Gemeint ist hierbei natürlich: Es kann nur einen Gewinner geben! 50 teils äußerst knifflige Fragen zum Thema Film hat Dirk sich für seine Filmrätsel-Blogparade einfallen lassen – und ich muss zugeben, dass ich die meisten davon nicht werde beantworten können!
Da meine Ehre *hüstel* als Filmfreak es mir verbietet, die Fragen mit Hilfe von Suchmaschinen oder ähnlichem Teufelszeug anzugehen, werde ich sie so weit es geht aus dem Kopf oder Bauch heraus beantworten. Mal schauen, wie weit ich es in der Gesamtwertung nach vorne schaffe…
P.S.: Ja Dirk, ich kenne de.rec.film.misc noch…
Videospielverfilmungen, die Zweite!
Lieber spät als nie, kommt hier wie angedroht der zweite Teil meines kleinen Ausflugs in die Welt der Videospielverfilmungen.
Nach dem hoffnungslos gefloppten „Wing Commander“ dauerte es zwei Jahre, bis das nächste Videospiel die große Leinwand erblicken durfte. In Lara Croft: Tomb Raider schlüpfte niemand Geringeres als Angelina Jolie in die Rolle der wohl bekanntesten Archäologin der Welt. Und ganz ehrlich: Eine bessere Besetzung hätte es für diese Rolle wohl auch nicht geben können. Der Film bietet zwar weder inhaltliche Überraschungen noch dramaturgische Tiefe, doch sind die Actionszenen knackig inszeniert und die Nebenrollen mit Daniel Craig und Jon Voight überdurchschnittlich gut besetzt. Außerdem ist Angelina Jolies knappes Outfit alleine schon Grund genug, sich den Film anzuschauen. Auch wenn der Film niemals einem Indiana Jones Konkurrenz machen wird, weiß er als solides Popcorn-Abenteuer durchaus zu unterhalten.
Ein Jahr später versuchte sich erneut Paul W.S. Anderson an einem Videospiel, was uns direkt zu Resident Evil führt. Der Umbrella-Konzern, ein tödliches Virus, Zombies, Mutanten und eine Spezialeinheit – der Film bietet eigentlich alles, was man sich von der Verfilmung erhofft hatte. Jedoch geht Anderson inszenatorisch andere Wege als das Spiel und setzt mehr auf Action als auf Horror, was ihm von Seiten der Fans harsche Kritik einbrachte. Immerhin wird die Geschichte rund um Umbrellas finstere Experimente flott und ohne Längen erzählt und kann dank Michelle Rodriguez mit einigen guten Onelinern aufwarten. Die teils sehr blutigen Effekte sowie die Masken der Zombies können durchaus überzeugen, lediglich das Finale sieht zu sehr nach CGI aus – und Milla Jovovich als Heldin ist sowieso eine Augenweide. Was jedoch am wichtigsten ist: Die trostlose Schlusssequenz macht tatsächlich Lust auf den zweiten Teil!
Bereits 2003 folgte das Tomb-Raider-Sequel Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens. Wieder mit Angelina Jolie in der Hauptrolle, diesmal jedoch mit Jan de Bont („Speed“) auf dem Regiestuhl. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich es bis heute nicht ein einziges Mal geschafft, bei diesem Film nicht einzuschlafen, womit eigentlich auch schon alles gesagt wäre. Positiv in Erinnerung bleiben bei diesem von der ersten bis zur letzten Minute belanglosen Film eigentlich nur Jolies Ritt auf dem Jetski sowie ihr hautenger Taucheranzug. Leider ruft das auch gleich wieder den wohl schlechtesten CGI-Hai aller Zeiten (selbst „Deep Blue Sea“ sieht besser aus) in Erinnerung, der immerhin für unfreiwillige Lacher sorgt.
Wo wir gerade bei unfreiwilligen Lachern sind: Ebenfalls 2003 betrat Dr. Uwe Boll die Bühne und bescherte uns mit House Of The Dead den wohl besten Trash-Film der letzten Jahre. Der Film basiert nicht nur auf SEGAs Lightgun-Shooter, er benutzt dessen Spielszenen sogar als Szenenübergänge. Grandios. Schlechte Schauspieler, die ihre Rollen tatsächlich ernst zu nehmen scheinen, billigste Effekte, nach Pappmaché aussehende Sets – Ed Wood hätte an diesem Film seine helle Freude gehabt. Die Story? Auf einer einsamen Insel wird eine Techno-Party veranstaltet (fragt mich nicht, wo sie den Strom herkriegen), doch die Insel gehört einem Wahnsinnigen und schon bald laufen überall grenzdebile Untote herum – Raver halt. Solltet ihr den Mut haben, euch diesen Schund anzuschauen, empfehle ich euch hiermit offiziell den Audiokommentar der DVD, in dem Boll von seinem Film schwärmt. Einen hohen Unterhaltungswert kann man dem Mann wahrlich nicht absprechen.
Egal wer gewinnt: Wir verlieren. Mussten sich die jeweiligen menschlichen Helden bislang nur eine der beiden Spezies vom Hals halten, bekamen sie es 2004 in Alien vs. Predator mit beiden Rassen zu tun. Erneut von Paul W.S. Anderson inszeniert, erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine Pyramide in der Arktis. Schon bald müssen die Beteiligten feststellen, dass sie in eine Falle geraten sind und lediglich als Köder und Opfer dienen. Entgegen der allgemeinen Stimmung halte ich AvP für äußerst gelungen: Es gibt viele Querverweise auf die filmischen Ursprünge, die Effekte sehen gut aus und die Action wurde kurzweilig inszeniert. Rätseln darf man, ob es sich bei AvP um eine Videospiel-, eine Comicverfilmung oder um ein „normales“ Sequel (Predator) bzw. Prequel (Alien) handelt. Da man diese Frage vermutlich niemals eindeutig wird klären können, habe ich den Film der Vollständigkeit halber einfach mal mit aufgenommen.
Ebenfalls 2004 startete Resident Evil: Apocalypse, in dem Milla Jovovich den Cliffhanger des ersten Teils auflösen durfte. Die Zombies haben inzwischen die Stadt Raccoon City erreicht, weswegen diese größtenteils evakuiert wurde. Während das Militär die Zerstörung der Stadt plant, sucht eine kleine Gruppe Überlebender verzweifelt einen Ausweg aus der hermetisch abgeriegelten Zone. „Resident Evil: Apocalypse“ schafft es, den Vorgänger in jeder Hinsicht zu toppen. Eine bessere Story, spektakuläre Action und zahlreiche Anspielungen auf Zombie-Filme im Allgemeinen (z.B. „Night Of The Living Dead“) und die Resident-Evil-Spiele im Speziellen (u.a. eine 1:1 übernommene Sequenz aus „Resident Evil: Code Veronica“) sorgen dafür, dass man sich als Zuschauer vom Anfang bis zum Ende gut unterhalten fühlt. Zudem wird Milla Jovovich von der äußerst knackigen Sienna Guillory und dem nicht minder attraktiven Oded Fehr unterstützt, so dass wirklich für jeden Geschmack und jedes Geschlecht etwas dabei sein dürfte.
Und damit gehe ich für heute auch erstmal wieder in meinen wohl verdienten „Feierabend“. Demnächst folgen dann unter anderem die verwinkelten Gänge von „Doom“ und die knackigen Kurven aus „Dead Or Alive“. Bleiben Sie dran – ich zähl auf Sie!
The Hills Have Eyes 2 erscheint ungekürzt auf DVD
Es besteht wohl doch noch ein wenig Hoffnung für Horror-Fans wie mich: Nachdem die FSK der Fortsetzung „The Hills Have Eyes 2“ das Keine-Jugendfreigabe-Siegel verwehrt hatte, befürchtete ich bereits, dass sich hier ein zweites TCM-Debakel andeuten würde. Zum Glück wurde nun bekannt gegeben, dass Fox den Film der SPIO/JK vorlegte und diese den Film ohne Schnitte passieren ließ.
Die Verleihfassung von „The Hills Have Eyes 2“ erscheint in der ungekürzten Fassung am 24.09.2007, die Verkaufsfassung dürfte kurze Zeit später folgen.
Auch wenn der Film qualitativ nicht an seinen Vorgänger heranreicht, freut es mich, dass er es ohne Auflagen ins Zensurland Deutschland schafft.
Hochauflösende Flagenhissung: Flags Of Our Fathers
Fast fünf Wochen lang lag die HD-DVD-Fassung von „Flags Of Our Fathers“ neben meinem Fernseher, darauf wartend, dass mein Vater und ich uns auf einen Termin zum Schauen einigen konnten. Gestern war es endlich soweit, so dass ich die Scheibe von ihrer Nutzlosigkeit erlösen konnte.
Worum geht’s
1945 entsteht eines der berühmtesten Fotos des zweiten Weltkrieges: Auf der Insel Iwo Jima hissen fünf Marines und ein Navy-Sanitäter nach tagelangen Kämpfen und unzähligen Verlusten die amerikanische Flagge. Nur wenige Stunden später findet sich dieses Foto auf jeder Zeitung Amerikas wieder. Die Politik möchte sich die entstandene Euphorie zu Nutze machen und lässt die drei Überlebenden John Bradley, Rene Gagnon und Ira Hayes einfliegen, um mit Hilfe der Helden die leeren Kriegskassen zu füllen. Während der Propagandatour erinnern sich die Männer an die wahren Geschehnisse auf Iwo Jima…
Der Film
Ein wenig enttäuscht bin ich ja schon: Die Szenen auf dem Schlachtfeld wurden zwar optisch schick inszeniert, bieten aber nicht die Intensität, die man von anderen Kriegsfilmen kennt. Als Zuschauer sieht man mehr oder weniger unbeteiligt zu und bekommt vom Schrecken des Krieges nur wenig zu spüren. Auch in den Staaten, in denen der Film größtenteils spielt, wird die Chance verpasst, dem Film Tiefe zu verleihen. Die Folgen des Krieges auf die einzelnen Soldaten und deren Familien werden zwar aufgegriffen, jedoch leider auch äußerst nüchtern vorgetragen, was eine emotionale Bindung zu den Protagonisten und ihrem Schicksal verhindert.
Wertung: 6/10
Das Bild
Beim Bild gibt es nicht viel zu bemängeln: Warner liefert erneut einen guten Bildtransfer ab, dessen Schärfe, von ein paar Detailaufnahmen abgesehen, durchaus zu begeistern weiß. Besonders die Szenen auf Iwo Jima profitieren deutlich von der hohen Auflösung. Bildfehler sucht man vergebens, lediglich in zwei Szenen ist mir ein dezentes Flimmern im Hintergrund aufgefallen.
Wertung: 7/10
Der Ton
Prinzipiell gibt es auch beim Ton keinen Grund zu meckern, wäre da nicht die Tatsache, dass die Schreibe viel zu leise abgemischt wurde und man den Verstärker überdurchschnittlich aufdrehen muss, um den Dialogen gut folgen zu können. Dafür begeistern die Actionszenen durch eine gelungene Räumlichkeit und den intensiven Einsatz des LFE-Kanals.
Wertung: 7/10
Mein Fazit
Handwerklich solide bis sehr gut (der Angriff auf Iwo Jima) inszeniert, schafft Clint Eastwood es nicht, den Krieg und dessen Folgen emotional auf den Zuschauer zu übertragen. Die Möglichkeiten der HD DVD werden größtenteils gut ausgenutzt, zum Referenzcharakter reicht es jedoch nicht.
Jericho-Absetzung: ProSiebens Begründung
ProSieben schafft es tatsächlich, sich selbst zu übertreffen. Die Entscheidung, „Jericho – Der Anschlag“ mitten in der Staffel vorläufig abzusetzen, wird an Idiotie nur noch von „Das Geständnis“ und der folgenden Begründung getoppt:
Die Serie „Jericho“ pausiert, damit wir die zweite Staffel, die voraussichtlich nur sieben Episoden hat, zusammen mit den verbleibenden zehn Episoden der ersten Staffel ausstrahlen können. Es würde keinen Sinn machen, jetzt alle 22 Folgen der Ersten zu spielen, und nächstes Jahr dann nur sieben.
Was erwartet uns künftig bei ProSieben? Bekommen wir demnächst nur die erste Hälfte von „Fluch der Karibik 2“ zu sehen, weil es ja keinen Sinn macht (btw. kann etwas eh nur Sinn ergeben bzw. sinnvoll sein, aber niemals Sinn machen), den kompletten Film und dann ein Jahr später den dritten Teil zu zeigen? Oh Gott, hoffentlich habe ich die Verantwortlichen nicht auf neue Ideen gebracht…
ProSieben unterbricht US-Serie „Jericho – Der Anschlag“
Da ich die zuletzt ausgestrahlten Folgen der US-Serie „Jericho – Der Anschlag“ erst heute sehen konnte und nichts über den Fortgang der Geschichte erfahren wollte, hielt ich mich die letzten beiden Wochen von allen Seiten fern, die Spoiler enthalten könnte. Dadurch erfuhr ich erst heute, dass ProSieben die Serie am 20.08.2007 nach nur 14 von 22 Folgen für unbestimmte Zeit unterbricht, um stattdessen neue Folgen der ProSieben-Märchenstunde zu zeigen (Quelle).
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was schlimmer ist: Die Tatsache, dass ProSieben noch immer Mitarbeiter beschäftigt, die auf die grandiose Idee kommen, Serien mittendrin abzubrechen oder die Tatsache, dass Serien wie „Jericho – Der Anschlag“ abgesetzt werden, während Lebenszeitverschwendungen und IQ-Vernichter wie „Gülcans Traumhochzeit“ oder „Das Model und der Freak“ weiterhin im Abendprogramm existieren dürfen.
Sollte an dem Satz „Jedes Publikum bekommt das Programm, das es verdient“ etwas dran sein, sehe ich schwarz für die deutsche Bevölkerung…
Entgegen meiner eigentlichen Art konnte ich mir eine kurze Frust-Mail an ProSieben nicht verkneifen:
Hallo ProSieben-Team,
ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich zu bedanken:
Vielen Dank dafür, dass Sie erneut eine Serie mitten in der Staffel absetzen und somit Ihren Zuschauern ungebremst gegen das Schienbein treten.
Vielen Dank dafür, dass Sie mir nach „Angel – Jäger der Finsternis“ erneut vors Auge führen, wieso ich inzwischen so gut wie kein TV mehr schaue, sondern grundsätzlich auf die entsprechende DVD-Veröffentlichung warte.
Vielen Dank dafür, dass Sie mir einen weiteren Grund geben, mich negativ übers Privatfernsehen zu äußern.
Danke! Danke! Danke!
Es grüßt
ein Zuschauer, der zutiefst beeindruckt davon ist, wie konsequent Sie Ihre Zuschauer vergraulen
Nicht wirklich sachlich, ich weiß, aber ProSieben darf ruhig ungeschönt lesen, was ich von solchen Aktionen halte. Interessieren tut es die Verantwortlichen ja eh nicht.
Wie dem auch sei: Ab sofort wird von neuen Serien nur noch der Pilot geschaut und dann bei Gefallen auf die DVD-Veröffentlichung gewartet. Eine dritte Chance erhält ProSieben definitiv nicht von mir. Wie heißt es doch so schön: Jeder Sender bekommt die Zuschauer, die er verdient…
www.CineKie.de bekommt ein neues Outfit spendiert
Dem treuen Leser wird es unter Umständen bereits aufgefallen sein: Meine Seite erstrahlt ab sofort in neuem Glanz. Okay, um ganz ehrlich zu sein, habe ich lediglich das Theme Simplicity plus genommen und es minimal angepasst, aber wozu Gutes großartig verändern?
Hintergrund dieser Änderung war bzw. ist, dass sich mein altes Theme dynamisch der Bildschirmauflösung anpasste, was bei Bildern unter Umständen zu Problemen mit der Formatierung führen konnte. Dank der nunmehr fest eingestellten Breite sollte dieses Problem der Vergangenheit angehören. Positiver Nebeneffekt: Endlich habe auch ich die Möglichkeit, mit einem schicken Header-Bild zu punkten.
Da ich der festen Überzeugung bin, dass sich die Optik eines Blogs an dem Charakter des jeweiligen Blog-Betreibers orientieren sollte, ist auch dieses Theme wieder sehr schlicht gehalten. Im Vordergrund standen bei meiner Wahl eine gute Lesbarkeit, schnelle Ladezeiten sowie eine aufgeräumte Struktur.
Über Hinweise auf etwaige Darstellungsprobleme sowie über Meinungen und Kommentare zur neuen Optik würde ich mich freuen. Auch kritische Stimmen sind durchaus erwünscht (gut, nicht von mir, aber irgendjemand wünscht sie sich bestimmt).
arte zeigt Dokumentation über Arnold Schwarzenegger
Auch wenn es für einen TV-Tipp etwas spät kommt: arte zeigt heute im Rahmen eines Themenabends um 22:30 Uhr die Dokumentation „Schwarzenegger – I’ll be back“.
Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Arnold Schwarzenegger als Geschichte einer perfekten Selbstinszenierung, ganz auf der Überzeugung beruhend, sich mit Disziplin und eisernem Willen immer wieder neu erschaffen zu können. Die Stationen von Schwarzeneggers phänomenalem Erfolg werden dem Zuschauer mit Vor-Ort-Aufnahmen, Archivmaterial, Spielfilmausschnitten und Interviews nahe gebracht. Zu Wort kommen unter anderem der Schauspieler und Freund „Arnies“ Ralf Möller, Regisseur Ivan Reitman, der mit Arnold Schwarzenegger „Twins“ und „Kindergarten Cop“ inszenierte, und die Schauspielerin Linda Hamilton, Schwarzeneggers Partnerin in der „Terminator“-Trilogie.
Quelle: www.arte.tv
Wer dies hier nicht mehr rechtzeitig liest, sich die Doku aber gerne angesehen hätte, kann aufatmen: arte wiederholt sie am 28.07.07 um 15:50 Uhr und am 10.08.07 um 15:10 Uhr.Death Proof – Todsicher
Quentin Tarantino hat wieder zugeschlagen. Eigentlich als Grindhouse-Double-Feature mit dem von seinem Kumpel Robert Rodriguez inszenierten „Planet Terror“ geplant, läuft „Death Proof“ mit dem (un)sinnigen Untertitel „Todsicher“ einzeln in den deutschen Kinos. Immerhin dürfen wir uns an einer verlängerten Fassung des Films erfreuen.
Worum geht’s
Eigentlich möchten die drei Freundinnen Julia, Arlene und Shanna nur ein wenig feiern, trinken und flirten, haben jedoch nicht mit Stuntman Mike (Kurt Russel) gerechnet. Dieser lauert jungen Frauen auf und nutzt sein umgebautes Stuntfahrzeug dazu, seine Opfer durch spektakuläre Fahrmanöver zu töten. Nach erfolgreicher Dezimierung der Gruppe geraten die attraktive Abernathy (Rosario Dawson) und ihre Freundinnen ins Visier des Serienkillers. Doch diesmal hat sich Stuntman Mike die falschen Opfer ausgesucht: Kim (Tracie Thoms) und Zoe (spielt sich selbst: Zoe Bell) sind selbst Stuntfrauen – und schlagen erbarmungslos zurück…
Meine Meinung
Ganz ehrlich: „Death Proof“ macht es mir nicht gerade leicht: Dürfte ich nur die erste Hälfte bewerten, würde mein Text äußerst euphorisch klingen. Doch da ist auch noch die zweite Hälfte, welche zwar weiß Gott nicht schlecht ist, mich aber trotz der hervorragend inszenierten Action ein wenig gelangweilt hat.
Woran das liegt, ist gar nicht so einfach zu sagen. Oder doch, eigentlich schon: In der ersten Hälfte präsentiert uns Tarantino drei ebenso sympathische wie attraktive junge Frauen. Als wäre dies für das eine oder andere männliche Wesen nicht bereits genug, gibt es zusätzlich noch einen diabolisch-coolen Kurt Russel, der hier seine beste Vorstellung seit Snake Plissken gibt. Hinzu gesellen sich eine gleichzeitig ausgelassene wie bedrohliche Atmosphäre, spaßige Gastauftritte, zahlreiche lässige Dialoge und ein Lapdance, für den man Kurt Russel nur beneiden kann. Höhepunkt der ersten Hälfte ist dann ein vierfach gezeigter Autocrash, der uns, hervorragend gefilmt, zeigt, was mit den jeweiligen Beteiligten passiert.
Nach einem weiteren Gastauftritt und dem Dialog zweier Polizisten beginnt die zweite Hälfte des Films. Diesmal präsentiert uns Tarantino vier junge Frauen, leider weniger sympathisch und weniger attraktiv als die ersten Opfer. Wieder dürfen wir den Dialogen der Frauen beiwohnen, doch gestalten sich diese weitaus uninteressanter als die der ersten Runde. Und Kurt Russel? Nun, von dem ist in der zweiten Hälfte nur noch wenig zu spüren. Viel mehr, als sein Fahrzeug zu lenken, darf er ab sofort nicht mehr machen. Zoe Bells Ritt auf der Motorhaube und die finale Verfolgungsjagd sind zwar furios, und ich meine furios, inszeniert, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film zu diesem Zeitpunkt aufgrund der schwächeren Charaktere bereits enorm an Unterhaltungswert verloren hat. Die letzten Minuten laden noch einmal zum herzhaften Lachen und Grölen ein, so dass man den Film trotz einiger Schwächen befriedigt verlässt.
Um dem Grindhouse-Kino der 60er und 70er gerecht zu werden, hat Tarantino „Death Proof“ künstlich altern lassen: Bild- und Tonaussetzer, Kratzer im Filmmaterial, Bildsprünge, Schwarz/Weiß-Bild – alles ist vorhanden. Doch ist eines „leider“ ganz klar: Der Film an sich ist viel zu gut für eine echte Grindhouse-Vorstellung. Selbst bzw. gerade die zweite Hälfte ist derart professionell inszeniert, dass man Vergleiche mit den Filmen aus den 60ern und 70ern gar nicht erst ziehen sollte. Dennoch stellen die absichtlich platzierten Fehler eine gelungene Hommage dar und sorgen für den einen oder anderen Schmunzler.
Mein Fazit
Wem die bisherigen Tarantino-Filme gefallen haben, der wird auch an „Death Proof“ seine helle Freude haben. Tarantinos Liebe zu Filmen ist seinem jüngsten Streich jederzeit anzumerken. Allen Anderen sei gesagt, dass alleine Kurt Russel den Kinobesuch rechtfertigt – auch wenn der Film in der zweiten Hälfte an Charme verliert, ist das Eintrittsgeld gut angelegt.
Meine Wertung: 7/10
Um dem Grindhouse-Kino der 60er und 70er gerecht zu werden, hat Tarantino „Death Proof“ künstlich altern lassen: Bild- und Tonaussetzer, Kratzer im Filmmaterial, Bildsprünge, Schwarz/Weiß-Bild – alles ist vorhanden. Doch ist eines „leider“ ganz klar: Der Film an sich ist viel zu gut für eine echte Grindhouse-Vorstellung. Selbst bzw. gerade die zweite Hälfte ist derart professionell inszeniert, dass man Vergleiche mit den Filmen aus den 60ern und 70ern gar nicht erst ziehen sollte. Dennoch stellen die absichtlich platzierten Fehler eine gelungene Hommage dar und sorgen für den einen oder anderen Schmunzler.
Mein Fazit
Wem die bisherigen Tarantino-Filme gefallen haben, der wird auch an „Death Proof“ seine helle Freude haben. Tarantinos Liebe zu Filmen ist seinem jüngsten Streich jederzeit anzumerken. Allen Anderen sei gesagt, dass alleine Kurt Russel den Kinobesuch rechtfertigt – auch wenn der Film in der zweiten Hälfte an Charme verliert, ist das Eintrittsgeld gut angelegt.
Meine Wertung: 7/10Next
Nicolas Cage hat es nicht leicht: Mitte bis Ende der Neunziger dank Filmen wie „The Rock“, „Im Körper des Feindes“ oder „Con Air“ als zukünftiger Top-Star Hollywoods gefeiert, kann er seit nunmehr sieben Jahren keine echten Erfolge mehr verbuchen. Guten Filmen wie „Das Vermächtnis der Tempelritter“ und „Lord Of War“ stehen Werke wie „The Weather Man“, „The Wicker Man“ oder „Ghost Rider“ gegenüber, die bei Kritikern wie Publikum gleichermaßen durchfielen. Ob er mit „Next“ an alte Erfolge anschließen kann, ist mehr als fraglich.
Worum geht’s
Cris Johnson (Nicolas Cage) besitzt die Gabe, zwei Minuten in seine eigene Zukunft blicken zu können. Diese nutzt er, um sich in Las Vegas seinen Lebensunterhalt als Magier zu verdienen und nebenbei so unauffällig wie möglich die Casinos um ein paar Dollar zu erleichtern. Mit dem ruhigen Leben soll es vorbei sein, als FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore) auf ihn aufmerksam wird und Cris verhindern soll, dass auf amerikanischem Boden eine Atombombe gezündet wird…
Meine Meinung
Da ich mich ausschließlich über intelligente Leser erfreuen darf 😉 , wird sich an dieser Stelle jeder die gleiche, wenn nicht sogar dieselbe Frage stellen: Wie soll Cris die Zündung verhindern, wenn er gerade mal zwei Minuten in die Zukunft, und dann auch nur in seine eigene, blicken kann? Nun, dazu komme ich gleich…
Der Film beginnt äußerst unterhaltsam: Cris verhindert einen Casino-Überfall und entkommt dank seiner Gabe den ihn für den Täter haltenden Sicherheitsleuten. Wie er an den Angestellten vorbeihuscht, während der Sicherheitschef die Flucht über Kameras beobachtet und dabei verzweifelt, ist toll inszeniert und macht Lust auf mehr.
Unterhaltsam geht es weiter. Nach erfolgter Flucht erfahren wir, dass Cris sich in seiner Zukunft eine Frau, gespielt von der leckeren Jessica Biel, kennenlernen sieht, aber den genauen Zeitpunkt nicht bestimmen kann. Um herauszufinden, wieso dies so ist, findet er sich täglich in dem Lokal ein, in dem es irgendwann zu dem Treffen kommen wird. Sobald die junge Frau tatsächlich durch die Tür tritt, darf sich der Zuschauer auf zahlreiche Flirt-Misserfolge freuen. Wie gesagt: Noch immer höchst unterhaltsam.
Jetzt fängt es bereits an, ein wenig…blöd zu werden: Irgendwann schafft Cris es natürlich, die toughe Unbekannte erfolgreich kennenzulernen. Vollkommen aufgesetzt wirkend verlieben sich die beiden nach nur wenigen Stunden unsterblich ineinander und siehe da: In ihrer Gegenwart kann Cris nicht nur in seine, sondern auch in ihre Zukunft schauen – und das erheblich länger als lediglich zwei Minuten.
Taataaa, da haben wir unsere Chance!
Von nun an geht es steil bergab: Seine Geliebte wird von den Terroristen entführt (irgendwie muss man die Kurve zur Bombe ja kriegen) und es beginnt eine vor schlechten Actionszenen triefende Jagd nach den Entführern, die zwangsläufig auch zur Bombe führt.
Auf Logik wird hierbei weitestgehend komplett verzichtet: Es ist ja schön und gut, dass Cris in seine Zukunft blicken kann, aber die Frage, wieso ihn das befähigt, Autos, Baumstämmen und sogar Kugeln millimetergenau auszuweichen, sollte man sich lieber nicht stellen. Ebenso wenig sollte man sich fragen, wieso das FBI im Terrorfall eine ganze Einheit auf einen drittklassigen Magier ansetzt – falls so Amerikas Plan zum Schutz der Bürger aussieht, ist es kein Wunder, dass unser derzeitiger Innenminister lieber auf handfestere Mittel setzen würde…
Bei den Actionszenen wurde mit jeder Menge CGI gearbeitet, was man leider auch allzu deutlich sieht. Egal ob herumfliegende Baumstämme, Züge oder Autos, alles ist am Rechner entstanden – oder sieht zumindest danach aus. Lediglich die finale Schießerei ist gut inszeniert und weiß aufgrund ihrer Bodenständigkeit wieder zu gefallen.
Der Schlusstwist kommt dann zwar sogar einigermaßen überraschend daher, lässt jedoch die Logik erneut vollkommen außer Acht. Immerhin kann man den Machern eine gewisse Konsequenz nicht absprechen…
Sämtliche Charaktere bleiben bei „Next“ erschreckend blass. Dass Cris unter seiner Gabe leidet, wird kurz angedeutet, die Möglichkeit, ihm dadurch Tiefe zu verleihen, allerdings verschenkt. Dass die Figuren niemanden fesseln würden, dachten sich wohl auch die Darsteller. So spielen an sich gute Schauspieler wie Cage und Moore ihre Rollen gerade mal so engagiert wie nötig. Während Jessica Biel nur als Beiwerk dient, aber immerhin gut aussieht und einmal mehr beweisen darf, dass Bettdecken absolut rutschfest auf Frauenbrüsten kleben, mu…darf Thomas Kretschmann zur Abwechslung den bösen Deutschen mimen. Äußerst originell.
Mein Fazit
Nach einem wirklich interessanten und gut inszenierten Anfang nimmt die Qualität des Films in dessen Verlauf stetig ab. Das finale Feuergefecht lässt zwar noch ein wenig Stimmung aufkommen, kann aber nicht verhindern, dass „Next“ in der Mittelmäßigkeit untergeht.
Meine Wertung: 5/10