Und hui, das sieht nach ’ner Menge Terror aus. Ich bin sehr gespannt, was uns da erwartet!
Neu im Filmregal: Januar bis Mitte April 2026
Das letzte Update meiner Filmsammlung ist schon eine ganze Weile her. Wenig überraschend liegt dies keinesfalls daran, dass ich mir in den letzten Monaten keine Filme mehr gekauft hätte. Nein, ich war schlicht zu faul, die gekauften Filme in meiner Datenbank zu erfassen. Heute überkam es mich aber irgendwie. Vielleicht, weil die Stapel inzwischen so hoch waren, dass ich mir Sorgen um die unteren Titel machte. Aber nur vielleicht …
Folgende Filme und Serien haben seit Anfang des Jahres ihren Weg in mein Filmregal gefunden:
Ultra HD Blu-ray
Anaconda (2025) (Steelbook)
Avatar – Aufbruch nach Pandora
Avatar: The Way of Water
Bone Lake (Mediabook)
Boy Kills World (Mediabook)
Captain America: Brave New World (Steelbook)
Dante’s Peak
Die Unfassbaren 3 (Steelbook)
DOA: Dead or Alive (Mediabook)
Dunkirk
Gesetz der Rache (Mediabook)
Léon: Der Profi (Steelbook)
Minority Report (Steelbook)
Nightmare: Mörderische Träume (7-Film Collection)
Nightmare 2 – Die Rache (7-Film Collection)
Nightmare 3 – Freddy lebt (7-Film Collection)
Nightmare on Elm Street 4 (7-Film Collection)
Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma (7-Film Collection)
A Nightmare on Elm Street 6: Freddy’s Finale (7-Film Collection)
Freddy’s New Nightmare (7-Film Collection)
Operation Fortune (Steelbook)
Plane (Steelbook)
Predator: Badlands (Steelbook)
Prom Night – Die Nacht des Schlächters (Mediabook)
Scream (Steelbook)
Silverado (Steelbook)
Sisu: Road to Revenge (Steelbook)
Stephen King’s Nachtschicht (Mediabook)
Strange Darling (Hartbox)
The Astronaut
The Fantastic Four: First Steps (Steelbook)
The Frighteners (Mediabook)
The Running Man (Steelbook)
The Toxic Avenger (Mediabook)
Thunderbolts* (Steelbook)
Top Gun
Top Gun: Maverick
Tron: Ares (Steelbook)
Underworld (Mediabook)
Wicked – Teil 2 (Steelbook)
Blu-ray
Benedetta
Blair Witch Project (Blair Witch Collection)
Blair Witch 2 (Blair Witch Collection)
Blair Witch (Blair Witch Collection)
Das Tribunal
Der weiße Hai 3
Der weiße Hai IV – Die Abrechnung
Dexter: Wiedererwachen – Staffel 1
Die Verdammten des Krieges
Guardians of the Galaxy Vol. 3
Hunting Season
Imperium
Influencer 2
Kill, Daddy, Kill! (Stepfather-Mediabook)
Stepfather II (Stepfather-Mediabook)
Kentucky Fried Movie
Kuffs – Ein Kerl zum Schießen
Life-Snatcher
May (Mediabook)
Mein Monster – Ungeheuer verliebt
Night Hunter
Passagier 57
Quigley der Australier
Rabid Grannies (Mediabook)
Silent Rage – Das stumme Ungeheuer
Sneakers – Die Lautlosen
Split Second (Mediabook)
The Cave
The Deep Dark
The Desperate Hour
The Human Centipede 3 – Final Sequence (Mediabook)
The Last Video Store
The Marvels
Das Mercury Puzzle
Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (Mediabook)
They Want Me Dead
Todesstille (Mediabook)
Tote tragen keine Karos
Unknown Identity
Verfluchtes Amsterdam
Young Guns – Sie fürchten weder Tod noch Teufel
Blaze of Glory: Flammender Ruhm
So, das war’s. Während der Erfassung sind mir zwei Dinge aufgefallen: Zum einen, dass erschreckend viele Filme noch nicht im DVD Profiler hinterlegt waren (was kein gutes Zeichen für die Nutzung der Anwendungen ist). Und zum anderen, dass ich selbst mit Lesebrille die meisten EANs nicht mehr ohne Lupe lesen kann. Zum Glück habe ich Mittwoch einen Termin beim Augenarzt …
Geschaut: „Scream 7“ (2026)
Wie es sich für einen „Scream“-Fanboy gehört, saß ich direkt am 25. Februar im Kino, um mir „Scream 7“ in der Preview anzuschauen. Und verließ es enttäuscht. Sehr enttäuscht. Wieso weshalb warum, dazu komme ich später. Wichtig ist bis hierhin nur, dass ich dem Film im Heimkino eine zweite Chance geben wollte, um mir eine endgültige Meinung zu bilden. Und dieser Tag war heute, denn seit heute ist „Scream 7“ als Kauf-VoD verfügbar. Also gab ich dem Film nach meinem Feierabend um Punkt 18 Uhr seine versprochene zweite Chance. Ob er diese nutzen konnte, verrate ich euch … jetzt.
Worum geht’s
Sidney (Neve Campbell) hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt mit ihrem Mann Mark (Joel McHale) und ihren Töchtern in der beschaulichen Kleinstadt Pine Grove. Doch sie kann ihrer Vergangenheit nicht entkommen. Nicht nur belasten die Geschehnisse von damals die Beziehung zu ihrer 17-jährigen Tochter Tatum (Isabel May), auch taucht plötzlich ein neuer Killer auf, der sich als Stu Macher (Matthew Lillard) zu erkennen gibt. Gemeinsam mit Gale (Courteney Cox) versucht Sidney herauszufinden, ob Stu wirklich noch am Leben sein könnte – oder ob nicht doch jemand anderes hinter der neuen Mordserie steckt …
Meine Meinung
Nach dem Kinobesuch hatte ich vier wesentliche Punkte an „Scream 7“ zu kritisieren:
1. Das viel zu dunkle Bild, welches so wirkte, als hätten die Macher während der Dreharbeiten vergessen, die Beleuchtung einzuschalten. Stellenweise war kaum zu erkennen, was gerade vor sich ging – was nicht nur an der Atmosphäre kratzte, sondern den Film auch unfassbar billig aussehen ließ.
2. Den Ton, der mich absolut ratlos zurückließ. Stellenweise schienen die Hintergrundgeräusche zu fehlen, dann wieder die Hintergrundmusik. Es war, als würden eine oder mehrere Tonspuren fehlen, was insbesondere den Tötungsszenen jegliche Spannung und Dramatik nahm.
3. Die fehlende Meta-Ebene, die eigentlich Bestandteil eines jeden „Scream“-Films ist. Letztlich ist die Reihe nun endgültig zu dem geworden, was sie ursprünglich so genüsslich dekonstruiert hat: zu einem gewöhnlichen Slasher-Franchise.
4. Die Auflösung, die hanebüchener und dümmer nicht hätte ausfallen können. Meine Güte, was für ein armseliger Killer-Reveal.
Ich war im Februar schon kurz davor, eine Review zu schreiben, doch je länger ich über den Film nachdachte, desto unsicherer wurde ich mir, ob die ersten beiden Punkte tatsächlich so von den Machern beabsichtigt waren, oder ob nicht eventuell etwas bei der Kinovorstellung schiefgelaufen sein könnte. Also entschied ich mich zu warten. Auf heute. Und was soll ich sagen: Das Kino hat damals tatsächlich Mist gebaut. Oder der Film wurde fehlerhaft ausgeliefert. So oder so, im Heimkino ist der Film eben ein ganz anderes Erlebnis gewesen. Das Bild sieht nun so aus, wie ich es von einem Kinofilm erwarte. Und der Ton liefert die Dynamik, die ein Film wie „Scream 7“ benötigt, um in den entsprechenden Szenen anständig zu wirken. Ganz ehrlich: Was ich eben gesehen habe, war ein ganz anderer Film. Na gut, fast …
… denn die anderen beiden Kritikpunkte bleiben bestehen. Wobei sie mich heute nicht mehr ganz so sehr gestört haben wie noch im Kino. Was letztlich daran liegen wird, dass ich dieses Mal mit ganz anderen Erwartungen an den Film herangegangen bin. Dennoch bleibt insbesondere die finale Auflösung ein Scherz. Und leider kein guter. Sowohl die Identität als auch die Motivation des Killers (oder der Killer?) ist mit Abstand der Tiefpunkt der gesamten Reihe. Was wirklich schade ist, da nach 45 Minuten ein Twist kommt, der den Film in eine richtig coole Richtung hätte lenken können. Leider haben die Macher jedoch beschlossen, diesen Weg, der ursprünglich schon für „Scream 3“ vorgesehen war, nicht weiter zu verfolgen. Bedauerlich und unverständlich.
Generell ist mir wieder aufgefallen, dass „Scream 7“ ein Paradebeispiel für vertane Chancen ist. Exemplarisch sei hier die Eröffnungsszene genannt, die zwar einerseits ganz cool ist, andererseits aber viel zu wenig aus dem Szenario rausholt. In dieser fährt ein True-Crime-Junkie mit seiner Freundin ins Stu-Macher-Haus, um dort eine inszenierte Horror-Nacht zu verbringen – wo beide dann von einem echten Ghostface-Killer ermordet werden. Wie schön wäre es gewesen, wenn Ghostface hier noch mal zum Rundumschlag gegen den True-Crime-Boom ausgeholt hätte. Wenn er seine Opfer damit konfrontiert hätte, wie pietätlos es ist, sich an echten Morden zu ergötzen und diese als pure Unterhaltung zu konsumieren. Passiert leider alles nicht. Macht aber trotzdem Spaß. Nicht zuletzt, da Ghostface in dieser Szene unerwartet sadistisch zu Werke geht.
Apropos sadistisch: Die Kills sind relativ einfallsreich und für eine 16er-Freigabe überraschend saftig. Insgesamt würde ich „Scream 7“ als den bislang härtesten Film der Reihe einstufen – auch wenn mindestens einer der Morde etwas deplatziert wirkt und so weit drüber ist, dass er besser in einen „Freitag, der 13.“-Film gepasst hätte.
Zu guter Letzt muss möchte ich natürlich noch Neve Campbell loben, die für mich immer das ultimative Final Girl sein wird. Und die definitiv noch lange nicht zu alt dafür ist.
Letztlich bleibe ich dabei, dass „Scream 7“ gemeinsam mit „Scream 3“ das Schlusslicht der Reihe bildet. Dennoch bin ich wirklich froh, dem Film eine zweite Chance gegeben zu haben. Denn ein unterhaltsamer Slasher ist „Scream 7“ allemal.
Meine Wertung: 7/10
Kurz kommentiert: „Below – Da unten hört dich niemand schreien“ (2002)
Im Grunde war ich gestern Abend schon mit einem Bein im Bett, als ich eher zufällig auf David Twohys Mysterythriller „Below – Da unten hört dich niemand schreien“ stieß, der aktuell bei Netflix als 4K-Stream verfügbar ist. In diesem nimmt ein US-U-Boot während des Zweiten Weltkriegs drei Schiffbrüchige auf – und wird von da an von unheimlichen Phänomenen heimgesucht …
Zuletzt habe ich „Below – Da unten hört dich niemand schreien“ vor vielen vielen Jahren auf DVD geschaut. An die Auflösung der Geschichte konnte ich mich nicht mehr erinnern, sehr wohl aber an die düstere, klaustrophobische Atmosphäre. Und diese kommt in 4K und Dolby Visionen noch mal deutlich besser zur Geltung. Generell ist es durchaus beachtlich, was Regisseur David Twohy aus der überschaubaren Umgebung und der wahrlich nicht besonders komplexen Story rausholt. Wer spannende U-Boot-Thriller mag und zudem ein Faible für Mystery und ein kleines bisschen Horror hat, macht hiermit definitiv nichts verkehrt.
Meine Wertung: 7/10
Geschaut: „Hunting Season“ (2025)
Samstag. 12 Uhr. Die Sonne lacht, der Himmel erstrahlt in einem satten Blau. Perfekte Voraussetzungen, um die Vorhänge runterzulassen und „Hunting Season“ zu schauen, den neuen Actionthriller mit Mel Gibson.
Worum geht’s
Die junge Tag (Sofia Hublitz) lebt mit ihrem Vater Bowdrie (Mel Gibson) zurückgezogen im Wald. Eines Tages entdeckt Tag beim Angeln eine schwer verletzte Frau (Shelley Hennig), die ans Ufer getrieben wurde. Da die Unbekannte ihn anfleht, sie nicht ins Krankenhaus zu bringen, versorgt Bowdrie sie vorerst selbst. Wie sich herausstellt, wurde January, so ihr Name, durch ihre Mitbewohnerin unbeabsichtigt in die Machenschaften des örtlichen Drogenkartells hineingezogen. Als dieses erfährt, dass January noch am Leben ist, setzt dessen Anführer Alejandro (Jordi Mollà) alles daran, die unliebsame Zeugin endgültig zu beseitigen …
Meine Meinung
Man mag von Mel Gibson als Person halten, was man will, aber eines lässt sich nicht leugnen: Der Mann hat Charisma und wertet alleine mit seiner Präsenz jeden noch so durchschnittlichen Film auf. Womit ich nicht sagen möchte, dass „Hunting Season“ diese Aufwertung unbedingt nötig gehabt hätte. Nein, das wäre dem Film gegenüber ziemlich unfair. Überraschenderweise hatte ich damit nämlich erstaunlich viel Spaß. Und das, obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) er viel ruhiger ist, als ich vermutet hatte.
Im Grunde ist die Genre-Einordnung als Actionthriller eine Mogelpackung. Ja, der Film enthält entsprechende Elemente, nimmt sich aber viel Zeit für die Charaktere und deren Beziehungen zueinander. Irgendwie ist er also auch ein Drama. Und wenn Mel Gibsons Bowdrie am Ende zum letzten Gefecht aufbricht, wohl wissend, dass er dieses vermutlich nicht überleben wird, dann erinnert „Hunting Season“ sehr an einen Western – Mexican Standoff inklusive.
Das Wichtige aber ist: Obwohl der Film kein klassischer Actionthriller und eher ruhig inszeniert ist, habe ich mich zu keiner Minute gelangweilt. Ganz im Gegenteil, die Zeit verging wie im Flug. Ich mochte die eher indirekt angespannte Atmosphäre, die dazu im Kontrast stehende beschauliche Umgebung, das langsame Zueinanderfinden der Figuren – und ja, auch die kurzen Momente, in denen Bowdrie dann doch zeigen darf, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. Denn wenn er einmal zuschlägt, dann erfreulich konsequent und ohne Gnade. So muss das sein.
Mel Gibson ist auf Darstellerseite ganz klar das Highlight des Films, aber auch Sofia Hublitz und Shelley Hennig haben bei mir einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Jordi Mollà als Antagonist hingegen fällt ein wenig ab – seine Darstellung war mir etwas zu überzogen und wollte für mich nicht so recht zum Rest des Film passen.
Insgesamt erfindet „Hunting Season“ das Rad keineswegs neu und hätte durchaus ein wenig mehr klassische Spannung vertragen können. Dennoch muss ich sagen, dass ich durchaus angetan von diesem Film bin. Ich wünschte, alle in den DTV-Bereich abgestiegenen Altstars würden auf diesem Niveau abliefern.
Meine Wertung: 7/10
Der Trailer zu „Spider-Man: Brand New Day“ ist da!
Und ja, er macht definitiv Lust auf mehr. Wobei das Highlight des Trailers ganz klar Frank Castle ist. Hach, das wird schön. Der Peter Parker in mir ist schon ganz hibbelig.
Okay Disney+, das war’s mit uns
Bereits im Dezember entfernte Disney klammheimlich Dolby Vision aus seinem Premium-Abo. Wer (wie ich) dachte, Dolby Vision würde bestimmt schon bald zurückkehren, wurde nun eines Besseren belehrt: Inzwischen wurde sogar HDR10 gestrichen. Selbstverständlich erneut, ohne zahlende Abonnenten (wie mich) aktiv zu informieren, geschweige denn eine Erstattung für den geringeren Leistungsumfang anzubieten.
Was ich stattdessen bekommen habe: Eine E-Mail, dass der Jahrespreis für das Premium-Abo von 139,90 Euro auf 159,90 Euro erhöht wird. Nachdem er erst letztes Jahr von 89,90 Euro auf 139,90 Euro erhöht worden war. Respekt. Die Eier, den Preis stetig zu erhöhen, gleichzeitig aber die Qualität deutlich runterzuschrauben, muss man erst mal haben.
Für mich war’s das nun mit Disney+. Was wirklich schade ist, da ich die Inhalte durchaus mag. Aber selbst bei mir ist irgendwann eine Grenze überschritten. Und das ist hier der Fall.
Update 27.02. HDR10 ist wieder verfügbar. Wenn jetzt auch noch Dolby Vision zurückkehrt, überlege ich mir das mit der Kündigung noch mal …
Update 13.03. Nun ist bzw. kehrt auch Dolby Vision zurück. Gott sei Dank. Ich dachte schon, ich müsste auf die neuen Staffeln von „Scrubs“ und „Daredevil“ verzichten …
Kurz kommentiert: „Dreamcatcher“ (2003)
Ich weiß noch genau, wie unfassbar enttäuscht ich damals nach dem Kinobesuch von „Dreamcatcher“ war. Ich fand die Stephen-King-Verfilmung so schlecht und unfreiwillig komisch, dass ich nie das Bedürfnis hatte, sie in mein Filmregal zu stellen. Und das soll schon was heißen.
Da es „Dreamcatcher“ bei Apple aktuell für 3,99 Euro gibt, habe ich ihm heute doch noch mal ’ne Chance gegeben – und was soll ich sagen: Der Film ist immer noch schlecht. Nicht ganz so schlecht, wie ich ihn in Erinnerung hatte, aber schlecht. Wobei das erste Drittel sogar ganz gelungen und überraschend atmosphärisch ist. Sobald die ersten Außerirdischen und das Militär auftauchen, geht’s dann aber rapide bergab. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso weniger Sinn ergibt sie. Und das Finale ist einfach nur noch hanebüchener Blödsinn. Da können selbst die guten Darsteller nichts retten. Wirklich schade um das Potential.
Meine Wertung: 4/10 (mit Tendenz zur 3/10)
Geschaut: „Eternity“ (2025)
14. Februar. Samstagabend. Valentinstag. Ich weiß, was ihr letzten Sommer getan habt was ihr jetzt gerade denkt: „Wieso erscheint hier eine Review, obwohl die Frauen aufgrund seines Charmes, seines Humors, seiner Intelligenz, seiner Großzügigkeit, seines guten Aussehens und nicht zuletzt seiner Bescheidenheit bei Sven doch eigentlich Schlange stehen sollten und er gerade ein Date haben müsste?“. Nun, eine berechtigte Frage. Ich kann mir das nur so erklären, dass meine zweifellos beeindruckende Präsenz zu einschüchternd wirkt, sodass die Frauen sich schlicht nicht trauen, mich nach einem Date zu fragen. Wie dem auch sei. Um am Valentinstag trotzdem mit etwas Liebe in Kontakt zu kommen, habe ich heute die übernatürliche Romantikkomödie „Eternity“ geschaut. Eine gute Entscheidung.
Worum geht’s
Joan (Elizabeth Olsen) und Larry (Miles Teller) sind seit 65 Jahren ein Paar. Als Larry an einer Brezel erstickt, wacht er als Mittdreißiger in einer Zwischenwelt wieder auf, die an ein schräges Tourismus-Center erinnert. Von seiner Jenseits-Koordinatorin Anna (Da’Vine Joy Randolph) wird er darüber aufgeklärt, dass man sich nach seinem Tod für eine Ewigkeit entscheiden muss, die später allerdings nicht mehr gewechselt werden darf. Nur wenige Tage später stirbt auch Joan, sodass die Tür für eine gemeinsame Ewigkeit offen steht. Doch dann taucht plötzlich Joans erster Ehemann Luke (Callum Turner) auf, der kurz nach ihrer Hochzeit im Krieg gefallen war und seit nunmehr 67 Jahren auf die Ankunft seiner großen Liebe wartet. Nun muss Joan sich entscheiden: Möchte sie die Ewigkeit mit Larry verbringen, mit dem sie bereits ihr ganzes Leben verbracht hat, oder mit Luke, mit dem sie nie die Chance auf ein richtiges Leben hatte …
Meine Meinung
Ich sag’s, wie es ist: Ich liebe „Eternity“. Und das nicht nur, weil heute Valentinstag ist. Ja im Grunde ist der Film eine klassische Dreiecks-Liebeskomödie. Aber das Spiel mit der Ewigkeit und den verschiedenen Welten sorgt nicht nur für eine ungewöhnliche Tiefe, sondern auch für verdammt witzige und absurde Situationen. So gibt es zum Beispiel eine Ewigkeit für Verstorbene, die keine Lust mehr auf andere Menschen haben und einfach nur noch ihre Ruhe wollen – klar, dass ausgerechnet diese Ewigkeit ausgebucht ist. Der Humor trieft stellenweise vor Sarkasmus, was meinen Geschmack wenig überraschend voll getroffen hat. Wie die jeweiligen Angestellten versuchen, Neuankömmlinge von ihrer Ewigkeit zu überzeugen (oder verzweifeln, weil sich niemand für ihre Ewigkeit interessiert), ist einfach herrlich skurril – so wie die gesamte Grundidee.
Doch „Eternity“ ist nicht nur witzig, er trifft auch ins Herz. Mit Joan, die sich zwischen ihrer ersten und ihrer zweiten Liebe entscheiden muss, möchte vermutlich niemand tauschen. Erst recht nicht, wenn dies wortwörtlich eine Entscheidung für die Ewigkeit ist. Dass beide Männer tatsächlich gute Kerle mit zwar unterschiedlichen, aber jeweils durchaus liebenswürdigen Eigenschaften sind, macht es umso komplizierter. Die Chemie zwischen Elizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner ist fantastisch, wobei alle drei sowohl witzige als auch nachdenkliche Szenen zu meistern haben. Einige dieser Momente sind überraschend tiefgründig und werfen durchaus existenzielle Fragen auf – und zum Ende hin wird’s sogar ein wenig düster und spannend. Aber keine Sorge: „Eternity“ ist dennoch voll und ganz ein Feel-Good-Film.
So, und damit auch genug geschwafelt. Dass mir „Eternity“ verdammt gut gefallen hat, dürfte jetzt klar sein. Und sollte es nach dem Tod tatsächlich wie im Film zugehen, weiß ich schon jetzt, für welche Ewigkeit ich mich auf die Warteliste setzen lasse …
Meine Wertung: 9/10
Trailer: „Amsterdamned II – Verfluchtes Amsterdam“
Es wird wieder getaucht. Und gemordet. Fast 40 Jahre nach „Verfluchtes Amsterdam“ bekommt der Film tatsächlich eine Fortsetzung. Wieder von Dick Maas. Und wieder mit Huub Stapel. Ich bin gespannt und vorsichtig optimistisch.
Oh, mir fällt gerade auf, dass ich „Verfluchtes Amsterdam“ noch gar nicht im Regal stehen habe. Gleich mal bestellen …