicher Situationen stets auf ihrer Seite. Dass ganz nebenbei ernste Themen wie Cyber-Mobbing oder elterliche Gleichgültigkeit thematisiert werden, ohne diese zu verharmlosen oder den erhobenen Zeigefinger auszuspielen, macht diese durchweg gelungene Highschool-Komödie noch sympathischer.

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[Kino] Ein kurzes Fazit zu … „Für immer Adaline“

Für immer jung zu sein. Diesen Wunsch können nur Menschen äußern, die sich keine Gedanken über die daraus entstehenden Konsequenzen gemacht haben. Adaline (so elegant wie attraktiv: Blake Lively) hingegen kennt die Konsequenzen genau. Seit einem schweren Autounfall im Jahr 1937 altert sie nicht mehr. Und lebt aus Angst vor Verlust und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit stets allein. Alle 10 Jahre wechselt Adaline ihren Namen und ihren Wohnort, lediglich ihre inzwischen greise Tochter Flemming (Ellen Burstyn) kennt ihre Identität. Bis sich der charmante Ellis (Michiel Huisman) in Adaline verliebt und sie sich zu fragen beginnt, ob ihre selbst gewählte Isolation die richtige Art zu leben ist …

Ein schöner Film. Mit diesen drei Worten lässt sich „Für immer Adaline“ perfekt beschreiben. Die Geschichte ist schön. Die Bilder sind schön. Die Musik ist schön. Die Menschen sind schön. Die Botschaft ist schön. Doch wie das immer so ist, wenn einfach alles schön ist: etwas fehlt. In diesem Fall die emotionale Tiefe, die aus „Für immer Adaline“ mehr gemacht hätte, als „nur“ einen schönen Film. So werden Adalines Einsamkeit und Tragik zwar angerissen und kommen insbesondere in den Momenten mit ihrer Tochter gut zur Geltung, doch kratzt der Film hier letztlich nur an der Oberfläche und widmet sich stattdessen lieber ausgiebig der dann doch eher unspektakulären Liebesgeschichte zweier schöner Menschen. Welche Möglichkeiten liegen gelassen wurden, zeigt das letzte Drittel mit dem Erscheinen Harrison Fords, der hier seine beste Leistung seit langem abliefert und dem Film die emotionale Intensität gibt, die er von Anfang an verdient gehabt hätte.

Dennoch: Ein schöner Film.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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