Zeugin der Anklage (1957)

Erneut verdanke ich arte (erwähnte ich bereits, dass dieser Sender sich zu meinem Lieblingssender entwickelt?) einen interessanten Filmabend. Diesmal kam ich in den Genuss des Billy-Wilder-Klassiker „Zeugin der Anklage“, ein Film, den ich schon lange gesehen haben wollte, bislang aber leider immer verpasst oder übersehen hatte. Worum geht’s Der mittellose Leonard Vole (Tyrone Power) soll eine reiche Witwe ermordet haben, um so an deren Erbe zu gelangen. Der Angeklagte jedoch bestreitet die Tat und behauptet, von dem Testament nichts gewusst zu haben. Die Verteidigung dieses schier aussichtslosen Falls übernimmt der frisch aus dem Krankenhaus entlassene Anwalt Sir Wilfrid Robarts (Charles Laughton). Dieser hat nicht nur mit den Fakten des Falls, sondern auch mit seiner überbesorgten Krankenpflegerin (Elsa Lanchester) zu kämpfen. Als einzigen brauchbaren Entlastungszeugen könnte Sir Roberts Voles Frau Christine (Marlene Dietrich) aufrufen, doch diese wird überraschend als Zeugin der Anklage aufgerufen. Der Fall scheint endgültig verloren… Meine Meinung Wow, wow und nochmal wow. Es ist wahrlich eine Schande, dass ich mir diesen Film erst gestern angeschaut habe, denn hier stimmt einfach alles: Eine trotz der ernsten Thematik humorvolle, aber niemals alberne Inszenierung. Eine clevere, aber niemals komplizierte Story. Ein überraschendes, aber keineswegs unglaubwürdig wirkendes Finale. Dazu noch eine Handvoll hervorragender Schauspieler – das ist der Stoff, aus dem Klassiker gemacht sind! 50 Minuten vergehen, bis der Startschuss zur Gerichtsverhandlung fällt. In diesen 50 Minuten lernen wir den Verteidiger Sir Robarts kennen, einen Zyniker, wie er im Buche steht. Bereits in den ersten 10 Minuten musste ich ob der Dialoge zwischen ihm und seiner Pflegerin öfter lachen als im gesamten „Scary Movie 4“. Ja, er ist wahrlich ein Arsch, aber einer, der es schafft, die Sympathien auf seine Seite zu ziehen (womit er sich von mir unterscheidet: Ich bin einfach nur ein Arsch 😉 ). Ganz im Gegensatz dazu wird der Angeklagte als freundlicher und höflicher Zeitgenosse vorgestellt. In Rückblenden erfahren wir aus seinen Erzählungen, wie er die Ermordete kennen lernte und was bis zu und an dem verhängnisvollen Tag geschah. Auch dies wurde äußerst witzig und locker inszeniert, so dass man bis zum Beginn der Verhandlung durchaus von einer Komödie sprechen kann. Dies soll sich jedoch mit Verhandlungsbeginn ändern: Zwar behält der Film seinen lockeren Unterton, widmet sich nun aber intensiv den Zeugenaussagen und den Kreuzverhören der beiden Anwälte. Um die Spannung nicht zu rauben, verzichte ich auf weitere Details. Vertraut mir einfach, wenn ich sage, dass längst nicht jeder mit offenen Karten spielt und es im Verlauf der Verhandlung (und darüber hinaus) zu einigen Überraschungen kommt. Neben Charles Laughton und Tyrone Power brilliert vorallem Marlene Dietrich als undurchsichtige Ehefrau des Angeklagten. Diese Frau erfüllt jeden Raum mit solch einer Kälte, das einem Angst und Bange wird. Elsa Lanchester hingegen spielt ihre Rolle als Pflegerin liebenswert-schrullig (was mich ein wenig an ihren Auftritt als Miss Marbles in dem grandiosen „Eine Leiche zum Dessert“ erinnerte), was sowohl die männlichen wie auch die weiblichen Charaktere im starken Kontrast zueinander stehen lässt. Mein Fazit Zusammen mit „Die 12 Geschworenen“ bildet „Zeugin der Anklage“ die vorläufige Spitze des Gerichtsfilms. Wer sich auch nur ansatzweise für dieses Genre interessiert, kommt um dieses Meisterwerk, das zu Recht Klassikerstatus genießt, nicht herum. Wertung: 10/10

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Fist Of Legend

Es gibt sie noch, jene seltenen Tage, an denen es sich lohnt, den Fernseher einzuschalten und sich einfach dem TV-Programm hinzugeben. Oder aber den Rekorder zu entstauben, um sich ihm zu einem späteren Zeitpunkt hingeben zu können. So lief auf arte (der Sender entwickelt sich mehr und mehr zu meinem Lieblingssender) am Donnerstag der mir bisher unbekannte Jet-Li-Eastern „Fist Of Legend“, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Worum geht’s Der Film stellt ein Remake des Bruce-Lee-Klassikers „Todesgrüße aus Shanghai“ dar: Als der junge Chinese Chen Zhen (Jet Li) vom Tod seines Meisters erfährt, begibt er sich sofort zurück in seine Heimat. Dort findet er heraus, dass sein Meister vergiftet wurde und kommt einem Komplott des japanischen Militärs auf die Spur… Meine Meinung Die Story gewinnt weiß Gott keinen Originalitätspreis, weiß aber dennoch wesentlich besser zu überzeugen als aktuelle Produktionen vom Schlag (geniales Wortspiel, ich weiß) eines „Revenge Of The Warrior“. Neben der Mördersuche gibt es noch einen Subplot, der sich dem Rassismus und der unerwünschten Liebe zwischen Chen und einer Japanerin widmet. Allerdings wird dieser Subplot nur kurz angerissen, das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf der Suche nach dem Mörder und den daraus resultierenden Kämpfen. Und diese haben es wahrlich in sich. Jet Li kämpft in einer Geschwindigkeit, die für das menschliche Auge schon nicht mehr zu erfassen ist. Die Kämpfe sind allesamt eine Wucht und wurden grandios inszeniert. Positiv anzumerken ist, dass Li nicht gegen typisches Fallobst antritt, sondern ihm ebenbürtige Gegner mit Kampferfahrung an die Seite bzw. vor die Fäuste gestellt wurden. So etwas ist in Kampfsportfilmen leider längst nicht gang und gäbe. Dennoch wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Zum einen liegt das an der teils grenzdebilen Synchronisation (ich weiß, dafür kann der Film eigentlich nichts) und zum anderen an dem Big-Boss-Obergegner. Dessen schier übermenschliche Kräfte ziehen den Film dann doch etwas zu sehr ins Lächerliche. Besonders schade daran ist, dass die vorherigen Kämpfe durch die Bank hart und (in Grenzen) realistisch ausfallen, während der Endkampf zu einer Art Cartoon verkommt und nach ein paar Minuten zu langweilen beginnt. Ein nicht ganz so überzogener Endgegner hätte dem Film wesentlich besser gestanden. In dieser Form stellt der Endkampf einen kleinen Stilbruch dar, der absolut vermeidbar gewesen wäre. Mein Fazit Grandiose Kämpfe, grandioser Jet Li in Höchstform. Aufgrund der genannten Kritikpunkte reicht es für „Fist Of Legend“ dennoch leider nicht für einen Siegertitel. Aber eine gute Platzierung in den Top 10 der besten Eastern ist ja auch etwas Feines. Meine Wertung: 7/10

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In aller Kürze: Die Xbox 360 und die PlayStation 3 als HD-Player im Vergleich

Lange 3 ½ Wochen hat es gedauert, doch seit gestern halte ich nun endlich meinen ersten Blu-ray-Player, auch unter dem irreführenden Namen „PlayStation 3“ bekannt, in meinen Händen. Und ich muss zugeben: Ein schönes Gerät. Aufgrund der langen Lieferzeit konnte ich mich in den letzten Wochen seelenruhig mit Blu-ray Discs und Zubehör, wie zum Beispiel der PS3-Fernbedienung, eindecken. Als die Konsole gestern eintraf, warteten die Filme „Casino Royale“, „Into The Blue“, „Ultraviolet“, „Alien vs. Predator“ und „Ghost Rider“ bereits begierig darauf, von mir geschaut zu werden. Die Inbetriebnahme der Konsole war schnell erledigt: Auspacken, anschließen, einschalten, Konfiguration durchführen, Firmware-Update ziehen, fertig. Insgesamt hat mich die komplette Prozedur ca. 30 Minuten gekostet. Da ich auch eine Xbox 360 (welche ich sogar zum Spielen benutze) samt Xbox 360 HD-DVD-Player mein Eigen nenne, bleibt ein Vergleich der beiden Systeme nicht aus: Was die Bildqualität angeht, brauchen sich beide Systeme nicht voreinander zu verstecken. Egal ob HD DVD oder Blu-ray Disc, ob VC-1- oder MPEG-2-kodiert, ob HDMI-, Komponenten- oder VGA-Kabel, beide Geräte zaubern gestochen scharfe, unglaublich detaillierte und zutiefst farbenfrohe Bilder auf den Fernseher. So und nicht anders müssen Filme in den eigenen vier Wänden und der heutigen Zeit aussehen. Tontechnisch gesehen gewinnt bei mir die Xbox 360. Da mein Receiver kein PCM-Signal verarbeiten kann, muss ich mich bei der PlayStation 3 meist mit Dolby Digital zufrieden geben. Die Xbox 360 hingegen konvertiert die höherwertigen HD-Tonsignale in ein DTS-Signal, welches eine höhere Bitrate als Dolby Digital aufweist und mir einen Tick dynamischer vorkommt. Falls auch die PS3 solch eine Funktion bietet, bin ich für einen kleinen Hinweis darauf, wo ich diese Einstellung finden kann, sehr dankbar. Bei der Bedienung muss man ganz klar zwischen Player und Media Center bzw. Spielekonsole unterscheiden. Gibt als aufgrund der gelungenen Fernbedienungen beim Einsatz als Player keinen Gewinner, sieht dies bei anderer Nutzung freilich ganz anders aus. Das Dashboard der Xbox 360 ist wesentlich strukturierter und übersichtlicher als die Cross Media Bar (XMB) der PlayStation 3, welche nicht nur auf den ersten Blick zu überladen wirkt. Dafür punktet die PlayStation 3 bei der Lautstärke – und das gewaltig. Während ich die Lüfter der Xbox 360 im Filmbetrieb deutlich höre, schnurrt die PlayStation 3 so leise vor sich hin, dass ich mich schon in die Nähe der Konsole begeben muss, um sie hören zu können. Auch nach drei Filmen am Stück drehten die Lüfter gestern nicht auf, so dass die PS3 selbst in ruhigen Passagen niemals negativ auffiel. Daran sollte sich Microsoft definitiv ein Beispiel nehmen. Auf die Optik der Geräte gehe ich nicht sonderlich ein. Welche Hardware einem mehr zusagt, ist definitiv Geschmacksache – mir persönlich gefällt das Design beider Geräte, auch wenn ich zugeben muss, dass die PS3 durch ihre glänzende Oberfläche einen höherwertigen Eindruck macht (dafür aber auch ein Staubfänger vor dem Herrn ist). Insgesamt betrachtet schenken sich beide Geräte nicht viel und bieten ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis (Spielekonsole, HD-Player, Media Center). Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass ein entsprechendes Equipment nötig ist, um die zahlreichen Funktionen auch wirklich nutzen zu können (HD-Fernseher oder -Beamer, Surround-Anlage, DSL).

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Bitte nicht lesen: CineKie reimt…

Der gute konna hat einen neuen Wettbewerb gestartet: Poetrystars – Reim Dich oder ich fress Dich! Um zu zeigen, dass auch Kinosesselfurzer wie ich trotz der medialen Dauerberieselung durchaus noch in der Lage sind, den einen oder anderen minderwertigen Reim zu erschaffen, habe ich meiner nicht vorhandenen Kreativität freien Lauf gelassen. Für etwaige beim oder nach dem Lesen auftretende Folgeschäden übernehme ich keinerlei Verantwortung… Ich nenne dieses wunderschöne Gedicht: Nur ein Hobby Seit Jahren schon, ich kann euch sagen, muss ich den größten Mist ertragen. Schau Action, Horror und auch Dramen, ihr könnt es sicher schon erahnen: Müll…ist überall dabei, dennoch bleib ich Filmen treu. Ich schau sie an, auch wenn ich weiß, dieser Film ist großer Scheiß. Wie, werdet ihr euch sicher fragen, wie kann er diesen Mist ertragen? Wieso, um alles in der Welt, opfert er seine Zeit, auch wenn’s ihn quält? Nun, die Antwort ist ganz leicht: Weil’s mein Hobby ist, das reicht. Und unter uns, ganz im Vertrauen, auch schlechte Filme muss man schauen. Denn nur so, das ist ganz klar, nimmt man Filme richtig wahr. So ist im Vergleich mit Uwe Boll, selbst ein Film von Spielberg toll. Und außerdem, vergesst das nicht, mach ich das doch nicht nur für mich: All die Reviews, die ich schreib, schreib ich für euch, und das mit Freud! Um euch zu warnen vor den Schlechten, um euch zu leiten zu den Rechten. Mein Dank gilt euch, ihr Kommentatoren, ihr zeigt mir, dass meine Mühen sich lohnen. Und so wünsche ich euch weiterhin viel Spaß, mit allem, was ich auf diesem Blog verfass!

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Kurz und knapp: Chucky’s Baby

Auch wenn Chucky und Tiffany im Vorgänger getötet wurden, lebt die Frucht ihrer Liebe in Form von Glen weiter. Dieser fristet ein trostloses Dasein als Freak in einem Wanderzirkus. Doch eines Tages sieht er im Fernsehen einen Drehbericht über den neuesten Chucky-Film und erkennt in den „Hauptdarstellern“ seine Eltern wieder. Also begibt er sich nach Hollywood und erweckt Chucky und Tiffany erneut zum Leben. Diese begeben sich sofort auf die Suche nach passenden Körpern. Fündig werden sie bei Jennifer Tilly und Redman… Nach dem äußerst gelungenen vierten Teil konnte es eigentlich nur bergab gehen. Und das tut es mit „Chucky’s Baby“ auch. Es fängt schon beim Titel an: Deppenapostroph, ich hör dir tapsen. Wann hat sich bloß eingebürgert, vor jedem „s“ ein Apostroph zu setzen, und sei es noch so falsch? Egal, denn über die Qualität des Film’s sagt da’s ja zum Glück nicht’s au’s. Obwohl: In diesem Fall schon. Kennt ihr den Unterschied zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“? Falls nicht, schaut euch einfach „Chucky’s Baby“ an, dann kennt ihr ihn. Im Endeffekt enthält der Film alle Zutaten, die auch „Chucky und seine Braut“ auszeichnen, doch irgendwie will das alles hier nicht zusammenpassen. Der Film wirkt wie ein großes Puzzle, dessen einzelne Teile einfach nicht ineinander greifen wollen. Die Anspielungen auf andere Filme (u.a. „Halloween“, „Psycho“ und „Glen Or Glenda“) wirken aufgesetzt und das Hollywood-Setting wird nicht im Geringsten ausgenutzt. Dass es besser geht, hat Wes Craven in seinem letzten Nightmare-Film bewiesen. Außerdem begehen die Macher den großen Fehler, die einzige sympathische Figur des Films sterben zu lassen. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass es keine Figur gibt, der man die Daumen drücken möchte, wurde mit Glen ein so dermaßen nervender Charakter eingeführt, dass sich mir die Nackenhaare kräuseln. Dennoch ist der Film besser als der langweilige dritte Teil. Dies verdankt er zum einen den gelungenen Todesszenen und zum anderen einer gut aufgelegten Jennifer Tilly, die mit sichtlicher Freude und einer gesunden Selbstironie mit ihrem Image in Hollywood spielt. Trotzdem: Besonders wenn man zuvor den vierten Teil gesehen hat, enttäuscht „Chucky’s Baby“ auf ganzer Linie. Mehr als eine 5/10 ist mir der Film definitiv nicht wert. Und somit habe ich es geschafft: Fünf Filme am Stück, lediglich unterbrochen von der jeweiligen Review. Und ich kann euch sagen: Das war doch anstrengender als ich dachte! Und weil das so anstrengend war, gehe ich jetzt auch ins Bett – morgen mache ich das Gleiche dann mit der James-Bond-Reihe… 😉

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Kurz und knapp: Chucky und seine Braut

Zwei Jahre nach den Ereignissen des dritten Teils bringt Chuckys Ex-Freundin Tiffany (Jennifer Tilly) die von der Polizei beschlagnahmte Puppe in ihren Besitz. Mit Hilfe des Buches „Voodoo für Dummies“ holt sie ihren ehemaligen Geliebten zurück ins Leben. Chucky zeigt sich auf seine Art erkenntlich, tötet Tiffany und transferiert ihre Seele in den Körper einer weiblichen Puppe. Um wieder menschliche Gestalt annehmen zu können, benötigen die beiden ein Medaillon, das Herz von Damballa, welches zusammen mit Chuckys menschlichen Überresten begraben wurde. Doch um dorthin zu gelangen, benötigen Chucky und Tiffany die Hilfe des jungen Pärchens Jesse (Nick Stabile) und Jade (Katherine Heigl)… Hei, was für eine Gaudi! Nicht ohne Grund ist „Chucky und seine Braut“ meine Lieblingsepisode der Serie. Nehmen sich die ersten drei Teile noch weitestgehend ernst, steht beim vierten Teil der Spaß an erster Stelle. Wie so oft gilt: Willst du etwas besser machen, brauchst du die richtige Frau an deiner Seite. Und Tiffany ist das Beste, was der Chucky-Reihe passieren konnte. Die Dialoge zwischen ihr und Chucky sind ebenso makaber wie die originellen Todesarten, welche zwar wesentlich blutiger als in den Vorgängern ausfallen, aufgrund der humorvollen Inszenierung aber dennoch eher zum Lachen als zum Gruseln animieren. Spätestens wenn Chucky und Tiffany sich ihren Gelüsten, und damit meine ich nicht das Töten, hingeben, weiß auch der letzte Zuschauer, dass die Macher den Film nicht als harten Horrorschocker verstanden wissen wollen. Als I-Tüpfelchen gibt es unzählige Anspielungen auf andere Horrorfilme (u.a. gibt es Verweise auf „Hellraiser“, „Freitag, der 13.“ und „A Nightmare On Elm Street“) sowie auf die eigene Serie. So antwortet Chucky auf die Frage, wie das alles geschehen konnte „Das ist eine lange Geschichte. Wäre dies ein Film, bräuchte man bestimmt drei oder vier Teile, um das alles zu erzählen.“. Anspruchslos, aber witzig. Die Tricktechniker durften sich erneut austoben und leisten wieder einmal hervorragende Arbeit. Die Mimik der Puppen wurde nochmal verfeinert und die Ergebnisse des blutigen Treibens dem Jahrzehnt angepasst. „Chucky und seine Braut“ unterscheidet sich immens von den Vorgängern, läutet eine neue Ära der Reihe ein und setzt sich mit wohl verdienten 9/10 Punkten an die Spitze. Solch eine Frischzellenkur würde auch anderen Horrorreihen mehr als gut tun. Inzwischen haben wir 0:20 Uhr und ich beginne müde zu werden. Werde ich auch den letzten Teil im Rahmen meines Chucky-Marathons schaffen? Schauen wir mal…

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Kurz und knapp: Chucky 3

So, das war also der dritte Teil des biestigen Rotschopfs. Ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass er in einer Militärschule spielt und eine attraktive Hauptdarstellerin zu bieten hat. Nachdem ich ihn eben frisch gesehen habe, weiß ich auch wieder, wieso das alles ist, woran ich mich erinnern konnte… 8 Jahre sind seit den letzten Geschehnissen vergangen. Andy hat sich im Laufe der Jahre zu einem ausgewachsenen Teenager entwickelt und besucht inzwischen eine Militärschule. Als es auf dem Gelände zu rätselhaften Unfällen mit Todesfolge kommt, weiß Andy, dass Chucky ihm erneut auf den Fersen ist… „Chucky 3“ versucht gar nicht erst, eine Erklärungen dafür zu liefern, wieso der Serienmörder wieder unter den Lebenden weilt. Es ist halt einfach so, warum auch immer. Statt sich lange mit einer Vorgeschichte aufzuhalten, wird die Story unmittelbar nach dem Eröffnungsmord an die Militärschule verlegt. Prinzipiell ist das ja auch gut so und entspricht dem Stil der Vorgänger, doch leider ist das blutige Treiben dort trotz der kurzen Laufzeit so dermaßen langatmig inszeniert, dass man unweigerlich alle fünf Minuten auf die Uhr schaut. Erschwerend kommt hinzu, dass die Morde allesamt reichlich unspektakulär ausfallen. Ich würde sogar so weit gehen, sie als langweilig zu bezeichnen. Und von dem nervigen schwarzen Jungen fange ich lieber gar nicht erst an. Immerhin befinden sich die Effekte auch im dritten Teil auf einem hohen Niveau. Und dank der oben bereits erwähnten attraktiven Darstellerin gibt es nicht nur etwas fürs männliche Auge, sondern auch die eine oder andere humorvolle Szene. Insgesamt ist das aber deutlich zu wenig, weswegen der Film nur eine wohlwollende 4/10 erhält. Und damit kann er sich glücklich schätzen. Drei Filme geschafft, zwei noch zu bewältigen. Weiter geht’s…

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Kurz und knapp: Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück

Und da bin ich auch schon wieder, diesmal mit meiner Review zum zweiten Teil der Chucky-Reihe. Die Fortsetzung schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger an: Um den Aktionären des Herstellers zu beweisen, dass keine Killerpuppe für die Morde verantwortlich war, soll die original Chucky-Puppe restauriert werden. Kurz vor der Fertigstellung kommt es zu einem Kurzschluss, der einem der Mitarbeiter das Leben kostet und Chucky erneut erweckt. Um seinem Puppendasein zu entkommen und wieder menschliche Gestalt annehmen zu können, benötigt Chucky Andy, welcher inzwischen in einer Pflegefamilie lebt… „Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück“ genießt bei mir einen kleinen Nostalgiebonus, stellt er doch meinen Einstand in Chuckys Welt dar. Objektiv betrachtet ist der Film jedoch leider einen Tick schwächer als das Original und lässt die unheimliche Atmosphäre des Erstlings völlig vermissen. Der Film ist dadurch weiß Gott nicht schlecht, ähnelt aber mehr einem Thriller als einem Horrorfilm. Zum Beispiel „tötet“ Chucky die Originalpuppe, vergräbt sie im Garten und nimmt so unbemerkt ihren Platz in der Familie ein, während die „Leiche“ unter der Schaukel auf ihre Entdeckung wartet. Typische Thrillerelemente wie diese sind zwar durchaus unterhaltsam, sorgen allerdings auch dafür, dass sich der Film trotz mininmal kürzerer Laufzeit länger anfühlt als das Original. Punkten kann der Film durch dezente Anspielungen auf andere Horrorfilme, etwa wenn Chucky sich hinter der Hauptperson wie weiland Freddy Krueger unter einem weißen Bettlaken aufbäumt. Die Effekte bewegen sich auf demselben hohen Niveau wie im Vorgänger, wobei besonders die Morde noch einen Tick ausgefeilter sind und nicht unbedingt als unblutig zu bezeichnen sind. Alles in allem reicht es gerade noch für eine 7/10. Ohne den Nostalgiebonus würde ich dem Film vermutlich eine 6/10 geben. Und nun zurück auf die Couch: Der dritte Teil, den ich zuletzt vor vielen vielen Jahren gesehen habe, wartet bereits auf mich…

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Kurz und knapp: Chucky – Die Mörderpuppe

Da ich gerade nicht weiß, was ich mit meiner freien Zeit anfangen soll, habe ich mich zu einem kleinen Experiment hinreißen lassen: Werde ich es schaffen, eine komplette Filmserie zu schauen und nach jedem Film eine entsprechende Kurzkritik zu verfassen? Ich habe keine Ahnung, aber da ich mir schon vor langer Zeit vorgenommen hatte, mal wieder alle fünf Chucky-Filme zu schauen, kann ich es ja wenigstens versuchen. Los geht’s… Im ersten Teil der doch recht bekannten Horrorreihe wird der Serienmörder Charles Lee Ray (Brad Dourif) vom Polizisten Mike Norris (Chris Sarandon) erschossen. Statt wie jeder anständige Serienmörder einfach zu sterben, gelingt es Charles, seine Seele durch einen Voodoo-Zauber in die wohl hässlichste Puppe der Filmwelt zu übertragen. Kurze Zeit später landet Chucky als Geburtstagsgeschenk beim kleinen Andy. Kaum aus dem Verkaufskarton befreit, beginnt Chucky damit, seine offenen Rechnungen zu begleichen… In den Achtzigern haben viele Horrorfilme das Licht der Welt erblickt, doch nur wenige davon sind es wert, heute noch angeschaut zu werden. „Chucky – Die Mörderpuppe“ ist einer dieser seltenen Fälle. Der Film ist nicht nur kurz (knappe 80 Minuten), sondern auch kurzweilig. Nach gerade mal 15 Minuten begeht Chucky bereits seinen ersten Mord in Puppenform und hetzt förmlich von einem Opfer zum nächsten. Dass der Film auch heute noch so gut funktioniert, liegt größtenteils an der hervorragenden Arbeit der Special-Effects-Crew. Die Mimik der Puppe, ihre Bewegungen – auch 19 Jahre später können die Effekte noch vollkommen überzeugen und tragen enorm zur gelungenen Atmosphäre bei. Sicherlich ist der Film nicht ohne Fehler und lässt so manche Logiklücke zurück, doch wer bei solch einem Film nach Logik Ausschau hält, ist eh beim falschen Genre gelandet. Wenn ich bedenke, wie gut mich die 80 Minuten eben unterhalten haben, ist mir der erste Teil auch nach heutigen Maßstäben eine saubere 8/10 wert. Und nun ran an den zweiten Teil…

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Videospielverfilmungen, die Dritte und Letzte!

Es wird langsam Zeit für den dritten und letzten Teil meines Specials über Videospielverfilmungen. Los geht’s mit der Verfilmung eines der wohl bedeutendsten Spiele überhaupt: Doom. Leider kann der dazugehörige Film aus dem Jahr 2005 nicht mit der Qualität des Spiels mithalten. Die Darsteller Dwayne „The Rock“ Johnson und Karl Urban sowie die Inszenierung durch Andrzej Bartkowiak („Romeo Must Die“, „Exit Wounds“) überzeugen zwar, doch der Inhalt lässt arg zu wünschen übrig. Im Endeffekt handelt es sich bei „Doom“ um einen gut gemachten Resident-Evil-Klon, in dem eine Spezialeinheit gegen aggressive Mutanten antreten muss. In Erinnerung bleibt eigentlich nur die innovative Ego-Shooter-Sequenz zum Ende des Films, in der wir die Geschehnisse aus Karl Urbans Augen miterleben dürfen. Wirklich nett gemacht, aber zu wenig, um den Film aus der Mittelmäßigkeit zu retten. Auch Uwe Boll war 2005 sehr fleißig und bescherte uns mit Alone In The Dark und BloodRayne gleich zwei Filme, wobei leider beide den Trash-Charme von „House Of The Dead“ vermissen lassen. Aber zwei Dinge muss man Boll zugestehen: Zum einen stellen beide Film eine qualitative Steigerung dar und zum anderen weiß Boll, wie er nahmhafte Stars für seine Projekte gewinnen kann. So spielen in „Alone In The Dark“ immerhin Christian Slater, Tara Reid und Stephen Dorff mit, während er für „BloodRayne“ Kristanna Loken, Michael Madsen, Udo Kier, Meat Loaf, Michael Paré, Billy Zane, Michelle Rodriguez und Sir Ben Kingsley verpflichten konnte. Beeindruckend, Herr Boll! Bevor ich jetzt falsch verstanden werde: Gut sind die Filme deswegen nicht. Schlecht allerdings auch nicht. Eher…belanglos. Die Darsteller spielen nicht schlechter als in anderen Filmen, die Effekte sind gar nicht übel und auch die Storys würden für einen unterhaltsamen Abend vermutlich reichen. Jedoch weist die Dramaturgie in beiden Filmen eklatante Schwächen auf. Böse Zungen behaupten, Uwe Boll sei zwar engagiert, aber einfach kein (guter) Geschichtenerzähler. Immerhin wissen die Audiokommentare der beiden DVDs erneut zu begeistern – und man sieht in „BloodRayne“ Kristanna Lokens Brüste! Also wenn das nichts ist… Ebenfalls 2005 erschien House Of The Dead 2, welcher jedoch nicht von Uwe Boll inszeniert wurde (wieso eigentlich nicht?). Da ich diesen Film zu meiner großen Schande noch immer nicht gesehen habe, kann ich mir kein Urteil darüber erlauben. Es wird jedoch gemunkelt, er sei besser als der erste Teil… 2006 stieg Christophe Gans ins Geschäft der Videospielverfilmungen ein und inszenierte Silent Hill. Da Gans zuvor mit „Crying Freeman“ und „Pakt der Wölfe“ zwei absolute Vorzeigetitel in die Welt gesetzt hatte, waren die Erwartungen an „Silent Hill“ entsprechend hoch, konnten aber nur teilweise erfüllt werden. Während die Atmosphäre als äußerst gelungen bezeichnet werden darf, bietet die verworrende Story und der generelle Aufbau der Geschichte Anlass zur Kritik. Da ich in diesem Fall sogar eine eigene Review vorweisen kann, lehne ich mich mal entspannt zurück und verweise auf diesen Link. Als ziemlich sinnlos (aber unterhaltsam) kann man den ebenfalls 2006 von Corey Yuen inszenierten feuchten Männertraum Dead Or Alive bezeichnen. Der Film basiert auf eine Prügelspielserie, die dadurch bekannt wurde, dass die Brüste der Kämpferinnen beweglich waren – noch Fragen? Eine richtige Geschichte gibt es eigentlich nicht, aber welcher männliche Zuschauer braucht auch eine Geschichte, wenn attraktive Frauen wie Holly Valance, Jaime Pressly, Devon Aoki und Sarah Carter im Bikini irgendwelche Männer oder im günstigsten Fall sich gegenseitig vermöbeln? Immerhin sind die Kämpfe im wahrsten Sinne des Wortes nett anzusehen (es wird Zeit für eine HD DVD). Vorallem der im Regen stattfindende Kampf zwischen Holly Valance und Sarah Carter wurde äußerst stimmig inszeniert. Da der Film sich zu keiner Minute wirklich ernst nimmt und man endlich mal wieder Eric Roberts zu sehen bekommt, kann man durchaus von einem gelungenen Ergebnis sprechen. Auch in diesem Jahr werden wir noch einige Pixelhelden auf der Leinwand oder im Heimkino bewundern dürfen. Demnächst startet Milla Jovovich in Resident Evil: Extinction ihren dritten Angriff auf die Zombies. Inszeniert wird das Spektakel vom Highlander-Regisseur Russell Mulcahy. Und wenn man dem (ungeschnitten) Trailer glauben darf, wird die Serie im dritten Teil endlich so blutig, wie sie bereits von Anfang an hätte sein sollen. Auch Uwe Boll ist nicht untätig und steht 2007 gleich mit vier (in Zahlen 4) Filmen und zahlreichen Stars (u.a. Jason Statham, John Rhys-Davies, Ray Liotta, Burt Reynolds und Ron Perlman) in den Startlöchern: Während er mit Postal jegliche Humorgrenze des guten Geschmacks überschreiten dürfte, hält er mit Seed den nach eigener Aussage brutalsten Film aller Zeit für uns bereit. Wir werden sehen… Außerdem am Start: In The Name Of The King: A Dungeon Siege Tale und BloodRayne II: Deliverance, in dem statt Kristanna Loken nun Natassia Malthe in den Krieg gegen die Vampire zieht. Ich bin gespannt, wessen Brüste schauspielerische Qualitäten mir mehr zusagen. Auch der Hitman in Gestalt von Timothy Olyphant („Scream 2“, „Stirb Langsam 4.0“) wird uns bald einen Besuch abstatten. An seiner Seite: Dougray Scott. Ein Wiedersehen mit den allseits beliebten Außerirdischen wird es in Aliens vs. Predator geben. Diesmal wird eine kleine Stadt in Schutt und Asche gelegt. Da Paul W.S. Anderson seine Finger beim Sequel nicht im Spiel hat, befürchte ich Schlimmes. Für 2008 hat Uwe Boll auch schon ein Eisen im Feuer: Til Schweiger wird als Jack Carver in der Verfilmung von Far Cry seinen Mann stehen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht Bolls einziger Film sein wird. Für 2009 geplant (diesmal ohne Boll): Alone In The Dark 2. Es kommt in den nächsten Monaten/Jahren also noch einiges auf uns zu. Dennoch frage ich mich, wann endlich die echten Klassiker der Videospielgeschichte verfilmt werden. Wie wäre es mit einem Pong – Der Film? Oder Pac-Man und der Fluch der gelben Kugel? Oder Tetris – Ein Bauklötzchen räumt auf? Da schlummern doch die wahren Meisterwerke! Also los, Herr Boll: Ran ans Werk!

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