Paramount und Dreamworks veröffentlichen exklusiv auf HD DVD

Wie Paramount und Dreamworks heute bekannt gegeben haben, werden die beiden Firmen bei HD-Veröffentlichungen künftig exklusiv auf die HD DVD setzen. Eine Veröffentlichung auf Blu-ray-Disc ist nicht mehr vorgesehen. Da ich weder an dem einen, noch an dem anderen Format beteiligt bin, könnte mir diese Nachricht eigentlich egal sein. Könnte. Eigentlich. Uneigentlich jedoch freue ich mich über diese Entwicklung. Es gibt nämlich drei sehr gute und durch und durch objektive Gründe, die HD DVD der Blu-ray-Disc vorzuziehen und ihr den Sieg zu wünschen:
  • Im Gegensatz zum Konkurrenten sind bei der HD DVD alle Funktionen lauffähig. Während Blu-ray-Nutzer diverse Features wie z.B. Bild-in-Bild-Kommentare erst ab der nächsten Player-Generation nutzen können, gehören diese bei der HD DVD aufgrund festgelegter Spezifikationen längst zum Alltag.
  • Seit Monaten wird die HD DVD als der große Verlierer gehandelt, fast täglich liest man auf entsprechenden Seiten, dass das Ende kurz bevor steht. Mal ehrlich: Im Kino drückt ihr doch auch lieber dem sympathischen Loser die Daumen – oder fiebert ihr mit dem großspurigen Schönling mit?
  • Die roten HD-DVD-Hüllen sind einfach viel schicker als die blauen Blu-ray-Hüllen!
Auf jeden Fall wurden die Karten durch diesen Deal neu gemischt, es stehen uns aufregende Wochen/Monate im Formatkrieg bevor. Meine beiden Wünsche für die nächsten 12 Wochen:
  • Warner zieht nach und gibt die exklusive Veröffentlichung auf HD DVD bekannt.
  • Fox wird neutral und veröffentlicht auf beiden HD-Medien.
Ich für meinen Teil werde weiterhin meiner Linie treu bleiben und nach Möglichkeit die HD DVD bevorzugen. Filme werden nur auf Blu-ray-Disc gekauft, sofern absehbar ist, dass sie in naher Zukunft nicht auf HD DVD erscheinen werden. So oder so wird eines der beiden Formate ein Griff ins Klo sein. Eine dauerhafte Koexistenz wäre zwar wünschenswert, so recht glauben mag ich daran jedoch nicht. Was bleibt, ist die Hoffnung, dem richtigen Format seine Seele verkauft zu haben. Um diesen Beitrag mit der Werbezeile von „Alien vs. Predator“ abzuschließen:

Egal wer gewinnt, wir (die Early Adaptors) verlieren!

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Rush Hour 3

Ach Jackie, was ist bloß aus dir geworden. In den Achtzigern hast du mich mit Filmen wie „Powerman“, „Police Story“ und „Der rechte Arm der Götter“ begeistert. In den Neunzigern hast du mich mit Filmen wie „Rumble In The Bronx“, „Mr. Nice Guy“ und „Under Control“ souverän unterhalten. Aber seit 2000? Abgesehen vom gelungenen „New Police Story“ gibt es in diesem Jahrzehnt keinen Film, der mich wirklich zufrieden stellen konnte. Und eines kann ich dir verraten: „Rush Hour 3“ wird daran nichts ändern. Worum geht’s Als der chinesische Botschafter Han während eines Treffens des Strafgerichtshofs die Hintermänner der Triaden benennen möchte, wird er von einem Attentäter angeschossen. Der für seine Sicherheit verantwortliche Inspector Lee (Jackie Chan) nimmt mit seinem Freund Detective Carter (Chris Tucker) die Ermittlungen auf. Die Spur führt nach Paris, wo die beiden nicht nur auf die Hintermänner des Anschlags, sondern auch auf unzählige attraktive Frauen und einen Amerika hassenden Taxifahrer treffen… Meine Meinung Wer die Hoffnung auf einen Film mit den für Jackie Chan typischen Actionszenen noch nicht aufgegeben hat, wird von „Rush Hour 3“ erneut enttäuscht. Regisseur Brett Ratner schraubt die Action bis auf ein Minimum herunter – und das, was er übrig lässt, könnte auch jeder andere kampferprobte Schauspieler leisten. Auch wenn Jackie inzwischen nicht mehr der Jüngste ist, bin ich mir sehr sicher, dass er mehr leisten könnte, wenn man ihn denn nur lassen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass die wenigen Actionszenen äußerst unspektakulär inszeniert wurden. Exemplarisch seien an dieser Stelle nur die Verfolgungsjagd mit dem Taxi und der finale Kampf auf dem Eifelturm genannt. Es muss ja nicht gleich Michael-Bay-Ausmaße annehmen, aber ein wenig mehr Dynamik hätte diesen Szenen wirklich gut getan. Auch wenn der Film als Actionfilm enttäuscht, hat er dennoch seine guten Seiten: Die Befragung im Dojo ist durchaus witzig („Wie heißt du?“ „Du.“ „Nein, nicht ich, du!“ „Ja, ich bin Du.“ „Verarsch mich nicht.“), das Übersetzungsverhör mit der Nonne wirklich gelungen und die Szenen mit dem Taxifahrer („Jetzt fühle ich mich fast wie ein Amerikaner, ich muss nur noch jemanden grundlos erschießen.“) zeugen von einem gesunden Maß an Selbstironie. Carters ewige Jagd nach dem weiblichen Geschlecht hingegen beginnt nach einiger Zeit zu nerven. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Die Chemie zwischen Chan und Tucker kann erneut nur als positiv bezeichnet werden, was den Film letztlich ins gehobene Mittelmaß rettet. Besonders im Abspann, der wie immer ein paar Versprecher und missglückte Stunts zeigt, wird deutlich, dass die beiden sich gut verstehen und sichtlich Spaß an der Arbeit hatten. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es sich bei „Rush Hour 3“ lediglich um einen nach Paris verlegten Aufguss der beiden Vorgänger handelt, der leider absolut nichts Neues zu bieten hat. Mein Fazit Wer die beiden Vorgänger mochte, wird auch von „Rush Hour 3“ nicht enttäuscht werden. Allerdings lässt sich nicht abstreiten, dass das Rush-Hour-Rezept inzwischen spürbar an Geschmack verloren hat. Sollte es zu einem vierten Teil kommen, müssen dringend ein paar neue Ideen her. Meine Wertung: 6/10

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Fantastic Four: Rise Of The Silver Surfer

„Eintritt nur für geladene Gäste.“ „Mein Name steht auf der Gästeliste.“ „Wie lautet ihr Name?“ „Stan Lee“ „Ja..sicher..der Nächste!“ Der bislang beste Gastauftritt des Comic-Genies Stan Lee macht deutlich, dass auch der zweite Auftritt der Fantastischen Vier alles andere als ernst zu nehmen ist. Während andere Comicverfilmungen versuchen, sich gegenseitig mit tiefgreifenden Charakteren und moralischen Problemen zu übertrumpfen, geht die Fantastic-Four-Reihe einen anderen Weg und bietet oberflächlichen Spaß pur. Und dafür danke ich den Machern! Worum geht’s Reed (Ioan Gruffudd) und Sue (Jessica Alba) stehen kurz vor ihrem fünften Hochzeitsversuch. Doch auch dieser Versuch soll scheitern, denn auf der Erde mehren sich unerklärliche Phänomene. Verursacht werden diese durch den Silver Surfer, den Vorboten des kosmischen Weltenvernichters Galactus. Nur wenige Tage bleiben den Fantastic Four, um einen Weg zu finden, den Silver Surfer und Galactus aufzuhalten. Und als wäre das nicht schon Arbeit genug, kehrt zu allem Überfluss auch noch Dr. Doom (Julian McMahon) zurück… Meine Meinung Manchmal hat meinen keinen Appetit auf Kaviar, sondern möchte einfach nur einen Cheeseburger essen. Und manchmal habe ich die Nase voll von den immer komplexer werdenden Comicverfilmungen und möchte mich einfach nur seicht unterhalten lassen. Und wen rufe ich dann? Nein, nicht die Geisterjäger: Die Fantastischen Vier! Sympathisch wie bereits im ersten Teil geizen die vier Superhelden während ihres kurzweiligen 92-Minuten-Auftritts nicht mit lockeren Sprüchen, nehmen sich gekonnt selbst auf die Schippe (Johnny Storm vermietet z.B. Werbefläche auf seinem Superhelden-Outfit) und retten quasi nebenbei die ganze Welt. Ernste Töne schlägt der Film zwar auch an, doch werden diese schneller abgehandelt als man „fehlende Charakterentwicklung“ aussprechen kann. Dennoch kommt der Film aufgrund seiner Weltuntergangsthematik insgesamt ein wenig düsterer daher als der Vorgänger. Und wenn Johnny ins Grübeln gerät, ob die eine Richtige nicht eventuell doch besser wäre als seine zahlreichen Falschen, muss man den Machern eine gewisse Entwicklung zugestehen. Die Actionszenen wurden gut auf die 92 Minuten verteilt und gekonnt inszeniert. Vorallem Johnnys Jagd auf den Silver Surfer und der finale Showdown, der leider ein wenig kurz geraten ist, wussten mich als erklärten Fan des anspruchslosen Popcorn-Films zu begeistern. Die Effekte können insgesamt überzeugen, einige (z.B. der Silver Surfer) sehen sogar schlichtweg hervorragend aus und brauchen sich vor Filmen wie „Spider-Man 3“ trotz des niedrigeren Budgets nicht zu verstecken. Den Darstellern merkt man jederzeit an, dass sie während des Drehs ihren Spaß hatten. Vorallem das Zusammenspiel zwischen Chris Evans und Michael Chiklis gelingt erneut hervorragend und wirkt, bezogen auf das schlichte Fantastic-Four-Grundgerüst, überaus natürlich. Julian McMahon hat als Dr. Doom weniger Screentime als im Vorgänger, was sehr bedauerlich ist, da er durchaus zu einem charismatischen Schurken taugt. Mein Fazit Wie bereits der Vorgänger wird auch „Fantastic Four: Rise Of The Silver Surfer“ das Publikum spalten. Den Einen wird er zu oberflächlich und zu simpel sein, den Anderen gerade aufgrund dieser Eigenschaften gefallen. Wem der erste Teil gefallen hat (oder einfach nur Appetit auf einen Cheeseburger hat), sollte sich die Fortsetzung nicht entgehen lassen. Meine Wertung: 7/10

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Demnächst: Jackie Chan und der Silver Surfer

Gesehen habe ich „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ (steht seinem Vorgänger an Unterhaltungswert in nichts nach) und „Rush Hour 3“ (guter Durchschnitt, aber auch nicht mehr) bereits, aber das Wetter bzw. meine daraus resultierenden Kopfschmerzen machen mir einen Strich durch die Reviews-sollten-spätestens-am-nächsten-Tag-geschrieben-werden-Rechnung. Ich verspreche hoch und heilig, meiner „Pflicht“ im Laufe des Wochenendes nachzukommen und euch dann im gewohnt langatmigen kurzweiligen Stil meine ausführliche Meinung zu den beiden Filmen zu präsentieren.

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Bye, bye, DVDs! Es war ’ne geile Zeit, aber irgendwann ist alles mal vorbei…

Okay, der Titel ist eventuell ein wenig übertrieben und dramatisch ausgefallen… Selbstverständlich werde ich mich nicht von meinen DVDs trennen. In meiner Sammlung steckt zu viel Geld, zu viel Arbeit und zu viel Sammlerwahn, als dass ich sie einfach auflösen könnte. Allerdings werde ich künftig grundsätzlich auf HD-Medien setzen und nur noch bei TV-Serien und in absoluten Ausnahmefällen zur DVD greifen. Wieso? Weshalb? Warum? Ganz einfach: Dank eines unwiderstehlichen Angebots (Konsole + zusätzlicher Controller + Motor Storm + F1 Championship Edition für 432,- Euronen) darf ich in wenigen Tagen eine Playstation 3 mein Eigen nennen. Gut, die Spiele sind mir eigentlich relativ egal. Was wirklich zählt: Mit der PS3 bekomme ich endlich einen Blu-ray-Player! 🙂 Da ich somit sowohl HD DVDs als auch Blu-ray-Discs abspielen kann, werde ich meine Kaufkraft künftig hauptsächlich auf die neuen Medien konzentrieren. Und da die Neuerscheinungen derzeit noch äußerst…übersichtlich ausfallen, wird mein Geldbeutel es mir trotz der obigen Investition danken. 😉 Schöne neue scharfe Welt!

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Die Rückkehr der untoten Stümper

Obwohl ich nach dem desaströsen vierten Teil so gar keine Lust mehr auf Return Of The Living Dead 5 – Rave To The Grave hatte, kämpfte ich mich durch die 92 Minuten des Films – ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Im Endeffekt bleiben sämtliche Kritikpunkte des Vorgängers erhalten. Da ich zu faul bin, den kompletten Text zu wiederholen und hier nur auf die Änderungen zum vierten Teil eingehen werde, empfehle ich jedem, sich erst meine entsprechende Kritik durchzulesen. Also, was hat sich geändert…nun, eigentlich nur die Story. Und die ist noch blöder ausgefallen! Ja, ganz ehrlich, das geht: Die Überlebenden aus „Necropolis“ finden auf dem Dachboden von Julians Onkel ein Fass mit Trioxyn-5. Statt sich an eine Behörde zu wenden, analysieren sie den Wirkstoff und entdecken eine der Droge Ecstasy nicht unähnliche Wirkung auf den Menschen. Was macht man in solch einem Fall? Richtig: Man vertickert das unbekannte Zeug auf der nächsten Rave-Party (die Frage, wieso sich die Protagonisten nach den Erlebnissen aus „Necropolis“ so dermaßen bescheuert verhalten, darf man sich gar nicht erst stellen). Und schon bald wimmelt es wieder überall von Ravern Zombies… Abgesehen von der Handlung bleibt alles gleich: Schlechte Schauspieler, schlechte Kulissen, sich wiederholende Effekte – alles wie beim vierten Teil. Ach halt, es gibt doch noch eine weitere Änderung: Brüste! Unzählige wohlgeformte Brüste! Gut, die werten den Film auch nicht auf, aber ich wollte es wenigstens erwähnt haben. Was bleibt, ist ein Film, der noch unnötiger ist als sein Vorgänger und damit irgendwo zwischen einer dritten Brust und einem zweiten Arschloch rangiert.

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Stümper auf die Erde zurück

Man man man, was habe ich mir da bloß wieder angetan. Obwohl ich es hätte besser wissen müssen, habe ich mir nach einem Preisrutsch nun doch den vierten und fünften Teil der Return-Of-The-Living-Dead-Reihe zugelegt. Das Fatale daran ist gar nicht, dass ich mir die Filme gekauft habe (da hat man als Sammler nunmal keine Wahl), sondern dass ich sie mir tatsächlich angeschaut habe. Egal, nun ist das Unglück passiert, und was wäre ich für ein Unmensch, würde ich meine Mitmenschen nicht zumindest vor diesen Filmen warnen. Und los geht’s mit *trommelwirbel* Return Of The Living Dead 4 – Necropolis. Selbst keine Story wäre besser gewesen als diese Story: Nach einem Motorradunfall wird Zeke statt ins Krankenhaus ins Labor der Firma Hybra Tech gebracht. Dort experimentiert man fleißig mit dem Wirkstoff Trioxyn-5, der, wie wir alle wissen, Tote in Zombies verwandeln kann. Zekes Freunde suchen natürlich nach dem Verunglückten, brechen kurzerhand in den Laborkomplex ein und schon bald wimmelt es überall von Zombies… Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Bei der Story, die absolut hirnrissig, aber kein bischen unterhaltsam ist? Nur mal so als Beispiel: Bei Hybra Tech werden chemische Waffen produziert, da reicht es natürlich aus, das Firmengelände durch eine Studentin (so ein Nachtjob ist schon was Feines) und einen notgeilen Nachtwächter sichern zu lassen. Schon klar. Geiz mag zwar geil sein, aber dennoch kommt mir das irgendwie ein wenig…blöd vor. Oder sollte ich mit den Schauspielern beginnen, die der Bezeichnung „untalentiert“ eine völlig neue Bedeutung geben? Ganz ehrlich: Anhand der Mimik lässt sich nicht feststellen, ob die jeweilige Person sich gerade freut, fürchtet oder einfach nur einen Furz quer stecken hat. Von Peter Coyote, der ja prinzipiell durchaus schauspielern kann, möchte ich eigentlich gar nicht erst anfangen (tue es aber trotzdem). Um den Mann verteidigen zu können, suchte ich im Internet verzweifelt nach Hinweisen auf eine Gesichtslähmung. Finden konnte ich jedoch nichts. Sollte er also wirklich (körperlich) gesund sein, wovon ich wohl ausgehen muss, frage ich mich, was er uns mit seinem verzerrten Grinsen sagen möchte. „Hah, irgendwo schaut sich bald ein Depp diesen Mist an und sich fragt, wieso ich so dämlich grinse!“ Wer weiß, wer weiß… Vielleicht sollte ich auch mit der einfach nur billigen Optik des Films anfangen: Selbst die Schrift beim Vorspann sieht aus, als hätte man nicht genug Geld für eine ordentliche Software gehabt. Von den Kulissen, Masken und Effekten, die von jeder Buffy-Folge übertrumpft werden, ganz zu schweigen Nein, jetzt hab ich’s: Ich fange mit den super-duper-heftig-ekligen Gore-Szenen an, dem i-Tüpfelchen eines jeden Billig-Zombiefilms. Diese sind zwar durchaus blutig, aber spätestens wenn einem Menschen zum dritten Mal in den Hinterkopf gebissen oder dem zehnten Zombie in Zeitlupe in den Kopf geschi geschossen wird, breitet sich gähnende Langeweile aus. Die Frage, ob die ungekürzte Fassung die geschnittene deutsche Version aufwertet, kann ich definitiv mit einem „nein“ beantworten: Schlecht bleibt schlecht, da hilft auch kein Kunstblut. Die große Frage lautet: Gibt es auch nur einen Grund, sich dieses Machwerk anzuschauen? Nun, um sich selbst eine Meinung zu bilden (doch wozu sollte man das wollen?) oder um seine sadistische Seite zu befriedigen, könnte man dem Film durchaus eine Chance geben. Andererseits könnte man auch einfach auf ein paar Reißzwecken Platz nehmen – das dürfte wenigstens schön prickeln und müsste deutlich unterhaltsamer sein…

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Die Liebe in mir

Im Laufe der Jahre zieht man sich zahlreiche Wunden zu. Einige verheilen. Andere hinterlassen Narben. Einige sind offensichtlich. Andere sind für das menschliche Auge unsichtbar. Einige können wir verbergen. Andere bestimmen unser Auftreten. Wem jemals das Herz durch einen geliebten Menschen gebrochen wurde, weiß, wie tief solch eine Wunde reichen kann und dass der daraus resultierende Schmerz bis zum Verlust des Lebenswillens führen kann. So ergeht es auch Charlie Fineman (Adam Sandler). Seit dem Tod seiner Familie lebt Charlie in seiner eigenen Welt. Seinen Job hat er aufgegeben, den Kontakt zu seinen Schwiegereltern und Freunden abgebrochen. Bereits seit Jahren besteht Charlies Leben nur noch aus Filmen, Videospielen und dem regelmäßigen Renovieren seiner Küche. Erst das zufällige Zusammentreffen mit seinem alten Zimmergenossen Alan (Don Cheadle) lockt ihn aus seiner Lethargie. Alan führt ein an sich zufriedenes Leben, fühlt sich jedoch durch seinen Beruf und seine Frau (Jada Pinkett Smith) eingeengt. Zwischen den beiden ungleichen Männern entwickelt sich eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird, als Alan Charlie auf seine verstorbene Familie anspricht… Wer Adam Sandler bislang nur in Komödien gesehen hat, wird für „Die Liebe in mir“ umdenken müssen. Auch wenn es genügend Stellen zum Lachen und Schmunzeln gibt, handelt es sich bei dem Film um eine Tragikomödie weit ab vom typischen Sandler-Humor. Derbe Witze sucht man hier vergebens, stattdessen dominieren ruhige Dialoge und melancholische Bilder, die durch dezenten und jederzeit passenden Humor aufgelockert werden. Die beiden Figuren Charlie und Alan wurden äußerst menschlich ausgearbeitet, so dass es einem als Zuschauer sehr leicht fällt, sich in ihre jeweilige Situation zu versetzen und ihre Taten nachzuvollziehen. Neben Charlie und Alan treten zahlreiche Nebencharaktere in Erscheinung. Leider werden diese und ihre Beziehungen zu den beiden Männern relativ oberflächlich behandelt, was dem Film ein wenig Tiefe kostet. Im Mittelpunkt des Films stehen jedoch ohnehin weniger die Charaktere, als vielmehr die Botschaft, die diese Charaktere übermitteln. Und die ist eindeutig: Jeder Mensch trägt eine Last auf seinen Schultern. Jeder Mensch hat eine andere Art, mit dieser Last umzugehen. Und niemand hat das Recht, deswegen über diesen Menschen zu urteilen. Dass Sandler auch anspruchsvolle Rollen spielen kann, hat er bereits in „Punch-Drunk Love“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch die Rolle des gebrochenen Witwers meistert er hervorragend und unterstreicht damit, dass er neben Jim Carrey zu einem der unterschätzten Schauspieler Hollywoods gehört. Neben dem wie immer erstklassig agierenden Don Cheadle überzeugen in den Nebenrollen unter anderem Jada Pinkett Smith, Liv Tyler, Saffron Burrows und Donald Sutherland. Mein Fazit Auch wenn die Nebencharaktere besser ausgearbeitet hätten sein müssen, kann „Die Liebe in mir“ durchgehend überzeugen und bietet neben vielen lustigen Szenen auch Stellen, an denen ich mir ein paar Tränen nicht verkneifen konnte. Wer sich davon überzeugen lassen möchte, dass Adam Sandler mehr kann, als zu blödeln, liegt hier goldrichtig. Ein Film über die Verletzbarkeit der Seele, die Kraft der Freundschaft und über die Hoffnung, die man niemals verlieren sollte. Meine Wertung: 8/10

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Die Simpsons – Der Film

Ich vermute, dass es keinen Menschen mit messbarer Gehirnfunktion gibt, dem die gelbe Chaosfamilie aus Springfield kein Begriff ist. Seit nunmehr 18 Jahren wird „Die Simpsons“ im TV ausgestrahlt und ist schon längst ein Teil unserer Kultur geworden. In diesem Jahr schaffen Homer und Konsorten endlich den Sprung auf die große Leinwand – und der kritische Zuschauer fragt sich zu Recht, ob er für eine Zeichentrickserie, die er kostenlos im TV sehen kann, Eintrittsgeld ausgeben soll. Wie bereits bei „South Park – Der Film“ lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten: Der liebgewonnene Stil der Zeichentrickserie nutzt die Leinwand erwartungsgemäß weder beim Bild noch beim Ton aus. Dies ist allerdings kein echter Kritikpunkt. Nichts wäre schlimmer gewesen, als den Film stilistisch von der Vorlage zu entfernen – oder gibt es auch nur einen Menschen, der die Simpsons lieber als CGI-Version à la Shrek gesehen hätte? Auch die Story beweist kein Kinoformat und könnte ebenso gut einer Doppelfolge entsprungen sein. Kurz zusammengefasst: Homer verursacht eine Umweltkatastrophe, woraufhin Springfield von Präsident Schwarzenegger („ich wurde gewählt um zu lenken, nicht um zu denken“) unter einer Glaskuppel eingeschlossen wird. Als die Stadt durch eine Bombe ausradiert werden soll und seine Familie sich von ihm abwendet, muss Homer all sein Können aufbringen, um die Stadt zu retten und seine Liebsten zurückzugewinnen. Ein wenig kreativer hätte es für meinen Geschmack schon sein dürfen. Dennoch gibt es zwei gute Gründe, sich „Die Simpsons – Der Film“ im Kino anzuschauen. Erstens ist ein faszinierendes Gefühl, sich umgeben von zahlreichen Simpsons-Fans zu wissen und mit ihnen gemeinsam über das zu lachen, worüber man sich sonst lediglich alleine oder im eher kleinen Kreis der Freunde/Familie erfreut. Zweitens wurde die Chance genutzt, Szenen einzubauen, die zwar auch im TV noch lustig sein dürften, ihre Wirkung jedoch nur im Kino richtig entfalten können. So beginnt der Film z.B. damit, dass sich die Simpsons einen Itchy-und-Scratchy-Film im Kino anschauen. Genervt fragt Homer seine Familie, wieso sie für einen Film Geld ausgegeben haben, dessen Serie kostenlos im Fernsehen läuft. Es gibt zahlreiche Beispiele dieser Art, auf deren Nennung ich aus Rücksicht auf künftige Zuschauer jedoch verzichten werde. 😉 Ob diese Gründe den Kauf einer Kinokarte rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bereue es jedenfalls nicht, mich von meiner durchgesessenen Couch erhoben zu haben. Zu den Anspielungen auf die ungewohnte Kinoumgebung gesellen sich die für „Die Simpsons“ typischen Slapstick-Einlagen und die gesellschaftskritischen Seitenhiebe. Unter anderem bekommt auch der moderne Überwachungsstaat sein Fett weg – und das kann heutzutage gar nicht oft genug passieren. Befürchtungen, dass die gelbe Familie eine Laufzeit von knapp 90 Minuten nicht tragen könnte, erweisen sich zum Glück als unbegründet. Zwar gibt es den einen oder anderen kurzen Leerlauf, doch kann man dies aufgrund der zahlreichen gelungenen Gags problemlos verschmerzen. Abschließend noch kleiner ein Tipp: Beim Abspann sollte man nicht fluchtartig den Saal verlassen, sondern sich entspannt zurücklehnen und Geduld beweisen. Es lohnt sich. Meine Wertung: 8/10

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Transformers

Exakt 20 Jahre ist es her, dass Dolph Lundgren als He-Man das Licht der Filmwelt erblickte. In dem auf die gleichnamigen Actionfiguren beruhenden „Masters Of The Universe“ wurde der Kampf zweier verfeindeter außerirdischer Rassen auf der Erde ausgetragen. Den Schlüssel zum Sieg hielt ein junger Mann in seinen Händen, völlig unwissend, dass er über das Schicksal des Planeten entscheiden sollte. Wieso ich das schreibe? Nun… Michael Bay ist zurück und zeigt uns das, was er am besten kann: Eine furiose Materialschlacht. In dem auf die gleichnamigen Actionfiguren beruhenden „Transformers“ wird der Kampf zweier verfeindeter außerirdischer Rassen auf der Erde ausgetragen. Den Schlüssel zum Sieg hält ein junger Mann in seinen Händen, völlig unwissend, dass er über das Schicksal des Planeten entscheiden soll. Noch Fragen? Die Story dient erwartungsgemäß lediglich als Bindeglied zwischen den, dies sei vorweg genommen, besten Actionszenen, die ich seit langer Zeit im Kino sehen durfte. Und das ist absolut nicht negativ zu bewerten. Auch wenn die Geschichte unter einem Fingerhut Platz findet, reicht sie vollkommen aus, den Film über volle 140 Minuten zu tragen. Leerlauf sucht man vergebens. Ganz im Gegenteil: Würde es nach mir gehen, hätte der Film auch ruhig noch 30 Minuten länger sein dürfen. So sehr ich auch darüber nachdenke, mir will einfach nichts einfallen, was ich „Transformers“ negativ ankreiden könnte. Der Film bietet alles, was einen perfekten Blockbuster auszeichnet: Sympathische Charaktere, gelungenen Humor, eine gesunde Mischung aus ruhigen, witzigen und actionreichen Szenen sowie gelungene Special Effects. Schrieb ich eben „gelungene Special Effects“? Ich sollte mich für diese Untertreibung selbst ohrfeigen. „Transformers“ erklimmt mühelos die absolute Spitze und setzt definitiv neue Maßstäbe. Wer einmal gesehen hat, wie sich die Transformers aus der Bewegung heraus verwandeln und/oder mit ihrer Umwelt interagieren, weiß, dass tricktechnisch inzwischen alles möglich ist. Egal ob aus der Totalen oder in Nahaufnahme, ob in ruhigen Dialogen oder in den (erstaunlich übersichtlich gefilmten) Actionszenen, niemals lassen die Macher Zweifel an ihrem Können aufkeimen und zeigen in den letzten 30 Minuten eine Materialschlacht, wie ich sie mir nicht besser hätte vorstellen können. Umso erstaunter bin ich, wie gut sich Hauptdarsteller Shia LaBeouf in diesem Special-Effects-Meisterwerk zu behaupten weiß. Sicherlich sind die Transformers die eigentlichen Stars, doch hätte mir der Film ohne den sympathischen Jungmimen vermutlich längst nicht so gut gefallen. Und Megan Fox? Himmel, wäre ich 5 Jahre jünger, berühmt, reich und attraktiv, Megan Fox stünde auf meiner Frauen-mit-denen-ich-schlafen-muss-bevor-ich-sterbe-Liste ganz weit oben. Ein Highlight anderer Art ist John Turturro als durchgeknallt-überheblicher Agent Simmons, dessen T-Shirt einfach ein Brüller und hoffentlich irgendwann irgendwo bestellbar ist. Mein Fazit Michael Bay liefert mit „Transformers“ den wohl besten Blockbuster dieses Jahres ab und zeigt seinen Kollegen, wie moderne Science-Fiction-Action auszusehen hat. Neben den perfekten Effekten (hey, das reimt sich) und den furios inszenierten Actionszenen begeistern Megan Fox als Eye Candy und Shia LaBeouf als sympathischer Loser mit Herz und Mut. Wertung: 10/10

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