Ein Psychopath mit Martial-Arts-Kenntnissen macht in Manhattan Jagd auf Stripperinnen, fügt ihnen grausame Verstümmelungen zu und überlässt sie dann ihrem Schicksal. Während die Polizei im Dunkeln tappt, versucht der ehemalige Boxer und jetzige Manager Matt Rossi (Tom Berenger), seine Freundin Loretta (Melanie Griffith) zu beschützen …
Das letzte Mal dürfte ich „Fear City“ als Teenager gesehen haben – und es ist schon irgendwie faszinierend, was mir davon in Erinnerung geblieben ist. Nicht etwa die nackten Brüste, die beinahe im Minutentakt in die Kamera gehalten werden, nein, es waren der Martial-Arts-Killer und der finale Kampf, an die ich mich noch erinnern konnte. Ja, ich wusste schon immer, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Sei’s drum. „Fear City“ ist ein Film, wie ihn nur die Achtziger hervorbringen konnten. Slasher. Erotikthriller. Martial-Arts-Actionfilm. Drama. Dieser Film ist alles und nichts zugleich. Der Killer kämpft mit dem Messer, dem Schwert oder einem Nunchaku. Der Held kämpft mit seinen Fäusten und seiner tragischen Vergangenheit. Die Angebetete des Helden kämpft mit ihren Drogenproblemen. Und wir als Zuschauer kämpfen damit, aus all dem irgendwie ein schlüssiges Ganzes zusammenpuzzeln zu müssen. Zum Ende hin gibt’s dann tatsächlich noch eine Trainingsmontage, bei der eigentlich nur noch „Gonna Fly Now“ gefehlt hätte. Und im finalen Aufeinandertreffen darf der Held, Achtung Spoiler, erst stilecht unterlegen sein, sich dann aber zu heroischer Musik aufraffen und dem Schurken doch noch zeigen, wo der Boxhandschuh hängt. So gehört sich das schließlich.
Eines muss man „Fear City“ lassen: Der Film ist zweifellos gut besetzt und durchaus atmosphärisch. Aber halt auch ziemlich dumm – und dennoch irgendwie verdammt unterhaltsam. Ein typischer 80er-Jahre-Film halt.
Meine Wertung: 7/10
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