Geschaut: „The Astronaut“ (2025)

14. Januar 2026 | Filme und Serien | 0 Kommentare

Wie das immer so ist: Zwei Wochen lang kommen hier gar keine neuen Filme an, und dann gleich zwei am selben Tag, die ich beide am liebsten sofort schauen würde. Entschieden habe ich mich letztlich für „The Astronaut“. Zum einen, weil ich Kate Mara immer gerne (und leider viel zu selten) in einem Film sehe, und zum anderen, weil der Science-Fiction-Film sehr … kontrovers aufgenommen wird. Was ich bislang gelesen habe, reicht von „absoluter Müll“ bis hin zu „cleveres Meisterwerk“. Klar, dass meine Neugierde da geweckt wurde.

Worum geht’s

Die Astronautin Sam Walker (Kate Mara) wird nach einer Bruchlandung aus ihrer Kapsel gerettet. Außer Erinnerungslücken und einem Bluterguss an ihrer Hand scheint es ihr zum Glück gut zu gehen. Zur Erholung und für weitere Untersuchungen wird Sam in einem abgelegenen Haus einquartiert. Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Sam leidet unter wiederkehrenden Tinnitus-Schüben, Nasenbluten und seltsamen Halluzinationen. Und dann ist da noch dieses Gefühl, als würde sie irgendjemand beobachten. Oder irgendetwas …

Meine Meinung

Nachdem ich „The Astronaut“ nun gesehen habe, kann ich absolut nachvollziehen, dass dieser Film das Publikum spaltet. Und um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, was ich selbst von ihm halten soll. Dabei beginnt er durchaus vielversprechend. Das riesige, fast schon klinisch saubere Haus ist eine tolle Location. Die Atmosphäre ist angespannt, unheimlich und herrlich mysteriös. Kate Mara spielt souverän wie immer. Neben ihr veredeln auch noch Laurence Fishburne, Gabriel Luna und Ivana Milicevic den Film. Das ist alles schon verdammt stark. Doch dann kommt nach knapp einer Stunde die Auflösung. Und ich sag’s mal so: Originell ist diese zweifellos, nur ergibt sie leider keinen Sinn. Und mit „keinen“ meine ich: absolut keinen.

Versteht mich bitte nicht falsch: Ich bin der Letzte, der verlangt, dass Filme eine durchgängig schlüssige Geschichte erzählen müssen. Wenn ein Film als Ganzes (für mich) funktioniert, sehe ich gerne über die eine oder andere Unstimmigkeit oder Logiklücke hinweg. Aber egal wie ich es drehe und wende und wieviel guten Willen ich auch aufwende: Die Story von „The Astronaut“ funktioniert nicht. Ja, das Ende ist überraschend, absolut nicht vorherzusehen, und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, es nicht irgendwie cool gefunden zu haben. Es passt nur einfach nicht zu dem, was in der Stunde davor passiert ist. So gar nicht. Und je länger ich darüber nachdenke, desto unsinniger wird das Ganze.

Vielleicht versteht ihr nun, wieso ich so hin- und hergerissen bin. Ich meine, im Grunde hat mir Film wirklich gut gefallen. Die erste Stunde ist atmosphärisch und spannend. Das Ende ist originell und hat definitiv interessante Ansätze. Doch beide Teile ergeben leider kein Ganzes. Schlimmer noch, sie stehen sich gegenseitig im Weg. Ein seltsam unstimmiger Film. Apropos seltsam unstimmig: Die CGI-Effekte … ach, egal. So viele gibt’s davon zum Glück ja nicht.

Wie dem auch sei: Science-Fiction-Fans dürfen gerne mal einen Blick riskieren – und sei es nur, um bei dem Ende mitreden zu können.

Meine Wertung: 5/10

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Sven Kietzke
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