Sophia – Dezember 2019

Durch meine Shootings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es grundsätzlich zwei Arten von Menschen gibt: Es gibt diejenigen, bei denen man sich die Bilder als Fotograf „erarbeiten“ muss. Die ein wenig Zeit und Unterstützung brauchen, um locker zu werden und sich auf das Shooting einzulassen. Und dann gibt es diejenigen, bei denen man als Fotograf eigentlich nur beobachten und rechtzeitig den Auslöser drücken muss. Beide Arten von Menschen haben für mich ihren Reiz und sorgen letztlich dafür, dass es in der Porträtfotografie nie langweilig wird.

Sophia gehört definitiv zur zweiten Gruppe. Und durch ihre natürliche, aufgeweckte Art außerdem zu den Menschen, mit denen ich vermutlich stundenlang mit der Kamera in der Hand durch die Weltgeschichte laufen könnte, ohne dass mir dabei langweilig werden würde. Genau so sind dann letztlich auch die Fotos entstanden, die ich euch heute zeige: Bei einem gemeinsamen Spaziergang am Strand. Ganz entspannt und ohne echtes Ziel, dafür mit viel Gequatsche und dem beruhigenden Gefühl, dass am Ende schon etwas Gutes dabei herausspringen wird.

Ich hoffe, die Fotos gefallen euch so gut wie uns!

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Kurz abgehakt: „Better Watch Out“ (2016)

Der 12-jährige Luke (Levi Miller) ist heimlich in seine fünf Jahre ältere Babysitterin Ashley (Olivia DeJonge) verliebt. Da Ashley kurz davor steht umzuziehen und die Stadt zu verlassen, nimmt Luke kurz vor Weihnachten all seinen Mut zusammen und offenbart ihr seine Gefühle, die Ashley jedoch nicht erwidert. Als plötzlich Unbekannte vor dem Haus auftauchen und die beiden terrorisieren, sieht Luke seine große Chance gekommen, Ashley zu beweisen, dass er doch der Richtige für sie ist …

Was. Zum. Teufel. Ich habe keine Ahnung, wieso ich diesen Film erst jetzt gesehen habe, aber ich könnte mich dafür ohrfeigen, mir damit so viel Zeit gelassen zu haben. Was ich damit sagen möchte: „Better Watch Out“ ist gut, RICHTIG gut, und zählt für mich zu den größten positiven Überraschungen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Nicht zuletzt, da der Film nicht wirklich das ist, was man als Zuschauer zu Beginn vermutet. Die so spannende wie wendungsreiche Geschichte ist abgrundtief böse, der makabere Humor tiefschwarz und die Darsteller haben sichtlich Spaß an ihren Rollen. Ohne Übertreibung: Ich habe mich die kompletten 90 Minuten lang köstlich amüsiert – in den letzten Minuten des Films dürfte ich so ein breites Grinsen im Gesicht gehabt haben, dass ich vermutlich auch als Joker durchgegangen wäre. Da zücke ich doch gerne vergnügt die Bestwertung! 🙂

Meine Wertung: 10/10

„Better Watch Out“ kann derzeit bei Netflix geschaut werden.

Auch wenn ich den Trailer hier wie immer verlinke: Tut euch selbst einen Gefallen und schaut ihn euch nicht an. Er verrät einfach zu viel von der Handlung …

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=OWoTkVbwRiQ]

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Kurz abgehakt: „Tyler Rake: Extraction“ (2020)

Als der Sohn eines indischen Drogenbarons von einem Konkurrenten entführt wird, engagiert die Familie den erfahrenen Söldner Tyler Rake (Chris Hemsworth), um den Jungen zu befreien. Der Befreiungsversuch gelingt, doch auf dem Weg aus der Stadt wird Tyler von seinem Auftraggeber verraten. Auf sich alleine gestellt und von den Gefolgsleuten zweier Kartelle gejagt, versucht Tyler, den Jungen irgendwie in Sicherheit zu bringen …

Ein aufrechter Söldner und Massen an Gegnern – manchmal braucht es nicht mehr für einen unterhaltsamen Filmabend. „Tyler Rake: Extraction“ ist ein geradliniger Actionfilm alter Schule, der das Rad sicherlich nicht neu erfindet, mir aber dennoch unheimlich viel Spaß bereitet hat. Die wuchtige und erfreulich abwechslungsreiche Action ist knüppelhart inszeniert, bleibt jederzeit erfreulich übersichtlich und speziell die scheinbar schnittlose Sequenz im Mittelteil finde ich durchaus beeindruckend choreographiert. Die Figuren bleiben bei all dem Actiongewitter zwar etwas auf der Strecke, bekommen aber dennoch den einen oder anderen kleinen Moment zugesprochen – nicht genug, um ihnen wirkliche Tiefe zu verleihen, aber genug, um einem als Zuschauer nicht völlig egal zu sein. Wobei Chris Hemsworth, völlig zu recht, die Sympathien ja eh immer auf seiner Seite hat. Und mehr Tiefe können die Macher seiner Figur dann ja immer noch in der (hoffentlich demnächst bestätigten) Fortsetzung verleihen – ich wäre definitiv wieder dabei!

Meine Wertung: 8/10

„Tyler Rake: Extraction“ kann derzeit bei Netflix geschaut werden.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=TBLSKAp6ngY]

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
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Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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